Jan 102018
 

Wie würde der Alltag heute aussehen, wenn das Automobil nicht erfunden worden wäre? Im 13. Jahrhundert, lange bevor es Autos gab, in einer Zeit, in der Fahrzeuge noch von Tieren gezogen wurden, prognostizierte der englische Philosoph Roger Bacon, dass es eines Tages einen Karren geben wird, der sich bewegt, ohne geschoben oder gezogen zu werden. Und er lag richtig. Gut 600 Jahre später, genauer gesagt 1886, ließ der deutsche Erfinder Carl Benz sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ patentieren. Nur 8 Jahre später produzierte er Automobile in Serie. Benz gilt als Erfinder des Automobils, jedoch war er nicht der einzige, der eines gebaut hatte. Einige Zeit lang glaubte man sogar, dass der Wahl-Wiener Siegfried Marcus der offizielle Erfinder des Automobils war.

Viele Denker – ähnliche Erfindungen

Wie die meisten Erfindungen in der Geschichte, ist auch das Automobil kein Werk eines einzelnen. Fahrzeuge, wie man sie heute kennt, sind das Resultat vieler verschiedener Ideen, die sich im Verlauf von vielen Jahrzehnten durchgesetzt hatten. Zunächst ist die Erfindung des Rades um circa 4000 v.Chr., die in mehreren Kulturen gleichzeitig stattfand, die Basis des heute so dominanten Fortbewegungsmittels. Später galten für lange Zeit Karren, die von Tieren oder Menschen gezogen wurden, als das Maß aller Dinge. Man geht davon aus, dass diese Wagen ihren Ursprung in Mitteleuropa östlich der Alpen haben. Dass ein Österreicher den Anstoß dazu gab, ist demnach nicht auszuschließen.

Im Zuge der Industrialisierung, die Mitte des 18. Jahrhunderts eingesetzt hatte, wurden zahlreiche Maschinen entworfen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war nun das mit Wasserdampf betriebene Auto ein zukunftsträchtiges Objekt. Doch keine Erfindung existiert ohne Ideengeber. Der in Steyr geborene Begründer des wissenschaftlichen Maschinenbaus, Ferdinand Redtenbacher, lehrte vielen klugen Köpfen die Verknüpfung von Systematik und Theorie mit der Praxis. Zu seinen Absolventen zählen die größten Namen der Autogeschichte, darunter Emil Skoda, Carl Benz und Eugen Langen, der Partner von Nikolaus August Otto. Nikolaus Otto erfand 1862 den Viertaktmotor, der das moderne Auto überhaupt erst ermöglichte. Zur gleichen Zeit experimentierte aber auch Siegfried Marcus an einem Zweitaktmotor.

Siegfried Marcus falsch datiert?

Einige Zeit galt Siegfried Marcus als Erfinder des modernen Fahrzeugs. Grund dafür war eine falsche Datierung seines Wagens. 1870 machte er in Wien Fahrversuche mit einem direkt wirkenden, verdichtungslosen Zweitaktmotor, der auf einen Handwagen montiert wurde. Unbestritten ist die Tatsache, dass der Österreicher damit der erste war, der mit einem benzinbetriebenen Wagen fuhr. Allerdings meldete er kein Patent an und galt auch bei anderen Entdeckungen als eigenbrötlerisch. Vermutlich, weil er seine Erfindungen erst perfektionieren wollte, bevor er sie der Welt präsentierte. 1888 ließ er einen benzinbetriebenen Viertaktmotor-Wagen bauen, der in der Basis alle Bestandteile des modernen Automobils besaß. Fälschlicherweise wurde dieser sogenannte Marcus-Wagen 2 auf das Jahr 1875 datiert. Marcus wäre damit einige Jahre vor Carl Benz, der 1886 den Motorwagen patentieren ließ, offiziell der Erfinder des Automobils gewesen. Historische Unterlagen belegen jedoch, dass der Motor des Marcus-Wagens erst 1888 fertig gestellt wurde. Carl Benz wird deshalb als offizieller Erfinder des Automobils geführt.

Auch später bedeutende Neuerungen

Bis heute gibt es zahlreiche Weiterentwicklungen des Automobils. So wurde beispielsweise 1934 die Kugelkopfkupplung patentiert. Von der fest montierten bis zur schwenkbaren oder abnehmbaren Kupplung gibt es verschiedenste Varianten. Die Anhängerkupplung gehörte lange Zeit zur Grundausstattung jedes Wagens. Neuerdings gehört sie aus Designgründen nicht mehr unbedingt ab Werk dazu, kann aber mühelos im spezialisierten Onlinehandel gekauft und nachgerüstet werden.

Erfinder der Anhängerkupplung ist der deutsche Hersteller Westfalia, der mit der Kupplung weltweit berühmt wurde. Auch der Airbag kommt aus Deutschland. Er wurde 1951 von Walter Linderer in München patentiert. Probleme bei der Druckerzeugung und andere Mängel bremsten jedoch den Siegeszug des Airbags. Erst als der US-amerikanische Präsident Johnson 1969 ein Gesetz für einen automatischen Insassenschutz im Wagen formulierte, begann die Autoindustrie am Fine tuning des Airbags. Diese zwei Beispiele zeigen, dass die Geschichte des Automobils noch nicht abgeschlossen ist und auch in Zukunft womöglich weitere einflussreiche Entwicklungen folgen werden.

Bildrechte: Flickr 125 Jahre Automobil digital cat CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Dez 222017
 

Sagen Sie bloß nicht Beutel zu einer Handtasche, denn längst sind Handtaschen nicht mehr nur dazu da Habseligkeiten von A nach B zu befördern. Handtaschen sind ein MUST-HAVE, denn natürlich bewahren sie unter anderem alles Notwendige für unterwegs auf, aber vor allem komplettieren sie den eigenen Look. Handtaschen sind vielseitig, funktionell und unterstreichen durch ihr Design den eigenen Auftritt. Manchmal sind sie einfach das gewisse Etwas, der Akzent, der noch gefehlt hat.

