Apr 252012
 

Raman-Spektrometer, Quelle: tuwien

Wir alle kennen die verschiedenen Szenen, in denen Superman dank Röntgenblick Gefahren erkennt und so rechtzeitig Bomben und Gegner außer Gefecht setzen kann. Seinem Blick bleibt nichts verborgen und ganz mühelos sieht er durch sämtliche Mauerwerke und Stahlkammern.
Eine Fähigkeit, die wohl viele Menschen gerne besitzen würden…

Ganz auf diesen Spuren bewegen sich auch einige Forscher der TU Wien.
Auch sie arbeiten daran Inhalte von Behältern und Gefäßen identifizieren zu können ohne diese erst öffnen zu müssen.

Und der „Durchbruch“ ist bereits geschafft! Den Durchblick hat hier ein Laser, denn je nachdem auf welche Substanz er trifft, verändert sich sein Licht auf charakteristische Art und Weise. Die daraus gewonnen Informationen werden in Folge genutzt um etwa den Inhalt eines Koffers bestimmen zu können.

Prof. Bernhard Lendl, Quelle: tu wien

Ein weiterer Vorteil, den wohl besonders alle Sicherheitskräfte begrüßen, besteht darin, dass der „Röntgenblick“ auch aus einer Entfernung von mehr als 100 Metern funktioniert.
Bernhard Lendl vom Institut für Chemische Technologien und Analytik der TU Wien erklärt, dass das Verfahren auf der Raman-Spektroskopie beruht. Wie zuvor kurz angedeutet, verändert sich das Licht des Laserstrahl, wenn es auf eine Substanz trifft, bzw. genauer gesagt die Wellenlänge und damit die Farbe. Anhand der genauen Farb- bzw. Wellenanalyse kann im Weiteren die Substanz, welche diese Reaktion verursacht hat, identifiziert werden. Kurz gesagt hinterlässt die Substanz eine Art Licht-Fingerabdruck.

Das besondere Problem liegt natürlich darin den Laserstrahl ins Innere des Behälters einfallen zu lassen, ohne dass dieser vom Außenmaterial bereits beeinflusst wird bzw. der falsche chemische Fingerabdruck gemessen wird. Die Lösung sieht folgendermaßen aus: zwar trifft der Laserstrahl auf einen Punkt am Behälter, verbreitet sich aber dann im Inneren. Deshalb nimmt das Messgerät nicht die Werte am exakten Auftreffpunkt auf, sondern von diesem etwas abgesetzt.

Das Verfahren ist bereits zum Patent angemeldet! Der vielversprechende „Röntgenblick“ unterstützt aber nicht nur Sicherheitskräfte in ihrer Arbeit, sondern kann auch zu Untersuchungen in den verschiedensten Forschungs- bzw. Erkundungsbereichen eingesetzt werden.

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