Apr 292010
 

Quelle: Salzburger Nachrichten

In letzter Zeit kommen immer wieder neue Ideen zum Thema Energiesparen auf den Markt. Deshalb berichte ich euch auch heute wieder über eine Solche. Dieses Mal stecken gleich 3 schlaue Köpfe aus der HTL-Braunau hinter der innovativen Erfindung. Bei Julian Glechner, David Stockinger und Werner Pollhammer, dreht sich zur Zeit alles um den Latentwärmespeicher.

Fast jeder kennt bereits die kleinen Handwärmer, die für kurze Zeit Wärme von sich geben, um so die Finger wieder auf zu wärmen. Das Pinzip ist ganz einfach.

In diesem Kissen befindet sich flüssig gemachtes Natriumacetat und ein kleines Metallblättchen. Wird nun dieses Blättchen gedrückt, löst das eine Reaktion aus und das Natriumacetat kristallisiert. Die dabei entstehende Wärme, erwärmt das Kissen auf ca. 50° C und bleibt längere Zeit warm. Nach dem Abkühlen des Kissens kann es in einem Wasserbad wieder erhizt werden. Das heißt, das Salzhydrat wird bei 60°C wieder flüssig und der Vorgang kann einige male wiederholt werden.

„Es sollte doch möglich sein, mit einem solchen System ein Haus zu heizen“, sagte Pollhammer. Mittlerweile hat er mit seinen Freunden bereits ein Testprojekt bei ihm im Keller aufgebaut. Die Konstruktion besteht aus gedämmten Kunststofftanks, 1000 kg Natriumacetat (bereits in flüssiger Form) und einem Rührwerk im Tank damit sich das Acetat nicht absetzt.

Wenn man nun einen kurzen elektrischen Impuls gibt, passiert das gleiche wie im Handwärmer. Das Natriumacetat kristallisiert und gibt die Wärme über einen Wärmetauscher frei. Die nötige Energie zum verflüssigen des Natriumacetates wird im Sommer über eine Solaranlage gewonnen. So kann man die Wärme problemlos bis in den Winter speichern und wieder verwenden.

Das Projekt wird von der Firma Xolar nicht nur finanziell, sondern auch mit Know-How und Material unterstützt.

Unter anderem haben die 3 schon zahlreiche Preise bzw. Auszeichnungen für diese tolle Erfindung bekommen. Eine davon ist beispielsweise der Energy Globe Austria 2008 in der Kategorie „Jugend“.

Quelle: Salzburger Nachrichten

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