Innovative FH St. Pölten: Patentanmeldung mit vollem Erfolg

Quelle: FH St. Pölten; Kraus

Kreative Erfinder gibt’s ja viele und wie die Statistiken des Österreichischen Patentamts zeigen, werden auch immer mehr Patente angemeldet. Viel Potenzial steckt aber auch in den Köpfen junger Forscher und Wissenschaftler, die an Unis und FHs ihre Ausbildung machen und nebenbei vielleicht sogar eine Weltneuheit entdecken! Dieses Engagement hat die FH St. Pölten bereits im Jahr 2007 unterstützt und mit einem Zufallsprodukt eine Punktlandung erzielt, die in der Medizin künftig von großer Bedeutung sein kann. Heraus kam nämlich ein Gerät zur taktilen Vermessung der Wirbelsäule – ganz ohne Röntgenstrahlung. Und dem couragierten Einsatz einer Dozentin haben die Jungerfinder zu verdanken, dass auf dieses Gerät 2008 sogar ein Patent angemeldet wurde. Dafür gab’s dann auch gleich einen Preis: den Sonderpreis für Forschungseinrichtungen im Rahmen des Innovationspreises des Landes Niederösterreich.

Das Ganze ist sehr einfach zu bedienen und arbeitet sehr schonend für die Gesundheit der Patienten: die Wirbelsäule wird automatisch nach bestimmten Parametern vermessen und am Bildschirm exakt in 3D dargestellt. Die Vermessung erfolgt nur durch taktile Abtastung und komplett ohne Strahlenbelastung. Gerade bei Langzeittherapien kann das Gerät erfolgreich eingesetzt werden, ohne dass die Patienten immer wieder den Röntgenstrahlen ausgesetzt werden müssen. Eine weitere Anwendung sehen die Forscher bei Vorsorgeuntersuchungen, in Schulklassen, in Industriebetrieben und bei Ärzten. Entwicklungsleiter und FH-Dozent im Studiengang Communications & Simulation Engingeering DI Dr. Christian Fabian: „Unser Prototyp ist einsatzfähig, wir sind nun auf der Suche nach einem Produktionspartner, der uns mit dem nötigen Fach-Know-how bei der Herstellung und im Vertrieb von medizinisch-technischen Geräten unterstützt.“ Das Gerät ist mobil und bisher einzigartig. Daher wurde auch gleich eine Software für die Nutzung mitentwickelt. „Bei der Untersuchung wird die Wirbelsäule des Patienten von einem speziellen Tastkopf abgetastet. Auf dem Computerbildschirm wird eine Abbildung der gesamten Wirbelsäule inklusive der Dornfortsätze oder von einzelnen Abschnitten dargestellt„, erklärt Fabian.

Unterstützt wird die FH übrigens vom Land Niederösterreich und der Stadt St. Pölten selbst. Schließlich soll es nicht nur bei dem einen Patent bleiben. Es gibt bei den unterschiedlichen Studiengängen noch viele Ideen und Projekte, die Marktpotenzial haben. Es bleibt also spannend, was den Studierenden noch so alles einfällt!

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