Mit einer Schmuckkreation der etwas ungewöhnlicheren Art konnte der Wiener Schmuckmacher Thomas Hauser den international bekannten “Red Dot Award” gewinnen. Üblicherweise kreisen in Verbindung mit Schmuck die Gedanken um Gold, Silber, Diamanten, Rubine, Sapphire, Platin, … ach ja, und Beton.

AAA - die ausgezeichnete Ringkollektion. Foto: Thomas Hauser, Atelier Allure

Beton? Ja, Thomas Hauser hat für sein Ring Konzept “AAA” eine spezielle Spritzbetonmischung verwendet, die an der TU Wien entwickelt worden ist. Zusammen mit dem Bauingenieur Johannes Kirnbauer, der Betonmischungen an spezielle technische Anforderungen anpasst, konnte schließlich der Edelbeton kreiert werden, was nicht unbedingt eine einfache Aufgabe war.

“Eine zentrale Herausforderung für uns war es, die Viskosität des Betons richtig einzustellen”, erklärt Johannes Kirnbauer, “Er muss dünnflüssig genug sein, um gut zu fließen, aber zäh genug, damit sich eine ausreichend massive Schicht am Ring festsetzt.”

Edelbeton eignet sich auch für Ohrringe, Foto: Thomas Hauser, Atelier Allure

Mit gewöhnlichem Beton sollte das Schmuckmaterial nicht verwechselt werden und so tauft der kreative Schmuckmacher das Material auch “Edelbeton”. Wer nun trotzdem an klobige, schwere “Schmuckbrocken” denkt, ist weit gefehlt.

“Viele Leute glauben Betonschmuck muss besonders schwer sein, doch das Gegenteil ist der Fall”, schildert Thomas Hauser. Bei selbem Volumen besitzt beispielsweise Gold das siebenfache Gewicht. Auf jeden Fall können sich die Schmuckkreationen mit Edelbeton sehen lassen. “Die Ästhetik von Beton ist wahnsinnig schön, das Material kann viel mehr als man denkt”, schildert der Designer. Beim Herstellungsprozess wird zunächst ein Grundkörper aus Palladium hergestellt, dessen Form mit Beton in verschiedenen Helligkeitstönen ergänzt wird.

 

Quelle: www.derstandard.at

Mit den Jahren zeigt der Körper leider nach und nach immer mehr Grenzen auf. Gewisse Bewegungen fallen schwerer und es werden mehr Ruhepausen benötigt. Ebenso brauchen Heilungsprozesse grundsätzlich einfach länger.

Verständlich, dass gerade in gehobenem Alter verstärkt eine gewisse Angst vor Stürzen herrscht. Besonders, wenn der Sturz in den eigenen vier Wänden passiert und man womöglich für längere Zeit hilflos am Boden liegt und auf Hilfe hofft. Speziell aus diesem Grund leben viele ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen, obwohl sie noch in der eigenen Wohnung leben könnten.

Damit bei Notfällen zuhause schnell Hilfe kontaktiert wird, arbeiten Forscher an der Entwicklung eines Pflegeroboters, den sie “Hobbit” getauft haben. Dieser erkennt nicht nur Stürze, sondern weiß auch die notwendigen Maßnahmen in Folge zu treffen. Kommt es zu einem Vorfall, nimmt der Roboter zunächst Kontakt auf und versucht mit der Person zu sprechen. Auf diese Weise sollen Fehlalarme reduziert werden. Weiters kann sich der Roboter im Raum bewegen und so Situationen von verschiedenen Blickwinkeln betrachten und Hindernisse erkennen.

Außerdem wird sich der Hobbit ebenfalls im Alltag nützlich machen können. Senioren wiederum können den Pflegeroboter ansprechen, durch Gesten kommunizieren oder aber über den Touchscreen Eingaben machen. Mithilfe dieser Interaktionsmöglichkeiten soll auch der Charakter einer bloßen “Blechbüchse” gebrochen werden und die Akzeptanz bei älteren Menschen in Folge steigen. Darüber hinaus bietet sich der Pflegeroboter sozusagen als Multitool an, denn es kann mit ihm im Internet gesurft wie auch telefoniert werden. Musik und Videos lassen sich auch abspielen, wobei sich der Hobbit sogar als Spielgefährte eignet. Derzeit kann der Hobbit den Boden bereits von gefährlichen Sturzfallen befreien und etwa Dinge holen, die er kennt. Bis zum fertigen Produkt ist es sicherlich noch ein weiter weg, allerdings arbeiten die Wissenschaftler auch erst seit Oktober vergangenen Jahres an dem Projekt. Trotzdem ist man zuversichtlich, dass der Hobbit in einigen Jahren marktreif ist und dann für etwa €5000 erhältlich sein wird.

