Mrz 312020
 

Mit dieser transnationalen Ausschreibung beteiligt sich die FTI-Initiative Produktion der Zukunft am European Research Area Network M-ERA.NET „ERA-NET for materials research and innovation“. Das Netzwerk ermöglicht die koordinierte Förderung transnationaler Forschungs- und Entwicklungsprojekte und wird von 29 europäischen und internationalen Förderungsorganisationen unterstützt.

Das BMVIT initiierte 2011 die FTI-Initiative „Produktion der Zukunft“, um die Erfolgsgeschichte der Produktionsforschung in Österreich nachhaltig für den Wirtschaftsstandort Österreich auszubauen und zu sichern.
„Produktion der Zukunft“ zielt ab auf die Förderung der Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft, den Humanressourcenaufbau sowie den Aufbau von Forschungsinfrastruktur. Die Herstellung konkurrenzfähiger Produkte und die Steigerung der Produktivität zur Sicherung des Wirtschaftswachstums in Österreich stehen im Vordergrund. Vorhaben mit besonders hohem Innovationsgehalt und mit erhöhtem Entwicklungsrisiko stehen im Fokus der Förderung.

Einreichmöglichkeiten Produktion der Zukunft

Nationale Einreichmöglichkeiten werden mit den Instrumenten Kooperative FTE-Projekte, Leitprojekte und F&E-Dienstleistungen regelmäßig angeboten. Des Weiteren wurden Stiftungsprofessuren und Forschungsinfrastrukturprojekte wie etwa „Industrie 4.0-Pilotfabriken“ gefördert, um sowohl WissenschafterInnen als auch Unternehmen innovative Produktionstechnik und IKT zugänglich zu machen.

Transnationale Einreichmöglichkeiten bestehen über das European Research Area Network M-ERA.NET „From Materials Science and Engineering to Innovation for Europe“. Die FFG beteiligt sich an jährlichen Ausschreibungen zu transnationalen FTE-Projekten mit 43 Förderungsorganisationen aus 32 Ländern.

Bilaterale Einreichmöglichkeiten bestehen seit 2014 mit China. Ausschreibungen erfolgen mit der Chinese Academy of Sciences (CAS) und der Universität Shanghai und dem Shanghai Industrial Technology Institute (SITI).

Die 35. Ausschreibung Produktion der Zukunft findet im Rahmen des transnationalen M-ERA.NET Calls 2020 statt und startet mit 24. März 2020.

Im Rahmen von M-ERA.NET haben die österreichischen Partner in transnationalen und anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsprojekten die Möglichkeit Förderung bei der FTI-Initiative Produktion der Zukunft zu beantragen. Mit dieser Ausschreibung steht für österreichische Projektpartner 1 Million EURO Budget zur Verfügung.

Das Programm Produktion der Zukunft unterstützt ausschließlich die folgenden drei Ausschreibungsschwerpunkte des M-ERA.NET Calls 2020:

Modeling for materials engineering and
High performance composites
Materials for additive manufacturing

Detaillierte Angaben zu den Ausschreibungsschwerpunkten und den weiteren Anforderungen finden Sie im zu Grunde liegenden Ausschreibungsleitfaden zur FTI-Initiative Produktion der Zukunft im Downloadcenter zur 35. Ausschreibung.

Transnationale und nationale Einreichung und Einreichdokumente

Das Verfahren ist zweistufig.

Transnationale Einreichfristen:
M-ERA.NET Pre-Proposal: 16. Juni 2020, 12:00 Uhr C.E.T. (erste Phase)
M-ERA.NET Full-Proposal: 19. November 2020, 12:00 Uhr C.E.T. (zweite Phase)

WICHTIG: Zusätzlich zum M-ERA.NET Antrag müssen folgende nationale Dokumente via FFG eCall eingereicht werden:

Nationale Einreichfristen:
Nationaler Kurzantrag: 17. Juni 2020, 12:00 Uhr C.E.T. (erste Phase)
Nationale Ergänzung: 20. November 2020, 12:00 Uhr C.E.T. (zweite Phase)

Einladungen in die zweite Phase erfolgen voraussichtlich im September 2020 durch M-ERA.NET.

Zusätzliche Informationen:

M-ERA.Net Joint Call 2019
M-ERA.Net FFG
Produktion der Zukunft – das Programm
Produktion der Zukunft- die Ausschreibungen
Forum Produktion 2019

Mrz 262020
 

Wir von der JMW Innovation leben das Motto „Jeder ist ein Erfinder“ bereits seit über 23 Jahren. Als Erfinderberater helfen wir täglich Erfindern und Kreativen Menschen bei der Realisierung Ihrer Ideen und Verbesserungsvorschlägen. Oft ist so eine Krise auch eine Chance um was Neues zu erschaffen. Die Zeiten ändern sich und die aktuelle Situation mobilisiert uns alle, Erfinder zu sein und nach Lösungen, Ideen und Produkten zu suchen, zum nachdenken und unser alle Leben besser und gesünder zu gestallten.

Wir begrüßen jeder Initiative welche den Erfindern auf dem Wege der Realisierung Ihrer Ideen hilft.
Heute stelle ich Euch die „Hack the Crisis Austria“ Initiative von AustrianStartups welche von Freitag, 27. März bis Sonntag, 29. März 2020 Online stattfindet.

Die Corona Krise stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Um umsetzbare Lösungen für diese Probleme zu finden organisiert AustrianStartups von Freitag, 27. März bis Sonntag, 29. März 2020 einen Online Hackathon. Der Hackathon wird unter anderem vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort unterstützt und soll nach dem nach dem Vorbild ähnlicher Projekte in ganz Europa mit insgesamt mehr als 45.000 Teilnehmern, auch in Österreich die Gesellschaft dazu aufrufen, aktiv zur Lösung der Herausforderungen durch COVID-19 beizutragen. “Wir wollen damit die Kreativität und den Ideenreichtum der Menschen aktivieren, die derzeit zu Hause bleiben, aber eigentlich gerne mit anpacken würden – wir sind überzeugt da gibt es unglaublich viel Potenzial, auch vom Sofa aus Projekte zu entwickeln, die jetzt ganz konkret helfen,” sagt Markus Raunig, Geschäftsführer von AustrianStartups.

