Jan 312019
 

Im Rahmen der Payment Exchange (PEX) am 24. und 25. Januar 2019 in Berlin erhielt die in Österreich entwickelte, gesamteuropäische Mobile-Payment-Lösung Bluecode von einer Fachjury in der Kategorie Kundennutzen die höchste Auszeichnung „Goldene Transaktion“. Der Branchentreff fand 2019 zum vierten Mal statt und hat sich zum jährlichen Pflichtevent für Händler und Dienstleister im Zahlungsverkehr entwickelt. Initiatoren der Konferenz sind die Gründer von paymentandbanking.com, einem der wichtigsten Onlineportale rund um die Themen Banking, Payment und Fintech.

Die hochkarätige Fachjury bestand aus Katharina Schneider (Handelsblatt), Nils Wischmeyer (Süddeutsche Zeitung), Karsten Traum (Deutsche Kreditbank DKB), Juliane Schmitz-Engels (Mastercard), Hanno Bender (Lebensmittel Zeitung), Sven Korschinowski (KPMG) und Christina Cassala (finletter). Sie hat vor allem die Vision von Bluecode überzeugt, gemeinsam mit Banken und Handel ein eigenes gesamteuropäisches Zahlungsnetzwerk für Mobile Payment aufzubauen, um Europa im mobilen Zahlungsverkehr unabhängiger von nicht-europäischen Bezahldiensten zu machen und dabei gleichzeitig für Endkunden digitale Mehrwerte im alltäglichen Leben zu schaffen.

„In den letzten Monaten haben wir rechtlich wie technisch das erste unabhängige und europaweit gültige Mobile-Payment-System etabliert, das bargeldloses Bezahlen per Android-Smartphone, iPhone und Apple Watch gemeinsam mit Mehrwertservices nach europäischen Regeln ermöglicht. Beim Bezahlvorgang werden im Sinne des europäischen Datenschutzrechts keine persönlichen Daten auf dem Handy gespeichert oder übertragen. Bluecode ergänzt die eigentliche Zahlung um zusätzliche Mehrwerte, beispielsweise wird die Kundenkarte automatisch beim Bezahlvorgang übergeben, ohne diese gesondert vorzeigen zu müssen, oder auch ein digitaler Beleg erstellt. Diese Art von Mehrwerten ist besonders für Händler attraktiv und bei Endkunden für die Nutzung entscheidend“, erklärt Christian Pirkner, CEO der Blue Code International AG. „Die Verleihung dieser Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das Bluecode-Zahlungsnetzwerk wächst laufend, da Banken und Handel schnell, einfach und risikofrei teilnehmen können.“


Foto: „Goldene Transaktion“: Hermann Stengele, Business Partner Blue Code International AG (1.v.r.), freut sich über die Auszeichnung von Bluecode in der Kategorie Kundennutzen © PBA Experts GmbH

Bluecode-Zahlungsnetzwerk wächst – gemeinsame Expansion mit Alipay
Mehr als 100 europäische Partnerbanken, namhafte Acquirer und führende Handelsketten wie die Rewe-, die Galeria Kaufhof- und die Spar Österreich-Gruppe unterstützen bereits den europaweiten Rollout von Bluecode und die Integration in Registrierkassen, Automaten, Banking- und Retail-Apps. 2018 hat Bluecode zudem die Technologie der weltweit größten Paymentplattform Alipay aus China integriert, die über 700 Millionen aktive Nutzer zählt und mit der man nun gemeinsam in Europa expandiert. Erst kürzlich startete die Galeria Kaufhof-Gruppe deutschlandweit dieses Angebot, dabei verwendet Alipay die europäische Infrastruktur von Bluecode. So können Händler von europäischer wie auch chinesischer Kaufkraft profitieren.

