Moving Carpet mit Photovoltaik-Galerie, Quelle: www.sunkid.at

Mit einem weltweiten Marktanteil von etwa 70 Prozent ist die Sunkid GmbH aus Imst in Tirol ein Spitzenreiter, wenn es um den Bereich Personenbeförderung auf Förderbändern in Skigebieten geht.

Trotz oder gerade wegen dieser scheinbar sicheren Position ist das Unternehmen allerdings auch stets bestrebt die eigenen Produkte weiter zu entwickeln. Stets wichtig ist dem innovativen Unternehmen dabei der Umweltaspekt, dem speziell durch die neueste Entwicklung großer Wert beigemessen wird.

Die aktuellste Weiterentwicklung betrifft ein Förderband – den sogenannten Moving Carpet -, der durch seine auf der Galerie montierten Photovoltaik-Module zum Stromlieferanten wird.

Produziert mehr Energie als gebraucht wird, Quelle: www.sunkid.at

“Die mit Solarmodulen bestückte Überdachung des Zauberteppichs produziert mehr Ökostrom als die Anlage selbst benötigt. Der überschüssige Reststrom kann ins  Stromnetz eingespeist werden”, erklärt Emanuel Wohlfahrter, CEO. Das bisher weltweit einzigartige Projekt wurde in Gerlos in der Zillertal Arena verwirklicht und ist 180 m lang und benötigt für den normalen Förderbetrieb (täglich von 9 bis 16 Uhr) etwa 16.000 kWh Strom im Jahr. Die 74 Photovoltaik-Module auf der Galerie wiederum produzieren jedoch rund 22.000 kWh im Jahr. Somit werden etwa 27 Prozent “überschüssiger” Strom erzeugt, der ins Netz eingespeist wird.

Ein weiteres Plus neben der umweltfreundlichen Personenbeförderung ist natürlich ebenso der Schutz vor Wind und Wetter durch die Galerie sowie die Gewissheit, dass die Sunkid GmbH die Solarmodule durch die Firma PVT Austria produzieren lässt. Somit findet beinahe die gesamte Produktion gänzlich in Österreich statt.

 

Bauherr Martin Brunn und seine Photovoltaikanlage

Liebe Leute es wird spannend. In den letzten drei Wochen hab ich euch immer wieder mal über die Nominierten des österreichischen Klimaschutzpreises berichtet. Es gab wieder zahlreichen Einreichungen und die Jury hatte es nicht leicht bei der Auswahl der Finalisten. Heute werde ich euch noch die letzten zwei Projekte in der Kategorie Alltag & Ideen vorstellen und den Anfang macht hier Martin Brunn.

Das Projekt wurde also nicht von einem Unternehmen, sondern von einer Privatperson eingereicht. Er wollte den Leuten zeigen wie man aus einem Altbau ein Plus-Energie Haus macht. Im “Ländle“, wie man dort so schön sagt, steht das Haus für die Zukunft. Nur 200m vom Bodensee entfernt in Hard steht das Haus, dass über die Grenzen von Vorarlberg hinaus für große Aufmerksamkeit sorgt.

Wie schon der Name sagt Plus-Energie Haus, wird mehr Energie produziert als es verbraucht. Der Grund dafür sind die rund 80m² Solarstromzellen auf dem Dach. Aber nicht nur darauf wurde großen Wert gelegt. Auch bei den anderen Materialien wurde mit Sicherheit nicht gespart. Die Wände sind 60 cm dick und mit Roggenstroh und Flachsmatten isoliert worden. Das Holz ist aus heimischen Wäldern und mit Lehm wurde verputzt.

Fast 600.000 € hat das Gebäude gekostet und für Martin Brunn ist das nicht hirnrissig. Denn er ist davon überzeugt, dass es an der persönlichen Wertschätzung hängt. Der eine investiert lieber in ein teures Auto oder einen Urlaub und für Ihn ist einfach das Haus sehr wichtig.

