Erfinder Berater

Nov 092010
 

Quelle: erfinder.at

Selbst in der simpelsten Idee kann etwas Großes stecken. Man muss nur den Mut haben, sie weiterzuverfolgen! Viele Erfinder, wie z.B. Johannes Gutenberg oder Karl Friedrich Benz wurden für ihre Ideen belächelt – und heute sind sie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken!

Am 09. November ist in Europa der offizielle Tag der Erfinder. Anlass für den Erfinder-Tag gibt der Geburtstag der im Jahre 2000 verstorbenen, österreichischen Hollywooddiva und Erfinderin Hedy Lamarr, die zusammen mit George Antheil das Frequenzsprungverfahren entdeckte. Die Grundidee dahinter begegnet uns heute noch jedes Mal, wenn wir z.B. ein Handy in die Hand nehmen.

Hedy Lamarr; Quelle: https://www.classicfilmstars.com/lamarrhedy.htm

Es stecken aber noch mehr Gedanken dahinter:

· Mut zur Erfindung! Erfinder sollten sich und ihre Ideen nicht verstecken!
· Jede gute und nützliche Sache hatte irgendwo ihren Anfang in einer Idee!
· Erfinden bedeutet die Zukunft mitzugestalten!
· Erinnerung an Erfinder, die unseren Alltag bequemer gemacht haben!
· Verbesserung des Erfinder-Images!

Zu diesem Tag werden auch unterschiedliche Projekte und Vorträge an Universitäten, Schulen und Institutionen gestartet. Hoffentlich weitet sich dieses Engagement in Zukunft noch mehr aus!

Übrigens: die Geschäftsführer von Erfinder.at in Berlin, Gerhard Muthenthaler und Marijan Jordan, haben diesen Tag der Erfinder gemeinsam mit Gleichgesinnten 2005 initiiert!

Erfinder.at in der Straubinger Straße in Salzburg, möchte sich ebenfalls mit einer Aktion beteiligen: wer eine Idee hat, kann sich vom 09.11.2010 bis zum 12.11.2010 für ein kostenloses Erstgespräch zur Erfinderberatung anmelden.

Wir freuen uns auf spannende Ideen!

Nähere Informationen finden sich im Internet unter www.erfinder.at. Anmeldungen für Erstgespräche werden per Email (salzburg@erfinder.at) oder Telefon (+43(0)662 243301) entgegen genommen.

Was bedeutet eigentlich Erfinderberatung?

„Ich habe eine super Idee, aber ich weiß nicht wie ich das angehen soll!“ Diesen Satz hören die Erfinderberater fast täglich. Zuerst wird in einem entspannten Erstgespräch geprüft ob der Einfall überhaupt umsetzbar ist, bevor die umfassende Marktrecherche startet. Dabei werden die in- und ausländischen Märkte und Patentdatenbanken auf den Kopf gestellt und jeder kleinste Winkel nach gleichen oder ähnlichen Erfindungen abgesucht. Im besten Fall ist die Erfindung neu und es besteht Potenzial. Erfinder.at begleitet den Erfinder dann nach Wunsch über verschiedene Vermarktungsstrategien und aktive Pressearbeit bis zur Markteinführung. Natürlich gibt’s aber vor aller Arbeit erst mal eine rechtlich abgesicherte Geheimhaltungsvereinbarung – damit der innovative Erfinder auch sicher sein kann, dass die geniale Idee nicht weitergeplaudert wird. „Erfinder haben meist Ahnung von der technischen Seite – aber nicht von der wirtschaftlichen. Dafür sind wir zuständig“ so Klaus Weissenbäck, Geschäftsführer von erfinder.at Salzburg.

Also auf geht’s: Erfinder versteckt eure Ideen nicht, sondern lasst euch von den Erfinderberatern unterstützen!

Nov 052010
 

Wilhelm Mohorn; Quelle: https://www.gralswelt.at

Feuchtes Mauerwerk ist ein schlimmes Übel, sowohl im Neu- als auch im Altbau. Methoden zur Trockenlegung gibt’s viele, aber die sind meist mit viel Aufwand und Kosten verbunden. Der niederösterreichische Erfinder Ing. Wilhelm Mohorn hat dazu ein geniales Gerät namens Aquapol erfunden und feiert dieses Jahr damit sogar 25-jähriges Jubiläum. Genutzt wird die Erfindung bis heute – auch wenn eigentlich kein Außenstehender so wirklich versteht wie er das macht, mit der Trockenlegung. Es besteht nämlich nie eine direkte Berührung zwischen Gerät und Mauerwerk – das Ganze funktioniert ohne Statik, Chemie oder Strom! Unglaublich aber wahr!

