Mrz 282019
 

Mit 2.292 Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt (EPA) konnten österreichische Unternehmen 2018 ihren Höchststand aus dem vergangenen Jahr übertreffen (+3,8%). Dies zeigt der veröffentlichte Jahresbericht 2018 des Amts. Der positive Trend aus den vergangenen vier Jahren wurde somit fortgeschrieben. Mit diesem Ergebnis steht Österreich im europaweiten Vergleich auf Platz 10 der Ursprungsländer für europäische Patentanmeldungen.

Die fünf stärksten Anmeldeländer 2018 beim EPA waren erneut die USA, gefolgt von Deutschland, Japan, Frankreich und China. Insgesamt 174.317 Patentanmeldungen wurden im Jahr 2018 beim Europäischen Patentamt (EPA) eingereicht, was einem Zuwachs von 4,6% entspricht. Außerdem zeigten sich die europäischen Unternehmen in ihrem Heimatmarkt gut aufgestellt: wie im Vorjahr kamen 2018 rund die Hälfte (47%) aller europäischen Patentanmeldungen beim EPA aus den 38 EPO-Mitgliedstaaten.

Insgesamt ist das positive Ergebnis laut dem Jahresbericht auf einen Anstieg der Patentanmeldungen in allen Industrieregionen zurückzuführen. Während die EPO-Mitgliedstaaten ihren Zuwachs im Vergleich zu 2017 weiter steigerten, verlangsamten sich die Zuwachsraten aus den USA und China.

Anmeldungen aus China stiegen um 8,8% – die niedrigste Rate seit fünf Jahren. Dafür ist hauptsächlich das langsamere Wachstum einiger der besonders patentintensiven Technologiefelder des Landes verantwortlich, wie Computertechnik, Elektrische Maschinen, Geräte und Energie sowie Audiovisuelle Technologie.

„Die Zunahme der Patentanmeldungen ist eine positive Botschaft für die europäische Wirtschaft. Sie belegt, dass sich Innovation in Europa auf ein konkurrenzfähiges und wirksames Patentsystem stützen kann. Das ist für Unternehmen entscheidend, um wirklich gewichtige Patentportfolios aufzubauen – was wiederum der Wirtschaft zugutekommt“, sagte EPA-Präsident António Campinos. „Mit seinem Anmeldewachstum trägt Österreich maßgeblich zur Stärkung des Innovationsstandorts Europa bei. Allein in der EU sind in Branchen mit einer hohen Nutzung von Patenten, Marken und Designrechten etwa 60 Millionen Menschen beschäftigt. Sie erbringen rund 42% der Wirtschaftsleistung und zeichnen für über 90% der Exporte verantwortlich.“

Österreich schreibt positiven Trend fort

Mit diesem Zuwachs positionierte sich Österreich erneut in der Spitzengruppe der Mitgliedstaaten mit mittelgroßem Anmeldeaufkommen und setzte damit seinen positiven Trend weiter fort. In der Liste aller Anmeldestaaten beim EPA lag das Land auf dem 14. Platz. Mit 261 europäischen Patentanmeldungen pro Millionen Einwohner befand sich Österreich, gemessen an der Einwohnerzahl, in Europa sowie im internationalen Vergleich auf dem 7. Rang und lag deutlich über dem EU-Durchschnitt von 139.

Wie aus dem Jahresbericht weiter hervorgeht, meldeten österreichische Unternehmen die meisten Patente wiederum in den Technologiefeldern Elektrische Maschinen, Geräte und Energie (+8,8%), Transport (-1,7%) und Bauingenieurwesen (-13,3%) an. Das größte Wachstum aus österreichischer Sicht zeigten dagegen die Bereiche Motoren, Pumpen und Turbinen (+60%), Arzneimittel (+53,7%) sowie Sonstige Spezialmaschinen, was Technologien von Landmaschinen bis hin zum 3D-Druck umfasst (+29,5%).

Wien und Borealis bleiben österreichische Innovationsführer – Tirol, Kärnten und Niederösterreich mit starkem Anstieg

Die Analyse der anmeldestärksten österreichischen Bundesländer ergab, dass Wien trotz eines Rückgangs von -2,4% seine Spitzenposition aus dem vergangenen Jahr behaupten konnte – knapp jede vierte Patentanmeldung kam aus diesem Land. Auf Platz 2 und 3 lagen wie auch 2017 Oberösterreich und die Steiermark, die jedoch ebenfalls einen Rückgang zu verzeichnen hatten (Oberösterreich -2,8 %; Steiermark -9,9%). Dahinter konnte Niederösterreich (4.) sein starkes Wachstum aus dem vergangenen Jahr dagegen mehr als verdreifachen (+28,4%), und auch Vorarlberg (5.) steigerte sein Vorjahresniveau nochmals (+3,7%). Den größten Zuwachs verzeichneten jedoch Tirol (+37,3%) und Kärnten (+34,4%).

