Mai 232016
 

Köstliche Aussichten

Wenn sich die Äste biegen…

Sie haben einen Garten und dürfen sich im Herbst über die Früchte Ihrer Arbeit freuen? Ob Apfel-, Zwetschken- oder Birnenbaum – oft tragen die Bäume mehr Obst als man als Privatperson verbrauchen kann. Zwar kann man Früchte gut einkochen, doch die Speisekammer oder das eigene Tiefkühlfach sind halt nur so und so groß.

Schade aber, wenn das gute Obst dann schlichtweg verdirbt, zumal sich viele Personen leider aus Mangel eigener Gartenflächen über keine Ernte freuen können.

Obstbörse Vorarlberg

Die Obstbörse Vorarlberg bringt Angebot und Nachfrage zusammen, damit heimisches Obst gezielt verwertet werden kann. In vielen Fällen verfault sonst Obst auf Streuwiesen, da oft die Zeit oder die Möglichkeit zum Auflesen fehlt. Die regionale Obstbörse ist Anlaufstelle für alle, die einen Überschuss an frischem Obst haben und jene, die gerne verschiedenste Früchte ernten möchten.

Das Projekt ist dieses Jahr mit dem Viktualia-Award in der Kategorie Landwirtschaft und regionale Projekte ausgezeichnet worden. Bei Interesse sollte man sich am besten an einen der 22 teilnehmenden Obst- und Gartenbauvereine wenden, die als Vermittler Kontakte herstellen.

Mai 182016
 

Ein Preis für Projekte gegen Lebensmittelverschwendung – das ist der Viktualia Award, der dieses Jahr zum 4. Mal vergeben worden ist. Insgesamt werden dabei Sieger in 7 verschiedenen Kategorien gekürt, wir möchten heute jenen der Kategorie Wirtschaft vorstellen. Der Verein „Best of the Rest“ verkocht dabei gerettete Lebensmittel und füllt sie in Gläser ab.

Quelle: bestoftherest.at

 

Best of the Rest

Gläser mit Geschichte
Der Verein wurde 2015 gegründet und gibt Lebensmitteln in Form der „Gläser mit Geschichte“ eine zweite Chance. Beim Kochen und Verarbeiten werden AsylbewerberInnen miteingebunden und auch für oder mit Firmen, Schulen und Institutionen gekocht. Insgesamt also eine sehr bunte, vielfältige Angelegenheit.

Insbesondre für Firmen bietet der Verein mittels Branding der Gläser eine Möglichkeit sinnvolle Firmengeschenke zu kreieren, die mit Genuss und Nachhaltigkeit punkten. Der Erlös aus den Gläsern mit Geschichte kommt übrigens Gemeinschaftsgärten oder auch Grünflächen für das Gemeinwohl zu Gute.

Apr 202016
 

Wissen Sie wie viele Tonnen Lebensmittel jährlich in Österreich auf dem Müll landen?
Saftige 157.000 Tonnen entsorgen österreichische Haushalte im Jahr, oft weil zu viel eingekauft worden ist oder Waren vermeintlich verdorben sind (Stichwort: Mindesthaltbarkeitsdatum). Bei so viel Verschwendung kann einem schon leicht schlecht werden.

Unverschendet - Eine köstliche Lösung. Quelle: http://bit.ly/1qJ69lR

Ab ins Glas
Das ist das Credo von Unverschwendet. Weshalb einwandfreies Obst und Gemüse wegwerfen, wenn es durch Einkochen haltbar gemacht werden kann? Obst und Gemüse, das aufgrund eigenartigen Wachstums nicht verkauft oder aufgrund seiner Menge vom Bauern selbst nicht mehr verarbeitet werden kann, nutzt Unverschwendet um daraus köstliche Fruchtaufstriche, Gelees, Sirups und Chutneys zu produzieren. 2015 konnten bereits 600kg an Obst und Gemüse in köstliche Portionen umgewandelt werden. Für dieses Jahr sind die Ziele höher gesetzt, denn mithilfe des Crowdfundings auf startnext möchte Unverschwendet mindestens 5 Tonnen an Lebensmitteln retten.

Die richtige kulinarische Antwort
Wem von der derzeitigen Verschwendung an kostbaren Lebensmitteln schon richtig übel ist, dem ist geraten sich auf der Kampagnenseite umzuschauen und sich für das ein oder andere Unterstützungspackage zu entscheiden. Die Kampagne selbst läuft noch bis zum 13. Mai 2016. Derzeit ist leider erst etwas mehr als die Hälfte des Fundingziels erreicht.