 

Feinste Keramik aus dem Drucker, Quelle: science.orf.at

Zur Zeit ist das Thema 3D-Drucker in aller Munde. Während zukünftig wohl auch Flugzeuge gedruckt werden, widmen sich andere Unternehmen ganz anderen Anwendungsbereichen. Ein Beispiel wäre etwa der sogenannte 3D-Doodler von WobbleWorks mit dem sich kreative Gebilde in die Luft zaubern lassen. Wieder einen anderen Weg haben Johannes Homa und Johannes Patzer eingeschlagen. Die beiden Tüftler haben am Institut für Werkstoffwissenschaften an der Technischen Universität Wien jahrelang daran geforscht wie auch Keramikbauteile gedruckt werden können.

Schichten dünner als ein Haar, Quelle: science.orf.at

Eine besondere Schwierigkeit im Entwicklungsprozess bestand in puncto Festigkeit und Dichte, worin sich Keramik erheblich von anderen Werkstoffen unterscheidet.

“Keramik wird überall dort eingesetzt, wo andere Materialien versagen, z.B. bei extrem hohen Temperaturen, in stark belasteter Umgebung oder überall dort, wo steife Materialien notwendig sind. Außerdem punktet Keramik durch seine hohe Biokompatibilität”, bringt es Johannes Homa auf den Punkt. So sehen die Wissenschaftler das Einsatzfeld ihres 3D-Druckers vornehmlich in der Industrie – von der Automobilbranche bis zur Medizintechnik. Nebenbei sollte noch bemerkt werden, dass sich die Kosten für diesen speziellen 3D-Drucker derzeit noch auf €200.000 belaufen.

Beim Druckprozess selbst wird das Ausgangsmaterial, der sogenannte Schlicker bestehend aus Keramikteilchen und Fotopolymeren, Schicht für Schicht aufgetragen und durch Belichtung gehärtet.
“Diese Schichten sind dünner als ein menschliches Haar. Anschließend kommt das fertige Bauteil in den Brennofen”, erklärt Homa.
Je nach Größe des Bauteils dauert das Druckverfahren drei bis fünf Stunden und stellt damit konventionelle Methoden durch die Kosten- und Zeitersparnis in den Schatten.

“Mit unserer Maschine ist die Baugröße derzeit auf eine Visitenkarte beschränkt, 67×43 Millimeter. Aber wir haben Anfragen aus der Industrie, die von einer Schraube mit der Höhe von einem Millimeter bis zu einem Bauteil von einem Meter Durchmesser gehen. Wir werden uns jetzt genau anschauen, in welche Richtung wir weiter entwickeln werden. Ein großer Vorteil unseres Verfahrens ist, dass wir sehr kleine und präzise Bauteile herstellen können, aber vor allem hier wünscht die Industrie noch feinere Teile. Wahrscheinlich wird die Erstentwicklung in diese Richtung gehen”, berichtet Homa.

 

Dr. Annelie Weinberg, Quelle: www.medunigraz.at

Knochen sind zwar stark belastbar, doch so manch kindlicher Übermut führt trotzdem zu einem Knochenbruch. Während bei einem einfachen Bruch ein Gips reicht, sind bei komplizierten Frakturen Implantate notwendig. Diese gewährleisten, dass Knochen richtig zusammenwachsen. Und so tapfer die kleinen Patienten auch sind – der Aufenthalt im Krankenhaus soll im Idealfall trotzdem kurz gehalten werden.

Medizinische Eingriffe stellen in jedem Fall psychische Belastungen dar (für Groß und Klein) und können oft traumatisierend sein.

Gerade wenn das Einsetzen von Implantaten notwendig ist, fällt jedoch leider auch nach etwa einem Jahr eine weitere Operation zum Entfernen eben dieser an. Genau hier setzt die Forschung der Unfallchirurgin Annelie Weinberg an. Sie entwickelt mit ihrem Team Implantate für Kinder, die vom Körper abgebaut werden können. In Folge kann den Kindern die Operation nach Heilung des Bruches erspart werden. Die resorbierbaren Materialien, die hierbei zum Einsatz kommen, haben den Vorteil, dass sie elastischer als gängige Stahl- oder auch Titanwerkstoffe sind und gleichzeitig den Heilungsprozess des Knochens fördern.

