Dez 142012
 

Cornelia Schneider hat viel vor, Quelle: www.salzburg.com

Was wie eine etwas ungewöhnliche Kombination wirkt, ist genau das Kerngebiet von Cornelia Schneider.
Sie widmet sich der Entwicklung von Assistenzsystemen für ältere Menschen, pflegende Angehörige sowie professionelle Pfleger, was große Herausforderungen an die Entwickler stellt.

„Die Zahl an älteren Menschen wird in den nächsten Jahren steigen, die Pflegekräfte werden jedoch weniger werden. Umso wichtiger ist es, im Bereich mobiler Assistenz nach Lösungen zu suchen“, erklärt die Pinzgauerin.

Bereits seit 2009 leitet Cornelia Schneider den Kompetenzschwerpunkt „e-Health“ am Forschungsinstitut Salzburg Research. Ein ganz neues Projekt ist auf ältere Personen mit leichter bis mittlerer Demenz ausgerichtet. „Nicht nur für Betroffene von Demenz ist es sehr schwierig, auch für Angehörige kann diese Situation sehr belastend sein. Informationstechnologien können hier Unterstützung und Hilfestellung bieten“, betont die Saalfeldnerin.

Das System soll dabei Funktionen wie das Erinnern an das Ausschalten von Haushaltsgeräten übernehmen. Weiters kann es auch Bekleidungstipps in Bezug auf aktuelle Wetterwerte geben. Neben Informationen zum aktuellen Standort per Knopfdruck wird das System ebenso das Erreichen einer Bezugsperson ermöglichen, wenn Orientierungsprobleme auftreten.

Insgesamt stellt das Informationssystem große An- sowie Herausforderungen in der Entwicklung, muss doch die Bedienbarkeit äußerst kundenorientiert und effektiv gehalten werden und das bei einem Kundenkreis, der insgesamt sicherlich eher wenig computeraffin ist. Doch bereits in etwa zwei Jahren könnte ein erster Prototyp auf den Markt kommen.

Quelle: www.gerontopsychologie.at

Dass dieses Projekt von sehr großem Nutzen ist, steht außer Frage. In Europa sind schätzungsweise etwa sieben Millionen Menschen an Demenz erkrankt, wobei in Österreich rund 126.000 Personen an dieser Krankheit leiden.

Weitere spannende und hilfreiche Entwicklungen sind von Cornelia Schneider auch in Zukunft zu erwarten. Mit zwei Studienabschlüssen im Bereich „Medizinische Informatik und Technik“ wie einem Engagement bei Siemens Medical Solutions zeigt sich bereits ihr Engagement. Bald soll auch ein Doktortitel folgen.
Die weitere Zielsetzung ist für die Saalfeldnerin ebenfalls schon klar: „Wir wollen den älteren Menschen selbst, aber auch den Angehörigen helfen. Für mich sind pflegende Angehörige die großen Helden des Alltags – und diese gehören unterstützt.“

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