Dez 132012
 

Bauingenieurin Susanne Gmainer von der Technischen Universität ist Spezialistin, wenn es um Brücken geht. In ihrer Dissertation entwickelte sie eine neue Brückenbautechnik, die sie bis zur Marktreife gebracht hat. Ihre Leistungen wurden mit dem mit 8000 Euro dotierten Dr. Ernst Fehrer Preis gewürdigt.

Frau Susanne Gmainer mit einem Modell ihrer Entwicklung, Quelle: www.standard.at

Wodurch zeichnet sich nun das neue Verfahren aus?

Bei dieser neuen Technik werden zunächst die Brückenpfeiler aufgestellt, an welchen die tragenden Betonelemente in senkrechter Position anliegen.
Im Anschluss werden diese Betonelemente in eine horizontale Lage hochgeklappt. Dann muss die Brücke letztlich einfach noch fertig ausbetoniert werden.

„Der große Vorteil dieser Technik ist, dass sie kostengünstiger ist als andere Methoden. Außerdem kann die Brücke, wenn die Betonteile entsprechend vorhanden sind, in sehr kurzer Zeit errichtet werden“, erklärt Gmainer.
Doch damit nicht genug.

Nach demselben Prinzip können auch Brücken errichtet werden, die sich beliebig oft auf- und zuklappen lassen. Eine entsprechende Forschungsgruppe für Stahlbeton– und Massivbau entwickelte weiters eine Klappbrückenvariante für das Passieren von Schiffen. „Das Besondere daran ist, dass der Klappvorgang mit sehr wenig Energie auskommt. Wir benötigen bloß eine solarangetriebene Pumpe“, hebt Gmainer weitere Vorteile hervor.

Die praktische Umsetzung ihres Verfahrens steht bereits für 2013 an. Dann werden an der burgenländisch-steirischen Schnellstraße S7 ganze vier Klappbrücken mit je 100 Meter Spannweite entstehen.

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