Ein wichtiger Punkt, denn Frakturen bei Kindern benötigen im Vergleich zu Brüchen Erwachsener eine flexiblere Unterstützung. Im Rahmen ihres Forschungsprojektes BRIC (BioResorbable Implants for Children) werden aber ebenso therapeutische Unterschiede bei Kindern und Erwachsenen untersucht, denn Fragen wie: wie lange soll ein Implantat im Körper eines Kindes verbleiben? Welche Stabilität und Mechanik müssen gewährleistet sein? – sind bisher nur unzureichend erforscht.

Epiphysenfuge - Aufnahme mit dem Fluoreszenzmikroskop, Quelle: www.w-fforte.at

Zunächst geht es jedoch um die Entwicklung eines resorbierbaren Werkstoffes. Bisher existierende ähnliche Materialien basieren meist auf Milch- oder Zuckermolekülen haben allerdings den Nachteil, dass sie zu einer Übersäuerung der Zelle führen und chronische Entzündungen im Körper hervorrufen. In Kooperation mit der TU Wien, der BOKU Wien und der TU Graz gilt es nun alternative, verbesserte Werkstoffe zu entwickeln. Bis zur Anwendung des neuartigen Implantates werden zwar wohl noch einige Jahre verstreichen, doch Groß und Klein werden es danken, wenn Operationen erspart werden können und die Dauer des Krankenhausaufenthalts verkürzt wird!

 

Bauingenieurin Susanne Gmainer von der Technischen Universität ist Spezialistin, wenn es um Brücken geht. In ihrer Dissertation entwickelte sie eine neue Brückenbautechnik, die sie bis zur Marktreife gebracht hat. Ihre Leistungen wurden mit dem mit 8000 Euro dotierten Dr. Ernst Fehrer Preis gewürdigt.

Frau Susanne Gmainer mit einem Modell ihrer Entwicklung, Quelle: www.standard.at

Wodurch zeichnet sich nun das neue Verfahren aus?

Bei dieser neuen Technik werden zunächst die Brückenpfeiler aufgestellt, an welchen die tragenden Betonelemente in senkrechter Position anliegen.
Im Anschluss werden diese Betonelemente in eine horizontale Lage hochgeklappt. Dann muss die Brücke letztlich einfach noch fertig ausbetoniert werden.

„Der große Vorteil dieser Technik ist, dass sie kostengünstiger ist als andere Methoden. Außerdem kann die Brücke, wenn die Betonteile entsprechend vorhanden sind, in sehr kurzer Zeit errichtet werden“, erklärt Gmainer.
Doch damit nicht genug.

Nach demselben Prinzip können auch Brücken errichtet werden, die sich beliebig oft auf- und zuklappen lassen. Eine entsprechende Forschungsgruppe für Stahlbeton- und Massivbau entwickelte weiters eine Klappbrückenvariante für das Passieren von Schiffen. „Das Besondere daran ist, dass der Klappvorgang mit sehr wenig Energie auskommt. Wir benötigen bloß eine solarangetriebene Pumpe“, hebt Gmainer weitere Vorteile hervor.

Die praktische Umsetzung ihres Verfahrens steht bereits für 2013 an. Dann werden an der burgenländisch-steirischen Schnellstraße S7 ganze vier Klappbrücken mit je 100 Meter Spannweite entstehen.

 

Der Axialzyklon, Quelle: www.tuwien.ac.at

Wasserkraft ist ein wichtiges Thema in Österreich, besonders da man stolz darauf ist kein Atomkraftwerk – zumindest keines in Betrieb – zu besitzen.
Abgesehen von oft strittigen Fragen wie wo der Bau weiterer Anlagen sinnvoll, wünschenswert oder ökologisch nicht vertretbar ist, ist es wichtig bestehende Systeme weiter zu optimieren.

