Jan 312019
 

Im Rahmen der Payment Exchange (PEX) am 24. und 25. Januar 2019 in Berlin erhielt die in Österreich entwickelte, gesamteuropäische Mobile-Payment-Lösung Bluecode von einer Fachjury in der Kategorie Kundennutzen die höchste Auszeichnung „Goldene Transaktion“. Der Branchentreff fand 2019 zum vierten Mal statt und hat sich zum jährlichen Pflichtevent für Händler und Dienstleister im Zahlungsverkehr entwickelt. Initiatoren der Konferenz sind die Gründer von paymentandbanking.com, einem der wichtigsten Onlineportale rund um die Themen Banking, Payment und Fintech.

Die hochkarätige Fachjury bestand aus Katharina Schneider (Handelsblatt), Nils Wischmeyer (Süddeutsche Zeitung), Karsten Traum (Deutsche Kreditbank DKB), Juliane Schmitz-Engels (Mastercard), Hanno Bender (Lebensmittel Zeitung), Sven Korschinowski (KPMG) und Christina Cassala (finletter). Sie hat vor allem die Vision von Bluecode überzeugt, gemeinsam mit Banken und Handel ein eigenes gesamteuropäisches Zahlungsnetzwerk für Mobile Payment aufzubauen, um Europa im mobilen Zahlungsverkehr unabhängiger von nicht-europäischen Bezahldiensten zu machen und dabei gleichzeitig für Endkunden digitale Mehrwerte im alltäglichen Leben zu schaffen.

„In den letzten Monaten haben wir rechtlich wie technisch das erste unabhängige und europaweit gültige Mobile-Payment-System etabliert, das bargeldloses Bezahlen per Android-Smartphone, iPhone und Apple Watch gemeinsam mit Mehrwertservices nach europäischen Regeln ermöglicht. Beim Bezahlvorgang werden im Sinne des europäischen Datenschutzrechts keine persönlichen Daten auf dem Handy gespeichert oder übertragen. Bluecode ergänzt die eigentliche Zahlung um zusätzliche Mehrwerte, beispielsweise wird die Kundenkarte automatisch beim Bezahlvorgang übergeben, ohne diese gesondert vorzeigen zu müssen, oder auch ein digitaler Beleg erstellt. Diese Art von Mehrwerten ist besonders für Händler attraktiv und bei Endkunden für die Nutzung entscheidend“, erklärt Christian Pirkner, CEO der Blue Code International AG. „Die Verleihung dieser Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das Bluecode-Zahlungsnetzwerk wächst laufend, da Banken und Handel schnell, einfach und risikofrei teilnehmen können.“


Foto: „Goldene Transaktion“: Hermann Stengele, Business Partner Blue Code International AG (1.v.r.), freut sich über die Auszeichnung von Bluecode in der Kategorie Kundennutzen © PBA Experts GmbH

Bluecode-Zahlungsnetzwerk wächst – gemeinsame Expansion mit Alipay
Mehr als 100 europäische Partnerbanken, namhafte Acquirer und führende Handelsketten wie die Rewe-, die Galeria Kaufhof- und die Spar Österreich-Gruppe unterstützen bereits den europaweiten Rollout von Bluecode und die Integration in Registrierkassen, Automaten, Banking- und Retail-Apps. 2018 hat Bluecode zudem die Technologie der weltweit größten Paymentplattform Alipay aus China integriert, die über 700 Millionen aktive Nutzer zählt und mit der man nun gemeinsam in Europa expandiert. Erst kürzlich startete die Galeria Kaufhof-Gruppe deutschlandweit dieses Angebot, dabei verwendet Alipay die europäische Infrastruktur von Bluecode. So können Händler von europäischer wie auch chinesischer Kaufkraft profitieren.

Integration in Banking-Apps hält Daten und Wertschöpfung in Europa
Damit das neue Zahlungsnetzwerk europäisch skaliert, hat Bluecode noch viel vor. Aktuell fokussiert man auf zwei Bereiche, um Mobile Payment für die breite Masse noch attraktiver zu machen. Zum einen werden die Mehrwertservices für Kunden weiter ausgebaut und mit dem mobilen Bezahlen kombiniert. Handelspartner können beispielsweise digitale Stempelkarten, Punkteprogramme, Lotterien oder Kundenkarten-Verknüpfungen direkt über Bluecode abwickeln und treue Kunden mit Gutscheinen und Rabatten am Smartphone belohnen. Zum anderen wird die Integration in Apps von Banken angestrebt, wie Christian Pirkner erklärt: „Durch die Öffnung des mobilen Zahlungsverkehrs – Stichwort PSD2 – drohen Banken, die Kundenreise an außereuropäische Drittanbieter zu verlieren. Mit einer europäischen Lösung wie Bluecode können Banken ihren Privatkunden Mobile Payment anbieten und die Kundenreise in ihrer eigenen Banking-App behalten, damit sie weiterhin an der Wertschöpfung teilhaben und die Kundendaten sicher in Europa verwahren können.“

