Mrz 282013
 

Ob Youtube, Spotify oder last.fm – wenn es um Musik geht, sind diese Plattformen nicht mehr wegzudenken. Je nach Lust und Laune findet sich garantiert die richtige Musik. Besonders die Streaming Services versuchen dabei den Geschmack des Kunden durch passende Songauswahl genau zu treffen. Oft treffen die vorgeschlagenen Songs auch wirklich den Musikgeschmack und/oder bedeuten sogar Musikneuland. Manches Mal jedoch ist man einfach anderer Stimmung und da helfen auch übliche Vorschläge eher wenig…

Quelle: commons.wikimedia.org

Markus Schedl vom Institut für Computational Perception arbeitet zusammen mit seinem Team am Musikplayer der Zukunft. Gemeinsam entwickeln sie einen Musikplayer, der nicht nur Hörgewohnheiten speichert, sondern auch den jeweiligen Musikgeschmack des Hörers vermerkt und sogar versucht Gefühlsstimmungen zu erkennen und entsprechen musikalisch darauf zu reagieren.

Um dieses hochgesteckte Ziel erreichen zu können, wird Social Media Mining herangezogen. Konkret bedeutet das, dass aus sozialen Netzwerken wie Facebook oder auch Twitter relevante Informationen gewonnen werden.

„Einer unserer Forschungsschwerpunkte ist es Ähnlichkeitsmaße auf Basis der Informationen aus der Welt von Twitter & Co zu definieren und so soziale Ähnlichkeiten abzuleiten. Bisher arbeiten die herkömmlichen Player stark mit contentbasierter Ähnlichkeit. Diese analysiert das Audiosignal und extrahiert daraus direkt die Eigenschaftsmerkmale, um so die Distanzen zu berechnen und Ähnlichkeiten zwischen Musikstücken widerzuspiegeln. Wir gehen einen Schritt weiter und wollen noch stärker den Kontext miteinbeziehen„, erklärt Schedl.

Der Kontext wird insbesondere mittels Twitter mit seinen Hashtags hergestellt in Verbindung mit den Aktivitäten des Benutzers und seinem sozialen Umfeld. Aber auch das Wetter und andere Angaben zur momentanen Benutzersituationen sind dabei relevant. Das ambitionierte Projekt, das an der Johannes Kepler Universität in Linz, verortet ist, fügt sich sicherlich in die neuesten Trends ein und weist schon in Richtung Internet 3.0, das durch semantische Verknüpfungen neue Möglichkeiten eröffnen will.

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