Okt 212011
 

Gebäude in der Biberstraße

Heute geht es weiter mit den letzten zwei Nominierten des österreichischen Klimaschutzpreises.

Vorgestern und Gestern wurden sie bereits in der Sendung Konkret vorgestellt und hiermit möchte ich sie euch nicht länger vorenthalten.

Am Mittwoch drehte sich alles um ein altes Gebäude. Genauer gesagt um das Jahrhundertwendehaus in der Biberstraße 5 in Wien. Bis vor kurzem war das Gebäude Sitz der Postgewerkschaft. Da der ÖGB es künftig aber vermieten möchte musste es vorher saniert werden. Genau da lag die Herausforderung und es war aber leichter gesagt als getan. Denn das Denkmalamt hatte da auch ein Wörtchen mitzureden.

Die Firma AUCON Real Estate Group bekam den Auftrag das Gebäude unter modernsten, ökologischen Aspekten zu renovieren. So wurden die beiden Feuermauern von innen gedämmt, die Kastenfenster komplett renoviert aber erhalten und in die Decke wurden zusätzlich Kühlung und Lüftung integriert. Besonderer Wert wurde auch auf die Auswahl der Materialien gelegt. So sind beispielsweise die Böden aus heimischen Hölzern (umweltfreundlich Impregniert).

Die Beleuchtung und die neue, moderne Haustechnik bringen gemeinsam eine Energieersparnis um etwa ein Drittel. Die Heizung wird zentral gesteuert. Man kann aber auch individuell für den jeweiligen Arbeitsplatz angepasst werden.

Der maßgeschneiderte Kriterienkatalog für dieses Projekt wird in Kürze veröffentlicht und dann kann jeder ein „grünes Haus“ aus einem alten Gebäude machen.

Alle Maßnahmen gemeinsam bringen eine Verringerung des Heizwärmebedarfs auf die Hälfte des früheren Wertes.

Familie Kraßnitzer

Bei dem vierten und letzten Nominierten geht es wiederum um ein Gebäude allerdings nicht um die Renovierung. Im Kärntner Gurktal auf 1100 m Seehöhe liegt der Hof der Familie Kraßnitzer, umgeben von Wiesen und Feldern.

Durch innovative Maßnahmen hat es der Betreiber geschafft, völlig energieautark zu wirtschaften. Seit über 20 Jahren lebt diese Familie klimafreundlich. Angefangen hat die ganze Sache mit einer selbst gebastelten Solaranlage. Diese ist auch heuer noch in Betrieb und mit zusätzlich installierten Anlagen wird sogar ein Überschuss an Solarstrom produziert.

Auch die drei Traktoren werden, so wie die Kühe und das Pferd, biologisch gefüttert. Denn der Biodiesel aus altem Speiseöl bringt eine deutliche Verringerung vom CO2.

Sie führen also ein Leben im Einklang mit der Natur und für die Natur. Dass das in Zukunft so bleibt, dafür wird der Nachkomme Richard Kraßnitzer sorgen.

Die Kategorie Landwirtschaft & Gewerbe ist mit den beiden Projekten vollständig und wir können nächste Woche in einen neuen Bereich eintauchen. Bitte nicht vergessen mit zu voten, damit Ihr Favorit auch eine Chance auf den Gewinn hat.

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