Die Funktionsweise ist vom Prinzip her einfach: Feuchtmoleküle in der Mauer werden umgelenkt und wieder in die Erde zurückgeschickt. „Das Mauertrockenlegungsgerät besteht aus einem Empfangsteil und einem Sendeteil. Der Empfangsteil empfängt ein der Wissenschaft noch unbekanntes geoenergetisches Kraftfeld, das in der Natur für viele Wirbelphänomene verantwortlich ist. Diese vom Boden aufgenommene Erdenergie wird rechtsdrehend polarisiert (= geformt) und im Sendeteil in den Wirkraum abgegeben. Zusätzlich fließt von oben Raumenergie ein und verstärkt das Gerät in seiner Wirkung, indem es die Amplitude des abgegebenen Wirkungsfeldes erhöht. Diese von Nikola Tesla im 19. Jahrhundert vorhergesagte Raumenergie wird in die Form der Erdenergie generiert. Im physikalischen Sinne ist es ein neuartiger spezieller Polarisationsgenerator.“ So beschreibt Mohorn seine Erfindung.

Aquapol; Quelle: https://www.aquapolitalia.it

Aus Aquapol ist mittlerweile ein eigenes Unternehmen geworden und der Erfinder hat schon zahlreiche Preise für seine Idee bekommen. Unter anderem 2001 auch die Goldmedaille auf der iENA in Nürnberg, der größten internationalen Erfindermesse. 2004 waren bereits über 31.000 Aquapol-Geräte weltweit im Einsatz.

Wer weiß welche Wunder wir von der Geoenergie in Zukunft noch erwarten dürfen- es bleibt spannend, selbst 25 Jahre später!

Nov 022010
 

Kraftwerk im Wasser; Quelle: https://www.aqualibre.at

In der Wachau in Österreich gibt’s ein neues Wassertier in der Donau. Eine schwimmende Boje, die aussieht wie ein schwarz-gelber Hai. Zum Glück ungefährlich für Mensch und Tier – das ist wissenschaftlich getestet! Sie liefert Strom und das auf natürliche Weise, indem einfach die vorhandene Strömung des Flusses genutzt wird.

Die Erfindung des schwimmenden Strömungswasserkraftwerks stammt von dem Wiener Tüftler Fritz Mondl. „Das kostet ganz schön Kraft, wenn man da flußaufwärts will und dann hab ich mir gedacht, dass man das ja auch irgendwie nutzen könnte“ so der begeisterte Wassersportler. Aus diesem Gedanken entstand eine Boje, die knapp unter der Oberfläche, in jeden frei fließenden Fluss eingesetzt und verankert werden kann. Durch die Eigenstrombewegung des Gewässers wird am Kraftwerk ein Rotor angetrieben, der dann Strom erzeugt. Dieser wird mit einem Kabel zu einem Trafo an Land geleitet.

Einlassen ins Wasser; Quelle: http:www.aqualibre.at

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Flussverbauungen sind überflüssig
  • es entsteht ökologisch regenerative Energie
  • auch bei Hochwasser kann das System weiter funktionieren, wo andere abgeschaltet werden müssen
  • der Schiffsbetrieb wird nicht gestört
  • das Kraftwerk stört weder die Umwelt, noch die Landschaft und die Bewohner rundherum
  • eine Boje hat eine Lebensdauer von ca. 20 Jahren

Laut Mondl könnten in Österreich jährlich zwei Terrawattstunden Strom erzeugt werden, wenn alle geeigneten Flüsse genutzt würden.

Mit diesem innovativen Produkt stellt der Erfinder eines von vier nominierten Projekten zum österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Alltag & Ideen.

Wer also beim Baden in österreichischen Flüssen demnächst einem schwarz-gelben Hai begegnet, braucht keine Angst zu haben, sondern kann sich freuen, dass hier etwas für Umwelt- und Klimaschutz getan wird! Und solange die Boje nicht weiß gefärbt wird, bleibt alles in Ordnung!