So einfach funktioniert Bezahlen per Bluecode am Smartphone
Der Bezahlvorgang mit Bluecode funktioniert direkt über bestehende Registrierkassen des Handels, ohne zusätzliche Bezahlterminals. Nutzer verbinden ihr Girokonto mit Bluecode und rufen in der jeweiligen App einen einmal gültigen, blauen Strichcode auf. Nach dem Scan des Codes an der Registrierkasse des Händlers wird der Betrag vom Girokonto des Users abgebucht, Mehrwerte werden dem Nutzer sofort gutgeschrieben. Das mobile Bezahlverfahren funktioniert mit jedem Girokonto und kostenlos über die Bluecode-App sowie zahlreiche weitere Apps.

Weitere Informationen zu Bluecode unter: https://bluecode.com/

Kostenloser Download der Bezahl-App Bluecode:
·Für iOS-Endgeräte (iPhone und Apple Watch)
·Für Android-Smartphones


Bluecode ermöglicht bargeldloses Bezahlen per Android-Smartphone, iPhone und Apple Watch gemeinsam mit digitalen Mehrwertservices © Blue Code International AG

Über Bluecode
Bluecode ist die erste paneuropäische Mobile-Payment-Lösung, die bargeldloses Bezahlen per Android-Smartphone, iPhone und Apple Watch gemeinsam mit Value Added Services (Mehrwert-Dienste, Bonusprogramme, digitale Sammelpässe) in einer App ermöglicht. Im Sinne des europäischen Datenschutzrechts werden beim Bezahlvorgang keine persönlichen Daten auf dem Handy gespeichert oder übertragen. Das hochsichere, TAN-basierte Bezahlverfahren funktioniert mit jedem Girokonto und ist unabhängig von der Übertragungstechnologie (Barcode, QR-Code, Bluetooth, NFC) einsetzbar. Namhafte Banken in Österreich und Deutschland (Raiffeisen, Hypo Tirol Bank, Sparkassen-Finanzgruppe), Acquirer (BS Payone), internationale Bankensoftwareanbieter (Temenos Group AG / Schweiz) und Payment-Plattformen (Alipay / China) sowie führende Händler (u.a. Rewe-Töchter Billa, Merkur und Bipa, Spar Österreich-, Galeria Kaufhof- und Globus-Gruppe) unterstützen den europaweiten Rollout und die Integration in Registrierkassen, Automaten, Banking-, Retail- und Kundenkarten-Apps (u.a. mobile-pocket). Bluecode deckt österreichweit bereits mehr als 85% des Lebensmitteleinzelhandels und viele weitere Akzeptanzstellen (Handel & E-Commerce, Gastronomie, Mobilität, Entertainment, Sportstadien) ab.

Sep 072017
 

Christina Wolf, Absolventin des Masterstudiengangs Industrial Design an der FH Joanneum, University of Applied Sciences, in Graz, gewinnt mit einem Heimmonitoringsystem zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Risikoneugeborenen den James Dyson Award in Österreich. Das medizinische Messgerät VIA hilft Eltern ein lebensbedrohliches Ereignis frühzeitig zu erkennen um im Notfall unter der Anleitung von VIA mit Reanimationsmaßnahmen zu beginnen.

Heute verwendete Heimmonitoring Systeme für Babys wirken nicht wie ein Produkt aus unserer modernen und technologiegetriebenen Zeit – sie sind klobig, sperrig und mit einer Vielzahl von Kabeln ausgestattet. Die komplexe Anwendung verunsichert und überfordert oftmals die frischgebackenen Eltern. Unzureichende Einschulung und häufige Fehlalarme können daher dramatische Folgen für das Baby haben. Dennoch gibt es für Eltern bis dato keine Alternativen. Die diesjährige Gewinnerin des James Dyson Award in Österreich, Christina Wolf, Absolventin des Studiengangs Industriedesign der FH Joanneum Graz, hat mit ihrem Projekt VIA das Heimmonitoring für Risikoneugeborene auf ein neues Level gehoben.