Das liebste Accessoire der Frau: die Handtasche!
Wie wir wissen, machen Handtaschen ganz schön viel mit. Neben dem Wetter als Top-Herausforderung trotzen sie auch dem manchmal eher unachtsamen Handling. Fakt ist jedoch, dass die Handtasche ebenso bei achtsamem Umgang und Pflege früher oder später mit Formproblemen zu kämpfen hat. Resultat sind meist hässliche Falten auf der Handtasche.
Besonders teure Exemplare, seien Schuhe oder Handtaschen, sollen gut aussehen und in Form bleiben. Daher haben doch alle eine gute Pflege verdient!
Doch wie kann man seine Lieblingstasche vor Formverlust schützen und sie am besten aufbewahren?

Einfach spannen(d)!
Um in Form zu bleiben, wird dieser Tage meist unbeholfen auf zerknülltes Papier zurückgegriffen. Als Notlösung eine passable Lösung, aber ideal ist etwas Anderes… Doch insbesondere bei der Nicht-Nutzung leiden Handtaschen.

Mit der Spannvorrichtung für Taschen haben Sie die perfekt abgestimmte Lösung.
Die erfinderische Idee der Spannvorrichtung besteht aus zwei Spannelementen aus verstellbaren Teilen. Diese lassen sich leicht an die Handtaschenform und Größe, wie auf den Bildern ersichtlich, anpassen.

Damit kann die Handtasche nun die perfekte Originalform bewahren, hässliche Falten werden effektiv vermieden und die Lebensdauer der Tasche verlängert.
Unterschätzen sollte man den Handtaschen-Markt nicht:
• Marktvolumen von über 3 MRD Dollar pro Jahr
• Wachstumsmarkt mit 7 % Steigerung jährlich
• Aufgrund von Form und Design sind ca. 50 % der Taschen passend für die Spannvorrichtung
• Luxushandtaschen sind die bessere Wertanlage und der Wiederverkaufspreis haben Käufer oftmals bereits im Kopf

Für die Spannvorrichtung für Handtaschen sind derzeit sowohl Lizenznehmern und Schutzrechtkäufer gesucht. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Landing-Page unter https://www.patent-net.de/go/2197.

Zusätzlich wird die Handhabung durch die nachfolgenden Videos verdeutlicht. Beide Varianten sind so gestaltet, dass sie in das Tascheninnere einführbar sind und an die Taschenwände spannend und flächig aufliegen. Die Spannvorrichtung wird in den Innenraum der Tasche eingelegt und von Taschenwand zu Taschenwand gespannt.
Variante 1 mittels arretierbaren Trägerelement und Justierung in gewünschter Position gespannt und arretiert (Längenanpassung zur Handtasche). Bei Variante 2 mittels flexiblem Trägerelement, welches beim Anpassen auf die Länge einer Federspannung aufgebaut. Die Spannvorrichtungen können genau auf das Maß (Länge, Breite und Höhe sowie Form Winkel) der Tasche angepasst werden.

Dez 212017
 

Heutzutage wird durch Mobilität, Information und Innovation definiert, was gestern noch als unmöglich galt und heute Realität ist. Welches Land hat eigentlich die meisten Erfinder?

Die Welt selbst kreieren
Die Geschichte der Menschheit beginnt mit der Fähigkeit, Probleme zu lösen. Der Mensch musste sich schon immer, wie die Tiere, an die Umgebung anpassen, um zu überleben und mit der Zeit erschuf der Mensch im Laufe der Evolution Dinge selbst Dinge. So wurde der Erfinder geboren. Mit dem Wort „erfinden“ assoziieren viele Menschen etwas Neues zu schaffen, was nicht vorher war und dem Erfinder große Ehre brachte.

Die Namen wie Albert Einstein oder Thomas Edison wurden zu Legenden, viele träumen von deren Ruhm und nur wenige Menschen denken daran, wie viel Mühe und Zeit es gekostet hat, die Erfindungen zu erschaffen. Manche dieser Genies waren komplette Pioniere in ihrem Gebiet, wie zum Beispiel der Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freud und haben das ganze Leben einem Thema gewidmet. Wer sich, wie Sigmund Freud, auch auf den Weg der großen Erfindungen machen will, sollte sich zuerst an das Patentamt Österreich wenden, um die einzigartigen Schöpfungen anzumelden. Solange man das nicht gemacht hat, kann jeder seine Erfindung klauen.

Lösen und erfinden!

Viele nehmen Erfinder als Übermenschen war, die fast magische Kräfte besitzen. In Wirklichkeit sind es ganz normale Menschen, die sich mit einem Problem oder mehreren auseinandergesetzt haben und meist ihr ganzes Leben lang der Lösung gewidmet haben. Eine sehr wichtige Sache bei Erfindungen ist, die Erfindung präsentieren zu können, um zu zeigen, dass die Erfindung einen Wert hat. Früher musste man sich sehr viel Mühe geben, um sich in den nötigen Kreisen zu vernetzen und die Erfindung zu patentieren. Heutzutage kann zum Beispiel per Internet ein Patent Österreich anmelden und alle nötigen Informationen bekommen.

Jedes Land hat ihre eigene Liste von Erfindern, die nach der Meinung des Landes am wichtigsten sind und dort gewohnt haben sollen. Man darf nicht vergessen, dass viele Innovationen parallel in der Welt passierten und während der Lehrer für Mathematik und Physik Philipp Reis das Telefon in Deutschland erfand, hat Elisha Gray das gleiche Prinzip auf Basis von Elektrizität in Amerika benutzt. Deswegen ist es manchmal nicht leicht zu sagen, wer was wann genau erfunden hat, da die Erfindung nicht nur als Ereignis, sondern als Prozess existiert. Es ist wie 50 freispiele ohne einzahlung zu finden: Es existieren Tausende weltweit aber die besten gibt es nur hier!