Auch für Daniela Brunn hat das Haus große Bedeutung. Sie ist sehr stolz darauf und hofft das die Leute, die jetzt mit dem Hausbau beginnen, sich ein Beispiel nehmen und auch ein Plus-Energie Haus errichten.

Das Vienna Bike ohne Koffer!

Das letzte Projekt kommt den treuen Land-der-Erfinder Lesern sicher etwas bekannt vor. Herr Valentin Vodev hat seine kreativen Finger wieder zeichnen lassen. Der Designer hat bereits Anfang des Jahres ein Fahrrad entworfen. Biquattro heißt das Pedelec (Pedal Electric Cycle), das mit Hilfe einer speziellen Mechanik vom Zweirad in ein Dreirad umgewandelt werden kann. Auch mit diesem Rad konnte man Sachen transportieren.

Das Fahrzeug war bereits beim James Dyson Award unter die besten Beiträge bekommen, aber damit wollte sich Herr Vodev nicht zufrieden geben. Er bastelte also weiter und entwickelte nun das Vienna Bike. Mit dem er nun auch für den Klimaschutzpreis 2011 nominiert wurde.

Das Vienna Bike ähnelt ein wenig dem oben erwähnten Biquattro. Es handelt sich dabei um ein klappbares Dreirad, dass auf dem Gepäckträger einen Koffer transportiert. Dieser aufklappbare Koffer bietet laut Designer fast so viel Platz wie ein Kofferraum eines Kleinwagens. Im Vergleich schaffen herkömmliche Fahrradaufsätze nur einen Bruchteil des Volumens. Echte Transportfahrräder sind wiederum größer und schwerer lenkbar. Das Vienna Bike vereint also die guten Eigenschaften beider Räder.

Jetzt kennt ihr also alle Nominierten und könnt für sie voten. Denn unter allen die telefonisch oder per Internet mitstimmen wird auch ein Publikumspreis verlost.

 

Safetydock; http://www.safetydock.at/

Segways, Elektro-Fahrräder und -Roller sind fast schon ein alltägliches Bild im Straßenverkehr und werden wohl auch nicht so schnell daraus verschwinden. Im Gegenteil – die kreativen Erfindungen zur “grünen Mobilität” nehmen stetig zu. Gründe dafür liegen laut dem Linzer Erfinder Klaus Pichlbauer auf der Hand: “Elektrisch betriebene Fahrzeuge sind umweltfreundlich und leise, sie sind kostensparend und einfach zu bedienen”. Aber wohin mit den Geräten, wenn man sie gerade nicht braucht? Fahrradständer gibt’s ja meistens noch – aber Segway- oder spezielle Roller-Parkplätze eher nicht. Der Linzer hat dafür eine Lösung: Safetydocks. Das sind spezielle Schließfachysteme für alle möglichen Gelegenheiten – und das Praktische ist, dass sogar Steckdosen vorhanden sind.

Eine komplette Garage ist ca. 6m lang und passt damit genau auf einen PKW-Parkplatz. Sechs gleich große Schließfächer ermöglichen eine diebstahlsichere Aufbewahrung von vielen wichtigen Dingen, die damit gleichzeitig auch vor Beschädigung wie auch vor Wind und Wetter geschützt sind. Mit dem Gabelstapler können die Blöcke ganz bequem transportiert werden. Und das Beste ist: E-Fahrzeuge in allen Formen oder andere elektronische Geräte, wie Laptops, können in den geräumigen Boxen auch noch aufgeladen werden, weil jede eine Steckdose dabei hat. So werden alle Fortbewegungsmittel und andere elektronische Instrumente auch gleich wieder fit gemacht, für die Weiterbenutzung. Eine Investition für unsere Umwelt: ” Wer sich elektrisch fortbewegt, spart Zeit, Geld und Energie – eine Investition in eine saubere Zukunft. Wir haben für den Radweg zwischen Berlin und Kopenhagen sogar einen Ideenwettbewerb für Fahrradständer gewonnen“, erzählt Pichlbauer stolz.