Okt 292010
 

BikeLinerinnen; Quelle: https://www.bikebird.at

Radfahren zur Schule bei Wind und Wetter kann Spaß machen – mit der richtigen Kleidung und einer großen Portion Motivation. So geht’s den Schülerinnen und Schülern der Öko-Hauptschule in Kaindorf in der Steiermark. Eine Öko-Initiative hat gemeinsam mit Eltern und Kindern die BikeLine erfunden: eine Möglichkeit trotz hohem Verkehrsaufkommen sicher und gesund zur Schule zu kommen. Und nebenbei tun sie auch noch was für den Umweltschutz, nämlich den CO2-Ausstoß verringern!

Früher war der Schulweg mit dem Rad zu gefährlich für die meisten Schüler, weil die umliegenden Straßen stark befahren sind. Also haben die Eltern Taxi gespielt und dabei vor der Schule häufig Stau verursacht. Nicht schön für die Umwelt und die Gemeinschaft! Deswegen gibt’s seit dem 21. Mai die BikeLine, die alle umliegenden Dörfer verbindet und die Kinder in Gruppen sicher zur Schule bringt. So spornen sie sich gegenseitig an und haben gemeinsam viel Spaß.

An verschiedenen Stellen wurden Haltestellen eingerichtet, an denen sich die Kinder sammeln und zu festgelegten Zeiten abfahren. Wo es nötig war, wurden neue Radwege gebaut und Straßen umgangen. Die Vorteile der BikeLine liegen auf der Hand, laut dem Organisator Dietmar Scheiblhofer:

  • es fahren weniger Autos zur Schule und damit sinkt der CO2-Ausstoß
  • die Kinder bewegen sich täglich an der frischen Luft und machen Sport, sind damit also gesünder
  • die Schüler entdecken das Fahrrad als Sport- und Spaßgerät
  • die Kosten für Fahrten sind geringer und es entsteht kein Stau
  • durch das Fahren in der Gruppe sind die Kinder besser sichtbar für Autofahrer, die Fahrten sind also sicherer

BikeLine Fahrräder; Quelle: https://www.bikebird.at

Und auch der sportliche Ehrgeiz wird geweckt! Es gibt verschiedene Kategorien in denen sich die Kinder im Wettkampf messen können. Jeder hat einen elektronischen Aufkleber auf dem Fahrradhelm und kann sich an einem Terminal in der Schule einchecken. Dabei werden das Fahrverhalten und die gefahrenen Kilometer gemessen. Am Ende des Schuljahres gibt’s dann die Auswertung: wer die meisten Kilometer gefahren hat ist Bikekaiser oder Kaiserin; wer die meisten Höhenmeter gemacht hat ist Bergkönig oder Königin und wer sich an den meisten Tagen trotz schlechten Wetters aufs Radl traut wird Allwetterfürst oder Fürstin. Es winken interessante Preise, wie z.B. Fahrradtrikots – ganz nach dem Vorbild der Tour de France in der Einzelwertung. Bei der Klassenwertung kann die Klassenkasse aufgebessert werden. So wird ganz nebenbei noch die Gemeinschaft gefördert!

Mit diesem Projekt ist die Öko-Schule in Kaindorf übrigens eines von vier nominierten Projekten beim
österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Alltag & Ideen. Geplant ist der Ausbau der BikeLine auch an weiteren Schulen. Damit machen sich die sechs umliegenden, steierischen Gemeinden weiterhin einen Namen als Öko-Region. Und vielleicht erinnern sich ja die Kinder später mal daran, auch im Berufsleben öfter mal das Rad zu nutzen und damit weiter Umweltschutz zu betreiben und nebenbei was für die Gesundheit zu tun! Das könnte ab und an mit Sicherheit ein Vorbild für uns alle sein!

Okt 222010
 

Urlaubsreif? Planungsmuffel? Problem! Jeder fährt gerne in den UrlaubUrlaub planen macht aber nicht immer unbedingt Spaß. Vor allem dann nicht, wenn es darum geht, von einer Stadt möglichst viel in möglichst angenehmem Tempo zu besichtigen. Nicht jeder hat Zeit und Lust im Internet Preise zu vergleichen, im Vorfeld Reiseführer zu wälzen oder im Reisebüro anzustehen. Das hat jetzt ein Ende! Ein junger Erfinder aus Salzburg, Gerald Müller, hat sich darüber Gedanken gemacht und die Lösung gefunden: die Website www.yourcitytour.com

erfinder.at hat mit ihm darüber gesprochen.