Deutschland und Innovationen
Deutschland galt schon lange als das Land der Erfindungen und nicht nur seit der Industrielen Revolution. Bereits im Jahre 1440 hatte Johannes Gutenberg den Buchdruck erfunden und damit eine neue Ära des Informationsaustauschs und der Zugänglichkeit von Informationen erschaffen. Einer der wichtigsten deutschen Erfinder ist Samuel Hahnemann, der die Homöopathie im Jahr 1797 entdeckt hatte und damit einen entscheidenden Schritt zur Krankheitsbewältigung gemacht hat.

Heutzutage nimmt Deutschland international den dritten Platz bezüglich der Zahl der Erfindungen nach Japan und den USA ein. Deutschland gehört zu den höchstentwickelten Ländern, wo man stark auf Umweltprobleme achtet und versucht, alternative Energien zu gewinnen. So hat der ehemalige Maschinenbaumeister Hans Goebel am 12 Dezember 2017 eine Alternative für die Gasheizung gefunden, indem er kleine Äste zerkleinerte und durch eine Hydraulikpresse zu zwölf Kilogramm schweren Ballen formte, die nicht so schnell verbrannten. Damit sparte Hans Goebel nicht nur Geld, sondern vor allem Energie.
Menschen auf der ganzen Welt arbeiten an Lösungen von Problemen, wo andere keinen Weg finden. Solche Helden tragen den Namen „Erfinder“. Ihre Namen bleiben ewig in der Weltgeschichte, inspirieren andere und zeigen, dass nichts im Leben unmöglich ist, sogar Book of Ra kostenlos spielen ohne Anmeldung mit Freispielen.

Dez 182017
 

Am 06.12.2017 wurde im Casino Baden der Liese-Prokop-Frauenpreis des Landes Niederösterreich verliehen. Die Auszeichnung in der Kategorie Wissenschaft und Technologie ging an Hirut Grossberger. Sie forscht und lehrt am Department Bahntechnologie und Mobilität der FH St. Pölten.

Grossbergers Arbeitsgebiet sind Brücken- und Stahlbetonbau im Bahnwesen. Sie hat unter anderem eine Methode für die Inspektion von Brücken mittels Tablets und Smartphones entwickelt und vermittelte Kindergarten- und Schulkindern Wissen zu Technik und Konstruktion von Brücken. Grossberger ist zudem internationale Koordinatorin des Departments Bahntechnologie und Mobilität, um den internationalen Austausch in Forschung und Lehre zu fördern, und engagiert sich als Diversity-Beauftragte.

Die gebürtige Äthiopierin studierte Bewässerungs-Ingenieurwesen an der Haromaya Universität in Äthiopien sowie „Wasserwirtschaft und Umwelt“ und „Landmanagement, Infrastruktur und Bautechnik“ an der Universität für Bodenkultur in Wien. Sie arbeitete als Assistentin an landwirtschaftlichen Forschungszentren in Äthiopien sowie am Institut für Konstruktiven Ingenieurbau der Universität für Bodenkultur. Seit 2014 forscht und lehrt Grossberger an der FH St. Pölten.


Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (links) und Frauen-Landesrätin Barbara Schwarz (rechts) gratulierten Hirut Grossberger (Mitte) zum Liese Prokop-Frauenpreis in der Kategorie „Wissenschaft und Technologie“. Bild: Credit: NLK Filzwieser

Forschung, Lehre, Wissensvermittlung
„Meine Tätigkeiten in Forschung und Lehre an der FH St. Pölten geben mir die Chance mein Wissen zu vertiefen, Theorie mit Praxis zu verbinden, neue Kompetenzen zu erwerben und meine Erfahrung weiterzugeben. Es freut mich, dass die Arbeit nun auch mit dem Liese-Prokop-Frauenpreis anerkannt wurde“, sagt Grossberger

„Ich gratuliere Hirut Grossberger sehr herzlich zu dieser Auszeichnung. Sie ist nicht nur eine exzellente Forscherin, sondern versteht es auch, junge Menschen, etwa in Kindergärten und Pflichtschulen und aus allen Bildungsschichten, für Technik zu begeistern“, sagt Otfried Knoll, Leiter des Departments Bahntechnologie und Mobilität der FH St. Pölten, und ergänzt: „Es ist besonders wichtig, Frauen in der Technik sichtbar zu machen, um den Anteil weiblicher Akademikerinnen im Bahnwesen zu erhöhen. Hirut Großberger ist somit auch eine Botschafterin für dieses gesellschaftspolitisch wichtige Thema.“

Von der FH St. Pölten nominiert waren zudem: Elisabeth Höld (Department Gesundheit) sowie Kerstin Blumenstein und Rosa von Suess (Department Medien und Digitale Technologien).

Liese-Prokop-Frauenpreis
Der Liese-Prokop-Frauenpreis macht außergewöhnliche Leistungen von Niederösterreicherinnen sichtbar.
Engagierte und erfolgreiche Frauen können für den Preis nominiert werden. Aus den eingereichten Nominierungen werden Frauen für ihr Engagement in den Bereichen Wirtschaft und Unternehmertum, Technik und Informationstechnologie, Kunst, Kultur und Medien sowie Soziales und Generationen ausgezeichnet. An eine der ausgezeichneten Persönlichkeiten wird überdies der mit € 10.000,– dotierte Liese Prokop-Frauenpreis verliehen. Heuer wurden dreizehn Frauen aus insgesamt 176 Nominierten ausgezeichnet.