VIA: Messgerät zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Neugeborenen
VIA besteht aus einer Sensoreinheit, einem Gurtband aus 100% Baumwolle, einem Monitor und einer Induktions-Ladestation. Der Sensor besteht aus TPU, einem elastischen und leicht zu reinigenden Material, welches sich an die Körperform des Kindes anschmiegt. Mit den zwei Edelstahl-Elektroden sowie dem AMS-Biosensor können Atmung, Herzrate und Sauerstoffsättigung gemessen werden. Ein Vibrationsmodul und ein 3-achsiger Beschleunigungssenor im Sensor-Inneren erkennen die Lage des Kindes und warnen, sobald es sich in Bauchlage dreht. Der Monitor empfängt die aufgezeichneten Daten des Sensors via Bluetooth und schlägt Alarm, wenn die Werte einen kritischen Bereich erreichen. Geringfügige Über- oder Unterschreitungen lösen jedoch noch keinen Alarm aus, sondern initiieren lediglich einen kurzen Vibrationsimpuls, um die Atmung des Kindes anzuregen. Bei starken oder anhaltenden Anomalien schlägt das Gerät Alarm und führt die Eltern durch die nötigen Reanimationsmaßnahmen.

„Bei der Entwicklung unterschiedlicher Sensoreinheiten legte ich das Hauptaugenmerk auf eine zuverlässige Technologie, höchstem Tragekomfort für das Kind, Langlebigkeit sowie einer einfachen Reinigung“, so Christina Wolf. Die angefertigten Modelle wurden an einer Hebammenpuppe getestet und bewertet. Hinsichtlich des Monitors fiel die Entscheidung auf eine runde Form – mit dem kantenlosen, weichen Erscheinungsbild fügt sich VIA dezent in die Umgebung des Neugeborenen ein. Der Monitor dominiert nicht in der Wahrnehmung und wird nicht sofort als medizinisches Produkt erkannt – Eltern sind so nicht ständig der unliebsamen Aufmerksamkeit oder gar dem Mitleid fremder Personen ausgesetzt.

Echte Probleme und ausgezeichnete Lösungen
Jurymitglied Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria, meint zum Siegerprojekt: „VIA hat uns durch die problemlösende Idee der intuitiven Handhabung für die Eltern und des hohen Tragekomforts für die Neugeborenen überzeugt. Das Produkt geht technisch und gestalterisch neue Wege und bietet einen echten Mehrwert für die medizinische Versorgung von Neugeborenen. Wir sind überzeugt, mit „VIA“ einen großartigen Gewinner des James Dyson Awards 2017 gefunden zu haben und wünschen Christina Wolf weiterhin viel Erfolg mit ihrem Projekt.“

Der James Dyson Award
Der James Dyson Award richtet sich an Studierende und junge Absolventen im Bereich Produkt- und Industriedesign und in den Ingenieurwissenschaften. 2017 wird der Wettbewerb in 23 Ländern durchgeführt, darunter Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Irland, Italien und Japan. Neben der Chance für alle Teilnehmer, ihre Ideen namhaften Experten aus der ganzen Welt vorzustellen, winken den Gewinnern des JDA attraktive Geldpreise. So erhält der internationale Gewinner £30,000, um seine Erfindung weiter zu entwickeln. Weitere £5,000 gehen an den Fachbereich des Preisträgers. Die nationalen Gewinner erhalten ein Preisgeld von jeweils £2,000. Alle eingereichten Projekte werden von Jurys auf nationaler Ebene und Dyson Ingenieuren eingehend geprüft. Die nationalen Gewinner des James Dyson Award nehmen am internationalen Ausscheidungswettbewerb teil. Am 26. Oktober 2017 folgt die Prämierung des internationalen Preisträgers.
Mehr Informationen unter www.jamesdysonaward.org.

Mrz 082017
 

Die Zusammenarbeit zwischen Konzernen und Startups ist in Österreich im Vormarsch, wie eine aktuelle Befragung des Beratungs- und Beteiligungsunternehmens Venionaire Capital unter den größten heimischen Unternehmen ergab.

So haben bereits mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen mit Startups zusammengearbeitet. Besonders häufig wird hierbei die Teilnahme an Innovationswettbewerben genannt, wie beispielsweise die jährlich stattfindenden „Innovation to Company“ Startup Challenges, welche in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Wien entwickelt wurden. Mit diesem großen Interesse an Startups schließt Österreich auch international auf. Wie eine Studie der Business School INSEAD und „500 Startups“ aus dem Jahr 2016 zeigt, beschäftigen sich mehr als zwei Drittel der internationalen Top 100 Unternehmen mit diesem Thema. Globale Player suchen jedoch nicht nur die Zusammenarbeit mit Startups, sondern sie beteiligen sich auch aktiv mit Wagniskapital. Heimische Konzerne waren dahingehend bisher noch zögerlich, aber auch hier zeichnen sich Veränderungen ab.