Integration in Banking-Apps hält Daten und Wertschöpfung in Europa
Damit das neue Zahlungsnetzwerk europäisch skaliert, hat Bluecode noch viel vor. Aktuell fokussiert man auf zwei Bereiche, um Mobile Payment für die breite Masse noch attraktiver zu machen. Zum einen werden die Mehrwertservices für Kunden weiter ausgebaut und mit dem mobilen Bezahlen kombiniert. Handelspartner können beispielsweise digitale Stempelkarten, Punkteprogramme, Lotterien oder Kundenkarten-Verknüpfungen direkt über Bluecode abwickeln und treue Kunden mit Gutscheinen und Rabatten am Smartphone belohnen. Zum anderen wird die Integration in Apps von Banken angestrebt, wie Christian Pirkner erklärt: „Durch die Öffnung des mobilen Zahlungsverkehrs – Stichwort PSD2 – drohen Banken, die Kundenreise an außereuropäische Drittanbieter zu verlieren. Mit einer europäischen Lösung wie Bluecode können Banken ihren Privatkunden Mobile Payment anbieten und die Kundenreise in ihrer eigenen Banking-App behalten, damit sie weiterhin an der Wertschöpfung teilhaben und die Kundendaten sicher in Europa verwahren können.“

So einfach funktioniert Bezahlen per Bluecode am Smartphone
Der Bezahlvorgang mit Bluecode funktioniert direkt über bestehende Registrierkassen des Handels, ohne zusätzliche Bezahlterminals. Nutzer verbinden ihr Girokonto mit Bluecode und rufen in der jeweiligen App einen einmal gültigen, blauen Strichcode auf. Nach dem Scan des Codes an der Registrierkasse des Händlers wird der Betrag vom Girokonto des Users abgebucht, Mehrwerte werden dem Nutzer sofort gutgeschrieben. Das mobile Bezahlverfahren funktioniert mit jedem Girokonto und kostenlos über die Bluecode-App sowie zahlreiche weitere Apps.

Weitere Informationen zu Bluecode unter: https://bluecode.com/

Kostenloser Download der Bezahl-App Bluecode:
·Für iOS-Endgeräte (iPhone und Apple Watch)
·Für Android-Smartphones


Bluecode ermöglicht bargeldloses Bezahlen per Android-Smartphone, iPhone und Apple Watch gemeinsam mit digitalen Mehrwertservices © Blue Code International AG

Über Bluecode
Bluecode ist die erste paneuropäische Mobile-Payment-Lösung, die bargeldloses Bezahlen per Android-Smartphone, iPhone und Apple Watch gemeinsam mit Value Added Services (Mehrwert-Dienste, Bonusprogramme, digitale Sammelpässe) in einer App ermöglicht. Im Sinne des europäischen Datenschutzrechts werden beim Bezahlvorgang keine persönlichen Daten auf dem Handy gespeichert oder übertragen. Das hochsichere, TAN-basierte Bezahlverfahren funktioniert mit jedem Girokonto und ist unabhängig von der Übertragungstechnologie (Barcode, QR-Code, Bluetooth, NFC) einsetzbar. Namhafte Banken in Österreich und Deutschland (Raiffeisen, Hypo Tirol Bank, Sparkassen-Finanzgruppe), Acquirer (BS Payone), internationale Bankensoftwareanbieter (Temenos Group AG / Schweiz) und Payment-Plattformen (Alipay / China) sowie führende Händler (u.a. Rewe-Töchter Billa, Merkur und Bipa, Spar Österreich-, Galeria Kaufhof- und Globus-Gruppe) unterstützen den europaweiten Rollout und die Integration in Registrierkassen, Automaten, Banking-, Retail- und Kundenkarten-Apps (u.a. mobile-pocket). Bluecode deckt österreichweit bereits mehr als 85% des Lebensmitteleinzelhandels und viele weitere Akzeptanzstellen (Handel & E-Commerce, Gastronomie, Mobilität, Entertainment, Sportstadien) ab.

Jan 252019
 

Die Burghauptmannschaft Österreich initiiert und entwickelt gemeinsam mit anderen europäischen Städten eine der modernsten Plattformen für die Verwaltung denkmalgeschützter Gebäude. Wesentlicher Bestandteil dieser Plattform ist docu tools, Software bzw. Kommunikationsplattform für alle Projektbeteiligten über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie.

Erster Schritt der Burghauptmannschaft war, die Software docu tools in erster Linie für die Dokumentation aller Liegenschaften nach der ÖNORM B1300/01 einzusetzen. Das heißt, dass alle Immobilien nach relevanten Mängeln bezüglich Sicherheit (Einbruchschutz und Schutz vor Außengefahren, Gefahrenvermeidung, technische Objektsicherheit), Brandschutz sowie Gesundheits- und Umweltschutz in jährlichen Abständen begangen, dokumentiert und gewartet werden.