Dez 172017
 

Verträge, die bereits mehrere Jahre alt sind, entsprechen oft nicht den aktuellen Konditionen, die vor allem den Neukunden angeboten werden. Mitunter bezahlt man eindeutig zu viel für zu geringe Leistungen. Wer seine alten Verträge in der Lade vergisst, der wirft tatsächlich sein hart verdientes Geld aus dem Fenster. Genau deshalb ist es wichtig, dass die Verträge – ganz egal, ob es sich um den Vertrag mit dem Energieversorger, Versicherungsverträge oder auch um den Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter handelt – mindestens einmal im Jahr überprüft werden. Dabei sollte man einerseits die Frage beantworten, ob die Leistungen, die im Vertrag angeführt sind, überhaupt noch benötigt werden, andererseits geht es auch darum, ob es nicht mitunter auch günstigere Alternativen gibt. Wer zu dem Ergebnis gelangt, dass er den Vertrag kündigen möchte, wird schnell feststellen, dass kundenorientiertes Arbeiten nur dann am Programm steht, wenn es um den Abschluss eines neuen Vertrags geht.

Muss das Unternehmen auch Kündigungen per E-Mail akzeptieren?
Vorweg: Seit dem Jahr 2016 können Verträge, die bereits vor dem 30. September 2016 abgeschlossen wurden, auch per E-Mail gekündigt werden – der Konsument erspart sich also den lästigen Papierkram. Des Weiteren kann man auch die Portokosten sparen. Doch auch wenn ein Vertrag jetzt per E-Mail gekündigt werden kann, so bedeutet das aber noch lange nicht, dass der Kündigungsvorgang erleichtert wurde. Der Kunde sollte sich daher einerseits eine Lesebestätigung übermitteln lassen und andererseits die gesendete E-Mail archivieren. Aufgrund der Tatsache, dass auch immer wieder Briefe „nie angekommen“ sind, muss davon ausgegangen werden, dass es auch Unternehmen gibt, die auch „nie eine E-Mail“ bekommen haben. Hat man eine Lesebestätigung in den Händen oder die E-Mail archiviert, so hat man zumindest den Beweis, rechtzeitig gekündigt zu haben. Per E-Mail können aber nicht alle Vertragstypen gekündigt werden – wer seinen Mietvertrag kündigen oder das Arbeitsverhältnis beenden möchte, muss sehr wohl noch eine schriftliche Kündigung (per Brief oder Fax) übermitteln.

Worauf müssen Kunden achten?
Viele Konsumenten sind unsicher, wenn sie einen Vertrag kündigen wollen. Gibt es bestimmte Formen einzuhalten, sodass die Kündigung rechtswirksam wird? Welche Fristen sind einzuhalten? An welche Adresse muss die Kündigung gesendet werden? Wer Hilfe benötigt, kann sich im Internet nach einem sogenannten Kündigungsdienstleister umsehen. Einer der bekanntesten und wohl auch beliebtesten Dienstleister ist sepastop.eu. Es genügen nur wenige Mausklicks, damit der nicht mehr benötigte Vertrag gekündigt wird. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass der Kunde sensible Daten – so etwa den Namen und auch die Adresse – angeben muss. Das liegt daran, weil der Dienstleister nur im Namen des Kunden kündigen darf.

Nun auch in Österreich verfügbar!
Das Portal sepastop.eu gibt es bereits seit dem Jahr 2015. Der Kündigungsdienstleister wurde von Nathan De Hert gegründet. Seit Ende Oktober bietet sepastop.eu die Dienste auch in Österreich an – bislang mussten die Österreicher selbst aktiv werden, wenn sie einen Vertrag kündigen wollten. Zu Beginn wurde der Online-Dienst nur in Flandern angeboten, wenig später gab es sepastop.eu in den Niederlanden, Frankreich und schlussendlich auch in Deutschland. Heute stehen auf der Seite mehr als 1.000 Lieferanten und Unternehmen zur Verfügung, deren Verträge über das Portal gekündigt werden können. Die Musterbriefe, die auf sepastop.eu angeboten werden, sind kostenlos. Soll die Kündigung direkt über sepastop.eu erfolgen, so ist diese Dienstleistung kostenpflichtig.

Nov 272017
 

Audiovisuelle, interaktive und mobile Medien sind ein wichtiger Bestandteil des Alltags geworden. In fast allen Lebensbereichen beeinflussen sie Verhalten, Wahrnehmung, Denken und Fühlen. „Das Forum Medientechnik präsentiert aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung zu digitalen Medientechnologien und bietet einen intensiven fachlichen Dialog zwischen Fachleuten aus Agenturen, Studios und Produktionsfirmen mit Studierenden, Lehrenden sowie Forscherinnen und Forschern. Es schafft damit auch eine Basis für neue Kooperationen“, sagt Wolfgang Aigner, Organisator der Veranstaltung und Leiter des Instituts für Creative\Media/Technologies der FH St. Pölten.

Die Keynotes beim Forum Medientechnik am 29. und 30. November halten dieses Jahr Franziska Bruckner, Leiterin der Forschungsgruppe Media Creation am Institut für Creative\Media/Technologies der FH St. Pölten, zu Stop-Motion-Animationen sowie Hans-Christian Jetter vom Campus Hagenberg der FH Oberösterreich zum Thema kollaborativer Datenauswertung im Zusammenhang mit Big Data und Datenvisualisierung. Im Abschlussvortrag wird Paolo Buono von der Universität Bari Aldo Moro (Italien) präsentieren, wie moderne Medientechnik, etwa durch sogenannte Serious Games, den Besuch von Kulturerbestätten für BesucherInnen bereichern kann.

Vielfältiges Programm in interaktiven Sessions
Die 16 Vorträge des Forum Medientechnik und des „All Around Audio“-Symposiums spannen einen breiten thematischen Bogen unter anderem zu Computer Vision, Forschungsdesign, digitalem Gesundheitswesen, Visualisierung und Mensch-Computer-Interaktion.

Zum ersten Mal bei der Veranstaltung wird es heuer eine interaktive Session mit Demonstrationen von Anwendungen geben. Ein Programmpunkt beim Forum Medientechnik präsentiert die Ergebnisse des Kulturhackathons OpenGLAM, der im Herbst an der FH St. Pölten stattgefunden hat und von dieser mitveranstaltet wurde.

