Jul 262016
 

Der Energy Globe Award rückt Jahr für Jahr nachhaltige Projekte in den Mittelpunkt und kürt in verschiedenen Kategorien die besten, sozusagen die Vorzeigeprojekte. Dass dabei durchaus ebenso Nominierte spannende Lösungen vorweisen, beweisen zwei Unternehmen, die wir dieses Mal vorstellen möchten. Konkret möchten wir zwei Nominierte in der Kategorie Erde aus Oberösterreich vor den Vorhang holen.

Ein Schuh mit gutem Gewissen

Think Schuhwerk GmbH
Viele Gedanken hat sich die Think Schuhwerk GmbH bei der Produktion des schwarzen CHILLI Schnürers gemacht, denn die Zielvorgabe war das Österreichische Umweltkennzeichen. Dass das gar nicht so einfach ist, ist vielen vielleicht nicht bewusst, denn von der Herstellung der Materialien bis zum Lieferant und der Produktpflege wird alles penibelst geprüft. Eine faire und ressourcenschonende Herstellung und Verarbeitung der Materialien sind dabei Kernthemen, wobei viele andere Teilaspekte hinzukommen.

Mittlerweile ist die Think Schuhwerk GmbH der erste Schuhhersteller, der das Österreichische Umweltkennzeichen vorzeigen darf. Wie man sieht, hat es dieser Schuh also in sich! Ein Schuh mit gutem Gewissen, hohen Ansprüchen und klassischem Design – gutes Auftreten garantiert 🙂

 

Normstabil Holzziegel

Überzeugend anders – so könnte man den Normstabil Holzziegel der Hausverstand Bau GmbH c/O Bausatzhaus beschreiben.

Mit dem Ziegel aus Holz wurde ein leistbares, umweltfreundliches Baumaterial geschaffen, das nicht nur schnell zur Verfügung steht, sondern auch bedeutend weniger Energie in der Herstellung als gängige Ziegel benötigt. Der Holzziegel selbst ist etwa 90 x 40cm groß, besteht aus mehreren Lagen Massivholz und besitzt eine starke Lastabtragung.

Am Baugrund erinnert die „Bausteinbauweise“ einige möglicherweise an die Zeiten als noch der Lego-Baustein zum Hausbau im Kinderzimmer verwendet wurde. Tatsächlich kann mittels Holzziegeln ein Rohbau mit einer Wohnfläche von 150m² bereits in 2-3 Tagen hingestellt werden. Das beeindruckt und hat der Hausverstand Bau GmbH zu Recht die Nominierung beim Energy Globe Award eingebracht.

Apr 152016
 

Mit Dampf voraus. Quelle: www.meinbezirk.at

Alles sprießt und wächst – so auch das Unkraut.

Für schnelle Ergebnisse wird dann gern einmal zum Unkrautvernichtungsmittel gegriffen, da das manuelle Ausrupfen nicht nur anstrengend, sondern auch zeitintensiv ist. Die Firma Reinigungstechnik Ertl hat jedoch eine völlig harmlose Lösung parat. Ob für den eigenen Garten oder aber für öffentliche Gehwege und Parkareale – mit dem eigens entwickelten Bio Reinigungsmittel gibt es eine schonende Variante. Der Clou der Sache liegt in dem eigenen MODI Dampfverfahren – Stichwort: Wasserkraft voraus.

Da wird ordentlich Dampf gemacht
Durch die Hitze des Dampfes beim Besprühen des ungeliebten Unkrauts werden pflanzeneigenes Eiweiß und Zellwände zerstört. Zusätzlich werden sozusagen etliche der am Boden liegenden Samen sozusagen entschärft. Die Wirksamkeit des Verfahrens ist unmittelbar nach dem Bedampfen augenfällig, denn die Pflanzen verfärben sich, trocknen in Folge aus und verfallen schließlich.

Offenbar ist das MODI-System bei jeder Witterung einsetzbar und Geräte für jeglichen Einsatz vorhanden.
Ein Verfahren, das vielleicht in die Kategorie „Das wär doch was“ fällt.
Was meinen Sie?