Im Vergleich der anmeldestärksten europäischen Regionen liegt Westösterreich erneut auf Platz 18 mit einem Wachstum von +4,4%. Das österreichische Anmelder-Ranking führt erneut Borealis an. Dahinter tauschten ZKW (Rang 2) und AMS (Rang 3) die Plätze. ZKW konnte sich darüber hinaus im internationalen Vergleich im Technologiefeld Elektrische Maschinen, Geräte und Energie in den Top 20 beim EPA positionieren.

Trends: Siemens an der Spitze – Life Sciences mit größtem Anmeldeplus

Siemens sicherte sich im Jahr 2018 den Spitzenplatz im Anmelder-Ranking des EPA und verdrängte Huawei auf Platz 2. Das deutsche Unternehmen führte zuletzt 2011 die Rangliste an. Dahinter folgten 2018 Samsung (3.), LG (4.) und United Technologies (5.). Unter den zehn stärksten Anmeldern befanden sich insgesamt vier Firmen aus Europa, drei aus den USA, zwei aus Südkorea und eine aus China.

Die Medizintechnik bleibt auch 2018 das Technologiefeld mit der größten Anzahl Patentanmeldungen beim EPA (+5%), gefolgt von der Digitalen Kommunikation und der Computertechnologie. Mit einem kombinierten Wachstum von 13% in den Sektoren Arzneimittel und Biotechnologie legte der Bereich Life Sciences innerhalb der Top10-Gruppe der technischen Gebiete am stärksten zu.

Ein Blick auf die Herkunft der Patentanmeldungen in den Technologiefeldern zeigt, dass China und Südkorea ein besonders starkes Wachstum in ihrem Spezialgebiet Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) aufweisen. Die meisten EPO-Mitgliedstaaten sowie die USA und Japan zeichnen sich dagegen durch ein breit sortiertes Patentportfolio in den Technologiefeldern aus. Außerdem konnte sich Europa im Segment Transport als führend behaupten. Dies wurde ebenfalls durch eine jüngst veröffentlichte Studie des EPA zur Patentlandschaft rund um das autonome Fahren bestätigt, die in diesem Bereich Europa neben den USA in der Vorreiterrolle sieht.

EPA-Performance: Erteilung von fast 128 000 Patenten

Durch das große Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte das EPA der wachsenden Nachfrage nach europäischen Patenten mit einer weiteren Verbesserung seiner Produktion begegnen. So erhöhte das Amt die Zahl aller durchgeführten Patentrecherchen, Sachprüfungs- und Einspruchsverfahren im Berichtsjahr um 4% (2017: +4,6%). Durch das Zusammenwirken dieser Produktionssteigerung mit den Effekten verbesserter interner Arbeitsabläufe und der Auflösung von Arbeitsrückständen bei Patentrecherchen konnte das EPA im Berichtsjahr 127 625 erteilte europäische Patente veröffentlichen, was einem Wachstum von 21% gegenüber dem Vorjahr entspricht (2017: +10%).

Den EPA-Jahresbericht mit detaillierten Statistiken und Informationen zur Tätigkeit des Europäischen Patentamts finden Sie unter: http://www.epo.org/annual-report2018

Mrz 052019
 

Im April 2019 starten die ersten, ausgewählten docu tools-Kunden mit der neuen Smartphone App. Einfache Baustellendokumentation und Mängelmanagement stehen flexibel für alle Smartphones und Tablets mit Apple/iOS oder Android zur Verfügung.

Die Smartphone-App hat – im Gegensatz zu ihrem großen Bruder, der Tablet App – eine von Grund auf neu gestaltete Benutzeroberfläche, um auch auf den kleineren Bildschirmen einfach und intuitiv zu arbeiten. Die Funktionen der Smartphone-App umfassen u.a. die Anzeige aller Bau-Projekte inkl. Pläne, das Setzen eines Pins mittels „Finger Touch“ zur Dokumentation des Bauzustandes oder eines Mangels, die Pin-Liste, sämtliche Such- und Filterfunktionen, individuelle Benutzereinstellungen sowie die wichtige offline-Synchronisation.

Die Smartphone App ermöglicht analog zur Tablet-App das einfache Dokumentieren auf der Baustelle sowohl online als auch offline, zum Beispiel im Keller oder in Regionen ohne Mobilfunk/W-LAN. Sobald ein Plan heruntergeladen ist, arbeitet man auch am Smartphone nur noch offline. Neue Pins, Baustellen-Bilder und Notizen die offline erstellt wurden, werden später, bei bestehender Internetverbindung, synchronisiert. Somit haben alle an einem Bauprojekt Beteiligten immer zeitnah den aktuellsten Status ihrer Baustelle.