Jan 072016
 

Kaum jemand an dem die Feiertage spurlos vorbei gehen.
Ob Katerstimmung, kleines Bäuchlein oder Schwimmreifen – der Jänner ist gepflastert mit guten Vorsätzen. Während manche mehr Sport betreiben wollen, haben andere vor einige Kilos endlich los zu werden oder aber sich endlich einmal gesünder zu ernähren.

Bereits der Schnappschuss der Homepage macht Appetit auf mehr 😀 www.issmich.at

Mit gutem Gewissen können Sie auf jeden Fall beim Bio-Catering „Iss Mich!“ zugreifen. Die Gerichte sind nicht nur bio, sondern werden im wiederbefüllbaren Glas serviert oder per Fahrradbote ins Büro geliefert. Dem nachhaltigen Gedanken entsprechend wird bei „Iss Mich!“ aussortiertes Gemüse verwendet, das, weil es zum Beispiel keine konforme Form besitzt nicht für den Supermarkt geeignet ist. Da schmecken die gesunden Gerichte gleich doppelt gut. Wie das Cateringunternehmen angibt, sind pro verspeistem Gericht im Glas gerade in etwa 300g Lebensmittel vor dem sinnlosen Wegwurf bewahrt worden. Noch dazu konnte auf ca. 50 Gramm Kunststoffverpackung verzichtet werden.

Hut ab!
Mit diesem tollen Konzept und der köstlichen Umsetzung punktete das junge Unternehmen auch beim TRIGOS Award, wo es in der Kategorie „Ganzheitliches CSR-Engagement: Kleinunternehmen“ überzeugen konnte. Also, wenn Sie in Zukunft gesund und mit gutem Gewissen Köstlichkeiten speisen wollen, sollten Sie einen Blick auf die „Iss Mich!“-Homepage werfen.

Dez 092015
 

kiweno.com

Knapp war das Rennen, doch am Ende hat schließlich Kiweno das Rennen um Platz 1 des diesjährigen futurezone Awards der Kategorie Start-up gemacht. Kiweno, das ist die richtige Adresse, wenn Sie wissen wollen, ob bei Ihnen eine Lebensmittelunverträglichkeit besteht. Falls Sie also öfter Magenschmerzen haben oder Sie einfach nur Klarheit wollen, können Sie bei Kiweno ein Selbsttest-Set bestellen.

So funktionierts
Ist das Testset zuhause, muss mal kurz gepiekst werden. Es werden nämlich ein paar Tropfen Blut zur Analyse benötigt. Diese Blutprobe geht dann wieder retour und wird auf die Verträglichkeit mit 70 Nahrungsmitteln getestet. Die Testergebnisse sind dann ganz einfach online abzurufen. Tipps rund zu Ernährung und Gesundheit gibts natürlich auch noch. Wurde übrigens eine Unverträglichkeit festgestellt, erhält man zusätzlich einen Therapieplan eines Arztes.

Ebenfalls in den Top 3 waren übrigens Holiday on Wheels, über die wir schon berichtet haben. Eine Plattform für einen Urlaub ohne Barrieren. Daneben schaffte es ebenso Studify, eine soziale Plattform ähnlich Facebook für Studenten, unter die Finalisten.

Jul 132015
 

Wir verschwenden, tagtäglich
Lebensmittel sind kostbar. Trotzdem werden in österreichischen Haushalten jährlich bis zu 157.000 Tonnen an angebrochenen oder original verpackten Lebensmitteln entsorgt, die bei rechtzeitigem Konsum ohne Bedenken genießbar gewesen wären. Die Situation ist einfach pervers. Anderswo verhungern Menschen und in unseren Breiten wird noch relativ achtlos mit dieser hochwertigen Ware umgegangen. Oftmals landet auch noch eine Verpackung im Müll, weil das „Mindesthaltbarkeitsdatum“ überschritten ist, wobei das Lebensmittel wohl noch in einwandfreiem Zustand wäre.

Viktualia-Preis
Viktualia ist ein Preis des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, der zu nachhaltigen Projekten rund um Lebensmittel anregen soll. Auch in diesem Jahr konnten einige Projekte die Jury überzeugen. Wir möchten ein, zwei Preisträger vorstellen.

I love Brot
Studio Dankl schaffte es mit diesem Projekt in der Kategorie Wirtschaft ganz nach oben. Zusammen mit der Bäckerei Felzl wurden tägliche Brot- und Gebäckabfälle minimiert. Möglich wurde dies durch Wiens ersten Brotautomaten, der Kunden auch außerhalb der Öffnungszeiten köstliches Brot zugänglich macht und der Idee übrig gebliebenes Brot zu leckeren Brotchips zu verarbeiten.