Quelle: Gerald Müller

Herr Müller, was genau ist yourcitytour.com?

yourcitytour.com ist eine Online-Reiseplattform, die sich weltweit an alle Städtereisende richtet. Ziel ist die Entwicklung eines webbasierten Reiseführers:

  • für alle Großstädte mit mehr als einer Million Einwohner, das sind weltweit mehr als 450 Städte
  • übersetzt in die häufigsten 50 Sprachen der Welt – damit werden dann mehr als 80% der Menschheit angesprochen
  • mit geführten Stadttouren von jedem Ausgangspunkt einer Großstadt

Feedback ist erwünscht! Die Seite befindet sich noch ca. ein Jahr in der Entwicklung. Einige Tools sind aber jetzt schon verfügbar. Unsere user können sich von stetigen Erweiterungen überraschen lassen – auf Rückmeldungen freuen wir uns!

Und wie funktioniert das?

Lediglich mit einem Klick auf die gewünschte Stadt wird dem Gast sofort eine perfekte Reise in seiner Muttersprache vorgeschlagen. Dies umfasst

  • ein geeignetes Stadthotel,
  • geführte Touren mit dem Startpunkt vom gewählten Hotel aus,
  • passende Flugverbindungen für An- und Abreise und
  • einen Kalkulator, mit dem die gesamten Reisekosten geschätzt werden.

Der Urlauber kann nun über die Plattform das vorgeschlagene Hotel und die Flüge buchen oder den Vorschlag nach seinen eigenen Vorstellungen verändern. Die Stadttouren sind mit einer detaillierten Wegbeschreibung versehen und führen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zu den Sehenswürdigkeiten gibt es Beschreibungen, die kurzweilig informieren. Die Informationen können übersichtlich und kurz zusammengefasst, als PDF-Dokument kostenlos heruntergeladen werden.

London Tower Bridge, Quelle: https://www.wikipedia.org/

Woher stammt diese Idee?

Stellen Sie sich vor, dass Sie einen Urlaub machen wollen. Sie wissen zwar das Urlaubsziel, Sie haben aber ansonsten keine Informationen, wie Sie dorthin kommen, welches Hotel Sie buchen sollten und was Sie in der Stadt tun sollen. Sie wollen aber keine Zeit in lange Vorbereitungen, kompliziertes Organisieren, etc. investieren und vor Ort maximal viel erleben. Genau da kann Ihnen yourcitytour.com helfen. Mit nur einem Klick bekommen Sie sofort einen Vorschlag und eine gesamte Planung für den Urlaub.

Wie soll die Entwicklung aussehen?

Am Anfang werden die Touren automatisch mit einem eigens entwickelten Verfahren den usern vorgeschlagen. In einer späteren Phase – wenn es eine genügend große community gibt – werden Touren von usern auf die Plattform gestellt, bewertet und empfohlen. Wir haben die Touren nicht alle selbst getestet, dazu gibt es zu viele. Aber im Laufe der Zeit soll es auch möglich sein, dass user selbst ihre Lieblingstouren eintragen können.

Verraten Sie uns Ihre Lieblingstour?

Vienna Prater; Quelle: https://www.wikipedia.org/

Eine Tour durch Yangzhou in Farsi! Die gibt es noch zwar nicht, aber wir arbeiten daran!

Wir lassen uns überraschen! Hinter der Idee steckt übrigens die Internetagentur factor4 aus Salzburg, die für alle Städteurlauber die Planung erleichtern möchte. Unentschlossene finden auf der Seite vielleicht sogar den einen oder anderen Anreiz. Wen jetzt das Fernweh gepackt hat – erste Städte sind

bereits verfügbar! Viel Spaß bei der Planung!

Weitere Informationen bekommt man direkt bei der Internetagentur factor 4!

Okt 212010
 

Gedrängel in der Fußgängerzone, wildes Gehupe und dazwischen risikofreudige Radfahrer, die das Verbot rechts zu überholen nicht allzu ernst nehmen – das sind Alltagsbilder rund um den Marktplatz vieler Städte und Gemeinden. Nicht so in Enns, in Oberösterreich. Hier wird auf gegenseitige Rücksichtnahme gesetzt – ganz nach dem cittaslow Prinzip.