„All Around Audio“-Symposium
Am 29. November befasst sich das „All Around Audio“-Symposium mit dem (Re-)Design akustischer Umwelten. Vortragende aus Forschung und Industrie berichten unter anderem über digitale Musikinstrumente, Risiken und Chancen der Kommunikation mit Ultraschall sowie zu Kunst und Forschung zu Klangskulpturen mit 3D-Audio-Technik und akustischen Hologrammen. Vorgestellt werden auch neue Methoden zur Klassifizierung elektronischer Musik sowie zum Einsatz von Klang im Gesundheitsbereich, etwa bei Hörimplantaten oder in der Behandlung dementer Personen.

Das „All Around Audio“-Symposium wird von Michael Iber, FH-Dozent für Audiodesign an der FH St. Pölten, organisiert und findet im Rahmen der internationalen Woche des Departments Medien und Digitale Technologien unter Beteiligung von Erasmus-Partnerhochschulen der FH St. Pölten statt. Studierende erfahren durch diesen Blick über den Tellerrand des Studienalltags die umfangreiche Vielseitigkeit klanglicher Anwendungsgebiete und können Kontakte für die Karriere knüpfen. Neben 3D-Audio-Projekten in der Klangkugel im 3. Obergeschoß der FH werden in der Aula der FH St. Pölten audiovisuelle Installationen von Symposiumsvortragenden präsentiert.

Medienpreis Golden Wire
Am Abend des 30. November wird im Anschluss an die beiden Fachtagungen der Medienpreis Golden Wire der FH St. Pölten verliehen. Studierende und Alumni präsentieren dabei kreative Arbeiten aus den Kategorien Animation, Docu & TV Production, Short Film, Sound & Music, Grafik Design und Alumni Projects. Eine prominent besetzte Fachjury kürt die besten Beiträge des Abends.


„All Around Audio“-Symposium, 29.11.2017

Forum Medientechnik, 29. und 30.11.2017
FH St. Pölten, Matthias-Corvinus-Straße 15, A-3100 St. Pölten
Konferenzgebühr Forum Medientechnik: EUR 95.-
Die Teilnahme am „All Around Audio“-Symposium ist kostenlos.
Programm und Anmeldung:
https://fmt.fhstp.ac.at

Golden Wire 2017
30.11.2017
FH St. Pölten, Matthias-Corvinus-Straße 15, A-3100 St. Pölten
Teilnahme kostenlos. Information und Anmeldung:
https://goldenwire.fhstp.ac.at

Nov 242017
 

Schuhe sind in unserem Alltag selbstverständlich: Wir tragen sie, um die Füße zu schützen, als Statussymbol und Modestatement oder auch einfach als praktisches Hilfsutensil – im Sportsegment beispielsweise. Neben Aussehen und Funktion spielt auch der Komfort eine große Rolle beim Schuhkauf. Eines der wichtigsten Merkmale dabei ist die Atmungsfähigkeit des Materials. Doch die Erfindung der atmungsaktiven Sohle liegt noch gar nicht so lange zurück.

Bei der Auswahl des richtigen Schuhs spielen heuer viele Komfortmerkmale eine Rolle. Schaut man genauer auf das Sortiment verschiedener Händler, liest man von Merkmalen wie „Best fitting“, „Luftpolster“, „für individuelle Einlagen geeignet“ oder „anatomisch geformtes Fußbett“. Zum einen sollen Schuhe bequem sein, das natürliche Abrollverhalten unterstützen, die Gelenke stützen und sich der natürlichen Form des Fußes anpassen.

Vor allem Menschen mit breiteren Füßen sind auf solche Eigenschaften angewiesen. Deshalb gibt es selbst im Segment für Outdoorschuhe mittlerweile extra Modelle, die für breite und große Füße gefertigt sind. Zum anderen soll das Material der Schuhe wind- und wasserdicht, vor allem aber atmungsaktiv sein. Kaum etwas ist uns im Alltag unangenehmer als schweißnasse Füße. Vor allem bei Outdoor- und Sportschuhen ist Atmungsaktivität ein kaufentscheidendes Merkmal.

Von der Idee zum Großunternehmen

Die Erfindung der atmungsaktiven Sohle liegt noch nicht allzu lange zurück. Sie wird dem Italiener Mario Moretti Polegato zugeschrieben. Polegato wurde 1952 in Crocetta del Montello in eine Winzerfamilie geboren und machte sich später selbst einen Namen als Winzer. Sein Vater schickte ihn in die ganze Welt, damit er den Weinbau anderer Regionen und Kontinente kennenlernte. So kam es auch, das Polegato auf ein Sohlenproblem aufmerksam wurde.

Seiner Erzählung zufolge war er Anfang der 1990er-Jahre in Nevada, USA, auf einem Winzerkongress. Nach einem langen Arbeitstag machte er einen Spaziergang in der Wüste, wo er schnell warme und schwitzende Füße bekam. Die Feuchtigkeit in den Schuhen wurde ihm so unangenehm, dass er glaubte, mitten in der Wüste auf Wasser zu gehen. Um etwas Luft an den Füßen zu erhalten, bohrte er einige Löcher in die Sohle seiner Schuhe. Danach war es angenehmer, jedoch drang nun nach und nach Sand in den Schuh ein.

Das Erlebnis beschäftige Polegato auch nach seiner Rückkehr nach Italien und so begann er zu experimentieren. Er war auf der Suche nach einer Sohle, die Feuchtigkeit und Wärme abgab, aber weder Nässe noch Schmutz hinein ließ. Für die Entwicklung nutzte er die kleine Schuhmanufaktur, die seine Familie nebenher betrieb. Bald schon engagierte er Ingenieure, die ihm bei der Lösung des Problems helfen sollten, und nach einigen Jahren war die atmungsaktive Sohle geboren. „Atmungsaktiv“ bedeutet, dass der Schuh wasserdampfdurchlässig ist. Der Mensch produziert bis zu 2 Liter Schweiß pro Stunde – entsprechend gut ist es, wenn dieser direkt über den Schuh verdampfen kann.