Der Hackathon “Hack The Crisis Austria” bietet einen organisatorischen und technischen Rahmen, in dem sich ProgrammiererInnen, DesignerInnen, Kreative, ProblemlöserInnen und engagierte BürgerInnen über zwei Tage online einbringen und funktionierende Prototypen und Lösungsansätze – digital und nicht-digital – für gesellschaftlich relevante Fragestellungen im Hinblick auf die Corona-Krise entwickeln können. In Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen, Firmen und gemeinnützigen Organisationen sollen so Projekte initiiert werden, die die österreichische Bevölkerung in der Bewältigung der aktuellen Krise unterstützen. “Die besten Lösungen enstehen durch das Zusammenspiel von unterschiedlichen Perspektiven – ob Mediziner und Programmierer, Designer und Ökonomen, oder den vielen anderen Backgrounds, die es da draußen gibt. Wir wollen bewusst Leute aus ganz verschiedenen Bereichen zusammenbringen, damit Projekte entstehen, die bisher vielleicht nicht möglich waren”, betont Josine Bakkes, Projektleiterin von Hack the Crisis Austria.

Weitere Informationen für diese Initiative finden Sie unter www.hackthecrisis.at. Hier kann man sich als Unterstützer für das Projekt melden, Problemstellungen für den Hackathon einreichen oder sich als MentorIn oder TeilnehmerIn registrieren. Mitmachen kann jeder und jede mit Lust und Zeit von 27.-29. März und einem funktionierenden Internetzugang. Die besten Projektteams werden weiterführende Unterstützung erhalten um ihre Ideen in die Tat umzusetzen.

Wenn Sie auch Ideen und Erfindungen aus anderen Bereichen haben, oder Sie schaffen es zeitlich nicht bei der Initiative mitzumachen, können Sie sich jederzeit direkt an die Erfinderberatung.com melden.

In jeder Krise steckt eine Chance.

Links:
www.erfinderberatung.com
www.austrianstartups.com
www.hackthecrisis.at
www.erfinderladen.com
www.bmdw.gv.at

Mai 202019
 

Bluecode, das in Österreich entwickelte, gesamteuropäische Mobile-Payment-System, hat vor Kurzem den Instant Payment Hackathon der Europäischen Zentralbank (EZB) gewonnen und dabei in der Jurybewertung die Smartphone-Bank N26 und den Zahlungsdienstleister Worldpay hinter sich gelassen. Aufgabe war es, innerhalb von 24 Stunden eine mobile Zahlungslösung für SEPA Instant Credit Transfers zu entwickeln, bei welcher Echtzeit-Zahlungen im europäischen Zahlungsraum (SEPA) unmittelbar auf dem Konto des Empfängers eingehen – ohne die Verzögerung eines Bankgeschäftstags. Der Wettbewerb fand im Rahmen der zweitägigen EZB-Konferenz „An innovative single market for the Euro” in Frankfurt am Main statt.

„Es ist ein positives Signal, dass sich die Europäische Zentralbank Know-how von führenden Fintech-Unternehmen aus Europa holt, um Innovationen im mobilen Zahlungsverkehr zu fördern und gesamteuropäische Lösungen ‚made in Europe‘ voranzutreiben“, stellt Christian Pirkner, CEO der Blue Code International AG, erfreut fest. „Denn in Zeiten von Donald Trump und internationalen Handelskonflikten häufen sich die Forderungen nach einer größeren Unabhängigkeit Europas von US-amerikanischen Bezahlsystemen – angefangen von EZB-Direktor Yves Mersch über Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz bis hin zur deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nur warnen und fordern alleine reicht aber nicht, daher sind wir solchen EZB-Initiativen sehr dankbar, dass wir unseren Beitrag zu einem zukunftssicheren Zahlungsmarkt für über 500 Millionen Europäer leisten können.“

Erstes europaweit gültiges Mobile-Payment-System wächst

In den letzten Monaten hat Bluecode rechtlich wie technisch das erste unabhängige und europaweit gültige Mobile-Payment-System etabliert. Es ermöglicht das bargeldlose Bezahlen per Android-Smartphone, iPhone und Apple Watch in Kombination mit digitalen Mehrwertservices und Bonusprogrammen, den Bluecode Rewards. Beim Bezahlvorgang werden im Sinne des europäischen Datenschutzrechts keine persönlichen Daten auf dem Handy gespeichert oder übertragen. Dennoch können Händler bestehende digitale Kundenkarten, Lotterien, Stempelpässe oder Punkteprogramme mit dem mobilen Bezahlen per Bluecode verknüpfen, oder darüber auch neue Kundenbindungsprogramme aufsetzen. Nach dem Scan des anonymen, blauen Barcodes (Bluecode) an der Registrierkasse wird der Einkauf einfach vom Girokonto des Kunden abgebucht. Damit verknüpfte Mehrwerte wie Boni, Rabatte oder Treuepunkte werden dem Kunden sofort in der App gutgeschrieben. Auch Handelsunternehmen haben durch diese direkte Echtzeitbuchung vom Girokonto (Instant Payment) einen großen Vorteil: Der vom Kunden bezahlte Betrag wird sofort auf ihr Händlerkonto überwiesen. Dies dürfte insbesondere Klein- und Kleinstunternehmen erfreuen, denn sie warteten bisher oft mehrere Tage auf Überweisungen.