Mit dem Ziel, die neue App so einfach wie möglich zu gestalten, wurde diese gemeinsam mit docu tools-Kunden auf der Baustelle entwickelt. Ergebnis ist ein sehr intuitives und einfach zu bedienendes Smartphone-Interface.

docu tools profitiert von dabei von den Kunden-Erfahrungen aus über 10.000 Baustellen-Projekten. „Die Entwicklung der Smartphone-App gemeinsam mit den Erfahrungen unserer Kunden hatte für uns höchste Priorität. Unsere Nutzer sind mit uns somit immer am „gleichen Puls der Zeit“ und wir können deren Wünschen optimal entsprechen.“ meint Maximilian Allmayer-Beck, Product Owner bei docu tools.

Und Allmayer-Beck weiter: „Unser Ziel, auf allen Endgeräten einfachste Baustellen-Dokumentation zu bieten ist damit erreicht. Innerhalb von 10 Sekunden kann jeder Baustellen-Mitarbeiter den aktuellen Bauzustand oder Mangel jetzt auch mit seinem Smartphone einfach dokumentieren. Neue Pins werden intuitiv mittels „Finger-Touch“ am Plan gesetzt und der Mangelzustand mit einem Foto und einer Notiz beweissicher dokumentiert.“

Die Smartphone-App wird ab Anfang April 2019 für alle Android und Apple/ iOS-Geräte zur Verfügung stehen. Der Start des App-Einsatzes erfolgt mit ausgewählten docu tools-Kunden – Ende Juni 2019 erfolgt der flächendeckende Roll-Out für alle docu tools Kunden.

Über docu tools
docu tools ist eine cloudbasierte Software für Baudokumentation, Mängel- und Aufgaben­management und verbindet langjährige Expertise am Bau mit der Entwicklung intuitiver Software. docu tools versteht sich nicht nur als Tool für das Mängelmanagement in jeder Bauphase, sondern als Kommunikationsplattform für alle Projektbeteiligten über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie. Die Verfügbarkeit der Daten für eine verlässliche Baudokumentation ab dem Projektstart stellt sowohl für den Bauherrn wie auch für den späteren Eigentümer bzw. Verwalter einer Immobilie einen immensen Mehrwert dar. docu tools gibt es in 21 Sprachen und wird europaweit eingesetzt.

Mrz 042019
 

Im Zuge der Einführung intelligenter Stromnetze, um die Stromversorgung effizienter zu gestalten und den Service für NutzerInnen zu erhöhen – Stichwort Smart Grid, werden die zugehörigen Automatisierungsnetze immer komplexer. Mit der dadurch massiv zunehmenden Datenkommunikation ergeben sich auch Fragen der IT-Sicherheit und neue Angriffsmöglichkeiten auf kritische Infrastrukturen. In einem Forschungsprojekt haben die Siemens AG Österreich, die Wels Strom GmbH und die Fachhochschule St. Pölten ein Warnsystem entwickelt.

Umspannwerke und Ortsnetzstationen sind wesentliche Teile des Energieversorgungsnetzes und damit auch einer kritischen Infrastruktur. Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in diesen Anlagen ist mittlerweile Stand der Technik.

„Dadurch ergibt sich ein beträchtliches Gefährdungspotential durch Cyber-Angriffe. Dies haben entsprechende Vorfälle in der jüngsten Vergangenheit bereits gezeigt“, sagt Paul Tavolato, Forscher am Institut für IT Sicherheitsforschung der FH St. Pölten.

Tavolato hat gemeinsam mit Partnern der Siemens AG Österreich und Wels Strom GmbH ein Überwachungssystem für das Automatisierungsnetz in Umspannwerken erforscht und auf dessen Durchführbarkeit untersucht.

Mit künstlicher Intelligenz Angriffe erkennen
Das System erlernt mit Hilfe von Methoden der künstlichen Intelligenz das Normalverhalten des Datenverkehrs in einem Umspannwerk und nutzt dieses Wissen zur Überwachung des laufenden Betriebs. „Das System erkennt dann Abweichungen zum Normalbetrieb in Echtzeit und kann Alarm schlagen. Dadurch wird die Sicherheit des Kommunikationsnetzes im Umspannwerk erhöht“, erklärt Tavolato.

Auf Basis der Projektergebnisse will die Siemens AG Österreich in weiterer Folge ein Warnsystem zur Produktreife entwickeln, um die Sicherheit der Energieversorgung zu verbessern.

Projekt Substation Security
Das Projekt Substation Security wurde vom Österreichischen Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms Energieforschung gefördert. Projektpartner waren die Siemens AG Österreich und Wels Strom GmbH.

Link Tipps:
https://www.fhstp.ac.at/de/forschung/projekte/substation-security

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