Klaus Pichlbauer mit Klaus Sommerlechner, Quelle: privat

Das System funktioniert ganz einfach:

  • eine Magnetkarte (z.B. EC- oder Kreditkarte, Kundenkarte, Mitarbeiterkarte) und/oder ein RFID-System, dient zur Identifikationam Infoterminal
  • über eine LED-Anzeige wird ein freies Safetydock angezeigt
  • Gefährt oder anderes Gepäck in der Box verstauen und nach Bedarf das Ladekabel anschließen
  • Tür schließen – die Verriegelung erfolgt automatisch
  • Beim Abholen identifiziert man sich wieder mit der Karte und die Parkgebühr wird dabei einfach abgebucht

Die Zielgruppen für die Schließfachsysteme sind vielfältig: Verkehrsbetriebe, Energieversorgungsbetriebe, Parkplatzbetreiber, Tourismusbetriebe, Einkaufszentren und Supermärkte, Freizeit- und Sporteinrichtungen, Unternehmen mit Parkraumbedarf, Veranstalter- und Eventorganisatoren, Gemeinden und Tourismusregionen, öffentliche Bildungsanstalten, usw. – die Liste lässt sich beliebig verlängern. Die Kosten für einen Block belaufen sich je nach Block zwischen 30.000 und 40.000 Euro und auch die Wartung kann auf Wunsch durchgeführt werden. Man braucht nur eine Stelle mit Stromanschluss, um das System in Betrieb zu nehmen.

Fahrradklau und Vandalismus könnten damit der Vergangenheit angehören – und gleichzeitig werden so viele Stromtankstellen geschaffen. Vielleicht bewegt das ja den ein oder anderen, beim nächsten Einkauf doch an ein Elektro-Fahrzeug zu denken und damit was für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel zu tun.

 

Umwelt Service Salzburg; Quelle: http://www.umweltservicesalzburg.at

Das Thema Umweltschutz und Mobilität im Nah- und Fernverkehr reißt einfach nicht ab – neue Ideen werden uns auch zukünftig immer wieder begegnen. Schließlich ist es eine Angelegenheit, die uns alle etwas angeht und viel Potenzial für Innovationen und Erfindungen bereithält! Um eine breite Palette von Neuheiten vorzustellen, gibt es im Rahmen der umwelt service salzburg gala am 10. März 2011 ab 15:30Uhr, eine Präsentation verschiedenster Fahrzeuge mit alternativem Antrieb. Hier finden sich LKW, Scooter, E-Fahrräder und andere E-Fahrzeuge, von unterschiedlichen, namhaften Firmen. Viele wichtige Informationen und eigener Fahrspaß sind garantiert!

Salzburg ist übrigens eine E-Mobilitäts-Modellregion! Gewusst? Die Electro Drive GmbH, eine Tochterfirma der Salzburg AG, informiert über die Produkte und Anwendungen in der Stadt. Die Fahrzeugpalette ist hier vielfältig: neben E-Autos und Segways finden sich E-Fahrräder und E-Roller – also alles was das Herz begehrt und für jeden ist was dabei! Pläne für neue E-Scooter hat hingegen die GFB & Partner Unternehmensberatergruppe. Bei der Veranstaltung werden Prototypen für Motorräder und Scooter zu sehen sein, die aus österreichischer Produktion stammen.

Die Tschann Nutzfahrzeuge GmbH startet mit einer Premiere: die erste Präsentation des in Serie gebauten Hybrid-Lkw von DAF. Der Lkw hat nicht nur einen 160PS starken Dieselmotor, sondern auch zusätzlich ein “grünes Herz”, nämlich einen kompakten Elektromotor zwischen Kupplung und Getriebe. “Je nach Einsatzbereich kann die Verwendung der Hybridtechnik den Kraftstoffverbrauch und damit den CO2-Ausstoß um durchschnittlich 10 bis 20 % reduzieren. DAF ist einer der ersten europäischen Lkw-Hersteller, der die Produktion eines Hybrid-Lkw aufnimmt.” So der Hersteller, des 12 Tonnen Lkw. Auch andere Unternehmen haben sich über Antriebe bei Lkws oder sonstigen schweren Maschinen Gedanken gemacht. Hier gibt’s nämlich keine Motoren auf reiner Erdgas/Biogas-Basis und daher beschäftigt sich das Henndorfer Unternehmen Infinite GmbH mit Dual-Fuel-Systemen. Dabei werden in einer modifizierten Dieselmaschine Erdgas/Biogas und Diesel parallel genutzt.