Nachdem bereits über 85 Prozent des heimischen Lebensmitteleinzelhandels und viele weitere Händler die Bluecode-Handyzahlung akzeptieren, forciert Bluecode derzeit den europaweiten Rollout und die Integration in Registrierkassen, Apps des Handels und der Banken sowie in Warenautomaten. In Deutschland wird die Expansion unter anderem von der größten Bankengruppe Europas, der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe, der Warenhauskette Galeria Kaufhof sowie den Globus-Märkten unterstützt. In den kommenden Monaten sollen weitere Länder folgen.

Kostenloser Download der Bezahl-App Bluecode:

· Für iOS-Endgeräte (iPhone und Apple Watch): http://apple.co/2z33mN5
· Für Android-Smartphones: http://bit.ly/2AHFrPF

Über Bluecode
Bluecode ist die erste paneuropäische Mobile-Payment-Lösung, die bargeldloses Bezahlen per Android-Smartphone, iPhone und Apple Watch gemeinsam mit Value Added Services (digitale Mehrwertservices, Bluecode Rewards) in Apps – beispielsweise von Banken und Händlern – ermöglicht. Im Sinne des europäischen Datenschutzrechts werden beim Bezahlvorgang keine persönlichen Daten auf dem Handy gespeichert oder übertragen. Das hochsichere, TAN-basierte Bezahlverfahren funktioniert mit jedem Girokonto und ist unabhängig von der Übertragungstechnologie (Barcode, QR-Code, Bluetooth, NFC) einsetzbar. Namhafte Banken aus Österreich und Deutschland (Sparkassen-Finanzgruppe, Raiffeisen Oberösterreich, Hypo Tirol Bank), Acquirer (BS Payone), internationale Bankensoftwareanbieter (Temenos Group AG/Schweiz) und Payment-Plattformen (Alipay/China) sowie führende Händler (u.a. Galeria Kaufhof-Gruppe, Globus-Gruppe, Konsum, Rewe-Töchter Billa, Merkur und Bipa, Spar Österreich-Gruppe) unterstützen den europaweiten Rollout und die Integration in Registrierkassen, Automaten, Banking-, Retail- und Kundenkarten-Apps (u.a. mobile-pocket). Bluecode deckt österreichweit bereits mehr als 85% des Lebensmitteleinzelhandels und viele weitere Akzeptanzstellen (Handel & E-Commerce, Gastronomie, Mobilität, Entertainment, Sportstadien) ab. Mehr Informationen unter: www.bluecode.com

Nov 142018
 

Mobiltelefone und Tablets können durch sogenanntes Audiotracking mittels Ultraschall unbemerkt das Verhalten ihrer BenutzerInnen verfolgen – etwa das Betrachten bestimmter Videos oder den Aufenthalt an bestimmten Räumen und Plätzen. Dieses Jahr im Frühjahr hat die FH St. Pölten die App SoniControl veröffentlicht, mit der das akustische Tracking blockiert werden kann. Nun wurde das Projekt beim Open Minds Award 2018 ausgezeichnet.

Im Forschungsprojekt SoniControl entwickelten Wissenschaftler der FH St. Pölten eine Methode, wie das unbemerkte (und meist ungewollte) akustische Ausspionieren enttarnt und blockiert werden kann. Daraus entstanden ist die weltweit erste Ultraschall-Firewall, die seit März im Google App Store gratis verfügbar ist und bisher mehr als 20.000 Mal weltweit heruntergeladen wurde. Sie spürt akustische Cookies auf und unterdrückt sie mit unhörbaren Ultraschall-Störsignalen.

Nun wurde die App beim Open Minds Award 2018 ausgezeichnet. „Der Preisträger lenkt die Aufmerksamkeit auf eine kaum beachtete Überwachungstechnologie“, so die Veranstalter in ihrer Presseaussendung.

Ultraschall-Firewall
Im Projekt SoniControl entwickelte Matthias Zeppelzauer, Senior Researcher der Forschungsgruppe Media Computing am Institut für Creative\Media/Technologies der FH St. Pölten, mit seinen Kollegen Kevin Pirner, Alexis Ringot und Florian Taurer ein Verfahren, um akustische Datenübertragung in der Umgebung zu erkennen und GerätebenutzerInnen darüber zu informieren.

Zum Maskieren und Blockieren der Ultraschallkommunikation werden Störsignale über den Lautsprecher des eigenen Mobilgeräts gesendet. So können akustische Cookies effektiv neutralisiert werden, noch bevor das Betriebssystem oder mobile Applikationen darauf zugreifen können. BenutzerInnen können akustische Cookies auch selektiv blockieren, ohne die Funktionsweise des Smartphones zu beeinträchtigen.

Bewusstsein schaffen

Ultraschallsignale können für sogenanntes „Cross-device-tracking“ verwendet werden. Damit kann das Verhalten von Benutzerinnen und Benutzern über mehrere Geräte hinweg verfolgt werden und entsprechende Benutzerprofile können dann miteinander verschmolzen werden. So lassen sich akkuratere BenutzerInnen-Profile für zielgerichtete Werbung und die Filterung von Internetinhalten erstellen. Akustische Cookies konnten bisher jedoch nicht – so wie ihre elektronischen Gegenstücke beim Besuch von Webseiten – blockiert werden.


„Ziel des Projekts war nicht nur, die Privatsphäre durch Erkennen und Filtern von akustischen Cookies gezielt zu schützen, sondern auch, Bewusstsein für akustisches Tracking in unserer Gesellschaft zu schaffen. Es freut uns sehr, dass das Thema Anklang findet und nun das Projekt ausgezeichnet wurde. Wir möchten Open Minds für die Verleihung des Open Source Awards danken sowie der Netidee Austria, welche das Projekt primär finanziert hat und nun auch das Folgeprojekt SoniControl 2.0 fördert, welches im Jänner 2019 startet und in dem wir neue Funktionen in unsere Firewall einbauen werden“, so Zeppelzauer.