Nachhaltiges Essen im Jugendtreff Donaustadt
Mit Unterstützung des Lebensmittelpunkt. Donaustadt der Wiener Umweltschutzabteilung MA22 wurde dieses Projekt zum Erfolg geführt. Jugendliche holen gemeinsam von einem Supermarkt abzugebende Lebensmittel ab. Im Anschluss wird zusammen gekocht und gegessen. Auf diese Weise können Lebensmittelabfälle stark reduziert und zugleich soziale Aktivitäten gefördert werden.

Weitere preisgekrönte Ideen – hier lang.

Jan 092015
 

yipbee - Die Lösung? Quelle: www.yipbee.at

Egal, ob Sie krank sind, schwere Einkaufstüten nicht in die Wohnung schleppen wollen oder einfach keine Zeit haben – mit yipbee steht Ihnen ein Einkaufsservice zur Verfügung, der Ihnen verspricht Ihre Bestellung direkt nach Hause zu liefern. Ganz großen Wert legt yipbee auf regionalen Einkauf. Produkte stammen somit möglichst aus Ihrer Umgebung, was Umwelt und Gewissen schont.

Im Online-Sortiment des Einkaufsdienstes kann der Kunde unter mehr als 41.000 Artikeln wählen: von der Tiefkühlware bis zu Drogerieartikeln. Dabei wird angegeben, dass der Lebensmitteleinkauf innerhalb von zwei Stunden nach Hause geliefert wird, wobei ebenso bemerkt wird normale Haushaltsmengen nicht zu überschreiten.

So funktionierts
Im Online-Shop werden die Produkte in den Warenkorb gegeben und anschließend ein Lieferfenster gewählt. Als letzten Schritt gilt es natürlich den Einkauf zu bezahlen. Derzeit steht der Einkaufsdienst nur in Wien und Linz bereit. Hier sorgen zahlreiche lokale Einkäufer dafür das enge Zeitfenster von nur zwei Stunden einzuhalten. Zukünftig werden jedoch ebenso andere Städte angepeilt, sodass es sich durchaus lohnt sich einfach einmal pro forma anzumelden. Sobald der Service auch in Ihrer Stadt verfügbar ist, werden Sie von yipbee informiert.

Wie gut der Einkaufsservice funktioniert, das muss wohl am besten selbst getestet werden. Eine Erleichterung für Vielbeschäftigte oder körperlich etwas eingeschränkte Personen bildet yipbee allerdings sicherlich.

Nov 192014
 

Schmackhafter Kreislauf Quelle: www.issmich.at

Nicht schön genug? Die falsche Größe oder gar unförmig?
Es gelten harte Kriterien für Obst und Gemüse, das in den Handel will. Handelt es sich um ein unförmiges oder optisch nicht ansprechendes Exemplar, wird es schnell aussortiert. Auf diese Weise landen Unmengen an letztlich absolut einwandfreien Lebensmittel Jahr für Jahr im Müll. Unfassbar

Sabine Schellander, Tobias Judmaier und Paul Streli gehen mit ihrem Catering- und Lieferservice „Iss mich!“ einen anderen Weg. Das Trio bezieht verschiedenstes, aussortiertes Gemüse gratis aus dem Marchfeld und verkocht es zu köstlichen Gerichten.

Frisch und mmhhhh Quelle: www.issmich.at

„Wir kochen mit Gemüse, das aufgrund seiner Form oder Größe nicht im Handel verwendet wird“, betont Schellander. Die Bandbreite ist groß: von der Linsensuppe, zum Bohneneintopf oder Bioeistee reicht die Palette. So sieht man in Wien immer wieder Fahrradboten mit Weckgläsern durch die Straßen fahren. Mittlerweile wurden bereits 2,6 Tonnen Gemüse zu „Iss mich!-Gerichten“ verarbeitet. „Riesige Mengen an Lebensmitteln, die sonst in die Mülltonne geschmissen worden wären“, ergänzt Schellander.

Neben dem Umstand, dass absolut einwandfreie Lebensmittel sinnvoll verwendet werden, versucht das Unternehmen auch soziale Aspekte nicht zu vernachlässigen.
So wird das Gemüse von Frauen geschnitten, welche in Frauenhäusern der Caritas untergebracht sind. Zukünftig sollen ebenso bislang arbeitslose Jugendliche angestellt werden.

Frisches Gemüse, köstlich verkocht und nach Hause geliefert? Das klingt nicht nur gut, sondern schmeckt auch ausgezeichnet. Mit dem Wissen um die Herkunft des Gemüses und der nachhaltigen Arbeitsweise des Unternehmens ist ein Verkosten fast zwangsweise vorprogrammiert.