DAF Hybrid Lkw; Quelle: http://www.daf.eu

Dies sind aber bei weitem noch nicht alle Attraktionen der Ausstellung vor dem Mozarteum. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall! Nach der Präsentation können die Fahrzeuge besichtigt und auch Probe gefahren werden. Bei der anschließenden umwelt service salzburg Gala werden die Innovationsgespräche vertieft und vielleicht sogar neue Ideen gesponnen, wer weiß?!

 

Success for Future Award

Greenwash, blauer Planet, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Ökologie – diese Worte begegnen uns alltäglich aber die wenigsten machen sich noch Gedanken darüber. Eigentlich schade! “Obwohl wir seit 40 Jahren wissen, dass wir unsere Heimat, die Erde, gnadenlos zumüllen und ausplündern, tun wir immer noch so als hätten wir einen Ersatzplaneten im Kofferraum”, so Schauspieler Hannes Jaennicke. Ideen für die Umsetzung von Nachhaltigkeit und Co sind gefragt und bleiben auf der Liste ganz oben! Jetzt gibt’s wieder einen Preis zu gewinnen: der Success for Future Award sucht innovative Projekte von Einzelpersonen oder Unternehmen, die Ökologie und Ökonomie verbinden. Und das sogar mit prominenter Unterstützung: in der Jury sitzen neben unanbhängigen Experten auch engagierte Persönlichkeiten, wie Award-Initiator Martin Krug, Utopist und Schauspieler Hannes Jaennicke oder LOHAS.de-Gründer Peter Parwan, die die Ideen für die Welt von morgen unterstützen. Im Mittelpunkt steht die Tatsache, dass nachhaltiges Handeln und wirtschaftlicher Erfolg kein Wiederspruch ist.

Eingereicht werden können Erfindungen und Ideen, die Nachhaltigkeit lebbar und erlebbar machen, um uns allen Anstöße dafür zu geben unsere Lebensbedingungen zu ändern. Für unseren Planeten und soziale Verantwortung! Der Award wurde von den Unternehmen BT (Germany) und Schüco International KG ins Leben gerufen: zwei Firmen, die sich selbst seit Jahren nachhaltiges Engagement zum Ziel gesetzt haben. “Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen vor allem ans Kostensparen denken, ist es wichtig zu betonen: Es gibt viele Innovationen, die uns helfen, nachhaltiges Handeln und wirtschaftlichen Erfolg zu verbinden. Wir wollen diesen Ideen eine Bühne geben und die Besten mit dem Success for Future Award a uszeichnen. Denn Nachhaltigkeit geht jeden etwas an”, so Karsten Lereuth, CEO von BT Germany. Zur Teilnahme am Wettbewerb muss man sich nur auf der Website anmelden und seine Ideen beschreiben. Danach wird das Projekt dann auf der Homepage des Awards vorgestellt und zur Abstimmung durch das Publikum freigeschaltet – es gibt nämlich auch einen Sonder-Publikumspreis, für den auf der Seite gevotet werden kann.

Prominente Unterstützung; Quelle: http://www.successforfuture.de

Insgesamt gibt es vier Kategorien: Green Economy, Schüco Green Building, Start Up sowie Ecotainment, um die Preisgelder in Höhe von 50.000€ abzuräumen.