Konzerne wollen Startup-Aktivitäten intensivieren
Ein guter Teil der befragten Unternehmen möchte sich in ausgewählten Fällen bei Startups beteiligen, etwa durch eine Partnerschaft mit dem European Super Angels Club. Überlegungen der Konzerne gibt es auch hinsichtlich eigener Akzeleratoren und Corporate Venture Fonds: „Konzerne scheuen insbesondere bei Akzeleratoren und gemeinsamen Innovationsstandorten nicht die Zusammenarbeit mit Partnern aus komplementären Industrien, wie wir am Beispiel des Talent Garden in Wien sehen. Bei Corporate Venture Fonds hängt die Offenheit sehr vom Ausmaß der strategischen Ausrichtung der Häuser ab. International kennen wir sowohl gemeinsame als auch eigenständige Vehikel von Konzernen mit ganz unterschiedlichen Strategien – wir erarbeiten daher auch in Österreich verschiedene Konzepte für unsere Kunden“, erklärt Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Geschäftsführer von Venionaire Capital. Ein interessantes Detail ist, dass ausnahmslos alle Unternehmen, die bisher mit Startups zusammengearbeitet haben, ihre Aktivitäten in diesem Bereich intensivieren wollen. Konzerne, die noch nicht mit Startups zusammen gearbeitet haben, sehen Corporate Startup Engagement zumindest als potentiellen Bestandteil ihrer Digitalisierungsoffensive 2017.

Kosten senken, Innovation erhöhen
Die Motive für die Zusammenarbeit mit Startups decken sich mit der globalen Studie von INSEAD und 500 Startups: Etablierte Unternehmen erwarten sich dadurch mehr innovative Ideen bei gleichzeitig weniger Innovationskosten, die Möglichkeit neue Produkte zu testen und ein Abfedern der Bedrohungen durch neue digitale Geschäftsmodelle. Besonders interessiert sind heimische Unternehmen an Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz), aber auch das bessere Verarbeiten großer Datenmengen (Big Data) und die Digitalisierung von Maschinen, Infrastruktur und Gebäuden (Industry 4.0) sind relevante Themen.

Positive Verstärkung
Für Baurek-Karlic ist das österreichische Startup Ecoystem wie ein Schneeball, der einmal angestoßen, sich immer schneller zu drehen beginnt: „Die Professionalisierung der Startup-Teams bringt wachsendes Interesse von Investoren und Unternehmen, deren Interesse fördert neue Gründer, die wiederum neue Player anziehen. Gerade in unserer Arbeit im Zuge der ‚Innovation to Company‘ Startup Challenge und darüber hinaus mit Unternehmen wie beispielsweise A1, AccorHotels, Microsoft Österreich, New Frontier Group, Österreichische Post, Raiffeisen, Uniqa oder Verbund, zeigen uns, dass es hier großes und weiter wachsendes Interesse gibt. Jetzt gilt es diese Potentiale auch auf pan-europäischer Ebene auszunutzen und daher haben wir uns ganz bewusst von Anfang an für Talent Garden in Wien und die Gründung des European Super Angels Clubs eingesetzt.“

Nov 142016
 

Am 10.11.2016 wurde der NÖ Innovationspreis 2016 an herausragende Innovationsprojekte vergeben. Das Projekt SONIGait der FH St. Pölten wurde als Gewinner in der Kategorie „Innovationen von Forschungseinrichtungen“ ausgezeichnet. Unter den Finalisten befand sich zudem das Projekt Smart Inspection, das die innovative Inspektion von Brücken erforscht. Die Preise verliehen Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl im feierlichen Rahmen im Institute of Science and Technology Austria in Klosterneuburg.

Im Projekt SONIGait entwickeln ForscherInnen der FH St. Pölten eine Schuhsohle, die das Gehen hörbar macht. Über Kopfhörer erhalten Menschen die Information, ob sie gleichmäßig abrollen oder die Füße unterschiedlich belasten. Diese Information könnte in der Therapie zum Beispiel nach Sportverletzungen oder einem Schlaganfall eingesetzt werden. Gestern wurde das ForscherInnenteam der FH St. Pölten rund um die Projektleiter Jakob Doppler und Brian Horsak dafür mit dem NÖ Innovationspreis ausgezeichnet.