Eine Optimierung gelingt sicherlich mit dem „Axialzyklon“ mit dessen Hilfe sich die Lebensdauer von Turbinen deutlich verlängert. Partikel im Wasser bedingen unweigerlich einen Verschleiß der Turbine und selbst kleine Schmutzpartikel haben in diesem Fall leider große Auswirkungen. Deshalb fließt das Wasser im Speicherkraftwerk zunächst durch eine Beruhigungsstrecke, in der sich Steine und Sedimente absetzen. Trotzdem bleiben kleinere Partikel weiterhin im Wasser und bewirken großen Schaden.

Der zweite Platz bei Inventum 2011, Quelle: www.tuwien.ac.at

„Es gibt Kleinwasserkraftwerke, bei denen die Turbinen alle paar Monate ausgetauscht werden müssen,“ gibt Eduard Doujak, der Erfinder vom Axialzyklon vom Institut für Energietechnik und Thermodynamik der TU Wien, zu bedenken. Mit dem notwendigen Tausch der Turbinen sind zwangsweise hohe Kosten und Einbußen in der Energieleistung verbunden.

Wie aber können auch diese kleinen Partikel aus dem Wasser entfernt werden?
Dieser Frage stellte sich Dr. Edouard Doujak mit seinem Diplomanden Leopold Binder an der TU Wien. Das Resultat der Überlegungen und Entwicklungen nennt sich „Axialzyklon“. Im speziell geformten Rohr des Axialzyklons wird der Wasserstrom in Rotation versetzt. Dadurch werden schwerere Elemente, sprich die Schmutzpartikel, nach außen gedrückt und können von dort nun abgeschieden werden. Was im Grunde sehr simpel klingt, erforderte in der Umsetzung intensive Forschungsarbeiten, etwa um die idealen Strömungsparameter für den Abscheidungseffekt zu erhalten.

Mit Unterstützung des „Forschungs- und Transfersupports“ der TU Wien konnte der Axialzyklon zum Patent angemeldet werden, das er 2011 erhalten hat. Im Zuge des INVENTUM Awards 2011 wurde das Patent des Axialzyklons zum zweitbesten des Jahres gekürt.

 

Raman-Spektrometer, Quelle: tuwien

Wir alle kennen die verschiedenen Szenen, in denen Superman dank Röntgenblick Gefahren erkennt und so rechtzeitig Bomben und Gegner außer Gefecht setzen kann. Seinem Blick bleibt nichts verborgen und ganz mühelos sieht er durch sämtliche Mauerwerke und Stahlkammern.
Eine Fähigkeit, die wohl viele Menschen gerne besitzen würden…

Ganz auf diesen Spuren bewegen sich auch einige Forscher der TU Wien.
Auch sie arbeiten daran Inhalte von Behältern und Gefäßen identifizieren zu können ohne diese erst öffnen zu müssen.

Und der „Durchbruch“ ist bereits geschafft! Den Durchblick hat hier ein Laser, denn je nachdem auf welche Substanz er trifft, verändert sich sein Licht auf charakteristische Art und Weise. Die daraus gewonnen Informationen werden in Folge genutzt um etwa den Inhalt eines Koffers bestimmen zu können.

Prof. Bernhard Lendl, Quelle: tu wien

Ein weiterer Vorteil, den wohl besonders alle Sicherheitskräfte begrüßen, besteht darin, dass der „Röntgenblick“ auch aus einer Entfernung von mehr als 100 Metern funktioniert.
Bernhard Lendl vom Institut für Chemische Technologien und Analytik der TU Wien erklärt, dass das Verfahren auf der Raman-Spektroskopie beruht. Wie zuvor kurz angedeutet, verändert sich das Licht des Laserstrahl, wenn es auf eine Substanz trifft, bzw. genauer gesagt die Wellenlänge und damit die Farbe. Anhand der genauen Farb- bzw. Wellenanalyse kann im Weiteren die Substanz, welche diese Reaktion verursacht hat, identifiziert werden. Kurz gesagt hinterlässt die Substanz eine Art Licht-Fingerabdruck.

Das besondere Problem liegt natürlich darin den Laserstrahl ins Innere des Behälters einfallen zu lassen, ohne dass dieser vom Außenmaterial bereits beeinflusst wird bzw. der falsche chemische Fingerabdruck gemessen wird. Die Lösung sieht folgendermaßen aus: zwar trifft der Laserstrahl auf einen Punkt am Behälter, verbreitet sich aber dann im Inneren. Deshalb nimmt das Messgerät nicht die Werte am exakten Auftreffpunkt auf, sondern von diesem etwas abgesetzt.

