Apr 022013
 

Quelle: www.derstandard.at

Mit den Jahren zeigt der Körper leider nach und nach immer mehr Grenzen auf. Gewisse Bewegungen fallen schwerer und es werden mehr Ruhepausen benötigt. Ebenso brauchen Heilungsprozesse grundsätzlich einfach länger.

Verständlich, dass gerade in gehobenem Alter verstärkt eine gewisse Angst vor Stürzen herrscht. Besonders, wenn der Sturz in den eigenen vier Wänden passiert und man womöglich für längere Zeit hilflos am Boden liegt und auf Hilfe hofft. Speziell aus diesem Grund leben viele ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen, obwohl sie noch in der eigenen Wohnung leben könnten.

Damit bei Notfällen zuhause schnell Hilfe kontaktiert wird, arbeiten Forscher an der Entwicklung eines Pflegeroboters, den sie „Hobbit“ getauft haben. Dieser erkennt nicht nur Stürze, sondern weiß auch die notwendigen Maßnahmen in Folge zu treffen. Kommt es zu einem Vorfall, nimmt der Roboter zunächst Kontakt auf und versucht mit der Person zu sprechen. Auf diese Weise sollen Fehlalarme reduziert werden. Weiters kann sich der Roboter im Raum bewegen und so Situationen von verschiedenen Blickwinkeln betrachten und Hindernisse erkennen.

Außerdem wird sich der Hobbit ebenfalls im Alltag nützlich machen können. Senioren wiederum können den Pflegeroboter ansprechen, durch Gesten kommunizieren oder aber über den Touchscreen Eingaben machen. Mithilfe dieser Interaktionsmöglichkeiten soll auch der Charakter einer bloßen „Blechbüchse“ gebrochen werden und die Akzeptanz bei älteren Menschen in Folge steigen. Darüber hinaus bietet sich der Pflegeroboter sozusagen als Multitool an, denn es kann mit ihm im Internet gesurft wie auch telefoniert werden. Musik und Videos lassen sich auch abspielen, wobei sich der Hobbit sogar als Spielgefährte eignet. Derzeit kann der Hobbit den Boden bereits von gefährlichen Sturzfallen befreien und etwa Dinge holen, die er kennt. Bis zum fertigen Produkt ist es sicherlich noch ein weiter weg, allerdings arbeiten die Wissenschaftler auch erst seit Oktober vergangenen Jahres an dem Projekt. Trotzdem ist man zuversichtlich, dass der Hobbit in einigen Jahren marktreif ist und dann für etwa €5000 erhältlich sein wird.

  2 Responses to “Ein Hobbit für zu Hause”

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