Erfinder Berater

Okt 132010
 

Grüne Oase-mitten in der Stadt; Quelle: https://www.hotelstadthalle.at

Urlaub machen, umgeben von der grünen Natur und das mitten in der Stadt – das ist möglich im Boutiquehotel Stadthalle in Wien, dem 1. Null-Energie-Hotel weltweit. „Green is the colour of my world“ ist das Motto der Hotelbesitzerin, Frau Michaela Reitterer. Hier wird Umweltschutz im Detail gelebt! Das ältere Gebäude wurde thermisch vollsaniert und der Zubau ist ein reines Passivhaus – eine grüne Oase mitten in der Bundeshaupstadt.

Am Passivhaus wird dieselbe Menge Energie erzeugt, die auch verwendet wird- es ist also eine Null-Energie-Bilanz. Dies geschieht mit Hilfe von Photovoltaikanlagen, Solaranlagen, Grundwasserwärmepumpen und in Zukunft wohl auch mit Windrädern. Auf dem Dach wächst Lavendel, mit dem verschiedene Produkte für die Hotelgäste hergestellt werden. In den Zimmern finden sich überall hochmoderne Designs, Stoffe aus nachhaltigen Rohstoffen und Energiesparlampen. Zum Frühstück gibt’s dann hochwertige Produkte, die biologisch geprüft wurden. Wer hier Urlaub macht, braucht also kein schlechtes Gewissen zu haben! „Wir kümmern uns um die Energie und der Gast kann emissionsfrei und beruhigt schlafen“, so Frau Reitterer. Das Hotel ist übrigens auch eines von vier nominierten, spannenden Projekten für den österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Landwirtschaft & Gewerbe.
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=s-oz5gGi1kY&feature=related

Die Hotelbetreiberin liegt damit voll im Trend: Niedrigenergiehäuser sind ein wertvoller Beitrag für den Umweltschutz. Hotelgäste können auch zusätzlich was für ihre Gesundheit tun: mit hoteleigenen Elektro-Bikes macht die Stadterkundung gleich noch viel mehr Spaß! Zwei Elektro-Tankstellen vor dem Hotel sind in Planung und es folgen bestimmt noch viele weitere Ideen.

Null-Energie-Hotel; Quelle: https://www.hotelstadthalle.at

Hoffen wir, dass in Zukunft mehr Hotelbetreiber auf den grünen Zug aufspringen und der Urlaub nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Natur Vorteile bringt!

Okt 122010
 

Alginsulat Rohalgen; Quelle: https://vpz.at

Algen, Hanf, Flachs oder landwirtschaftliche Abfälle als Verpackungsmaterial – das sind die drei Großprojekte der Firma Verpackungszentrum Graz. Mit diesen Ideen stellt das Familienunternehmen eines von vier Projekten für den österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Landwirtschaft & Gewerbe. Neben dem herkömmlichen Geschäft widmen sich die MitarbeiterInnen auch der nachhaltigen Forschung, um den Umweltschutz voranzutreiben.

Wen stören sie nicht immer wieder mal beim Badeurlaub an der Adria? Algenteppiche so weit das Auge reicht. So kam vor über zwei Jahrzehnten die Idee, Algen zu trocknen und Schaumstoff daraus zu produzieren. Die Herstellung erfolgt umweltfreundlich und das Produkt ist nach Gebrauch kompostierbar. Die Verwendung erfolgt vor allem im Verpackungsbereich, der Alginsulat Schaumstoff ist aber auch als Dämmstoff nutzbar. So können die Algen doch noch einen Sinn erfüllen – auch für Urlauber.

Ein weiteres Projekt ist die Herstellung von Biokunststoff aus landwirtschaftlichen Abfällen und Überschüssen. Schon seit langem spezialisiert sich das Unternehmen auf kompostierbare Materialien, um nachwachsende Rohstoffe zu nutzen. Dieser Biopolymere sind vielseitig verwendbar und fügen sich in einen natürlichen Kreislauf ein. Umweltfreundliche Produktion und kein Abfall – das sind die Ziele des Projekts.

Biogene Verpackungen; Quelle: htp://vpz.at

Das dritte Forschungsprojekt bezieht sich auf die Herstellung von Verpackungen aus Flachs, Hanf oder ähnlichen, natürlichen Rohstoffen. Im Rahmen der „Double-Twist-Technology“ werden reißfeste Gewebe oder Netzsäcke, z.B. für Kartoffeln oder Zwiebeln produziert.

Bionetzsäcke; Quelle: https://vpz.at

Dem Forschungstrieb des Verpackungszentrums Graz sind keine Grenzen gesetzt. Was man aus diesen Materialien noch alles machen kann, zeigt eine Tochter des Hauses, die eigentlich als Designerin arbeitet: mit
nachhaltigen Verpackungsmaterialien lässt sich sogar Mode herstellen!

Verpackte Mode; Quelle: https://vpz.at

Wer weiß, was dem Forschungsteam noch so alles einfällt – ich bin gespannt! In jedem Fall können wir alle zur Verbesserung des Umweltschutzes beitragen, indem wir beim Einkaufen auf umweltfreundliche Verpackungen achten!

Okt 112010
 

pushing the limits: Kleiderschrank am Bullit; Quelle: www.heavypedals.at

Botendienst mal anders! Sofas, kranke Hunde, Bio-Gebäck – das alles wird in Wien von der Firma Heavy Pedals transportiert und zwar umweltfreundlich mit dem Fahrrad. Das Projekt der drei Gesellschafter ist eines von vier nominierten Projekten beim Österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Landwirtschaft & Gewerbe.

„Wir wollen Alternativen zum Lastentransport per PKW und LKW im innerstädtischen Raum aufzeigen und leben“, so einer der Geschäftsführer. Die Idee ist simpel: speziell aufgerüstete Lastkrafträder können Güter oder sogar Lebendtransporte bis zu 100kg transportieren. Vorteile: die Fahrt ist umweltfreundlich, mit dem Rad kann man jeden Stau umfahren und auch kürzere Wege nehmen, weil Fußgängerzonen und Einbahnstraßen kein Hindernis darstellen.

Hundetransport zum Tierarzt mit dem Nihola Dreirad; Quelle: www.heavypedals.at

Immer mehr Gewerbetreibende entdecken die neue Art des Transports; täglich kommen ca. 10 Aufträge für die Firma. Wer selbst fahren will kann auch Fahrräder erwerben und für den persönlichen Gebrauch umbauen lassen. Anfragen nimmt die Firma direkt entgegen. Testen kann man die Räder bei der klima aktiv:mobil Tour 2010 in ganz Österreich.

Lastenradvariationen (von links: Bakfiets, Bullit, Nihola); Quelle: www.heavypedals.at

Eine spannende Sache, die offensichtlich noch weit ausgebaut werden kann – der Kreativität sind vorerst kein Grenzen gesetzt. Bleibt zu hoffen, dass sich dieses Geschäftsmodell auch schnell in anderen Städten ausbreitet!

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