Datenaustausch mittels Ultraschall im Internet of Things
Datenübertragung mittels Ultraschall kann aber auch bewusst eingesetzt werden. Im derzeit laufenden Folgeprojekt SoniTalk entwickelt Zeppelzauer mit Kolleginnen und Kollegen selbst ein erstes offenes und privatsphäre-orientiertes Protokoll für die Datenübertragung mit Ultraschall. „Hier legen wir besonderen Wert darauf, die Verpflichtung zur Aufklärung und Einwilligung der NutzerInnen bereits beim Design der Technologie zu integrieren“, sagt Zeppelzauer.

Nov 212017
 

Das Gewinnerprojekt „sKan“, ein kostengünstiges, leicht anzuwendendes Diagnosesystem, kann durch die Früherkennung von Hautkrebs Leben retten und im Gesundheitswesen Geld sparen.

Die Häufigkeit von Hautkrebs nimmt weltweit weiter zu. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland/Österreich jährlich auf 100.000 Frauen und Männer 28 Neuerkrankungen eines malignen Melanoms, auch schwarzer Hautkrebs genannt und die bösartigste Form von Hautkrebs, hinzukommen. Das Risiko, im Laufe des Lebens ein Melanom zu entwickeln, beträgt in Deutschland etwa 1:500, in Australien bereits 1:50. Melanome können trotz fehlender Beschwerden und einer relativ geringen Größe bereits frühzeitig Metastasen in Lymphknoten sowie anderen Organen bilden.

Schwarzer Hautkrebs ist deswegen sehr gefährlich, weil er von Betroffenen häufig lange Zeit unbemerkt bleibt. Viele Menschen achten nicht auf kleinere Veränderungen ihrer Haut und bemerken die Tumore erst sehr spät. Zudem kann passieren, dass der Hautkrebs bei Personen, bei denen keine Biopsie durchgeführt wird, gar nicht erst erkannt wird.

Vier Ingenieure mit Bachelor-Abschluss der Universität McMaster in Kanada haben sich des Problems der Melanomdiagnose angenommen. Ihre Lösung, „sKan“, ist ein kostengünstiges, leicht anzuwendendes Diagnosesystem, das durch die Früherkennung von Hautkrebs Leben retten und den Gesundheitsdienstleistern Zeit und Geld sparen kann.

Wie „sKan“ funktioniert

Krebszellen haben einen schnelleren Stoffwechsel als normale Zellen. Dadurch setzen sie mehr Wärme frei. Wenn Gewebe einem thermischen Schock (beispielsweise über einen Eisbeutel) ausgesetzt wird, erreicht das Krebsgewebe schneller wieder seine Ausgangstemperatur als gesundes Gewebe, sodass an dieser Stelle ein Melanom vermutet werden kann.

„sKan“ enthält eine Reihe von hochgenauen und dennoch kostengünstigen Temperatursensoren. Diese werden auf dem zu untersuchenden Gewebe platziert und messen, wie schnell dieses nach dem Abkühlen wieder die Umgebungstemperatur annimmt. Die Messwerte werden digitalisiert, wobei das Signal eine zeitsynchrone Mittelwertbildung, eine Temperaturschwankungserkennung und eine räumliche Validierung durchläuft. Die Ergebnisse werden zusammen mit einer Erklärung als Heatmap und Temperaturdifferenzdiagramm dargestellt. Anhand dieser Darstellungen kann eine mögliche Diagnose eines Melanoms abgelesen werden.

Nicht-invasive Wärmebildmethoden zur Melanomdiagnose existieren zwar bereits, sind aber sehr teuer, da sie eine hochauflösende Wärmebildkamera verwenden, deren Preis bei ca. 23.000 Euro beginnt. Die voraussichtlichen Kosten von „sKan“ betragen weniger als 1.000 USD (ca. 850 Euro).

James Dyson erklärt: „Durch den Einsatz von weitverbreiteten und kostengünstigen Komponenten ermöglicht „sKan“ die Erkennung von Melanomen bei Menschen auf der ganzen Welt und ermöglicht, Leben zu retten. Deshalb habe ich es als diesjährigen internationalen Gewinner ausgewählt.“

Als internationaler Gewinner des James Dyson Awards erhält das Team 30.000 Pfund (knapp 42.000 Euro), um weiter an der Idee arbeiten zu können.

Christina Wolf gewinnt mit dem VIA Heimmonitoringsystem zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Risikoneugeborenen James Dyson Award Österreich

Christina Wolf, Absolventin des Masterstudiengangs Industrial Design an der FH Joanneum, University of Applied Sciences, in Graz, gewinnt mit einem Heimmonitoringsystem zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Risikoneugeborenen den James Dyson Award in Österreich. Das medizinische Messgerät VIA hilft Eltern ein lebensbedrohliches Ereignis frühzeitig zu erkennen um im Notfall unter der Anleitung von VIA mit Reanimationsmaßnahmen zu beginnen.

Während bisherige Monitoring-Systeme klobig, sperrig und mit einer Vielzahl von Kabeln ausgestattet waren und somit recht unkomfortabel und schwierig zu bedienen waren, besteht VIA nur aus einer Sensoreinheit, einem Gurtband aus 100% Baumwolle, einem Monitor und einer Induktions-Ladestation. Mit den zwei Edelstahl-Elektroden sowie dem AMS-Biosensor können Atmung, Herzrate und Sauerstoffsättigung gemessen werden. Ein Vibrationsmodul und ein 3-achsiger Beschleunigungssenor im Sensor-Inneren erkennen die Lage des Kindes und warnen, sobald es sich in Bauchlage dreht. Der Monitor empfängt die aufgezeichneten Daten des Sensors via Bluetooth und schlägt Alarm, wenn die Werte einen kritischen Bereich erreichen. Geringfügige Über- oder Unterschreitungen lösen jedoch noch keinen Alarm aus, sondern initiieren lediglich einen kurzen Vibrationsimpuls, um die Atmung des Kindes anzuregen. Bei starken oder anhaltenden Anomalien schlägt das Gerät Alarm und führt die Eltern durch die nötigen Reanimationsmaßnahmen.