„SoniGAIT ist ein mobiles, auditives Feedbacksystem zur Gangschulung und Gangrehabilitation und soll Therapeutinnen und Therapeuten sowie Patienteninnen und Patienten helfen, Gangabweichungen festzustellen und das (Wieder-)Erlernen eines physiologischeren Gangbildes zu unterstützen“, erklären die Projektleiter Jakob Doppler und Brian Horsak. „Dabei verfolgen wir in unserer Forschung einen stark interdisziplinären Ansatz und bündeln Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen, etwa aus dem Feld der Physiotherapie oder der Digitalen Medientechnologien.“

Medienunterstützte Gesundheitsvorsorge
SONIGait ist Teil des Forschungsvorhabens CARMA (Center for Applied Research in Media Assisted Health Care for Motion and Activity) an der FH St. Pölten. Unter diesem Namen entsteht seit 2013 ein Zentrum für angewandte Forschung für medienunterstützte Gesundheitsvorsorge. In mehreren Projekten entwerfen Studierende und ForscherInnen Techniken, die Menschen in der Rehabilitation unterstützen oder Medizinerinnen und Medizinern sowie Therapeutinnen und Therapeuten ihre Arbeit erleichtern sollen.
An SONIGait beteiligen sind an der FH St. Pölten die Studiengänge Physiotherapie und Digital Healthcare sowie das Institut für Creative\Media/Technologies (IC\M/T).

noe-innovationspreis_2016
Bild: Brian Horsak, wissenschaftlicher Leiter des Projekts SONIGait, mit Landesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

Innovative Instandhaltung von Eisenbahnbrücken
Über eine Nominierung in der Kategorie „Innovationen aus Forschungseinrichtungen“ durfte sich das Projekt Smart Inspection freuen, an dem das Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung sowie das Institut für Creative\Media/Technologies an der FH St. Pölten beteiligt sind. Geforscht wird an einer Applikation für die integrierte Brückeninspektion mittels Tablet oder Smartphone, die etwa schadhafte Stellen wie Risse, Korrosion oder Abbröckelungen erkennen, aufnehmen und die Daten an eine zentrale Stelle weiterleiten soll.

„Infrastruktureinrichtungen befinden sich im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Effizienz und der Erfüllung hoher Sicherheitsstandards. Bis dato wurde die visuelle Brückeninspektion von geschultem Personal durchgeführt. Mit ‚Smart Inspection‘ soll künftig eine integrierte Inspektion mittels App möglich sein“, erklärt Frank Michelberger, Projektleiter und Leiter des Carl Ritter von Ghega Instituts für integrierte Mobilitätsforschung.

noe-innovationspreis_2016_2
Bild: Das Team von Smart Inspection: Hirut Grossberger, Kerstin Blumenstein und Frank Michelberger mit Landesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

„Die neuerliche Auszeichnung von Projekten der FH St. Pölten beim niederösterreichischen Innovationspreis zeigt die hohe Qualität der Forschung und die praktische Relevanz der Arbeiten. Wir sind im Bereich der Forschung in den letzten Jahren sowohl qualitativ als auch quantitativ kontinuierlich gewachsen. Heute zählt die FH St. Pölten zu den forschungsstärksten Fachhochschulen in Österreich“, sagt Hannes Raffaseder, Prokurist und Leiter des Bereichs Forschung und Wissenstransfer an der FH St. Pölten.

Über den NÖ Innovationspreis
Der NÖ Innovationspreis kürt jährlich herausragende Innovationsprojekte von niederösterreichischen Unternehmen sowie innovative Entwicklungen von Forschungseinrichtungen. Vergeben wurden diesmal drei Kategorienpreise (Innovationen aus Forschungseinrichtungen, Innovationen für die Wirtschaft, Innovationen für den Konsumenten), ein Sonderpreis im Bereich Digitalisierung / Industrie 4.0 sowie der NÖ Innovationspreis für den Gesamtsieger. Organisiert wird der Preis von TIP (Technologie- und InnovationsPartner), dem gemeinsamen Innovationsservice des Landes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Link Tipps:
NÖ Innovationspreis 2016
Projekt CARMA/SONIGait
Projekt Smart Inspection

Nov 092016
 

Heute am 9. November ist „Tag der Erfinder“.

Der Tag der Erfinder richtet sich an alle Kreative, Denker und Tüftler, die unsere Gesellschaft mit ihren Ideen unterstützen.
„Der „Tag der Erfinder“ soll jedem, der eine Idee hat, von der er denkt, dass sie gut ist, den Mut geben, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Natürlich nicht unbedingt in eine Talkshow, sondern eher zu einem kostenlosen Patensprechtag, wie er vielerorts angeboten wird.

