Okt 292010
 

BikeLinerinnen; Quelle: https://www.bikebird.at

Radfahren zur Schule bei Wind und Wetter kann Spaß machen – mit der richtigen Kleidung und einer großen Portion Motivation. So geht’s den Schülerinnen und Schülern der Öko-Hauptschule in Kaindorf in der Steiermark. Eine Öko-Initiative hat gemeinsam mit Eltern und Kindern die BikeLine erfunden: eine Möglichkeit trotz hohem Verkehrsaufkommen sicher und gesund zur Schule zu kommen. Und nebenbei tun sie auch noch was für den Umweltschutz, nämlich den CO2-Ausstoß verringern!

Früher war der Schulweg mit dem Rad zu gefährlich für die meisten Schüler, weil die umliegenden Straßen stark befahren sind. Also haben die Eltern Taxi gespielt und dabei vor der Schule häufig Stau verursacht. Nicht schön für die Umwelt und die Gemeinschaft! Deswegen gibt’s seit dem 21. Mai die BikeLine, die alle umliegenden Dörfer verbindet und die Kinder in Gruppen sicher zur Schule bringt. So spornen sie sich gegenseitig an und haben gemeinsam viel Spaß.

An verschiedenen Stellen wurden Haltestellen eingerichtet, an denen sich die Kinder sammeln und zu festgelegten Zeiten abfahren. Wo es nötig war, wurden neue Radwege gebaut und Straßen umgangen. Die Vorteile der BikeLine liegen auf der Hand, laut dem Organisator Dietmar Scheiblhofer:

  • es fahren weniger Autos zur Schule und damit sinkt der CO2-Ausstoß
  • die Kinder bewegen sich täglich an der frischen Luft und machen Sport, sind damit also gesünder
  • die Schüler entdecken das Fahrrad als Sport- und Spaßgerät
  • die Kosten für Fahrten sind geringer und es entsteht kein Stau
  • durch das Fahren in der Gruppe sind die Kinder besser sichtbar für Autofahrer, die Fahrten sind also sicherer

BikeLine Fahrräder; Quelle: https://www.bikebird.at

Und auch der sportliche Ehrgeiz wird geweckt! Es gibt verschiedene Kategorien in denen sich die Kinder im Wettkampf messen können. Jeder hat einen elektronischen Aufkleber auf dem Fahrradhelm und kann sich an einem Terminal in der Schule einchecken. Dabei werden das Fahrverhalten und die gefahrenen Kilometer gemessen. Am Ende des Schuljahres gibt’s dann die Auswertung: wer die meisten Kilometer gefahren hat ist Bikekaiser oder Kaiserin; wer die meisten Höhenmeter gemacht hat ist Bergkönig oder Königin und wer sich an den meisten Tagen trotz schlechten Wetters aufs Radl traut wird Allwetterfürst oder Fürstin. Es winken interessante Preise, wie z.B. Fahrradtrikots – ganz nach dem Vorbild der Tour de France in der Einzelwertung. Bei der Klassenwertung kann die Klassenkasse aufgebessert werden. So wird ganz nebenbei noch die Gemeinschaft gefördert!

Mit diesem Projekt ist die Öko-Schule in Kaindorf übrigens eines von vier nominierten Projekten beim
österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Alltag & Ideen. Geplant ist der Ausbau der BikeLine auch an weiteren Schulen. Damit machen sich die sechs umliegenden, steierischen Gemeinden weiterhin einen Namen als Öko-Region. Und vielleicht erinnern sich ja die Kinder später mal daran, auch im Berufsleben öfter mal das Rad zu nutzen und damit weiter Umweltschutz zu betreiben und nebenbei was für die Gesundheit zu tun! Das könnte ab und an mit Sicherheit ein Vorbild für uns alle sein!

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