  • Green Economy: für Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsideen, die sich bereits erfolgreich am Markt bewährt haben und in herausragender Weise Ökonomie und Ökologie verbinden
  • Schüco Green Building: für Architekturkonzepte, die Funktionalität, Ästhetik und Nachhaltigkeit in idealer Weise vereinen
  • Start Up: für alle Konzepte, die gerade erst frisch am Markt sind oder kurz vor Markteinführung stehen. Für diesen Award können sich nur Unternehmen bewerben, die noch nicht länger als 12 Monate auf dem Markt aktiv sind oder die sich gerade in Gründung befinden. Diesen Sonderpreis gibt’s für die beste Geschäftsidee, die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit verbindet und hohes Marktpotenziel hat. Pro Unternehmen oder Einzelperson darf allerdings nur ein Businessplan eingereicht werden.
  • Ecotainment: für herausragende Leistungen in den Bereichen die uns alltäglich begegnen, wie u.a. Film, Musik, Kunst, Kultur und Lifestyle, die sich mit den Themen Ökologie, sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit auseinandersetzen

Zusätzlich gibt’s übrigens noch einen Ehrenpreis von der Jury zu ergattern: der wird für besonderes Engagement vergeben. Teilnahmeschluss ist übrigens der 01.März 2011. Bleibt also noch genügend Zeit, um sich was zu überlegen!

 

Förderungen sind wichtig; Quelle: http://www.zit.co.at

Umweltthemen finden sich wie Sand am Meer und immer mehr Unternehmen, Städte und ihre Bewohner machen sich dazu Gedanken. Grüne Technologie ist eine der Leitindustrien im 21. Jahrhundert – erneuerbare Energien und Umweltthemen schaffen international Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Die Stadt Wien z.B. steht hoch oben auf der Liste von Städten, die eine gute Lebensqualität und hohe Umweltstandards bieten. Trotzdem ist der ökologische Fußabdruck eines jeden Wieners höher, als es der Durchschnitt eigentlich erlaubt. Aus diesem Grund veranstaltet das ZIT, die Technologieagentur der Stadt Wien, schon seit einigen Jahren drei Förderwettbewerbe zum Thema. Aktuell ist ein neuer, so genannter Call, ausgerufen: der Green Innovation Call 2011.

Logo ZIT; Quelle: http://www.zit.co.at

Seit 01. Dezember können Unternehmen ihre innovativen Projekte einreichen. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Thema Green Innovation und unterstützt damit wirtschaftliche und umwelttechnologische Nachhaltigkeit am Standort Wien. Eingereicht werden kann bis 02. März 2011 – anschließend werden die Projekte von einer Fachjury bewertet. Gesamt stehen 1 Million € als Förderung zur Verfügung: die Förderquote beträgt 35% für Kleine, 25% für Mittlere Unternehmen – aber auch kleinere Projekte können gefördert werden. Um die Frauenquote zu fördern, gibt’s zusätzlich bis zu 10.000 € Bonus, wenn die Projektleitung von einer weiblichen Person übernommen wird.

Gefördert werden innovative Projekte, die die effiziente und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen zum Ziel haben. Die Ausrichtung auf die Umwelt sollte natürlich auch nicht fehlen. “Die entwickelten Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen sollen eine positive Funktion im ökologisch–ökonomischen Regelkreis ausüben und insbesondere für die diesbezüglichen spezifischen Herausforderungen des Systems „Stadt“ Lösungen anbieten”, so die ZIT. Es gibt unterschiedliche Technologiebereiche, in denen Innovationen gestartet werden können:

  • Recycling-, Reprocessing-, Substitutionstechnologien
  • Life Cycle Management, optimierter Ressourceneinsatz, Cleaner Production
  • Mess- und Frühwarnsysteme, Umweltmonitoring
  • Green IT, Green Office, Collaborative Planning
  • Energieversorgung der Zukunft, Energiemanagement
  • Nachhaltige Lösungen für Logistik und Menschenströme, Mobilitätsmanagement

Ein nachvollziehbares Geschäftsmodell sowie ökonomische Verwertbarkeit müssen allerdings gewährleistet sein. Aufgerufen werden vor allem Unternehmen, da das wirtschaftliche Risiko selbst getragen werden muss.

Im März 2011 werden wir dann über die Gewinner berichten – mal sehen wie kreativ die österreichischen Unternehmen sind!

