Feb 052010
 

Heute im Interview ist Herr Lidauer, seine Erfindung ist die „Schraube mit Schraubwerkzeug nach dem Bajonettprinzip“

Schraubenköpfe1. Beschreiben Sie Ihre Erfindung in einem Satz!

Es handelt sich dabei um Schrauben, welche man leicht und einfach, ohne Druck auszuüben, mit einem entsprechenden Schraubwerkzeug ein- und ausschrauben kann, ohne dabei abrutschen zu können, da beim Schrauben Schraube und Schraubwerkzeug nach dem Bajonettprinzip verbunden sind.

2. Was ist das für ein Prinzip?

Es ist eine Steck- und Drehverbindung, das heißt, nach dem Einstecken des Schraubwerkzeuges in die Schraube wird es im Kopf der Schraube noch leicht verdreht, bevor es ganz einrastet und die weitere Drehung auf die Schraube überträgt.

3. Wie sind sie darauf gekommen?

Ich habe schon viele Schraubarbeiten durchgeführt und musste mich öfter ärgern, wenn eine Schraube nicht ganz eingedreht bzw. versenkt werden konnte, weil trotz starken Anpressdruckes das Schraubwerkzeug aus dem Schraubenkopf herausrutschte und dabei die Schraube beschädigte. Häufig wurde es dabei auch selbst abgenudelt und stumpf. Außerdem war es auch oft sehr schwierig, derartig beschädigte oder ausgeleierte Schrauben wieder herauszubekommen.

Eines Tages sollte ich eine Terrasse aus Lärchenholz vorübergehend demontieren, die schon einige Jahre zuvor auf starke Posterhölzer geschraubt worden war. Viele der verwitterten Schrauben waren ausgeleiert, es war mir auch mit dem stärksten Elektro-Schrauber nicht möglich, sie wieder herauszuschrauben. Es blieb nur mehr die Kettensäge, um die Aufgabe zu lösen. Die bis dahin noch gut erhaltenen Bretter waren dann aber nicht mehr wieder zu verwenden. Das hat mir damals den Anstoß gegeben, über alternative Schrauben nachzudenken und Skizzen anzufertigen.

4. Durch wen oder was wurden Sie inspiriert?

Anfangs habe ich mir gedacht, dass es so etwas wahrscheinlich schon in irgendeiner Form gibt, aber als ich nach über sieben Jahren noch nirgendwo etwas ähnliches oder vergleichbares gesehen oder auch nur davon gehört habe, entschloss ich mich, meine Idee als Patent anzumelden.

5. Was war Ihr größter Fehler?

Das weiß ich noch nicht. Vielleicht hätte ich schon früher eine Patentanmeldung anstreben sollen, weil das ganze Verfahren ohnehin sehr lange dauert. Allerdings haben mich die damit verbundenen hohen Kosten auch etwas verunsichert und abgeschreckt.

6. Wie viel Zeit und Geld haben sie bereits investiert?

Was die Zeit anbelangt, ist das sehr schwer abzuschätzen. Es waren schon viele Tage.

Was ich bisher an Geld in die Sache investiert habe, möchte ich nicht genauer beziffern, um nicht dadurch eventuell andere Erfinder von der Umsetzung ihrer Idee abzuhalten. Das hängt ja sicher auch von der Art der Erfindung ab und ob man die Hilfe von Erfinderberatern und Patentanwälten in Anspruch nimmt, wofür ich mich zum Beispiel entschieden habe.

7. Welche Träume möchten Sie sich bei einer erfolgreichen Marktplatzierung erfüllen?

Falls sich meine Erfindung erfolgreich vermarkten lässt, würde ich gerne noch weitere Ideen zum Patent anmelden.

8. Welche Ziele haben Sie sich zu Beginn der Entwicklung Ihrer Idee gesteckt?

Dranzubleiben und mich nicht durch Rückschläge oder Enttäuschungen frühzeitig entmutigen zu lassen. Mein Motto: Ich will es wissen!

9. Haben Sie einen Tipp für andere Erfinder?

Ich kann, glaube ich, erst Tipps geben, wenn sich irgendein Erfolg eingestellt hat.

10. Was halten Sie für die größte Erfindung der letzten 50 Jahre?

Mich faszinieren die vielfältigen Möglichkeiten des Internets und seiner Suchmaschinen, obwohl damit auch einige nicht zu unterschätzende Gefahren verbunden sind.

11. Haben Sie ein Erfinder-Vorbild?

Auf die eine oder andere Art sind alle Erfinder für mich ein Vorbild. Um nur einige Beispiele zu nennen, beeindrucken mich besonders, neben ihrer Genialität:

Archimedes wegen seiner überzeugend einfachen Lösungen,

Leonardo da Vinci aufgrund seiner Universalität,

Thomas Alva Edison wegen seiner Ausdauer und Beharrlichkeit,

George Eastman dank seiner Menschenliebe und Großzügigkeit,

sowie Nikola Tesla als Visionär, der seiner Zeit schon weit voraus war.

12. Wie würden Sie sich in drei Worten beschreiben?

Einfacher, zurückhaltender Tüftler

  One Response to “Schraube mit Schraubwerkzeug nach dem Bajonettprinzip”

Comments (1)
  1. Das ist mal ’ne interessante Erfidung!!
    Ich glaube allerdings ,dass die Nachfrage sich in Grenzen halten wird, da es jetzt einfach schon so viele verschiedene Schraubenarten gibt. Ich hab schon ein eigenes Köfferchen nur für Bits:-)
    Trotzdem ist die Idee GUT und ich wünsche dem Erfinder viel Erfolg!
    Vielle Grüsse aus dem Ruhrpott.

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