Das Verfahren ist bereits zum Patent angemeldet! Der vielversprechende „Röntgenblick“ unterstützt aber nicht nur Sicherheitskräfte in ihrer Arbeit, sondern kann auch zu Untersuchungen in den verschiedensten Forschungs- bzw. Erkundungsbereichen eingesetzt werden.

 

Vor knapp einer Woche war es so weit. Zum ersten Mal wurde am 26. Jänner 2012 im feierlichen Rahmen im Wiener Ringturm der Erfinderpreis INVENTUM verliehen.
Doch alles der Reihe nach.

INVENTUM, so nennt sich der österreichische Erfinderpreis, den das Österreichische Patentamt zusammen mit dem Bohmann Verlag ins Leben gerufen hat. Der Gedanke hinter diesem Projekt war folgender:

Alljährlich freuen sich etliche Kreativgeister das Patent zu ihrer Erfindung zu erhalten. Allerdings ist der Weg vom Patent zum Endkunden oft noch lang und mühsam. Damit aber besonders innovative Erfindungen bereits in dieser Phase ihre verdiente Anerkennung finden, wurde der österreichische Erfinderpreis, INVENTUM, ins Leben gerufen. Denn Jahr für Jahr sorgen innovative für den wirtschaftlichen und vor allem wissenschaftlichen Fortschritt Österreichs!

Zur Teilnahme waren alle österreichischen AnmelderInnen oder Unternehmen berechtigt, die im Jahr 2011 ein Patent erhalten haben. Die Auswahl war schwierig, wobei die Phrase „die Qual der Wahl“ wohl speziell für diesen Preis zutrifft! Eine hochkarätige Fachjury hatte also die knifflige Aufgabe aus zahlreichen Patenten, jene mit der innovativsten Leistung zu küren. Der Weg der Entscheidung war sicher langwierig, Stichwort: zum Haare raufen, aber schließlich hat sich die Jury für ihre Top Ten entschieden.

 

And the winner is…

Inventum 2012 Gewinner, Quelle: www.patentamt.at

Die Firma Riegl Laser Measurement Systems GmbH hat das Rennen um den INVENTUM Preis für sich entschieden! Der Name des „Gold“-Patents klingt zwar etwas holprig: „Vorrichtung und Verfahren zum Messen des Empfangszeitpunktes eines Impulses“, allerdings bedeutet dieses Patent einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Laserscannern.

Inventum2012 Silber TU Wien, Quelle: www.patentamt.at

Platz zwei der innovativsten Erfindungen belegte die TU Wien mit dem Patent „Vorrichtung und Verfahren zum Entfernen von Schwebstoffteilchen“. Hierbei handelt es sich um Schwebteilchen, die besonders Turbinen stark zu schaffen machen und letztlich zu hohen Reparaturkosten führen. Mithilfe dieser Erfindung lassen sich die Partikel entfernen.

Ein zusätzliches Plus: die Anlage zur Entfernung der Schwebteilchen ist noch dazu wartungsarm und platzsparend.

 

Inventum2012 Bronze AIT, Quelle: www.patentamt.at

Bronze holte das Austrian Institute of Technology (AIT). Die Erfindung „Verfahren zur Aufnahme dreidimensionaler Abbilder“ ist ein 3D-Dentalscanner, der die interorale Vermessung von Zähnen und Kieferbereichen erleichtert.

Besonders beeindruckend: das Austrian Institute of Technology (AIT), die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung Österreichs verdient ihren Namen wirklich zurecht, denn in den Top Ten der innovativsten Erfindungen ist das Institut stolze drei Mal! zu finden! Neben dem Dentalscanner wurden Patente für Entwicklungen im Bereich Quantenkryptografie und Infrarot-Detektoren und –Kameras ausgezeichnet.

Alles in allem waren alle Preisträger bereits aufgrund ihres kreativen Erfindergeistes Gewinner!
Wir gratulieren herzlich und freuen uns schon auf die nächsten INVENTUM-Top Ten!

 

Der neue 3D-Drucker!

….. noch nicht vorbei!!

Nutzen Sie die nächsten Tage noch, um das tolle Museum im Erfinderladen Salzburg zu besuchen. Seit unserer Eröffnung (1. April) haben wir mit der Fachhochschule Salzburg zusammen einen Showroom gestaltet.