Links:
Weitere Informationen zu „sKan“ hier.
Weitere Informationen zu „VIA“ hier.
James Dyson Award 2017 in Österreich – Land der Erfinder Artikel hier

Der James Dyson Award
Der James Dyson Award richtet sich an Studierende und junge Absolventen im Bereich Produkt- und Industriedesign und in den Ingenieurwissenschaften. 2017 wird der Wettbewerb in 23 Ländern durchgeführt, darunter Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Irland, Italien und Japan. Neben der Chance für alle Teilnehmer, ihre Ideen namhaften Experten aus der ganzen Welt vorzustellen, winken den Gewinnern des JDA attraktive Geldpreise. So erhält der internationale Gewinner £30,000, um seine Erfindung weiter zu entwickeln. Weitere £5,000 gehen an den Fachbereich des Preisträgers. Die nationalen Gewinner erhalten ein Preisgeld von jeweils £2,000. Alle eingereichten Projekte werden von Jurys auf nationaler Ebene und Dyson Ingenieuren eingehend geprüft. Die nationalen Gewinner des James Dyson Award nehmen am internationalen Ausscheidungswettbewerb teil. Am 26. Oktober 2017 folgt die Prämierung des internationalen Preisträgers.

Nov 202017
 

Das Investorennetzwerk European Super Angels Club (ESAC), gegründet von KPMG und Venionaire Capital Partnern, startete dieses Quartal eine neue Roadshow mit ausgewählten europäischen Startups. Auch dieses Mal macht der Club nach Zürich und Amsterdam halt in Wien. Rund 90 Gäste, Investoren, Unternehmer, Business Angels sowie Innovation Manager trafen sich vergangenen Dienstag in den Räumlichkeiten der Semper Constantia Privatbank in Wien. Der Club versteht sich als eine pan-europäische Initiative, deren Ziel es ist, Expertise, Erfahrungsaustauch und die dringend notwendige Bereitstellung von Finanzierungen für europäische Talente zu fördern. Bereits in der ersten Roadshow im ersten Halbjahr 2017 konnte das Netzwerk für die damals teilnehmenden Startups 3,5 Millionen Euro einwerben.

Für die aktuellen Teilnehmer ist das Ziel nochmal deutlich erhöht worden: „In dieser Runde sind Firmen aus Deutschland, Österreich, Ungarn und der Schweiz mit einem gesamten Kapitalbedarf von rund 7 Millionen Euro dabei. Berücksichtigt man alle Firmen, die wir aktuell im Club gelistet haben, sprechen wir sogar von einer Summe von 18 Millionen Euro. Unsere Mitglieder stemmen gemeinsam sogenannte Super Angels Runden von einer bis zehn Millionen Euro und bringen sich darüber hinaus persönlich sehr stark ein. Super Angels sind in Europa ein wichtiger Co-Investor für Venture Capital Fonds geworden“, erklärt Berthold Baurek-Karlic, Vorstandsmitglied des European Super Angels Clubs und CEO von Venionaire Capital.

Startup-Bewerbungen für 2018 bereits möglich
Weitere geplante Stationen sind London, München und schließlich Hongkong als Side-Event. „Der European Super Angels Club wurde erst Anfang dieses Jahres aus der Taufe gehoben und hat sich bereits bewährt. Wir sehen von Investoren als auch von unseren KPMG Partnern in Europa viel Zuspruch. Für 2018 nehmen wir bereits neue Bewerbungen insbesondere im Bereich Cybersecurity von interessierten Startups auf der Webseite des Super Angels Clubs entgegen. Wir analysieren laufend und versuchen Startups sehr schnelles Feedback zu geben – rund fünf Prozent der Bewerber erhalten die Chance bei uns gelistet zu werden. Das klingt im ersten Moment hart, aber wir haben uns dazu verpflichtet, die besten Investments Europas für unsere Mitglieder hervorzuheben“, erklärt Michael Petritz, Partner bei KPMG und ebenfalls Vorstandsmitglied des European Super Angels Clubs.

Lokale Partner in Niederlande und Ungarn
Timan Rebel, Co-Founder von NEXT Amsterdam und lokaler Partner des European Super Angels Clubs: „Die Idee, die europäische Startup-Welt enger zusammenzubringen, treibt uns schon seit Jahren an. Der European Super Angels Club ist ein innovatives Projekt, um grenzübergreifende Investments zu unterstützen und das internationale Netzwerk zu stärken. Es hat uns sehr gefreut im November erstmals den European Super Angels Club in unserem Accelerator begrüßt haben zu dürfen und wir freuen uns schon auf die nächste Roadshow.“

„Bereits im August besuchte uns der European Super Angels Club für einen eigenen Pre-Roadshow-Event in Budapest und hat dabei eines unserer Portfolio-Unternehmen für eine Wildcard der aktuellen Roadshow nominiert. Dank der Untersützung und Expertise des Clubs hat dieses Startup einen sichtbaren Sprung vorwärts gemacht und wir sehen dem baldigen Abschluss der angepeilten Finanzierungsrunde sehr positiv entgegen“, sagt Bence Makai, Investment Director des ungarischen Accelerators Oxo Labs, der ebenfalls in Wien zu Besuch war.

Weitere Marktbeschleunigung
„Als eine von Unternehmern geführte Privatbank freuen wir uns ganz besonders gemeinsam mit KPMG Österreich und Venionaire Capital in Österreich als Partner dieser gelungenen Initiative auftreten zu können. Wir sind davon überzeugt, dass diese Veranstaltungsreihe auch einen positiven Mehrwert für unsere Kunden liefert und unser Dienstleistungsspektrum optimal ergänzt. Das große Interesse bestätigt uns zudem in unserer Entscheidung“, so Bernhard Ramsauer, Mitinhaber & Vorsitzender des Vorstandes der Semper Constantia Privatbank.