Apr 112016
 

Grüne Projekte gesucht!
All jene Schulklassen, die im Schuljahr 2015/2016 grüne Projekte erarbeitet haben, sollten sich bis zum 25. Mai 2016 überlegen dieses beim österreichischen Klimaschutzpreis einzureichen. Denn hier werden Projekte  zu verschiedensten grünen Themen gesucht – Klimaschutz, Energieverbrauch, sorgsamer Ressourcenverbrauch, erneuerbare Energie, klimafreundliche Ernährung, etc.

http://www.klimaschutzpreis.at/

Besonders gute Chancen darf man sich ausrechnen, wenn das Projekt langfristig ausgelegt ist, also der positive Nutzen nicht nur bis zum Ende des Schuljahres zu tragen kommt und auch andere Menschen zum besseren Umgang mit der Natur, Ressourcen animiert werden. Speziell die Optimierung des eigenen Verhaltens im (Schul-)Alltag verspricht nachhaltigen Erfolg. Damit sich die Jury ein umfassendes Bild zum Projekt machen kann, ist es natürlich ratsam sämtliche Dokumentationen einzureichen.

Die vier besten Projekte werden nicht nur auf der klimaschutzpreis.at-Seite präsentiert, sondern auch im Rahmen des ORF-Service Magazins „heute konkret“ einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Schließlich ergänzt das Publikum den Juryposten im letzten Abschnitt um den Sieger festzustellen. Neben der Siegertrophäe darf man sich ebenso über einen Sach-/Geldpreis freuen, der das nächste Schuljahr versüßt.
Hier gehts zur Einreichung.
Viel Erfolg! 

Mrz 292016
 

Pilze lassen das Schlemmerherz höher schlagen. So auch das Herz von Manuel Bornbaum und Florian Hofer, die mit „Hut & Stiel“ ein Unternehmen gegründet haben, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, frisch geerntete Pilze anzubieten.

Bald ist die Homepage online www.hutundstiel.at

Was das Unternehmen von der Konkurrenz unterscheidet?
Umweltschonender Ressourceneinsatz und Nachhaltigkeit sind bei „Hut & Stiel“ das A & O.
Die Speisepilze wachsen nämlich auf Kaffeesud, der bislang meist im Restmüll gelandet ist. Dabei ist Kaffeesud ein nährstoffreicher Dünger. Deshalb wird dieser von „Hut & Stiel“ per Lastenfahrrad von Kaffeehäusern, Altenheimen, Restaurants und Hotels eingesammelt. Im Anschluss wird der Kaffeesud zu einem Pilzsubstrat weiterverarbeitet. Auf diesem scheißen die köstlichen Pilze in die Höhe und kommen, frisch geerntet, auf den Markt oder werden an Kunden ausgeliefert. Weiters stehen übrigens Pilz-Pesto, Pilz-Sugo und Pilz-Aufstriche auf dem Programm.

Zu guter Letzt wird das verwendete Pilzsubstrat kompostiert. So schließt sich der Kreis.
Zur Motivation für dieses Vorzeige-Unternehmen geben die Inhaber an: „Weil es wichtig ist wie unsere Lebensmittel produziert werden und woher sie stammen: Kaffee reist um die ganze Welt um bei uns entsorgt zu werden. Pilze wandeln das Abfallprodukt Kaffeesud zu hochwertigen Lebensmitteln um. Reuse Waste! Produce Taste!“

Sep 022015
 

Wasserstoff - vielfältig einsetzbar

Auersthal in Niederösterreich – vielleicht ein Ort, der bald Schlagzeilen machen wird. Dort ist nämlich ein vielversprechendes Pilotprojekt in Betrieb gegangen, das im wahrsten Sinne einen spannenden Ansatz hat. Ein Problem erneuerbarer Energiequellen besteht meist in dem Umstand, dass sich Wind- wie auch Sonnenenergie leider nicht nach den Bedarf richten, sondern eben dann Strom produzieren, wenn die Verhältnisse passen. So herrscht fast notgedrungen oftmals eine Schere zwischen Strombedarf und Angebot aus erneuerbaren Energiequellen.

Wind2Hydrogen
In dem Pilotprojekt wird der Strom der Windanlage zur Gewinnung von Wasserstoff genutzt. Wasserstoff kann als Energielieferant wiederum vielfältig eingesetzt werden und zusätzlich fällt beim Spaltungsprozess lediglich Sauerstoff als „Abfallprodukt“ an. Bei Wind2Hydrogen kommt zudem ein Prototyp einer Hochdruckelektrolyse zum Einsatz, bei dem Wasserstoff mit einem Druck von 163 bar erzeugt wird.

Maximal sollen am Tag 31kg Wasserstoff erzeugt werden, die in Folge verschieden eingesetzt werden können. Neben dem Abfüllen in Kapseln als Energiequelle für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, kann Wasserstoff beispielsweise in das Erdgasnetz bis zu einem gewissen Teil eingespeist werden.