Natürlich ist auch die Wirtschaft gefragt. Viele heute bekannte Unternehmen gäbe es nicht ohne einen Erfinder mit einer visionären Idee und Mut zur Umsetzung.“, so die Erfinder und Gründer des Erfinderladens und Initiatoren des Tages der Erfinder. Der Tag der Erfinder wird dieses Jahr bereits zum elften Mal gefeiert.

tag-der-erfinder

Am heutigen 9. November, dem Tag der Erfinder wird zum ersten mal der „Staatspreis Patent“ verleihen in den Wiener Sofiensälen.

Seit über hundert Jahren ist der Schutz von Innovationen Auftrag des Österreichischen Patentamtes. Über 10.000 innovative und kreative Leistungen (Patente, Marken, Designs) werden hier jährlich geprüft. Die Zahl der angemeldeten und erteilten Patente und Marken spiegelt die ungebrochene heimische Innovationsfreude wider. Hinter den nüchternen Zahlen stecken Geistesblitz und Erfindungsgabe, die nun die verdiente Anerkennung finden sollen.

Mit dem Staatspreis Patent zeichnet Bundesminister Jörg Leichtfried gemeinsam mit dem Österreichischen Patentamt jene Unternehmen, Erfinderinnen und Erfinder aus, die wesentlichen Anteil am wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt in Österreich haben.

Es wird Auszeichnungen für das „Patent des Jahres“ und die „Marke des Jahres“ geben. Für den Hedy-Lamarr-Spezialpreis können zudem Frauen einreichen, denen in den Jahren 2010 bis 2015 vom Österreichischen Patentamt ein Patent erteilt wurde.

staatspreis-patent

Hier die Nominierungen

In der Kategorie „Patent des Jahres“:
PULVERSCHNEE AUS DER KÜNSTLICHEN WOLKE
Eine effiziente und ökologisch nachhaltige Beschneiungsmöglichkeit
Michael Bacher, Meinhard Breiling, George F. Best, Sergey Sokratov / TU Wien, BOKU Wien

MEMS-SENSOR ZUR DETEKTION VON UMGEBUNGSPARAMETERN
Eine neuartige Bauweise bzw. Ausführungsform ermöglicht ein platzsparendes Design und vielfältige Anwendungsbereiche
Ulrich Schmid, Martin Kucera, Achim Bittner, Nicole Dörr, José Luis Sánchez De Rojas Aldavero
TU Wien, AC2T RESEARCH GmbH

VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM WARTEN EINER KLIMAANLAGE
Eine effiziente und umweltfreundliche Erfindung, insbesondere im KFZ-Bereich
Peter Kerschenbauer / AVL DiTest GmbH

In der Kategorie „Marke des Jahres“:
BORA
Das Ende der herkömmlichen Dunstabzugshaube – umweltfreundlich und innovativ
BORA Vertriebs GmbH & Co KG
JOHAN
Jung, offen, herzlich, authentisch, nachhaltig – Natur und Interior-Design im Einklang
Alois Hechinger
BÄRNSTEIN
Grüner Kaffee und regionale österreichische Zutaten – ein Schluck Abenteuer, Kreativität und Freiheit
Martin Paul KG

In der Kategorie „Spezialpreis Hedy-Lamarr“:
PYRIDINE UND PYRIMIDINE ALS CARDIOGENE WIRKSTOFFE
Für eine verbesserte Regenerationsfähigkeit von Herzgewebe
Moumita Koley und Team / TU Wien
INFRAROT-HALBLEITERLASER AUF BASIS VON GALLIUMNITRID
Ein neuer Halbleiterlaser für den speziell in der Telekommunikation wichtigen Infrarotbereich
Alberta Bonanni und Team / JKU Linz
SPLINETEX – VERFAHREN ZUR WERKZEUGFREIEN HERSTELLUNG FREI FORMBARER FASERVERBUNDPROFILE
Ein neuartiges Verfahren für Industrie-, Architektur- und Designanwendungen
Valentine Troi / superTEX composites GmbH

Link Tipps:
Staatspreis Patent
Erfinderberatung
Erfinderladen
Das Österreichische Patentamt