Die auf Wirtschafts- und Wirtschaftsstrafrecht spezialisierte Anwaltskanzlei PHH Rechtsanwälte zählt zu den Partnern der ersten Stunde des Investorenclubs. Für Rainer Kaspar, Partner bei PHH Rechtsanwälte, ist das internationale Matching von Startups und Investoren entscheidend: „Die Schaffung einer solchen institutionalisierten Kapitalbeschaffung für Startups ist wichtig für die weitere Marktbeschleunigung und hilft Investoren als auch Startups. Wir freuen uns deshalb sehr, dass der Super Angels Club sich für uns als rechtlichen Partner entschieden hat.“

Sep 072017
 

Christina Wolf, Absolventin des Masterstudiengangs Industrial Design an der FH Joanneum, University of Applied Sciences, in Graz, gewinnt mit einem Heimmonitoringsystem zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Risikoneugeborenen den James Dyson Award in Österreich. Das medizinische Messgerät VIA hilft Eltern ein lebensbedrohliches Ereignis frühzeitig zu erkennen um im Notfall unter der Anleitung von VIA mit Reanimationsmaßnahmen zu beginnen.

Heute verwendete Heimmonitoring Systeme für Babys wirken nicht wie ein Produkt aus unserer modernen und technologiegetriebenen Zeit – sie sind klobig, sperrig und mit einer Vielzahl von Kabeln ausgestattet. Die komplexe Anwendung verunsichert und überfordert oftmals die frischgebackenen Eltern. Unzureichende Einschulung und häufige Fehlalarme können daher dramatische Folgen für das Baby haben. Dennoch gibt es für Eltern bis dato keine Alternativen. Die diesjährige Gewinnerin des James Dyson Award in Österreich, Christina Wolf, Absolventin des Studiengangs Industriedesign der FH Joanneum Graz, hat mit ihrem Projekt VIA das Heimmonitoring für Risikoneugeborene auf ein neues Level gehoben.

VIA: Messgerät zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Neugeborenen
VIA besteht aus einer Sensoreinheit, einem Gurtband aus 100% Baumwolle, einem Monitor und einer Induktions-Ladestation. Der Sensor besteht aus TPU, einem elastischen und leicht zu reinigenden Material, welches sich an die Körperform des Kindes anschmiegt. Mit den zwei Edelstahl-Elektroden sowie dem AMS-Biosensor können Atmung, Herzrate und Sauerstoffsättigung gemessen werden. Ein Vibrationsmodul und ein 3-achsiger Beschleunigungssenor im Sensor-Inneren erkennen die Lage des Kindes und warnen, sobald es sich in Bauchlage dreht. Der Monitor empfängt die aufgezeichneten Daten des Sensors via Bluetooth und schlägt Alarm, wenn die Werte einen kritischen Bereich erreichen. Geringfügige Über- oder Unterschreitungen lösen jedoch noch keinen Alarm aus, sondern initiieren lediglich einen kurzen Vibrationsimpuls, um die Atmung des Kindes anzuregen. Bei starken oder anhaltenden Anomalien schlägt das Gerät Alarm und führt die Eltern durch die nötigen Reanimationsmaßnahmen.

„Bei der Entwicklung unterschiedlicher Sensoreinheiten legte ich das Hauptaugenmerk auf eine zuverlässige Technologie, höchstem Tragekomfort für das Kind, Langlebigkeit sowie einer einfachen Reinigung“, so Christina Wolf. Die angefertigten Modelle wurden an einer Hebammenpuppe getestet und bewertet. Hinsichtlich des Monitors fiel die Entscheidung auf eine runde Form – mit dem kantenlosen, weichen Erscheinungsbild fügt sich VIA dezent in die Umgebung des Neugeborenen ein. Der Monitor dominiert nicht in der Wahrnehmung und wird nicht sofort als medizinisches Produkt erkannt – Eltern sind so nicht ständig der unliebsamen Aufmerksamkeit oder gar dem Mitleid fremder Personen ausgesetzt.

Echte Probleme und ausgezeichnete Lösungen
Jurymitglied Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria, meint zum Siegerprojekt: „VIA hat uns durch die problemlösende Idee der intuitiven Handhabung für die Eltern und des hohen Tragekomforts für die Neugeborenen überzeugt. Das Produkt geht technisch und gestalterisch neue Wege und bietet einen echten Mehrwert für die medizinische Versorgung von Neugeborenen. Wir sind überzeugt, mit „VIA“ einen großartigen Gewinner des James Dyson Awards 2017 gefunden zu haben und wünschen Christina Wolf weiterhin viel Erfolg mit ihrem Projekt.“

Der James Dyson Award
Der James Dyson Award richtet sich an Studierende und junge Absolventen im Bereich Produkt- und Industriedesign und in den Ingenieurwissenschaften. 2017 wird der Wettbewerb in 23 Ländern durchgeführt, darunter Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Irland, Italien und Japan. Neben der Chance für alle Teilnehmer, ihre Ideen namhaften Experten aus der ganzen Welt vorzustellen, winken den Gewinnern des JDA attraktive Geldpreise. So erhält der internationale Gewinner £30,000, um seine Erfindung weiter zu entwickeln. Weitere £5,000 gehen an den Fachbereich des Preisträgers. Die nationalen Gewinner erhalten ein Preisgeld von jeweils £2,000. Alle eingereichten Projekte werden von Jurys auf nationaler Ebene und Dyson Ingenieuren eingehend geprüft. Die nationalen Gewinner des James Dyson Award nehmen am internationalen Ausscheidungswettbewerb teil. Am 26. Oktober 2017 folgt die Prämierung des internationalen Preisträgers.
Mehr Informationen unter www.jamesdysonaward.org.

