Jun 242013
 

Notruf per Pflaster, Quelle: www.vigilio.eu

Der Mangel an Pflegekräften kombiniert mit der großen Problematik sich eine entsprechende Versorgung leisten zu können, bereitet vielen Betroffenen wie auch Angehörigen große Kopfzerbrechen. Viele Senioren ziehen es solange es möglich ist auch – verständlicherweise – vor, sich eine gewisse Unabhängigkeit zu bewahren und in der eigenen Wohnung zu bleiben. Berechtigterweise besteht dabei jedoch vor allem die Sorge, dass es in den eigenen vier Wänden zu einem Sturz kommt, der allzu leicht erst spät bemerkt wird. Die Angst vor der Hilflosigkeit verbunden mit dem Umstand, dass ein Sturz im Alter oft schlimme Auswirkungen nach sich zieht, bewegt letztlich doch einige ältere Menschen zu einem Umzug in ein Seniorenheim. Vor einiger Zeit haben wir über die Entwicklung eines Pflegeroboters, dem Hobbit, berichtet, der u.a. Stürze erkennt und notwendige Maßnahmen ergreift.

Genau diese Funktion erfüllt auch Vigi’Fall. Dieses Notrufpflaster wird ganz normal auf der Haut getragen. Im Zusammenspiel mit Wandsensoren in den Wohnräumen werden somit Stürze erkannt und ein Notruf ausgesendet. Um Fehlmeldungen zu vermeiden, verfügt Vigi’Fall über eine spezielle Software, die einen Sturz und die anschließende Lage des Patienten analysiert.

„Man schätzt, dass in Europa jährlich über 20 Mio. Menschen der Altersgruppe 65+ einen Sturz erleiden. Damit ist ein Sturz die Hauptursache für traumatisch bedingte Todesfälle in diesem Alter. Sofortige medizinische Hilfe ist hier ausschlaggebend, da sie über Leben und Tod entscheiden kann. Viel zu oft machen wir die Erfahrung, dass ältere Patienten vor der Einlieferung ins Krankenhaus stundenlang hilflos zu Hause gelegen haben, weil sie nicht um Hilfe rufen konnten. Dabei entstehen oft irreversible physische und psychische Schäden“, schildert Jean-Eric Lundy, Gründer von Vigilio S.A. die Problematik. Mit allein fast 10.000 Todesfällen nach Stürzen in Deutschland im Jahr 2011, wird die Notwendigkeit eines rasch reagierenden Sturzerkennungssystems sei es für Pflegeheime oder für den Privatbereich offenkundig. Ende 2013 wird das Notfall-Pflaster für den Heimsektor erhältlich sein. Gleichzeitig ist bereits eine zweite Produktgeneration, die mit amerikanischen Standards komfort geht, in Entwicklung.

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