Cittá slow; Quelle https://www.tse-enns.at

Dieses Prinzip besagt nichts anderes, als dass alle Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Auto- und Radfahrer – gleichberechtigt sind, gegenseitig aufeinander achten, sich den Verkehrsgegebenheiten anpassen und durch Blickkontakt verständigen. Entstanden ist das Grundprinzip 1997 in Italien. Mittlerweile gibt es weltweit verschiedene Städte und Gemeinden, die sich daran halten. Enns war die Erste Stadt in Österreich, die das Konzept umgesetzt hat. Die Regionalkultur soll gestärkt werden und Bürger bekommen so ein neues Bewusstsein für ihre Stadt.

“ Es gibt viele Diskussionen und Kritiken zu unserem Konzept. Aber wenn diskutiert wird, dann lässt man sich auch eher auf den Gedanken ein und nimmt gerne Rücksicht auf andere“, so Bürgermeister Stefan Karlinger. In Enns wurde sogleich die Fußgängerzone wieder abgeschafft, weil die Zugänge viel zu eng waren. Hier dürfen jetzt sogar Autos fahren, mit der Höchstgeschwindigkeit von 20km/h. So wurde der Marktplatz wieder viel belebter und es siedelten sich zusätzlich neue Geschäfte an. “ Wir sagen nein zur Fußgängerzone: seit die Leute wieder mit dem Auto herfahren können, hat sich unser Umsatz deutlich gesteigert“ sagt Frau Susanne Eberl, Unternehmerin.

Das Konzept fördert aber nicht nur das Miteinander, sondern auch den Umweltschutz, da bei geringerer Geschwindigkeit auch weniger CO2 ausgestoßen wird. So wurden die Autos nicht aus der Stadt verbannt und trotzdem für ein friedliches Nebeneinander gesorgt. Gleichzeitig tun die Ennser aber noch mehr für die Umwelt: mit dem wöchentlichen Bauernmarkt werden Produkte aus der Region verkauft und lange Transportwege gespart. Wieder ein Plus für die Natur! So profitieren alle davon und die Ennser Schüler haben dafür eigens einen Schulweg-Rap erfunden. Ausgestiegen wird bei den praktischen Elternhaltestellen und von dort geht’s zu Fuß in die Schule.

Umweltschutz und Gesellschaftsförderung – das sind gute Gründe dafür, warum das Konzept der Stadt Enns eines von vier nominierten Projekten beim österreichischen Klimaschutzpreis 2010 ist und zwar in der Kategorie Regionen & öffentlicher Raum. Morgen abend kann für diese Kategorie abgestimmt werden, im ORF bei Konkret TV.

Schnecke; Quelle: https://www.enns.at

Die Ennser haben das Konzept für sich umgewandelt und die Schnecke als Symbol für das gemäßigte Fahrverhalten auserkoren. Unter dem Motto „Zeit fürs Leben“, sind sogar die meisten Verkehrsschilder aus der Innenstadt verschwunden und der Schnecke in verschiedenen Formen gewichen. Hotelgäste erwartet bei ihrem Besuch Gebäck in Schneckenform, um sich gleich auf das Lebensgefühl einzustellen. Am 28.10.2010 soll sogar ein Weltrekord gestartet werden: die älteste Stadt Österreichs möchte die längste Schnecke der Welt, aus liegenden Menschen, bilden.

Okt 192010
 

Elektro-Auto; Quelle: https://www.a1telekom.at

Mobilität ist ein aktuelles Thema, das viele Köpfe beschäftigt. Es ist viel die Rede von Elektromotoren bei Autos und Fahrrädern. Das Problem: wo kriege ich meinen Saft her, wenn die Batterie leer ist? Die österreichische Firma A1 Telekom hat dazu ein Pilotprojekt gestartet. So kriegen sogar die unmodernen Telefonzellen wieder eine neue Bedeutung – als Anrufmöglichkeit und Stromtankstelle in Einem.

Österreichweit gibt es noch ca. 13.500 Telefonzellen, die eher weniger als mehr genutzt werden. Mit einem speziellen Bausatz können diese Zellen aufgerüstet werden und dienen als Steckdose. In erster Linie sollen damit Elektro-Autos gefüttert werden können, aber auch für Elektro-Bikes oder andere einspurige Fahrzeuge gibt’s einen Anschluss. “ So tragen wir mit unseren Telefonzellen dazu bei, den CO2-Ausstoß weiter zu verringern und der Immobilität Vorschub zu leisten“, so Generaldirektor Ametsreiter.