Apr 282017
 

Die Smart Grids Week ist seit 10 Jahren der Branchentreffpunkt zum Thema Intelligente Energiesysteme in Österreich. Unter dem neuen Titel Smart Energy Systems Week Austria findet die Konferenz des BMVIT und Klima- und Energiefonds vom 15. bis 19. Mai 2017 in Graz statt. Im Zentrum der Fachvorträge, Diskussionen und Workshops stehen heuer die Systemintegration von Energietechnologien und die Flexibilisierung des Energiesystems.

Start-ups aufgepasst: Am Mittwoch, dem 17. Mai, gibt es zum zweiten Mal den Smart Service Innovation Day in Kooperation mit Oesterreichs Energie und Austria Wirtschaftsservice aws. An diesem Tag habt Ihr die Möglichkeit, gemeinsam mit Vertreter/innen von Energieunternehmen, Technologieanbietern, Forscher/innen und Stakeholdern neue Energie-Services und Geschäftsmodelle zu entwickeln. In einem Wettbewerb tretet Ihr in 5 Teams gegeneinander an. Die erarbeiteten Lösungen werden am Abend vor eine Jury gepitcht und das Gewinner-Team mit einem Award ausgezeichnet.

Die Challenge: Neue Energiedienstleistungen stellen die Kund/innen und Nutzer/innen in den Mittelpunkt. Neue Wertschöpfungsketten entstehen und neue Player übernehmen entscheidende Rollen. Einmal angenommen, die notwendigen Energietechnologien sind verfügbar, ebenso die Daten über die Erzeugung und den Verbrauch. Und angenommen, der rechtliche und regulatorische Rahmen kann für einen Tag außer Kraft gesetzt werden:

„Welche attraktiven Dienstleistungen könnten wir für verschiedene EnergiekundInnen, aber auch b2b im Energiesektor oder darüber hinaus entwickeln um z. B. erneuerbare Energien besser zu nutzen, um mehrere Energieträger (Strom, Wärme, Mobilität) intelligent miteinander zu verbinden, um Assets effizienter einzusetzen, um Geschäftsprozesse einfacher abzuwickeln?“

Das bringt Euch die Teilnahme:

Kontaktaufbau zu potenziellen Kund/innen und Partner/innen entlang neuer Wertschöpfungsketten Positionierung und Werbung durch Ausstellung eines Rollups und Broschüren etc. am 17.5.Chance, als Siegerteam einen Award zu gewinnen.

Mehr Infos unter https://www.seswa.at/programm.html

Mrz 082017
 

Die Zusammenarbeit zwischen Konzernen und Startups ist in Österreich im Vormarsch, wie eine aktuelle Befragung des Beratungs- und Beteiligungsunternehmens Venionaire Capital unter den größten heimischen Unternehmen ergab.

So haben bereits mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen mit Startups zusammengearbeitet. Besonders häufig wird hierbei die Teilnahme an Innovationswettbewerben genannt, wie beispielsweise die jährlich stattfindenden „Innovation to Company“ Startup Challenges, welche in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Wien entwickelt wurden. Mit diesem großen Interesse an Startups schließt Österreich auch international auf. Wie eine Studie der Business School INSEAD und „500 Startups“ aus dem Jahr 2016 zeigt, beschäftigen sich mehr als zwei Drittel der internationalen Top 100 Unternehmen mit diesem Thema. Globale Player suchen jedoch nicht nur die Zusammenarbeit mit Startups, sondern sie beteiligen sich auch aktiv mit Wagniskapital. Heimische Konzerne waren dahingehend bisher noch zögerlich, aber auch hier zeichnen sich Veränderungen ab.


Konzerne wollen Startup-Aktivitäten intensivieren
Ein guter Teil der befragten Unternehmen möchte sich in ausgewählten Fällen bei Startups beteiligen, etwa durch eine Partnerschaft mit dem European Super Angels Club. Überlegungen der Konzerne gibt es auch hinsichtlich eigener Akzeleratoren und Corporate Venture Fonds: „Konzerne scheuen insbesondere bei Akzeleratoren und gemeinsamen Innovationsstandorten nicht die Zusammenarbeit mit Partnern aus komplementären Industrien, wie wir am Beispiel des Talent Garden in Wien sehen. Bei Corporate Venture Fonds hängt die Offenheit sehr vom Ausmaß der strategischen Ausrichtung der Häuser ab. International kennen wir sowohl gemeinsame als auch eigenständige Vehikel von Konzernen mit ganz unterschiedlichen Strategien – wir erarbeiten daher auch in Österreich verschiedene Konzepte für unsere Kunden“, erklärt Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Geschäftsführer von Venionaire Capital. Ein interessantes Detail ist, dass ausnahmslos alle Unternehmen, die bisher mit Startups zusammengearbeitet haben, ihre Aktivitäten in diesem Bereich intensivieren wollen. Konzerne, die noch nicht mit Startups zusammen gearbeitet haben, sehen Corporate Startup Engagement zumindest als potentiellen Bestandteil ihrer Digitalisierungsoffensive 2017.

Kosten senken, Innovation erhöhen
Die Motive für die Zusammenarbeit mit Startups decken sich mit der globalen Studie von INSEAD und 500 Startups: Etablierte Unternehmen erwarten sich dadurch mehr innovative Ideen bei gleichzeitig weniger Innovationskosten, die Möglichkeit neue Produkte zu testen und ein Abfedern der Bedrohungen durch neue digitale Geschäftsmodelle. Besonders interessiert sind heimische Unternehmen an Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz), aber auch das bessere Verarbeiten großer Datenmengen (Big Data) und die Digitalisierung von Maschinen, Infrastruktur und Gebäuden (Industry 4.0) sind relevante Themen.