Aug 132015
 

simon ist für alle da Quelle: 1000x1000.at/simon

Sonne tanken
Nichts ist schöner im Sommer als am See oder Meer zu liegen und einfach die Sonne zu genießen. Auch simon freut sich über Sonnenstrahlen. Simon, das ist die Solaranlage, die sich dank kompakter Maße eigentlich für jeden eignet. Strom produzieren für jedermann lautet das Stichwort, denn simon findet auch an jedem Balkon in Stadtwohnungen Platz.

simon – Das Mini Kraftwerk
Per Crowdfunding wirbt simon gerade für seine starke Qualitäten und hat inzwischen auch schon genug Unterstützer gefunden, die sich gerne ein kleines Stückchen Unabhängigkeit in puncto Energie leisten möchten. Bis zu 150W Strom soll simon dank leistungsstarker Solarzellen produzieren und damit beispielsweise genug Energie liefern, um eine Ladung Wäsche zu waschen, 35 Tassen Kaffee zu kochen oder etwa ein Mittagessen für zwei Personen zu bereiten.

 

simon, das Energiebündel, findet mit seinem Maßen von 0,69m x 1,39m schnell einen Platz und hilft bis zu 63kg CO2 im Jahr einzusparen. Dabei ist simon zu 100% aus recyclebaren Materialien gefertigt und in Österreich hergestellt. Derzeit gibt es noch einige letzte Pakete für Investitionswillige. Was meinen Sie – ein gutes Projekt?

Jul 082015
 

Kampf den Emissionen
Schadstoffemissionen eingrenzen, da denkt man zunächst an bessere Motoren oder allgemein Elektro-Autos. Besonders effizient werden Schadstoffe reduziert, wenn das Kraftfahrzeug abspeckt und eine im Vergleich schlanke Karosserie bewegt werden muss. Diese sogenannten L-Fahrzeuge, Leicht-Fahrzeuge, besitzen viel Potential. Denkt man gerade an Ballungszentren, die nicht nur mit hohen Emissionen, sondern auch Lärmbelastung und Verkehrsüberbelastung zu kämpfen haben, wird klar, dass Forscher deren Entwicklung vorantreiben wollen. Ein großes Problem ist jedoch die bislang aufwendige und kostenintensive Entwicklung und Herstellung dieser kompakten Vehikel.

EU-LIVE macht attraktiv
Hohe Preise bilden große Hürden für L-Fahrzeuge. Deshalb arbeiten Grazer Forscher im Projekt EU-LIVE (Efficient Urban Light Vehicle) gemeinsam mit elf Partnern aus verschiedenen Branchen daran die Effizienz in Entwicklung wie auch Design der Leichtfahrzeuge zu verbessern. Fahrzeughersteller sollen Modelle mit elektrischen und Plug-In-Hybrid-Antriebssträngen entwickeln können, wie auch die Karosserie an verschiedene Zielgruppen abstimmen können. „Die modulare Konzeption und Fertigung ermöglicht eine deutliche Kostensenkung, die diese Fahrzeuge für den Endkonsumenten wesentlich attraktiver machen wird“, zeigt sich Projektkoordinator Werner Rom überzeugt.

Besonders für Städte gefragt
L-Fahrzeuge überzeugen nicht nur durch ihre im Vergleich zu anderen Autos umweltfreundlichen Eigenschaften, ebenso die kompakte Karosserie macht sich in engen Stadtgebieten und auf der Suche nach Parkplätzen bezahlt. Leistbare Autos der L-Klasse würden sicher genug Anreize für etliche umweltbewusste oder einfach praktisch veranlagte Stadt- wie auch Vorstadtbewohner bieten.

Apr 092015
 

Träumt nicht jeder von uns einmal davon, sich aufzumachen und in verschiedenste Länder zu reisen, andere Kulturen kennen zu lernen, während man völlig mobil und unabhängig im Wohnmobil die Landschaft erfährt? Ihren Horizont haben auch Theresa Steininger und Christian Frantal erweitert und einen Schritt weiter gedacht. Wie könnte man das Wohnwagen-Konzept weiter denken? Mit Know-How, viel Liebe zum Detail und großem Einsatz haben die beiden einen Wohnwagen der neuen Art entwickelt.

