Sep 052014
 

Heute möchten wir Ihnen ein Forschungsprojekt vorstellen, das sich wortwörtlich von Donau zu Donaukanal gräbt. Hier entsteht nämlich ein künstlicher Fluss, welcher im Rahmen eines EU-Projekts finanziert und somit zu einem Großteil aus Fördergeldern gespeist wird. Abgesehen vom künstlichen Fluss entsteht ebenso ein Wasserbaulabor, wie Helmut Habersack von der Universität für Bodenkultur in Wien zu verstehen gibt.

Quelle: https://wien.orf.at

Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen diverse Themenpunkte untersucht werden. Beispielsweise soll mithilfe des künstlichen Flusses ersichtlich werden, weshalb sich das Flussbett mancherorts rasch vertieft und anderswo verlandet. Ein Problem, mit dem insbesondere Kraftwerke durch den Verlust von Stauraum wie auch die Schifffahrt zu kämpfen haben/hat.

Ein weiteres wichtiges Thema bilden Fischtreppen, welche im Rahmen von Kraftwerken notwendig werden. Forscher wollen herausfinden wie viel Wasser Fischtreppen führen müssen, um Fische zu veranlassen sich an dieser Strömung zu orientieren. Bislang ist unklar, ab welchem Grad die sogenannte Lockströmung zu tragen kommt. „Wir wollen dies objektivieren, denn für die Energiewirtschaft geht es hier um viel Geld“, erklären die Forscher.

Noch bislang eher unbekannte Wege der Stromgewinnung mittels Strombojen sollen ebenfalls genauer untersucht werden. Strombojen besitzen den großen Vorteil, dass kein Aufstauen von Wasser notwendig ist, was ihren Einsatz als ökologischere Variante rechtfertigt. Allerdings muss noch erarbeitet werden, bei welchen Bedingungen Strombojen die größte Effizienz besitzen. Im Rahmen eines Schaulabors werden zudem Oberstufenklassen verschiedene Themen rund ums Wasser, etwa Hochwasserschutz, näher gebracht.

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