Wir haben den Raum komplett mit schwarzen Stoff abgehängt, denn so nimmt sich die Umgebung zurück und man konzentriert sich mehr auf das wirklich Wichtige, nämlich die Exponate. Man ist allein mit der Erfindung und folgt im Kopf den Gedankengängen der Erfinder.

Nicht jedes der ausgestellten Modelle wird den Schritt schaffen, oder aber in der fertigen Form viel anders aussehen. Aber auch das ist Erfinden.

Wir haben also den Raum zur Verfügung gestellt und die Studenten haben die einzigartigen Prototypen geliefert.

Ein Teil der Prototypen ist aus Holz gestaltet worden, der andere Teil wurde mit einem CAD- Zeichenprogramm entworfen und dann in 3D ausgedruckt.

Diese 3D-Drucker sind in der Lage, Daten aus CAD Zeichenprogrammen in einer 24-bit-Farbtiefe plastisch darzustellen. Dabei wird schnell aushärtender Kunststoff Schicht für Schicht übereinandergelegt. So entsteht in wenigen Stunden ein Prototyp an dem man sonst Jahre lang gebastelt hätte.

Hier ein kleines Beispiel!

Markus Hatzenbicher (l) und Klaus Stadlmann (r) mit ihrem Mikro-Printer!

Wissenschaftler der Technischen Universität Wien haben nun ein kleineres Gerät zur Herstellung dreidimensionaler Objekte gebaut.

Dieses ist nur mehr 1,5 Kilogramm schwer, nicht größer als eine Milchpackung. Mit dem erstaunlichen Preis von 1.200,- Euro liegt es auch noch in einer günstigen Preisklasse.

Aber nicht nur bei der Größe und dem Preis handelt es sich um einen Unterschied. Auch bei der Lichtquelle gibt es eine Änderung. Bei dem Modell der TU Wien werden Leuchtdioden verwendet, die eine sehr hohe Lichtintensität auf sehr kleinem Raum ermöglichen.

“Wir werden den Drucker noch weiter verkleinern – und auch der Preis könnte sicher noch spürbar sinken, wenn man ihn in größerer Stückzahl erzeugen würde”, ist Stadlmann zuversichtlich.

 

Die ersten Versuche des Roboters!

Beim Radiosender Ö3 gab es letztes Jahr wieder die Wundertüte. Bei dieser Aktion stellt der Sender kleine Tüten zur Verfügung, in denen man alte Handys entsorgen kann und somit auch noch Gutes tut. Der einzige Arbeitsaufwand der damit verbunden ist, ist ein Spaziergang zur Post oder zum nächsten Briefkasten. Die eingesendeten Handys werden dann auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft. Wenn sie nicht mehr funktionieren werden sie umweltgerecht entsorgt und die funktionierenden Handys werden wieder verwertet.

Die Weiterverwendung der alten Handys bedeutet somit einen Beitrag zur Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und nachhaltiger Entwicklung. Für jedes funktionstüchtige Handy fließen drei Euro in den Soforthilfefond von “Licht ins Dunkel und Caritas – und für jedes unbrauchbare 50 Cent.

Leider gibt es dies Aktion immer nur kurze Zeit und nicht jeder nutzt sie wirklich. Eine Idee für das Recycling von Handys und Fernsehern ist an der TU Wien, mit Hilfe von Schülern des Wiener TGM, entstanden.

Roboterarme sollen verhindern, dass hochgiftige Stoffe auf Deponien verbuddelt werden. Die Maschinen sollen Fernseher, Handys oder auch Waschmaschinen selbständig auseinandernehmen und so Platinen oder Akus vor der Mülldeponie retten.

Zur Zeit gibt es einen Versuchsaufbau, der aber leider nur Ersatzteile von Handys sicherstellt. In der Praxis werden dann mehrere Roboter auf ein altes Gerät losgelassen. Einer hält das Gerät fest, ein anderer löst die Schrauben und ein dritter könnte schon die entnommenen Bauteile schlichten.

Damit die Roboter auch erkennen um welches Objekt es sich handelt, wird die Erkennung mittels Kamera und einer Datenbank erfolgen. Statt einer zentralen Software bekommt jeder Roboter seine eigene CPU und Steuerungssoftware. Das heißt sie können autonom handeln, auch wenn sie teamfähig sind. Bis 2013 soll der erste Prototyp fertig gestellt werden.

Gefördert wird das Forschungsprojekt vom Wissenschaftsministerium.

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