DI Dr. Peter Layr, Vorstandsdirektor EVN, Dr. Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 Telekom Austria, Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann Niederösterreich und Herbert Gruber, Bürgermeister von Maria Taferl, eröffnen Niederösterreichs erster Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle; Quelle: A1 Telekom Austria

Für die Pilotphase stehen aktuell drei Stromtankstellen zur Verfügung, unter anderem in Maria Taferl und in Alpbach in Tirol. Sie werden vor allem von Kunden mit geliehen Elektro-Fahrrädern genutzt. Weitere 1000 Telefonzellen könnten rasch umgerüstet werden. Noch wird der Strom kostenlos abgegeben – nach der Testphase wird dann über die Bezahlung weiter nachgedacht. Möglich wären ein Chip im Stecker oder eine Tankkarte. Weitere Ideen sind die Bezahlung und Reservierung der Tankstelle per SMS.

Mit dieser Innovation stellt die A1 übrigens eines von vier nominierten Projekten beim diesjährigen österreichischen Klimaschutzpreis, in der Kategorie Industrie & Großbetriebe.

So werden die alten Telefonzellen zu neuem Leben erweckt und man kann tanken, telefonieren und Umweltschutz verbinden. Wie wär’s denn da zum Beispiel noch mit einer günstigen Tank- und Telefonflatrate?

Okt 182010
 

Wer hat sich nicht schon über die vielen LKW geärgert, die Tag für Tag die Autobahnen bevölkern? Oder über die hohen Preise für Luftfracht – von den Emissionswerten der Flugzeuge gar nicht zu sprechen. Trotzdem wollen wir alle unsere Güter schnellstmöglich und am besten alles gleichzeitig von A nach B bringen lassen – ein Widerspruch!

Sea Cargo Hafen Hamburg; Quelle https://www.cargo-partner.com; cargo-partner Wien

Ein niederösterreichisches Transportunternehmen macht sich darüber schon lange Gedanken und versucht auf seine Weise zum Umweltschutz beizutragen. Wo irgend möglich werden Transporte nicht mit LKW durchgeführt, sondern auf Schienen verlagert. So können mehr Güter in schnellerem Tempo vorangebracht werden. Auch die Schifffahrt wird für Transportzwecke der Firma Cargo Partner GmbH genutzt. Allerdings wird darauf Wert gelegt, dass die Fahrten so langsam wie möglich geschehen, denn je schneller ein Schiff fährt, desto mehr CO2-Ausstoß findet statt. Auch die hauseigenen Firmenfahrzeuge bewegen sich umweltfreundlich: mit Biogas, das im Nachbarort aus landwirtschaftlichen Abfallprodukten hergestellt wird. Durch diese Maßnahmen können im Jahr mehrere Tonnen CO2 gespart werden. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell man mit ein wenig Überlegung was für die Umwelt tun kann!

Eigentümer Stefan Kraut geht mit seiner Firma aber noch einen Schritt weiter. Er selbst fährt einen amerikanischen

Elektro-Flitzer; Quelle: https://www.cargo-partner.com, Niki Faistauer

Elektro-Flitzer, der sogar den Mitarbeitern zur Verfügung steht. Damit soll das Umweltbewusstsein noch mehr geschürt werden. Und die Nachfrage nach dem Auto des Chefs ist groß! In Energiespar-Trainings können die Mitarbeiter aber auch lernen, wie sie mit dem eigenen Auto Sprit sparen. Dass das Unternehmensgebäude mit einer umweltfreundlichen Klimaanlage und tageslichtabhängiger Beleuchtung ausgestattet ist, versteht sich da fast von selbst. Das Team versucht in allen Bereichen möglichst viel Energie zu sparen und Ideen gibt es viele. Auf die Unterstützung von Studenten, die durch ihre Arbeiten etwas zum Umweltschutz beitragen, verwendet die Cargo Partner GmbH ebenfalls viel Zeit und Geld. Dies ist ein persönliches Anliegen des Chefs, das nicht selbstverstänlich ist, wie ich finde.

So viel Engagement verdient auf jeden Fall Würdigung. Daher gilt das Unternehmen als eines von vier nominierten Projekten für den österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Industrie & Großbetriebe.

Wenn mehr Unternehmen stärker auf den Umweltschutz achten und sich hier ein Beispiel nehmen würden, könnten wir also ganz schön viel sparen! Ideen und Anregungen gibt’s mit Sicherheit viele!