Polegato versuchte zunächst, seine Idee an große Hersteller wie Nike oder Adidas zu verkaufen. Traditionelle Hersteller taten sich jedoch schwer mit der Idee, eine eigentlich feste und schützende Sohle mit einer löchernen Membran zu versehen und so erfuhr der enthusiastische Erfinder viel Ablehnung. Er ließ sich davon jedoch nicht beirren und gründete 1995 schlichtweg seine eigene Schuhfirma mit Namen Geox.

Was mit 5 Mitarbeitern begann, ist heute ein börsennotiertes Unternehmen mit weltweit rund 5.000 Angestellten und einem Jahresumsatz von mehr als 800.000 Euro. Heuer verkauft Geox um die 22 Millionen Schuhe pro Jahr und ist der zweitgrößte Schuhhersteller Europas – und Polegato einer der reichsten Italiener. Das Forbes-Magazin schätzte sein Vermögen auf 1,8 Milliarden Euro. Die atmungsaktive Sohle ist mittlerweile in jedem guten Schuh zu finden – auch bei traditionellen Herstellern.

Bildrechte: Flickr Blue Shoes David Goehring CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Nov 212017
 

Das Gewinnerprojekt „sKan“, ein kostengünstiges, leicht anzuwendendes Diagnosesystem, kann durch die Früherkennung von Hautkrebs Leben retten und im Gesundheitswesen Geld sparen.

Die Häufigkeit von Hautkrebs nimmt weltweit weiter zu. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland/Österreich jährlich auf 100.000 Frauen und Männer 28 Neuerkrankungen eines malignen Melanoms, auch schwarzer Hautkrebs genannt und die bösartigste Form von Hautkrebs, hinzukommen. Das Risiko, im Laufe des Lebens ein Melanom zu entwickeln, beträgt in Deutschland etwa 1:500, in Australien bereits 1:50. Melanome können trotz fehlender Beschwerden und einer relativ geringen Größe bereits frühzeitig Metastasen in Lymphknoten sowie anderen Organen bilden.

Schwarzer Hautkrebs ist deswegen sehr gefährlich, weil er von Betroffenen häufig lange Zeit unbemerkt bleibt. Viele Menschen achten nicht auf kleinere Veränderungen ihrer Haut und bemerken die Tumore erst sehr spät. Zudem kann passieren, dass der Hautkrebs bei Personen, bei denen keine Biopsie durchgeführt wird, gar nicht erst erkannt wird.

Vier Ingenieure mit Bachelor-Abschluss der Universität McMaster in Kanada haben sich des Problems der Melanomdiagnose angenommen. Ihre Lösung, „sKan“, ist ein kostengünstiges, leicht anzuwendendes Diagnosesystem, das durch die Früherkennung von Hautkrebs Leben retten und den Gesundheitsdienstleistern Zeit und Geld sparen kann.

Wie „sKan“ funktioniert

Krebszellen haben einen schnelleren Stoffwechsel als normale Zellen. Dadurch setzen sie mehr Wärme frei. Wenn Gewebe einem thermischen Schock (beispielsweise über einen Eisbeutel) ausgesetzt wird, erreicht das Krebsgewebe schneller wieder seine Ausgangstemperatur als gesundes Gewebe, sodass an dieser Stelle ein Melanom vermutet werden kann.

„sKan“ enthält eine Reihe von hochgenauen und dennoch kostengünstigen Temperatursensoren. Diese werden auf dem zu untersuchenden Gewebe platziert und messen, wie schnell dieses nach dem Abkühlen wieder die Umgebungstemperatur annimmt. Die Messwerte werden digitalisiert, wobei das Signal eine zeitsynchrone Mittelwertbildung, eine Temperaturschwankungserkennung und eine räumliche Validierung durchläuft. Die Ergebnisse werden zusammen mit einer Erklärung als Heatmap und Temperaturdifferenzdiagramm dargestellt. Anhand dieser Darstellungen kann eine mögliche Diagnose eines Melanoms abgelesen werden.

Nicht-invasive Wärmebildmethoden zur Melanomdiagnose existieren zwar bereits, sind aber sehr teuer, da sie eine hochauflösende Wärmebildkamera verwenden, deren Preis bei ca. 23.000 Euro beginnt. Die voraussichtlichen Kosten von „sKan“ betragen weniger als 1.000 USD (ca. 850 Euro).

James Dyson erklärt: „Durch den Einsatz von weitverbreiteten und kostengünstigen Komponenten ermöglicht „sKan“ die Erkennung von Melanomen bei Menschen auf der ganzen Welt und ermöglicht, Leben zu retten. Deshalb habe ich es als diesjährigen internationalen Gewinner ausgewählt.“

Als internationaler Gewinner des James Dyson Awards erhält das Team 30.000 Pfund (knapp 42.000 Euro), um weiter an der Idee arbeiten zu können.

Christina Wolf gewinnt mit dem VIA Heimmonitoringsystem zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Risikoneugeborenen James Dyson Award Österreich

Christina Wolf, Absolventin des Masterstudiengangs Industrial Design an der FH Joanneum, University of Applied Sciences, in Graz, gewinnt mit einem Heimmonitoringsystem zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Risikoneugeborenen den James Dyson Award in Österreich. Das medizinische Messgerät VIA hilft Eltern ein lebensbedrohliches Ereignis frühzeitig zu erkennen um im Notfall unter der Anleitung von VIA mit Reanimationsmaßnahmen zu beginnen.