 

Photovoltaikanlagen und LED-Lampen sind in unserem Alltag keine Seltenheit mehr – sie gehören mittlerweile zum Leben dazu. Dass sich aber ein Handwerksbetrieb komplett energieautark selbst versorgt und damit einen gewaltigen Schritt für die Umwelt tut, das ist neu im Salzburger Land. So geschieht es im Tischlereibetrieb Schwab in Schleedorf, der für sein Umweltengagement sogar ausgezeichnet wird.

Quelle: http://www.tischlerei-schwab.at

Das Familienunternehmen Schwab hat sich vor allem auf den Schwerpunkt Innenausbau spezialisiert. Dabei sind ihnen die Wünsche der Kunden genauso wichtig, wie das Wohlfühlklima im Unternehmen. Jetzt wird zusätzlich auch noch was für die Umwelt getan. “Mich stört die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Ich will unabhängig sein vom Ausland.” So Geschäftsführer Fritz Schwab. Für den Ausbau dieser Idee bekommt Schwab am Donnerstag eine Auszeichnung vom Umweltminister Niki Berlakovich für die “Steigerung der Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe”.

Deswegen wurde der Betrieb komplett umgekrempelt. Die Energie kommt jetzt zum größten Teil vom Hackgut – also den Abfällen, die in der Tischlerei anfallen. Der Strom kommt von drei Fotovoltaikanlagen auf den Dächern und auf einem Erdwall. Damit versorgt sich der Handwerksbetrieb selbst mit Strom und ist der erste energieautarke Betrieb in Salzburg. Gleichzeitig wird auf Energiesparlampen, energiesparende Arbeitsgeräte und treibstoffarme Fahrzeuge geachtet. Die Ziele sind aber noch lange nicht erreicht: “In den nächsten fünf bis acht Jahren wollen wir es schaffen, auch bei der Mobilität auf erneuerbare Energie umzustellen” so Fritz Schwab.

Wohntraum Tischlerei Schwab

Umweltschutz ist und bleibt ein wichtiges Thema in unserem Alltag. Die Möglichkeiten sind offensichtlich noch lange nicht ausgeschöpft und wenn’s dann auch noch Preise dafür gibt, ist der Anreiz gleich doppelt hoch! Wer weiß was Salzburger Unternehmen noch alles einfällt!

 

BikeLinerinnen; Quelle: http://www.bikebird.at

Radfahren zur Schule bei Wind und Wetter kann Spaß machen – mit der richtigen Kleidung und einer großen Portion Motivation. So geht’s den Schülerinnen und Schülern der Öko-Hauptschule in Kaindorf in der Steiermark. Eine Öko-Initiative hat gemeinsam mit Eltern und Kindern die BikeLine erfunden: eine Möglichkeit trotz hohem Verkehrsaufkommen sicher und gesund zur Schule zu kommen. Und nebenbei tun sie auch noch was für den Umweltschutz, nämlich den CO2-Ausstoß verringern!

Früher war der Schulweg mit dem Rad zu gefährlich für die meisten Schüler, weil die umliegenden Straßen stark befahren sind. Also haben die Eltern Taxi gespielt und dabei vor der Schule häufig Stau verursacht. Nicht schön für die Umwelt und die Gemeinschaft! Deswegen gibt’s seit dem 21. Mai die BikeLine, die alle umliegenden Dörfer verbindet und die Kinder in Gruppen sicher zur Schule bringt. So spornen sie sich gegenseitig an und haben gemeinsam viel Spaß.

An verschiedenen Stellen wurden Haltestellen eingerichtet, an denen sich die Kinder sammeln und zu festgelegten Zeiten abfahren. Wo es nötig war, wurden neue Radwege gebaut und Straßen umgangen. Die Vorteile der BikeLine liegen auf der Hand, laut dem Organisator Dietmar Scheiblhofer:

  • es fahren weniger Autos zur Schule und damit sinkt der CO2-Ausstoß
  • die Kinder bewegen sich täglich an der frischen Luft und machen Sport, sind damit also gesünder
  • die Schüler entdecken das Fahrrad als Sport- und Spaßgerät
  • die Kosten für Fahrten sind geringer und es entsteht kein Stau
  • durch das Fahren in der Gruppe sind die Kinder besser sichtbar für Autofahrer, die Fahrten sind also sicherer