Okt 142010
 

MitarbeiterInnen der Impress Decor mit dem Produkt; Quelle: https://www.kleinezeitung.at/kaernten/sanktveit/2516302/versuessen-umwelt.story

Geschmacksneutral und kalorienarm, aber dennoch ein Zuckerprodukt – so werden Möbelplatten aus der Hand der Firma Impress Decor beschichtet. Bei einem Ideenmeeting kam der Geistesblitz, um das bisher genutzte Melamin zu ersetzen: „Der Staubzucker vom Kuchen schaut ja aus wie Melamin“, wie ein Mitarbeiter treffend feststellte. Das war die Geburtsstunde einer arbeitsintensiven Forschung mit erfolgreichem Ausgang – das neue Material wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, spart Transportwege und verringert Abfälle.

Bisher wurde das Produkt Melamin für die Beschichtung von
Möbeln benutzt. Die Herstellung aus Erdöl ist jedoch sehr arbeits- und energieintensiv. Die Idee, ein Zuckerprodukt, wie z.B. Melasse aus Zuckerrübenschnitzeln für Möbel zu verwenden, ist nicht neu – aber keiner hat es in Forschung und Produktion so weit geschafft, wie die Firma aus Kärnten. Daher ist das Unternehmen mit dem Zuckerprodukt auch als eines von vier Projekten beim österreichischen Klimaschutzpreis 2010 nominiert und zwar in der Kategorie Industrie & Großbetriebe. In dieser Kategorie wird heute abend abgestimmt.  Mitmachen kann jeder auf Konkret TV!

Melamin-Oberflächen; Quelle: https://www.impress.biz/blog/?p=768&cat=1〈=de

Nach drei Jahren Forschung ist das Produkt serienreif und bietet völlig idente Eigenschaften, wie das bisher genutzte Melamin, das nun nach und nach abgesetzt wird. Mittlerweile konnten wohl auch die Endabnehmer und die Industrie überzeugt werden.

Der ein oder andere wird sich also in Zukunft vielleicht auf einem süßen Möbelstück wiederfinden! Zunehmen wird man dabei aber garantiert nicht!

Okt 142010
 

Isolena-Block; Quelle: https://www.isolena.at

Die Wolle der knuddeligen Tiere ist vielseitig verwendbar – Pullis, Socken, Schals und Strickmaterial sind bekannte Produkte. Aber Schafwolle kann noch viel mehr und ist auch als ökologisches Dämmmaterial in verschiedenen Bereichen einsetzbar. Die Firma Lehner aus Waizenkirchen ist eigentlich in der Teppichproduktion zu finden. Mit dem Bau eines weiteren Geschäftsgebäudes geht das Familienunternehmen in der Nutzung des Rohstoffes aber noch einen Schritt weiter: die Wolle dient als Dämmstoff bei Wänden und Dächern des Hauses,

um ganzjährig ein angenehmes Klima zu erzeugen. Unter dem Namen ISOLENA wird das Material mittlerweile

weltweit vertrieben.

Isolena Stopfwolle; Quelle: https://www.isolena.at

Auch als Trittschalldämmung und Fensterbänder eignet sich die Wolle hervorragend. Das Prinzip ist zwar nicht neu, aber es wurde vom Familienunternehmen neu aufgerollt und erweitert. Damit haben sie sich eine Nominierung beim österreichischen Klimaschutzpreis 2010 verdient, in der Kategorie Landwirtschaft & Gewerbe. Für den Zubau wurde nicht nur der nachwachsende Rohstoff Wolle genutzt – das Gebäude beinhaltet auch ein innovatives Konzept zur Haustechnik und Energieversorgung. Auf diese Weise wird Arbeiten und Umweltschutz optimal verbunden.

„Die Handwerker mussten von der Nutzung der Wolle als Dämmstoff erstmal überzeugt werden“, so Unternehmerin Felicitas Lehner. Gut, dass es trotzdem geklappt hat! So können die MitarbeiterInnen jederzeit ein angenehmes Raumklima genießen. Die Wolle hat nämlich noch mehr Vorteile: sie bietet einen optimalen Feuchtigkeitsaustausch und filtert auch Schadstoffe von außen und reinigt somit die Luft im Inneren des Gebäudes.

Isolena-Fensterzopf; Quelle: https://www.isolena.at

Das Unternehmen ist ökologisch weiterhin auf dem Vormarsch und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wer weiß wo wir die dichte Wolle der (meist) weißen Tierchen demnächst noch überall finden!

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