Autark und umweltfreundlich
Ihr Wohnwagen hat es in sich! Biotoilette, Wasserkreislaufsystem, Photovoltaik-Inselanlage und Badeofen-Solar-Heizung machen es möglich, dass der Wagen völlig unabhängig „arbeitet“. Die kluge Kombination ausgereifter Systeme ermöglicht ein tatsächlich autarkes Mobil, das zu weitschweifenden Reisen inspiriert und die Seele jeden Weltenbummlers höher schlagen lässt. Abgesehen von dieser Freiheit glänzt der Wohnwagen mit seiner Natürlichkeit und vermittelt ein entsprechend angenehmes Wohngefühl. Erste Wohnwägen wurden bereits verkauft, doch die beiden Unternehmer spinnen bereits die nächsten Gedanken.

Natürliche Materialien und energieautark. Quelle: www.conda.at/startup/wohnwagon

Angestrebt wird das Bereitstellen von Modulen, durch welche existierende Wohnmobile ihren Energiehaushalt überholen und einen großen Schritt in Richtung Energieautarkie gehen. Doch das Konzept muss nicht auf Wohnwägen beschränkt sein, auch Almhütten, Camper wie auch Einfamilienhäuser können von diversen Autarkie-Modulen profitieren.

Wie es auch sei, das Projekt hat bereits etliche überzeugt und somit bereits genug Investoren auf einer Crowdfunding-Seite gefunden um den nächsten Schritt angehen zu können.
Weitere Details finden Sie hier.

Feb 112015
 

Johammer - überrascht. Quelle: www.johammer.com

So was hat man noch nicht gesehen

Wir stellen vor: Johammer, eine österreichische Entwicklung, die wir hier gerne vorstellen möchten.
Wie einem Science-Fiction Film entsprungen, wirkt das Elektromotorrad Johammer. Ein Design, das futuristisch und ansprechend zugleich, Lust auf eine Testfahrt macht.

Was man dem spannenden Gefährt nicht ansieht, ist die enorme Entwicklungsarbeit, die in ihm steckt. Stolze 2,1 Millionen Euro betrugen die Entwicklungskosten, die dort ansetzen, wo andere nicht mehr weiterdenken. Denn das Elektro-Motorrad geht andere Wege.

Gut so!

Das Johammer-Credo: Zukunft braucht kein Zögern

Neue Wege Quelle: www.johammer.com

Das erste serienreife E-Motorrad mit je nach Modell 150 oder 200km Reichweite kann sich sehen lassen. Nach einem zweiten Blick auf Johammer werden sich Biker fragen: und wo sind die Anzeigen? Ganz gewieft sind in den beiden Rundspiegeln sämtliche Anzeigeinstrumente integriert. Die hochauflösenden 2,4″ Farbdisplays geben sämtliche Angaben zu Fahr-, Zustands-, Warn- und Störinformationen wieder.

Um sorgenfreien Fahrspaß zu gewährleisten, sind der Elektroantrieb und Regler im Hinterrad integriert. Stichwort: wartungsfrei. Darüber hinaus fährt man völlig emissionsfrei und zieht garantiert mehr als nur einen Blick auf sich. Johammer kann sich sehen lassen und zeigt und punktet weiters sozusagen mit dem „entwickelt und produziert in Österreich“-Siegel ist. Ja, es steckt viel Know-How in dem umweltfreundlichen Motorrad.
Welchen Fahrspaß das Johammer bietet, bleibt selbst zu testen.

Okt 292014
 

Fischfreundlich und effizient. Quelle: www.hydroconnect.at

Umweltfreundliche Stromerzeugung ist oft nicht so „einfach“ wie sie auf den ersten Blick erscheint. Insbesondere bei Wasserkraftwerken muss stets bedacht werden wie Fische Staustufen umgehen können. Der Fishlift Hydroconnect setzt genau bei dieser Problematik an.

Hydroconnect
Sie kennen die archimedische Schraube? Diesem Prinzip folgend gestaltet sich der Hydroconnect Fishlift. Die Drehrohr-Doppelwasserkraftschnecke eliminiert Wasserverluste durch ihre spaltfreie Gestaltung und ermöglicht die Auf- und Abwärtswanderung von Fischen und Kleinstlebewesen in Fließgewässern. Der Transport der Fische erfolgt über zwei ineinander liegende Schnecken, die mittels gegenläufiger Windung Fische sowohl nach unten als auch nach oben befördern. Darüber gestaltet sich der Platzbedarf des Fishlifts äußerst gering. Neben dem Umstand, dass Fische ohne Verletzungsgefahr das System passieren, wird so ganz nebenbei auch Energie gewonnen.

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