BikeLine Fahrräder; Quelle: http://www.bikebird.at

Und auch der sportliche Ehrgeiz wird geweckt! Es gibt verschiedene Kategorien in denen sich die Kinder im Wettkampf messen können. Jeder hat einen elektronischen Aufkleber auf dem Fahrradhelm und kann sich an einem Terminal in der Schule einchecken. Dabei werden das Fahrverhalten und die gefahrenen Kilometer gemessen. Am Ende des Schuljahres gibt’s dann die Auswertung: wer die meisten Kilometer gefahren hat ist Bikekaiser oder Kaiserin; wer die meisten Höhenmeter gemacht hat ist Bergkönig oder Königin und wer sich an den meisten Tagen trotz schlechten Wetters aufs Radl traut wird Allwetterfürst oder Fürstin. Es winken interessante Preise, wie z.B. Fahrradtrikots – ganz nach dem Vorbild der Tour de France in der Einzelwertung. Bei der Klassenwertung kann die Klassenkasse aufgebessert werden. So wird ganz nebenbei noch die Gemeinschaft gefördert!

Mit diesem Projekt ist die Öko-Schule in Kaindorf übrigens eines von vier nominierten Projekten beim
österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Alltag & Ideen. Geplant ist der Ausbau der BikeLine auch an weiteren Schulen. Damit machen sich die sechs umliegenden, steierischen Gemeinden weiterhin einen Namen als Öko-Region. Und vielleicht erinnern sich ja die Kinder später mal daran, auch im Berufsleben öfter mal das Rad zu nutzen und damit weiter Umweltschutz zu betreiben und nebenbei was für die Gesundheit zu tun! Das könnte ab und an mit Sicherheit ein Vorbild für uns alle sein!

 

Gedrängel in der Fußgängerzone, wildes Gehupe und dazwischen risikofreudige Radfahrer, die das Verbot rechts zu überholen nicht allzu ernst nehmen – das sind Alltagsbilder rund um den Marktplatz vieler Städte und Gemeinden. Nicht so in Enns, in Oberösterreich. Hier wird auf gegenseitige Rücksichtnahme gesetzt – ganz nach dem cittaslow Prinzip.

Cittá slow; Quelle http://www.tse-enns.at

Dieses Prinzip besagt nichts anderes, als dass alle Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Auto- und Radfahrer – gleichberechtigt sind, gegenseitig aufeinander achten, sich den Verkehrsgegebenheiten anpassen und durch Blickkontakt verständigen. Entstanden ist das Grundprinzip 1997 in Italien. Mittlerweile gibt es weltweit verschiedene Städte und Gemeinden, die sich daran halten. Enns war die Erste Stadt in Österreich, die das Konzept umgesetzt hat. Die Regionalkultur soll gestärkt werden und Bürger bekommen so ein neues Bewusstsein für ihre Stadt.

” Es gibt viele Diskussionen und Kritiken zu unserem Konzept. Aber wenn diskutiert wird, dann lässt man sich auch eher auf den Gedanken ein und nimmt gerne Rücksicht auf andere”, so Bürgermeister Stefan Karlinger. In Enns wurde sogleich die Fußgängerzone wieder abgeschafft, weil die Zugänge viel zu eng waren. Hier dürfen jetzt sogar Autos fahren, mit der Höchstgeschwindigkeit von 20km/h. So wurde der Marktplatz wieder viel belebter und es siedelten sich zusätzlich neue Geschäfte an. ” Wir sagen nein zur Fußgängerzone: seit die Leute wieder mit dem Auto herfahren können, hat sich unser Umsatz deutlich gesteigert” sagt Frau Susanne Eberl, Unternehmerin.

