Okt 162012
 

Der Axialzyklon, Quelle: www.tuwien.ac.at

Wasserkraft ist ein wichtiges Thema in Österreich, besonders da man stolz darauf ist kein Atomkraftwerk – zumindest keines in Betrieb – zu besitzen.
Abgesehen von oft strittigen Fragen wie wo der Bau weiterer Anlagen sinnvoll, wünschenswert oder ökologisch nicht vertretbar ist, ist es wichtig bestehende Systeme weiter zu optimieren.

Eine Optimierung gelingt sicherlich mit dem „Axialzyklon“ mit dessen Hilfe sich die Lebensdauer von Turbinen deutlich verlängert. Partikel im Wasser bedingen unweigerlich einen Verschleiß der Turbine und selbst kleine Schmutzpartikel haben in diesem Fall leider große Auswirkungen. Deshalb fließt das Wasser im Speicherkraftwerk zunächst durch eine Beruhigungsstrecke, in der sich Steine und Sedimente absetzen. Trotzdem bleiben kleinere Partikel weiterhin im Wasser und bewirken großen Schaden.

Der zweite Platz bei Inventum 2011, Quelle: www.tuwien.ac.at

„Es gibt Kleinwasserkraftwerke, bei denen die Turbinen alle paar Monate ausgetauscht werden müssen,“ gibt Eduard Doujak, der Erfinder vom Axialzyklon vom Institut für Energietechnik und Thermodynamik der TU Wien, zu bedenken. Mit dem notwendigen Tausch der Turbinen sind zwangsweise hohe Kosten und Einbußen in der Energieleistung verbunden.

Wie aber können auch diese kleinen Partikel aus dem Wasser entfernt werden?
Dieser Frage stellte sich Dr. Edouard Doujak mit seinem Diplomanden Leopold Binder an der TU Wien. Das Resultat der Überlegungen und Entwicklungen nennt sich „Axialzyklon“. Im speziell geformten Rohr des Axialzyklons wird der Wasserstrom in Rotation versetzt. Dadurch werden schwerere Elemente, sprich die Schmutzpartikel, nach außen gedrückt und können von dort nun abgeschieden werden. Was im Grunde sehr simpel klingt, erforderte in der Umsetzung intensive Forschungsarbeiten, etwa um die idealen Strömungsparameter für den Abscheidungseffekt zu erhalten.

Mit Unterstützung des „Forschungs- und Transfersupports“ der TU Wien konnte der Axialzyklon zum Patent angemeldet werden, das er 2011 erhalten hat. Im Zuge des INVENTUM Awards 2011 wurde das Patent des Axialzyklons zum zweitbesten des Jahres gekürt.

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