Burghauptmann Reinhold Sahl, u.a. verantwortlich für die Wiener Hofburg und die Hofburg Innsbruck: „Die Verwaltung historischer bzw. denkmalgeschützter Gebäude hat gänzlich andere Normen und Spielregeln im Vergleich zu einer normalen Immobilie. Die Bereiche Sicherheit und Brandschutz sind hier hervorzuheben. Eine noch so kleine Ungenauig­keit kann gravierende Folgen haben. Umso wichtiger ist eine lückenlose und dokumentenechte Dokumentation der Wartung. Deshalb haben wir uns für die Software docu tools entschieden.“

Die meisten europäischen Städte stehen vor derselben Herausforderung wie die Burg­hauptmannschaft in Wien, was sich auch beim 7. Europäischen Kongress über die Nutzung, Bewirtschaftung und Erhaltung historisch bedeutender Gebäude in der Wiener Hofburg im November 2018 gezeigt hat: Instandhaltung, Wartung und Pflege von oft Jahrhunderte alten, außergewöhnlichen und prächtigen Gebäuden, die den heutigen Standards entsprechen müssen. Eine Tatsache, die Burghauptmann Reinhold Sahl veranlasst hat, eine europäische Plattform für die Verwaltung eben dieser denkmalgeschützten Gebäude ins Leben zu rufen.


Hofrat Mag. Reinhold Sahl / Copyright Burghauptmannschaft Österreich

Matthias Rant, Gründer von docu tools: „Wir freuen uns, dass wir mit unserer Software einen wichtigen Bestandteil für diese moderne Verwaltungsplattform liefern können. Burghauptmann Sahl hat damit einen innovativen Meilenstein zum Thema Denkmalschutz gesetzt.“

In naher Zukunft werden auch alle Bauabteilungen der Burghauptmannschaft Österreich mit docu tools arbeiten. Im Jahr 2019 wird der Fokus auf der ersten Aufnahme aller Projekte liegen, ab 2020 sollen alle Subunternehmer in die Plattform integriert werden, um die Arbeitsaufträge auf digitalem Weg zu verteilen.

Über docu tools
docu tools ist eine cloudbasierte Software für Baudokumentation, Mängel- und Aufgaben­management und verbindet langjährige Expertise am Bau mit intuitiver Software-Entwicklung. Die Verfügbarkeit der Daten ab dem Projektstart stellt für den späteren Eigentümer bzw. Verwalter einer Immobilie einen immensen Mehrwert dar. docu tools versteht sich nicht nur als Tool für das Mängelmanagement in jeder Bauphase, sondern als Kommunikationsplattform für alle Projektbeteiligten über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie. docu tools gibt es in 21 Sprachen und wird europaweit eingesetzt. Matthias Rant (Präsident des Hauptverbandes der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Österreichs) und Gerhard Schuster, beide Profis im Bau- und Immobilienbereich mit jahrzehntelanger Erfahrung, haben das Unternehmen im Jahr 2012 gegründet und führen das derzeit 30köpfige Experten-Team.

Jan 182019
 

Gestern Abend wurden die niederösterreichischen Innovationspreise vergeben. gingen an Forschungsprojekte der Fachhochschule St. Pölten aus dem Bereich der Digitalisierung. Die Arbeiten beschäftigen sich mit der Sicherheit der Privatsphäre im Internet, künstlicher Intelligenz, Industrie 4.0 und Datenjournalismus.

In nahezu allen Lebensbereichen hält die Digitalisierung Einzug – von der persönlichen Kommunikation bis zur industriellen Produktion. Aus großen Datenmengen lassen sich mit neuen Verfahren bessere Erkenntnisse ziehen, Fragen der Privatsphäre und IT-Sicherheit spielen dabei immer eine Rolle.

Fünf Forschungsprojekte der FH St. Pölten, die sich mit Aspekten der Digitalisierung beschäftigen, wurden dieses Jahr beim NÖ Innovationspreis mit Anerkennungspreisen ausgezeichnet. „Dass wir mit so vielen Vorhaben erfolgreich waren, zeigt, dass unsere Forschung am Puls der Zeit und auf höchstem Niveau ist. Ich gratuliere unseren Forscherinnen und Forschern“, sagt FH-Geschäftsführerin Gabriela Fernandes.

