Mrz 192012
 

Noch ist es nicht überall – das ach so begehrte Glasfaserkabel, mit dem große Datenvolumen problemlos den Internethighway hinauf- und hinunterjagen. In den Städten ist der Austausch bereits am Laufen oder zu einem Großteil erledigt, aber der Weg zu den Gemeinden ist noch relativ oft mit Kupferkabeln gelegt. Schwierigkeiten beim Austausch der Kabel bereiten die mühsamen Umgrabungsarbeiten, die notwendig sind, um an die alten Leitungen heranzukommen. Dies schlägt sich natürlich auch in den Kosten nieder und ist im Besonderen in bebauten Gebieten mit großem Aufwand verbunden.

Kupferkabel mit Öl herausgepresst, Quelle: www.kabel-x.at

Speedpipes bieten Platz für die Glasfaser, Quelle: www.kabel-x.at

Glücklicherweise gibt es für dieses Problem eine verblüffend einfache Lösung.

Der Österreicher Alois Pichler bietet mit seiner Firma Kabel-X eine Technik an, mit welcher die Kabel einfach getauscht werden und großflächige Umgrabungen unnötig werden.

 

Bekanntlich bestehen Kabel aus einem schützenden Mantel, der die Kabelseele umgibt. Um das Innenleben auswechseln zu können, presst Kabel-X am Anfangsstück ein patentiertes Öl zwischen die Schutzhülle und die Seele, wodurch der Kabelkern am anderen Ende einfach herausgezogen und gleichzeitig das neue Glasfaserkabel einfach in den bereits verlegten Kabelmantel eingeführt wird. Mithilfe dieser Technik werden Segmente von jeweils maximal 400m ausgetauscht.

Alois Pichler, Quelle: www.monitor.at

So simpel das System funktioniert, so effektiv lässt sich dabei Geld sparen.
Fallen bei Umgrabungen in der Stadt etwa 500 Euro und am Land etwa zehn bis zwölf Euro pro Meter an, belaufen sich die Kosten mit Kabel-X auf zwischen 15 und 50 Euro, wobei ein großer Vorteil auf jeden Fall im schnelleren Umrüstungsverfahren liegt. Denn mit der neuen Technik können etwa 1400 Meter täglich neu umgerüstet werden, im Gegensatz zu etwa 100m bei einer Neuverlegung.

Kabel-X wurde bereits 2003 gegründet und verzeichnet bereits in über 100 Ländern Lizenzverträge. 2005 durfte sich Alois Pichler ebenso über den Niederösterreichischen Innovationspreis für das innovative Austauschverfahren freuen!

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