Während bisherige Monitoring-Systeme klobig, sperrig und mit einer Vielzahl von Kabeln ausgestattet waren und somit recht unkomfortabel und schwierig zu bedienen waren, besteht VIA nur aus einer Sensoreinheit, einem Gurtband aus 100% Baumwolle, einem Monitor und einer Induktions-Ladestation. Mit den zwei Edelstahl-Elektroden sowie dem AMS-Biosensor können Atmung, Herzrate und Sauerstoffsättigung gemessen werden. Ein Vibrationsmodul und ein 3-achsiger Beschleunigungssenor im Sensor-Inneren erkennen die Lage des Kindes und warnen, sobald es sich in Bauchlage dreht. Der Monitor empfängt die aufgezeichneten Daten des Sensors via Bluetooth und schlägt Alarm, wenn die Werte einen kritischen Bereich erreichen. Geringfügige Über- oder Unterschreitungen lösen jedoch noch keinen Alarm aus, sondern initiieren lediglich einen kurzen Vibrationsimpuls, um die Atmung des Kindes anzuregen. Bei starken oder anhaltenden Anomalien schlägt das Gerät Alarm und führt die Eltern durch die nötigen Reanimationsmaßnahmen.

Links:
Weitere Informationen zu „sKan“ hier.
Weitere Informationen zu „VIA“ hier.
James Dyson Award 2017 in Österreich – Land der Erfinder Artikel hier

Der James Dyson Award
Der James Dyson Award richtet sich an Studierende und junge Absolventen im Bereich Produkt- und Industriedesign und in den Ingenieurwissenschaften. 2017 wird der Wettbewerb in 23 Ländern durchgeführt, darunter Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Irland, Italien und Japan. Neben der Chance für alle Teilnehmer, ihre Ideen namhaften Experten aus der ganzen Welt vorzustellen, winken den Gewinnern des JDA attraktive Geldpreise. So erhält der internationale Gewinner £30,000, um seine Erfindung weiter zu entwickeln. Weitere £5,000 gehen an den Fachbereich des Preisträgers. Die nationalen Gewinner erhalten ein Preisgeld von jeweils £2,000. Alle eingereichten Projekte werden von Jurys auf nationaler Ebene und Dyson Ingenieuren eingehend geprüft. Die nationalen Gewinner des James Dyson Award nehmen am internationalen Ausscheidungswettbewerb teil. Am 26. Oktober 2017 folgt die Prämierung des internationalen Preisträgers.

Nov 202017
 

Das Investorennetzwerk European Super Angels Club (ESAC), gegründet von KPMG und Venionaire Capital Partnern, startete dieses Quartal eine neue Roadshow mit ausgewählten europäischen Startups. Auch dieses Mal macht der Club nach Zürich und Amsterdam halt in Wien. Rund 90 Gäste, Investoren, Unternehmer, Business Angels sowie Innovation Manager trafen sich vergangenen Dienstag in den Räumlichkeiten der Semper Constantia Privatbank in Wien. Der Club versteht sich als eine pan-europäische Initiative, deren Ziel es ist, Expertise, Erfahrungsaustauch und die dringend notwendige Bereitstellung von Finanzierungen für europäische Talente zu fördern. Bereits in der ersten Roadshow im ersten Halbjahr 2017 konnte das Netzwerk für die damals teilnehmenden Startups 3,5 Millionen Euro einwerben.

Für die aktuellen Teilnehmer ist das Ziel nochmal deutlich erhöht worden: „In dieser Runde sind Firmen aus Deutschland, Österreich, Ungarn und der Schweiz mit einem gesamten Kapitalbedarf von rund 7 Millionen Euro dabei. Berücksichtigt man alle Firmen, die wir aktuell im Club gelistet haben, sprechen wir sogar von einer Summe von 18 Millionen Euro. Unsere Mitglieder stemmen gemeinsam sogenannte Super Angels Runden von einer bis zehn Millionen Euro und bringen sich darüber hinaus persönlich sehr stark ein. Super Angels sind in Europa ein wichtiger Co-Investor für Venture Capital Fonds geworden“, erklärt Berthold Baurek-Karlic, Vorstandsmitglied des European Super Angels Clubs und CEO von Venionaire Capital.

Startup-Bewerbungen für 2018 bereits möglich
Weitere geplante Stationen sind London, München und schließlich Hongkong als Side-Event. „Der European Super Angels Club wurde erst Anfang dieses Jahres aus der Taufe gehoben und hat sich bereits bewährt. Wir sehen von Investoren als auch von unseren KPMG Partnern in Europa viel Zuspruch. Für 2018 nehmen wir bereits neue Bewerbungen insbesondere im Bereich Cybersecurity von interessierten Startups auf der Webseite des Super Angels Clubs entgegen. Wir analysieren laufend und versuchen Startups sehr schnelles Feedback zu geben – rund fünf Prozent der Bewerber erhalten die Chance bei uns gelistet zu werden. Das klingt im ersten Moment hart, aber wir haben uns dazu verpflichtet, die besten Investments Europas für unsere Mitglieder hervorzuheben“, erklärt Michael Petritz, Partner bei KPMG und ebenfalls Vorstandsmitglied des European Super Angels Clubs.

Lokale Partner in Niederlande und Ungarn
Timan Rebel, Co-Founder von NEXT Amsterdam und lokaler Partner des European Super Angels Clubs: „Die Idee, die europäische Startup-Welt enger zusammenzubringen, treibt uns schon seit Jahren an. Der European Super Angels Club ist ein innovatives Projekt, um grenzübergreifende Investments zu unterstützen und das internationale Netzwerk zu stärken. Es hat uns sehr gefreut im November erstmals den European Super Angels Club in unserem Accelerator begrüßt haben zu dürfen und wir freuen uns schon auf die nächste Roadshow.“

„Bereits im August besuchte uns der European Super Angels Club für einen eigenen Pre-Roadshow-Event in Budapest und hat dabei eines unserer Portfolio-Unternehmen für eine Wildcard der aktuellen Roadshow nominiert. Dank der Untersützung und Expertise des Clubs hat dieses Startup einen sichtbaren Sprung vorwärts gemacht und wir sehen dem baldigen Abschluss der angepeilten Finanzierungsrunde sehr positiv entgegen“, sagt Bence Makai, Investment Director des ungarischen Accelerators Oxo Labs, der ebenfalls in Wien zu Besuch war.