Okt 152014
 

Kaufen Sie Produkte aus der Region?
Regionale Produkte haben den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu importierter Ware in jedem Fall klimafreundlicher sind. Darüber hinaus sind sie aufgrund verkürzter Transportwege und des Umstandes, dass es sich bei Lebensmitteln vor allem um saisonale Ware handelt, oftmals gesünder. Grenzwerte und Anforderungen in Bezug auf die Verwendung von Pestiziden etc. sind in Österreich sehr streng, sodass Skepsis bei importierter Ware nicht umsonst ist. Wie es auch sei – besonders ärgerlich ist, wenn man etwa Äpfel aus der Steiermark kauft, diese jedoch letztlich aus einer anderen Region stammen.

Fleisch wird analysiert Quelle: tirol.orf.at

Um (be)trügerische Produkte aufzudecken, entwickelt Wissenschaftler und Chemiker Christian Huck ein Gerät, das sozusagen den Lebensmitteln auf die Spur kommt. Mittels Nah-Infraspektroskopie können etliche physikalische und chemische Parameter gemessen werden. So schwingen etwa Tiroler Äpfel anders als Äpfel aus Chile. Über 2.000 Äpfel unterschiedlichster Herkunft haben die Wissenschaftler untersucht. „Wir konnten zeigen, dass sich der Qualitätsstandard unserer heimischen Äpfel von den anderen Proben deutlich positiv abhebt“, betont Huck. Auch andere Lebensmittel wurden natürlich unter die Lupe genommen. Schließlich sollen Inhaltsstoffe sowie die geografische Herkunft des Produkts genau festgestellt werden können.

Schlussendlich wollen Huck und sein Team ein Gerät entwickeln, das auch klein genug ist, um beim Einkauf nicht zu stören. Bis das Prüfgerät letztlich in einer praktikablen und für Massen erschwinglichen Summe auf dem Markt zu finden ist, werden jedoch noch gut fünf Jahre verstreichen. Interesse von Seiten der Agrarmarketing sowie der Arbeiterkammer besteht bereits.

Jul 182014
 

Täglich werden in Deutschland etwa 1000 neue Fälle von Diabetes diagnostiziert. Eine Krankheit mit schwerwiegenden Auswirkungen die von Nierenversagen bis zu Amputationen führen kann. Zunächst gilt es jedoch die eigene Ernährung umzustellen und sich mit dem Leben mit Zucker abzufinden.

Endlich eine einfache Übersicht! Quelle: http://www.diappetes.com/

Welche Lebensmittel enthalten … ?
Das genaue Achten auf die Menge an zugeführten Kohlenhydraten bleibt unausweichlich. Diabetiker sollten genau berechnen, wie viel Kohlenhydrate zugeführt werden. Meist hilft hier ein Ernährungsbuch um Schritt zu halten. Die fehlende Menge an Insulin gilt es zu spritzen. Dass diese Prozedur aufwendig ist und sorgfältig verfolgt werden sollte, liegt auf der Hand. Oftmals wird der Zuckergehalt allerdings nur geschätzt, was im schlimmsten Fall bedenkliche Auswirkungen haben kann.

Die App diAPPetes soll das Leben von DiabetikerInnen nun erleichtern. Mehr als 230.000 verschiedene Lebensmittel sind in der Datenbank der App mit ihren Zuckerwerten angelegt. Außerdem steht es jedem frei die Liste mit dem eigenen Lieblingsessen ständig zu erweitern. Mit dem Smartphone ist einfach der Strichcode zu scannen oder aber der Produktname einzugeben – diAPPetes spuckt die entsprechenden Werte aus, wobei natürlich noch die zu sich genommene Menge eingegeben werden muss. Da der User die persönlichen Gesundheitsdaten bereits eingegeben hat, errechnen sich die wichtigen Zahlen praktisch wie von selbst. Auf diese Weise erstellt sich das Blutzuckertagebuch ebenso spielerisch. Betreuungspersonen können automatisch per SMS zum Beispiel darüber informiert werden, dass wieder eine Messung ansteht.

Die Entwickler René Dammerer, Patrick Pirringer und Lukas Tiefenböck lernen Netzwerktechnik an der IT-HTL Ybbs. Ihr Projektbetreuer brachte sie durch eine leidgeplagte Diabetikerin aus dem Bekanntenkreis auf das Diplomarbeitsprojekt, das den jungen Entwicklern nicht nur Spaß sondern auch den 3. Platz in der Kategorie Sonderpreis idea.goes.app des Jugend Innovativ Bewerbs brachte.. Im Google Play Store steht diAPPetes bereits zum Download bereit.

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