ProFiTex – der Feuerwehrhelm mit Durchblick

Foto: Patrycja Bosowski, Universität Aachen, Quelle: derstandard.at

Das Projekt ProFiTex hat sich zur Aufgabe gestellt Sicherheit und Effizienz bei Brandbekämpfungen durch verbesserte Schutzausrüstung zu erhöhen. Besonders die Sichtbeeinträchtigung durch starke Rauchentwicklung erschwert den Brandeinsatz, wenn es gilt verletzte Personen aus dem Feuer zu retten. Um diesem Problem zu entgegnen wird ihm Rahmen von ProFiTex an einem ausgeklügelten Feuerwehrhelm gearbeitet.

Der Spezialhelm ist mit einer Datenbrille ausgestattet und besitzt eine 3D-Kamera deren Daten ebenso sofort an die Einsatzleitung gesandt werden können. Eine Wärmebildkamera erfasst zusätzlich die Situation und kann auf große Hitzeherde aufmerksam machen. Alle ermittelten Informationen stehen dem Feuerwehrmann durch Einblendungen auf einem Display zur Verfügung.

„Mit Hilfe von 3D-Kameras am Helm können wir in Echtzeit ein virtuelles Abbild des Gebäudes erstellen“, schildert Hannes Kaufmann vom Institut für Softwaretechnik und interaktive Systeme der TU Wien. Da die gewonnenen Daten ebenso der Einsatzleitung zur Verfügung stehen, wird eine Koordinierung der im Einsatz befindlichen Kräfte vereinfacht und der Feuerwehrmann selbst kann sich viel einfacher im Gebäude orientieren.

Die ersten Testläufe hat das innovative System bereits absolviert, wobei sich die Infrarot-Kamera ebenso äußerst nützlich für die Lokalisation von weiteren Personen erwiesen hat. In einem weiteren Schritt muss nun festgestellt werden, welches Ausmaß an Informationen bei Display-Einblendungen sinnvoll ist. Immerhin befindet sich die Einsatzkraft in einer Stresssituation, sodass ein zu viel an Informationen wiederum eine Überforderung darstellen kann.

In diesem Zusammenhang möchten wir noch einmal an RESCUE – den Feuerwehrhelm mit Head-Up-Display von Barbara Mozdyniewicz erinnern, der es im Rahmen der James Dyson Awards 2011 in die Finalrunde geschafft hat.

1 Kommentar

  1. Diese Erfindung ist nicht ganz verständlich. Wie kann denn durch die 3D-Brille die selbstgestellte Aufgabe der Verbesserung der Sichtweise in rauchgefüllten Räumen gelöst werden. Der Rauch selbst erscheint dann auch in 3D, jedoch zunächst genauso undurchsichtig wie in 2D, oder habe ich etwas falsch verstanden?

    Die Verwendung einer Wärmebildkamera ist sicherlich sinnvoll.

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