Weitere Marktbeschleunigung
„Als eine von Unternehmern geführte Privatbank freuen wir uns ganz besonders gemeinsam mit KPMG Österreich und Venionaire Capital in Österreich als Partner dieser gelungenen Initiative auftreten zu können. Wir sind davon überzeugt, dass diese Veranstaltungsreihe auch einen positiven Mehrwert für unsere Kunden liefert und unser Dienstleistungsspektrum optimal ergänzt. Das große Interesse bestätigt uns zudem in unserer Entscheidung“, so Bernhard Ramsauer, Mitinhaber & Vorsitzender des Vorstandes der Semper Constantia Privatbank.

Die auf Wirtschafts- und Wirtschaftsstrafrecht spezialisierte Anwaltskanzlei PHH Rechtsanwälte zählt zu den Partnern der ersten Stunde des Investorenclubs. Für Rainer Kaspar, Partner bei PHH Rechtsanwälte, ist das internationale Matching von Startups und Investoren entscheidend: „Die Schaffung einer solchen institutionalisierten Kapitalbeschaffung für Startups ist wichtig für die weitere Marktbeschleunigung und hilft Investoren als auch Startups. Wir freuen uns deshalb sehr, dass der Super Angels Club sich für uns als rechtlichen Partner entschieden hat.“

Nov 162017
 

Reklame begegnet uns heuer überall – ob im Fernsehen, auf der Straße oder auf Alltagsgegenständen wie Lebensmittelverpackungen oder Pflegeprodukten. Ohne sie kommt kaum ein Unternehmen aus. Einen einzelnen Erfinder dieses so mächtigen Marketing- und Erfolgsinstrumentes gibt es nicht. Die Entstehungsgeschichte der einzelnen Formen ist jedoch höchst interessant.

Ausrufer waren die ersten

Bereits 4000 Jahre vor Christus gab es sogenannte Ausrufer, die in der Öffentlichkeit – meist auf dafür vorgesehenen Plätzen – staatliche oder private Angelegenheiten ankündigten. Auch die Ankunft von Händlern wurde über solche Ausrufer bekannt gegeben. Im alten Rom, circa 2000 vor Christus, nutzte man weiße Holztafeln für Bekanntmachungen. Sie werden von vielen Experten als erste Vorläufer des Plakates angesehen. Semitische Händler schrieben sogar ihre Produktangebote auf alte Steintafeln und verfolgten damit eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme zur Absatzförderung.

Mit dem Untergang des Römischen Reiches ging die Nutzung von Tafeln als Reklame jedoch für lange Zeit verloren. Mit der Erfindung des Papiers im Jahr 105 nach Christus, als dessen Erfinder der Chinese Ts’ai Lun gilt, änderte sich das allmählich. Es dauerte jedoch bis ins 14. Jahrhundert hinein, bis sich die Textwerbung wieder etabliert hatte. Von nun an war es recht gewöhnlich, dass Händler, Wirte oder Handwerker ihre Dienstleistungen und Waren auf Schildern anpriesen. Als um 1450 der Deutsche Johannes Gutenberg den Buchdruck erfand, wurde ein vollkommen neuer Weg für Werbung eröffnet.

Im 17. Jahrhundert machten sich Neudenker daran, den Buchdruck für eine Tageszeitung zu nutzen. Die erste Tageszeitung der Welt erschien 1650 in Leipzig. Nach und nach wurden hierin auch Werbeanzeigen veröffentlicht. Schnell etablierten sich spezielle Werbezeitungen, sogenannte Intelligenzkomptoirs, in die Händler gegen eine Bezahlung ihre Produkte und Dienstleistungen eintragen lassen konnten. Die Werbezeitungen wurden vom Staat kontrolliert und bescherten diesem gute Einnahmen. Mit der Erfindung der Lithografie Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Plakattechnik revolutioniert und das Drucken vieler Plakate war fortan möglich. Nachdem 1846 Siebdrucke auf den Markt gekommen waren, gab es bald auch die ersten farbigen Werbedrucke.

Professionelle Werbung und Massenkultur

Durch die industrielle Revolution Anfang des 19. Jahrhunderts veränderte sich die Gesellschaft zunehmend – die Massenkultur war geboren. Auch die Art der Werbung änderte sich. Ab den 1870er-Jahren erlebte die werbende Branche einen großen Boom, denn man begann, nicht mehr reine Produkthinweise zu veröffentlichen, sondern nutzte einen marktschreierischen Ton. Zudem begann man, bestimmte Gesellschaftsschichten gezielt anzusprechen – die Basis des heutigen Prinzips der Zielgruppenwerbung – und gelangte damit zu großem Erfolg.

Im 20. Jahrhundert begann die Werbebranche, Berufsausbildungen anzubieten. Leute vom Fach wurden immer professioneller und kreativer. Schon bald mischte man wissenschaftliche Erkenntnisse und künstlerische Aspekte zu einem professionellen Reklamekonstrukt. Man lernte, nicht nur die Bedürfnisse der Menschen anzusprechen, sondern auch, mittels Reklame neue Wünsche zu schüren. 1915 erforschte die erste Universität in Köln den Nutzen von Werbung und kam zu der Erkenntnis, dass schon kleine Maßnahmen erfolgversprechend sein können. In den kommenden Jahrzehnten wurden Werbeplakate in vielen Formen und an den unterschiedlichsten Orten platziert. Von der Litfaßsäule bis hin zu flexiblen Roll-Ups, besonders effektiven Hinguckern, die heuer in verschiedenen Designs zu haben sind, gab es kaum mehr Grenzen für Reklame.

Mit der Erfindung des Fernsehers änderte sich die Werbung noch einmal drastisch, denn TV war fortan das wichtigste Werbemedium der Zeit. Heuer ist es das Internet, das diese Position für sich beansprucht. Reklame auf Webseiten oder in den Ergebnissen der Suchmaschinen ist eine vollkommen neue Form, die mit den ursprünglichen Plakaten oder Roll-Up-Bannern kaum mehr etwas zu tun hat.

Bildrechte: Flickr Werbetafel Thomas Kohler CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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