Das Konzept fördert aber nicht nur das Miteinander, sondern auch den Umweltschutz, da bei geringerer Geschwindigkeit auch weniger CO2 ausgestoßen wird. So wurden die Autos nicht aus der Stadt verbannt und trotzdem für ein friedliches Nebeneinander gesorgt. Gleichzeitig tun die Ennser aber noch mehr für die Umwelt: mit dem wöchentlichen Bauernmarkt werden Produkte aus der Region verkauft und lange Transportwege gespart. Wieder ein Plus für die Natur! So profitieren alle davon und die Ennser Schüler haben dafür eigens einen Schulweg-Rap erfunden. Ausgestiegen wird bei den praktischen Elternhaltestellen und von dort geht’s zu Fuß in die Schule.

Umweltschutz und Gesellschaftsförderung – das sind gute Gründe dafür, warum das Konzept der Stadt Enns eines von vier nominierten Projekten beim österreichischen Klimaschutzpreis 2010 ist und zwar in der Kategorie Regionen & öffentlicher Raum. Morgen abend kann für diese Kategorie abgestimmt werden, im ORF bei Konkret TV.

Schnecke; Quelle: http://www.enns.at

Die Ennser haben das Konzept für sich umgewandelt und die Schnecke als Symbol für das gemäßigte Fahrverhalten auserkoren. Unter dem Motto “Zeit fürs Leben”, sind sogar die meisten Verkehrsschilder aus der Innenstadt verschwunden und der Schnecke in verschiedenen Formen gewichen. Hotelgäste erwartet bei ihrem Besuch Gebäck in Schneckenform, um sich gleich auf das Lebensgefühl einzustellen. Am 28.10.2010 soll sogar ein Weltrekord gestartet werden: die älteste Stadt Österreichs möchte die längste Schnecke der Welt, aus liegenden Menschen, bilden.

 

Elektro-Auto; Quelle: http://www.a1telekom.at

Mobilität ist ein aktuelles Thema, das viele Köpfe beschäftigt. Es ist viel die Rede von Elektromotoren bei Autos und Fahrrädern. Das Problem: wo kriege ich meinen Saft her, wenn die Batterie leer ist? Die österreichische Firma A1 Telekom hat dazu ein Pilotprojekt gestartet. So kriegen sogar die unmodernen Telefonzellen wieder eine neue Bedeutung – als Anrufmöglichkeit und Stromtankstelle in Einem.

Österreichweit gibt es noch ca. 13.500 Telefonzellen, die eher weniger als mehr genutzt werden. Mit einem speziellen Bausatz können diese Zellen aufgerüstet werden und dienen als Steckdose. In erster Linie sollen damit Elektro-Autos gefüttert werden können, aber auch für Elektro-Bikes oder andere einspurige Fahrzeuge gibt’s einen Anschluss. ” So tragen wir mit unseren Telefonzellen dazu bei, den CO2-Ausstoß weiter zu verringern und der Immobilität Vorschub zu leisten”, so Generaldirektor Ametsreiter.

DI Dr. Peter Layr, Vorstandsdirektor EVN, Dr. Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 Telekom Austria, Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann Niederösterreich und Herbert Gruber, Bürgermeister von Maria Taferl, eröffnen Niederösterreichs erster Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle; Quelle: A1 Telekom Austria

Für die Pilotphase stehen aktuell drei Stromtankstellen zur Verfügung, unter anderem in Maria Taferl und in Alpbach in Tirol. Sie werden vor allem von Kunden mit geliehen Elektro-Fahrrädern genutzt. Weitere 1000 Telefonzellen könnten rasch umgerüstet werden. Noch wird der Strom kostenlos abgegeben – nach der Testphase wird dann über die Bezahlung weiter nachgedacht. Möglich wären ein Chip im Stecker oder eine Tankkarte. Weitere Ideen sind die Bezahlung und Reservierung der Tankstelle per SMS.

Mit dieser Innovation stellt die A1 übrigens eines von vier nominierten Projekten beim diesjährigen österreichischen Klimaschutzpreis, in der Kategorie Industrie & Großbetriebe.

So werden die alten Telefonzellen zu neuem Leben erweckt und man kann tanken, telefonieren und Umweltschutz verbinden. Wie wär’s denn da zum Beispiel noch mit einer günstigen Tank- und Telefonflatrate?

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