Aug 232016
 

Geballte Ladung Innovation

Diese Woche wird es beim Forum Alpbach mit Gewissheit heiß hergehen. Dort findet nämlich am 24. + 25. August der nun schon 3. Innovations-Marathon statt, bei dem 8 Teams ihr Lösungskonzept für eine vorliegende Problemstellung erarbeiten und das in nur 24 Stunden! Die Teams bestehen aus jungen Alpbach-Stipendiaten und werden mit einer Aufgabenstellung eines großen Unternehmens – beispielsweise KTM, Siemens – betraut.

https://www.innovations-marathon.org/

8 Aufgabenstellungen, 8 Teams und nur 24 h

Den Teams steht dabei ein Arbeitsraum mit verschiedenen Materialien zur Verfügung, damit Prototypen visualisiert und Ideen sozusagen haptisch vermittelt werden können. Nach dem Marathon-Startschuss steht zunächst die Problemanalyse an, wobei ein Unternehmensvertreter für gewisse, klärende Fragen zur Verfügung steht. Dann liegt es an den Teams selbst die besten Konzepte zu erarbeiten. Interdisziplinarität ist dabei übrigens ein wichtiger Kernaspekt. Sämtliche studentische Teams werden bewusst bunt zusammengewürfelt, da die Perspektive verschiedener Fachrichtungen oft das beste Rezept zum Erfolg darstellt.

Heureka

24h und etliche Tassen Kaffee später werden die Lösungskonzepte der Teams einer Expertenrunde präsentiert und diskutiert. Spannende Ansätze sind, wie immer, garantiert. Studenten können Kontakte zu großen Firmen knüpfen, die den Input der Teams, die ohne die sogenannte „Unternehmensbrille“ das vorliegende Problem angehen, sehr hoch schätzen und das innovative Wettbewerbsformat sehr willkommen heißen.

Wir wünschen den Teams vorab viel Durchhaltevermögen und ein Geistesblitz-Donnerwetter!

Aug 012016
 

Wenn starke Lichteinstrahlung den Wohnraum zu stark erhitzt, helfen diverse Sonnenschutzsysteme wie Jalousien, die sich zum Teil dank vollautomatischem System je nach Lichteinfall selbst entsprechend ausrichten. Noch einen Schritt weiter gehen thermochrome Gläser, die sich je nach Temperatur färben. Erhitzt sich das intelligente Glas, verdunkelt es sich – kühlt es sich ab, entfärbt es sich. Ein System, das ebenso wie elektrochromes Glas, das auf eine angelegte Spannung reagiert, sicherlich noch stärkere Verbreitung finden wird.

Integrierter UV-Schutz

UV-Strahlung setzt vielen Materialien zu. Besonders offensichtlich auch Holzfassaden, die sich mit der Zeit leider unansehnlich gräulich verfärben. Hubert Schwarz, Matthias Wintersteller und Alexander Zeppetzauer haben sich überlegt, dass die Selbstverfärbung von Glas übertragen auf Holz vor dem negativen Einfluss von UV-Strahlen schützen könnte.

In mühsamer Arbeit haben die Schüler des Holztechnikums Kuchl ein Verfahren entwickelt, das Holz automatisch abdunkeln lässt und bei abnehmender UV-Strahlenbelastung wieder auf den Originalton aufhellt.

Selbstfärbendes Holz – Farbmantel gegen UV-Strahlen

Dafür waren etliche Test verschieden beschichteter Holzbretter in einer Bewitterungskammer notwendig. Obwohl das Schülertrio mit dieser zum Patent angemeldeten Mischung den 2. Platz in der Kategorie Science im Rahmen des Jugend Innovativ Wettbewerbs gewinnen konnte, tüfteln die drei Preisträger noch weiter. Noch sind sie nicht völlig mit der Dauerhaftigkeit der schützenden Beschichtung zufrieden. Ziel ist es das Erfolgsrezept noch so weit zu verbessern, dass Holz auch für einen längeren Zeitraum einen effektiven Selbstschutz trägt.

 

Jul 192016
 

Haarscharf
Leider knapp am Finaleinzug der mobile premier awards 2016 ist die österreichische App indoo.rs vorbeigeschrammt. Dabei ist die App sozusagen voll auf Kurs – dreht sich doch alles um die richtige Orientierung in Gebäuden. Speziell zielt indoors auf User mit Sehbeeinträchtigungen und bietet mit der Audioausgabe zu Points of Interest eine wichtige Hilfestellung.

Mehr Infos hier: indoo.rs

Protoyp
Der Prototyp von indoo.rs bietet im Zusammenspiel von etwa 500 Signalgebern im San Francisco International Airport eine genaue Orientierung. Werden Gate Boarding Bereiche, Restaurants oder zum Beispiel auch Steckdosen zum Aufladen der eigenen Geräte passiert, teilt die App dies mit dem passenden Kommentar mit. Ein Service, der wohl auch nicht sehbeeinträchtigten Personen die ein oder andere Suche erleichtern würde.

