Nov 142018
 

Mobiltelefone und Tablets können durch sogenanntes Audiotracking mittels Ultraschall unbemerkt das Verhalten ihrer BenutzerInnen verfolgen – etwa das Betrachten bestimmter Videos oder den Aufenthalt an bestimmten Räumen und Plätzen. Dieses Jahr im Frühjahr hat die FH St. Pölten die App SoniControl veröffentlicht, mit der das akustische Tracking blockiert werden kann. Nun wurde das Projekt beim Open Minds Award 2018 ausgezeichnet.

Im Forschungsprojekt SoniControl entwickelten Wissenschaftler der FH St. Pölten eine Methode, wie das unbemerkte (und meist ungewollte) akustische Ausspionieren enttarnt und blockiert werden kann. Daraus entstanden ist die weltweit erste Ultraschall-Firewall, die seit März im Google App Store gratis verfügbar ist und bisher mehr als 20.000 Mal weltweit heruntergeladen wurde. Sie spürt akustische Cookies auf und unterdrückt sie mit unhörbaren Ultraschall-Störsignalen.

Nun wurde die App beim Open Minds Award 2018 ausgezeichnet. „Der Preisträger lenkt die Aufmerksamkeit auf eine kaum beachtete Überwachungstechnologie“, so die Veranstalter in ihrer Presseaussendung.

Ultraschall-Firewall
Im Projekt SoniControl entwickelte Matthias Zeppelzauer, Senior Researcher der Forschungsgruppe Media Computing am Institut für Creative\Media/Technologies der FH St. Pölten, mit seinen Kollegen Kevin Pirner, Alexis Ringot und Florian Taurer ein Verfahren, um akustische Datenübertragung in der Umgebung zu erkennen und GerätebenutzerInnen darüber zu informieren.

Zum Maskieren und Blockieren der Ultraschallkommunikation werden Störsignale über den Lautsprecher des eigenen Mobilgeräts gesendet. So können akustische Cookies effektiv neutralisiert werden, noch bevor das Betriebssystem oder mobile Applikationen darauf zugreifen können. BenutzerInnen können akustische Cookies auch selektiv blockieren, ohne die Funktionsweise des Smartphones zu beeinträchtigen.

Bewusstsein schaffen

Ultraschallsignale können für sogenanntes „Cross-device-tracking“ verwendet werden. Damit kann das Verhalten von Benutzerinnen und Benutzern über mehrere Geräte hinweg verfolgt werden und entsprechende Benutzerprofile können dann miteinander verschmolzen werden. So lassen sich akkuratere BenutzerInnen-Profile für zielgerichtete Werbung und die Filterung von Internetinhalten erstellen. Akustische Cookies konnten bisher jedoch nicht – so wie ihre elektronischen Gegenstücke beim Besuch von Webseiten – blockiert werden.


„Ziel des Projekts war nicht nur, die Privatsphäre durch Erkennen und Filtern von akustischen Cookies gezielt zu schützen, sondern auch, Bewusstsein für akustisches Tracking in unserer Gesellschaft zu schaffen. Es freut uns sehr, dass das Thema Anklang findet und nun das Projekt ausgezeichnet wurde. Wir möchten Open Minds für die Verleihung des Open Source Awards danken sowie der Netidee Austria, welche das Projekt primär finanziert hat und nun auch das Folgeprojekt SoniControl 2.0 fördert, welches im Jänner 2019 startet und in dem wir neue Funktionen in unsere Firewall einbauen werden“, so Zeppelzauer.

Datenaustausch mittels Ultraschall im Internet of Things
Datenübertragung mittels Ultraschall kann aber auch bewusst eingesetzt werden. Im derzeit laufenden Folgeprojekt SoniTalk entwickelt Zeppelzauer mit Kolleginnen und Kollegen selbst ein erstes offenes und privatsphäre-orientiertes Protokoll für die Datenübertragung mit Ultraschall. „Hier legen wir besonderen Wert darauf, die Verpflichtung zur Aufklärung und Einwilligung der NutzerInnen bereits beim Design der Technologie zu integrieren“, sagt Zeppelzauer.