Gestern Abend übergaben Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, die Preise. Die folgenden Projekte der FH St. Pölten wurden ausgezeichnet:

Neue Techniken für den Datenjournalismus
Datenjournalismus extrahiert komplexe Informationen aus einer Unmenge an Daten und präsentiert sie anschaulich. Doch oft fehlen geeignete Analysemethoden und die passende Technik für diese schwierige Aufgabe. Das Forschungsprojekt „VALiD – Visual Analytics in Data-Driven Journalism“ entwickelt neue Techniken, die JournalistInnen dabei unterstützen.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) über das Förderprogramm „IKT der Zukunft“ der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG finanziert. Partner im Projekt sind die Universtität Wien (Department of Computer Science, Visualization and Data Analysis research group), die Landsiedl, Popper OG – drahtwarenhandlung film & animation und die FH JOANNEUM (Institut für Journalismus und Public Relations).

Das Handy am Lauschen hindern
Mobiltelefone und Tablets können durch sogenanntes Audiotracking mittels Ultraschall unbemerkt das Verhalten ihrer BenutzerInnen verfolgen – etwa das Betrachten bestimmter Videos oder den Aufenthalt in Räumen und an Plätzen. Das Projekt SoniControl entwickelte eine erste akustische Firewall, mit der das akustische Tracking blockiert werden kann. Sie wird unter gleichem Namen auf dem Google Playstore gratis zum Download angeboten.
Das Projekt wurde von der Initiative netidee gefördert. Organisiert und finanziert wird die Förderaktion von der gemeinnützigen Internet Foundation Austria (IPA).

Automatisch das Alter von Gebäuden bestimmen
Das Projekt ImmoAge, ein gemeinsames Projekt von FH St. Pölten und FH Kufstein, entwickelt Methoden der künstlichen Intelligenz, um Baujahr, Bauperiode und regionale Bauweisen von Einfamilienhäusern mit Hilfe von Bildanalyse automatisch abzuleiten. Ziel des Projekts ist die automatische Extraktion von Gebäudemerkmalen anhand von Außenansichten. So soll in Zukunft eine automatische Preisermittlung für Immobilien möglich sein.
Das Projekt ImmoAge wird im Rahmen des BRIDGE-Programms vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert. Projektpartner sind die FH Kufstein und Sprengnetter Austria.

Büros virtuell einrichten
Im Projekt PixelVR testet die FH St. Pölten für den Büromöbelhersteller bene, wie mit Virtual Reality Büros zukünftig mit flexiblen Bauelementen des Unternehmens eingerichtet werden können. Um vorab sehen zu können, was dabei herauskommt, entwickeln die ForscherInnen der FH St. Pölten eine Anwendung für Virtual-Reality-Brillen, mit der die Elemente beliebig im künstlichen Raum spielerisch platziert werden können.
Das Projekt wird im Rahmen des ecoplus-Projekts Enterprise 4.0 durchgeführt und vom Land NÖ gefördert. Partner im Projekt ist der Büromöbelhersteller bene.

Werkstücksuche mittels Bluetooth
In großen Firmen und Werkshallen sind mitunter viele tausend Container, Zwischenprodukte und Werkstücke für die Produktion unterwegs. Wo sich die Teile befinden, ist eine wichtige Information, aber teilweise schwierig nachzuvollziehen. Die FH St. Pölten testet im Projekt GF+ Asset Tracking, einem Teilprojekt des NÖ-weiten Digitalisierungsprojekts Enterprise 4.0, für die Georg Fischer Fittings GmbH, wie Bluetooth Low Energy zum Nachverfolgen von Containern und Teilen verwendet werden kann.

Über NÖ Innovationspreis
Der NÖ Innovationspreis kürt jährlich herausragende Innovationsprojekte von niederösterreichischen Unternehmen sowie innovative Entwicklungen von Forschungseinrichtungen, wird von den Technologie- und Innovationspartnern (TIP), dem gemeinsamen Innovationsservice des Landes und der Wirtschaftskammer NÖ, organisiert und von der EVN und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien unterstützt.

Über die Fachhochschule St. Pölten
Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung in den sechs Themengebieten Medien & Wirtschaft, Medien & Digitale Technologien, Informatik & Security, Bahntechnologie & Mobilität, Gesundheit und Soziales. In mittlerweile 22 Studiengängen werden mehr als 3.000 Studierende betreut. Neben der Lehre widmet sich die FH St. Pölten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt zu den oben genannten Themen sowie institutsübergreifend und interdisziplinär. Die Studiengänge stehen in stetigem Austausch mit den Instituten, die laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickeln und umsetzen.

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