Allgemein
Allgemein stellt die indoo.rs eine energiesparende Lösung dar, da die Bluetooth-Signalgeber kaum Energie benötigen. Sollte die Internetverbindung einmal nicht klappen, ist das auch kein Problem für das System – das arbeitet nämlich ganz problemlos offline! Mittels Geofencing können übrigens gewisse Bereiche in Gebäuden eingefasst werden, sodass der User beim Verlassen dieser verständigt wird. Wie dem User die richtige Route zum Ziel angezeigt wird, kann zudem einfach festgelegt werden – vom normalen Pfeil bis zur Augmented Reality Einblendung.

Jul 182016
 

117 Einreichungen gingen beim 10. Ideenwettbewerb des Science Park Graz ein und, wie immer, hatte die Jury kein leichtes Spiel bei so viel Know-How und Innovationsgeist. Wir möchten Ihnen heute den Sieger in der Kategorie innovativ-orientierte Ideen vorstellen: ZEI.

ZEI
Manuel Bruschi und Manuel Zoderer haben mit ZEI ein völlig neuartiges Gerät zur Zeiterfassung entwickelt. Derzeit bringen gängige Zeiterfassungssysteme bekannte Probleme mit sich. Sie kosten oft zu viel Zeit und Energie und unterbrechen den Produktivitätsfluss, wobei oft auch rückwirkende Schätzungen eingetragen werden, was gesammelte Zahlen natürlich verwässert.

Bei ZEI ist alles anders, denn der handliche Oktaeder bietet genug Flächen, die verschiedenen Tasks zugewiesen werden können. Konkret erscheint durch Schütteln des ZEI-Oktaeders am Computer ein Textfeld oder eine Aufgabenliste, die eine Eingabe des Tasks erlaubt – ZEI selbst kann einfach beschriftet/beklebt werden. Herr Bruschi erklärt: „Zur Dokumentation der täglichen Arbeit braucht man nur eine Art Würfel zu drehen, der die Tätigkeiten automatisch erfasst – lästige Einträge und Zeiterfassungen in Excel-Tabellen gehören damit der Vergangenheit an.“

ZEI - Quelle: timeular.com/de

Doch das ist längst nicht alles. Die Kopplung an eine App wird natürlich ebenso angeboten und erste TestZEIs wurden bereits auf Herz und Nieren geprüft. Für 2016 ist zudem eine Crowdfunding-Kampagne geplant, um Zertifizierungs- und Produktionskosten der Time Tracking Device (hoffentlich) abzudecken. Nähere Informationen finden sich im Moment auf der Homepage, auf die wir HIER gerne verweisen.

Jun 292016
 

1. Platz für 'It's me, Mario!' www.fotoweinwurm.at

Bereits zum 9. Mal wurden die verrücktesten Schuhe Europas gekürt und wiederum war die Qual der Wahl für die Landesinnung Wien schwierig, welche Schuhwerk-Kreation nun die originellste ist.

Die einzige Vorgabe an Schuhmachermeisterbetriebe, Schuh-Designer und Schuhmanufakturen: die Schuhe müssen tragbar sein. „Der ‚Award for the Crazy Shoe‘ soll das kreative Potential im Schuhmacherhandwerk zeigen und fördern„, erklärt Innungsmeister Mirko Snajdr.

In diesem Jahr gewann „It’s me, Mario!“, ein kunstvolles Schuhwerk, das von Jennifer Cavanaugh aus Gmünd in Niederösterreich gestaltet worden ist. Auf den beiden Schuhen tummelt sich die Super Mario-Welt, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden ist. Viel Liebe zum Detail hat ebenso der Zweitplatzierte, Herr Günter Näumayr aus Wien bewiesen.

Rund 500 Streichhölzer bilden den Steg, der rund um den Schuh führt – ganz passend zum Titel „Ich steh am Wörthersee„.

Ich steh am Wörthersee www.fotoweinwurm.at

Wer ganz genau hinsieht, kann sogar Menschen auf dem Steg erkennen, die gemütlich auf einer Bank sitzen, fischen oder einfach die Aussicht genießen.

Wie viel Arbeit in den kreativen Schuhen steckt, verriet Näumayr auch: „Mehr als 100 Stunden habe ich für die Fertigung benötigt.

Hut ab!
Diese Schuhe muss man gesehen haben! 

Get Adobe Flash player