Positive Verstärkung
Für Baurek-Karlic ist das österreichische Startup Ecoystem wie ein Schneeball, der einmal angestoßen, sich immer schneller zu drehen beginnt: „Die Professionalisierung der Startup-Teams bringt wachsendes Interesse von Investoren und Unternehmen, deren Interesse fördert neue Gründer, die wiederum neue Player anziehen. Gerade in unserer Arbeit im Zuge der ‚Innovation to Company‘ Startup Challenge und darüber hinaus mit Unternehmen wie beispielsweise A1, AccorHotels, Microsoft Österreich, New Frontier Group, Österreichische Post, Raiffeisen, Uniqa oder Verbund, zeigen uns, dass es hier großes und weiter wachsendes Interesse gibt. Jetzt gilt es diese Potentiale auch auf pan-europäischer Ebene auszunutzen und daher haben wir uns ganz bewusst von Anfang an für Talent Garden in Wien und die Gründung des European Super Angels Clubs eingesetzt.“

Nov 142016
 

Am 10.11.2016 wurde der NÖ Innovationspreis 2016 an herausragende Innovationsprojekte vergeben. Das Projekt SONIGait der FH St. Pölten wurde als Gewinner in der Kategorie „Innovationen von Forschungseinrichtungen“ ausgezeichnet. Unter den Finalisten befand sich zudem das Projekt Smart Inspection, das die innovative Inspektion von Brücken erforscht. Die Preise verliehen Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl im feierlichen Rahmen im Institute of Science and Technology Austria in Klosterneuburg.

Im Projekt SONIGait entwickeln ForscherInnen der FH St. Pölten eine Schuhsohle, die das Gehen hörbar macht. Über Kopfhörer erhalten Menschen die Information, ob sie gleichmäßig abrollen oder die Füße unterschiedlich belasten. Diese Information könnte in der Therapie zum Beispiel nach Sportverletzungen oder einem Schlaganfall eingesetzt werden. Gestern wurde das ForscherInnenteam der FH St. Pölten rund um die Projektleiter Jakob Doppler und Brian Horsak dafür mit dem NÖ Innovationspreis ausgezeichnet.

„SoniGAIT ist ein mobiles, auditives Feedbacksystem zur Gangschulung und Gangrehabilitation und soll Therapeutinnen und Therapeuten sowie Patienteninnen und Patienten helfen, Gangabweichungen festzustellen und das (Wieder-)Erlernen eines physiologischeren Gangbildes zu unterstützen“, erklären die Projektleiter Jakob Doppler und Brian Horsak. „Dabei verfolgen wir in unserer Forschung einen stark interdisziplinären Ansatz und bündeln Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen, etwa aus dem Feld der Physiotherapie oder der Digitalen Medientechnologien.“

Medienunterstützte Gesundheitsvorsorge
SONIGait ist Teil des Forschungsvorhabens CARMA (Center for Applied Research in Media Assisted Health Care for Motion and Activity) an der FH St. Pölten. Unter diesem Namen entsteht seit 2013 ein Zentrum für angewandte Forschung für medienunterstützte Gesundheitsvorsorge. In mehreren Projekten entwerfen Studierende und ForscherInnen Techniken, die Menschen in der Rehabilitation unterstützen oder Medizinerinnen und Medizinern sowie Therapeutinnen und Therapeuten ihre Arbeit erleichtern sollen.
An SONIGait beteiligen sind an der FH St. Pölten die Studiengänge Physiotherapie und Digital Healthcare sowie das Institut für Creative\Media/Technologies (IC\M/T).

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Bild: Brian Horsak, wissenschaftlicher Leiter des Projekts SONIGait, mit Landesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

Innovative Instandhaltung von Eisenbahnbrücken
Über eine Nominierung in der Kategorie „Innovationen aus Forschungseinrichtungen“ durfte sich das Projekt Smart Inspection freuen, an dem das Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung sowie das Institut für Creative\Media/Technologies an der FH St. Pölten beteiligt sind. Geforscht wird an einer Applikation für die integrierte Brückeninspektion mittels Tablet oder Smartphone, die etwa schadhafte Stellen wie Risse, Korrosion oder Abbröckelungen erkennen, aufnehmen und die Daten an eine zentrale Stelle weiterleiten soll.

„Infrastruktureinrichtungen befinden sich im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Effizienz und der Erfüllung hoher Sicherheitsstandards. Bis dato wurde die visuelle Brückeninspektion von geschultem Personal durchgeführt. Mit ‚Smart Inspection‘ soll künftig eine integrierte Inspektion mittels App möglich sein“, erklärt Frank Michelberger, Projektleiter und Leiter des Carl Ritter von Ghega Instituts für integrierte Mobilitätsforschung.

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Bild: Das Team von Smart Inspection: Hirut Grossberger, Kerstin Blumenstein und Frank Michelberger mit Landesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

„Die neuerliche Auszeichnung von Projekten der FH St. Pölten beim niederösterreichischen Innovationspreis zeigt die hohe Qualität der Forschung und die praktische Relevanz der Arbeiten. Wir sind im Bereich der Forschung in den letzten Jahren sowohl qualitativ als auch quantitativ kontinuierlich gewachsen. Heute zählt die FH St. Pölten zu den forschungsstärksten Fachhochschulen in Österreich“, sagt Hannes Raffaseder, Prokurist und Leiter des Bereichs Forschung und Wissenstransfer an der FH St. Pölten.

Über den NÖ Innovationspreis
Der NÖ Innovationspreis kürt jährlich herausragende Innovationsprojekte von niederösterreichischen Unternehmen sowie innovative Entwicklungen von Forschungseinrichtungen. Vergeben wurden diesmal drei Kategorienpreise (Innovationen aus Forschungseinrichtungen, Innovationen für die Wirtschaft, Innovationen für den Konsumenten), ein Sonderpreis im Bereich Digitalisierung / Industrie 4.0 sowie der NÖ Innovationspreis für den Gesamtsieger. Organisiert wird der Preis von TIP (Technologie- und InnovationsPartner), dem gemeinsamen Innovationsservice des Landes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Link Tipps:
NÖ Innovationspreis 2016
Projekt CARMA/SONIGait
Projekt Smart Inspection

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