Nov 132018
 

Was gibt es Schöneres, als einem geliebten Menschen die Vorweihnachtszeit mit einem Adventkalender zu versüßen? Das Öffnen von vierundzwanzig kleinen Türchen erfreut nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene bis ins hohe Alter. Wem ein traditioneller, mit Schokolade befüllter Kalender aus dem Kaufhaus zu langweilig ist, kann einfach selbst einen basteln. Zur Anregung gibt es diese fünf Ideen für kreativ gestaltete Adventkalender.

1. Der Fotokalender

Wie wäre es in diesem Jahr mit einem Kalender, der statt eines klassischen Weihnachtsmotivs ein selbst gestaltetes Cover hat? Auf cewe-fotobuch.at hat man beispielsweise die Möglichkeit, ein Foto seiner Wahl hochzuladen und einen Schokoladen-Adventkalender damit zu verzieren. Das Gestalten des Kalenders nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und ist unkompliziert, weshalb sich diese Idee gerade für diejenigen eignet, die kaum Zeit zum Selberbasteln haben, aber dennoch etwas Originelles schenken möchten.

2. Der Briefkalender

Der 1. Dezember steht schon vor der Tür und noch immer hatte man keine Zeit, einen Adventkalender anzufertigen? Kein Problem, denn Zeitdruck macht erfinderisch! Nicht immer ist eine aufwendige Bastelaktion vonnöten, damit die Überraschung gelingt. Für einen simplen Adventkalender benötigt man lediglich vierundzwanzig Briefumschläge. Diese werden befüllt, zugeklebt und mit Nummern versehen. Wer möchte, kann die Umschläge mit einzelnen Wäscheklammern an einem Band aufhängen.

3. Der Kaffeebecher-Kalender

Die Gestaltung dieses Adventkalenders ist zwar etwas aufwendiger, aber selbst für Bastelmuffel zu bewerkstelligen. Benötigt werden vierundzwanzig Coffee-to-go-Becher mit Deckel, die jeweils unterschiedlich beklebt, verziert und gestaltet werden können. Beispielsweise lassen sich aus den Kaffeebechern kleine Rentiere herstellen. Dazu werden die Becher mit braunem Papier beschlagen und bekommen zwei Kulleraugen sowie eine rote Nase aufgesetzt. Zu guter Letzt wird ein Geweih aus dunkelbraunem Filz oder Pappe seitlich am Deckel der Rentier-Becher angeklebt. Die Kaffeebecher kann man entweder aufstellen oder an einer durchgezogenen Schnur aufhängen.

4. Der Gutschein-und-Geschichten-Kalender

Wie wäre es mit einem Adventkalender, der statt Schokolade hinter jedem Türchen einen Gutschein oder eine kleine Geschichte enthält? Dabei kann es sich beispielsweise um ein motivierendes Zitat handeln, einen Gutschein für eine gemeinsame Unternehmung oder eine kleine „Ich-liebe-Dich-weil…“-Botschaft. An besonderen Tagen, beispielsweise hinter Tür Nummer Vierundzwanzig, kann sich auch ein ausgefüllter Lottoschein verstecken. Solch ein Adventkalender ist besonders persönlich und gut geeignet für all diejenigen, die keine Süßigkeiten essen.

5. Der „Adventkalender-für-den-der-keinen-will“

Manche Menschen können mit klassischen Adventkalendern nicht viel anfangen. Entweder mögen sie keine süßen Sachen oder haben keine Freude an typischen „Kleinkram-Geschenken“. Doch für jeden gibt es den perfekten Kalender – man muss sich nur etwas einfallen lassen! Jemand trinkt leidenschaftlich gern Tee oder Kaffee? Wie wäre es dann mit vierundzwanzig verschiedenen Teesorten? Oder mit kleinen Kaffeeportionen für den morgendlichen Koffein-Kick aus der Kapselmaschine?

Natürlich geht es auch noch simpler: Bierliebhabern kann man auch einfach einen Kasten mit vierundzwanzig Bierflaschen unterschiedlicher Sorten hinstellen. Entscheidend ist nur, dass der Adventkalender die Überraschungen bietet, die dem jeweiligen Beschenkten auch wirklich gefallen.

Bildrechte: Flickr untitled Talia Carbis CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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