Täglich werden in Deutschland etwa 1000 neue Fälle von Diabetes diagnostiziert. Eine Krankheit mit schwerwiegenden Auswirkungen die von Nierenversagen bis zu Amputationen führen kann. Zunächst gilt es jedoch die eigene Ernährung umzustellen und sich mit dem Leben mit Zucker abzufinden.

Endlich eine einfache Übersicht! Quelle: http://www.diappetes.com/

Welche Lebensmittel enthalten … ?
Das genaue Achten auf die Menge an zugeführten Kohlenhydraten bleibt unausweichlich. Diabetiker sollten genau berechnen, wie viel Kohlenhydrate zugeführt werden. Meist hilft hier ein Ernährungsbuch um Schritt zu halten. Die fehlende Menge an Insulin gilt es zu spritzen. Dass diese Prozedur aufwendig ist und sorgfältig verfolgt werden sollte, liegt auf der Hand. Oftmals wird der Zuckergehalt allerdings nur geschätzt, was im schlimmsten Fall bedenkliche Auswirkungen haben kann.

Die App diAPPetes soll das Leben von DiabetikerInnen nun erleichtern. Mehr als 230.000 verschiedene Lebensmittel sind in der Datenbank der App mit ihren Zuckerwerten angelegt. Außerdem steht es jedem frei die Liste mit dem eigenen Lieblingsessen ständig zu erweitern. Mit dem Smartphone ist einfach der Strichcode zu scannen oder aber der Produktname einzugeben – diAPPetes spuckt die entsprechenden Werte aus, wobei natürlich noch die zu sich genommene Menge eingegeben werden muss. Da der User die persönlichen Gesundheitsdaten bereits eingegeben hat, errechnen sich die wichtigen Zahlen praktisch wie von selbst. Auf diese Weise erstellt sich das Blutzuckertagebuch ebenso spielerisch. Betreuungspersonen können automatisch per SMS zum Beispiel darüber informiert werden, dass wieder eine Messung ansteht.

Die Entwickler René Dammerer, Patrick Pirringer und Lukas Tiefenböck lernen Netzwerktechnik an der IT-HTL Ybbs. Ihr Projektbetreuer brachte sie durch eine leidgeplagte Diabetikerin aus dem Bekanntenkreis auf das Diplomarbeitsprojekt, das den jungen Entwicklern nicht nur Spaß sondern auch den 3. Platz in der Kategorie Sonderpreis idea.goes.app des Jugend Innovativ Bewerbs brachte.. Im Google Play Store steht diAPPetes bereits zum Download bereit.

 

Woche für Woche werden in Stadt und Gemeinde die Mülltonnen entleert. Während an manchen Strecken die Tonnen beinahe zum Bersten voll sind, kann es durchaus sein, dass in manchen Orten diverse Straßen nur halbleere Tonnen vor die Tür stellen. Was an und für sich gut ist – Müll soll in erster Linie bereits beim Einkauf vermieden werden – bedeutet jedoch oft unnötige Kilometer für Müllunternehmen selbst. Vielfach lohnt sich das Abfahren gewisser Routen nicht, wenn nur halbvolle Tonnen vorzufinden sind. Diesem Gedanken Folge leistend entwickelte die 4. Klasse der BHAK Freistadt ihren eigenen Lösungsansatz, den sie im Unternehmen DUSTI GmbH umzusetzen versucht.

Quelle: www.jugendinnovativ.at

DUSTI stellt eine intelligente Mülltonne dar, welche über Sensoren ihre eigene Füll- und Müllmenge erkennt. Wird eine vordefinierte Schwelle erreicht, aktiviert sich das GSM-Modul und sendet eine SMS an die Müllentsorgungsfirma. DUSTI gibt also Bescheid, wann sich die Fahrt lohnt. Ergänzend zum intelligenten Müllschlucker hat die Klasse jedoch ebenso auf das System RouteXL zurückgegriffen, mit welchem eine optimierte Routenplanung problemlos durchzuführen ist. Im Zusammenspiel mit den intelligenten Mülltonnen kann so die Umwelt geschont und die Effizienz der Müllentsorgung gesteigert werden.

Im Rahmen des Jugend Innovativ Bewerbs konnte sich die 4. Klasse der BHAK Freistadt behaupten und durfte sich über den Anerkennungspreis in der Kategorie Young Entrepreneurs und einem Preisgeld von €500 freuen. Wir gratulieren!

 

Jedes Jahr gehen aus dem Bewerb “Jugend Innovativ” etliche interessante und erfolgreiche Projekte hervor. Von ART, dem Anastomose Robot Tool, welches auch international Erfolge feiern konnte wie etwa dem Autotür-Guard oder der sinnvollen App FoodStock, die durch Lebensmitteltausch unnötiges Wegwerfen und damit Verschwendung vermeidet.

Quelle: www.jugendinnovativ.at

Dieser Tage startet bereits die Einreichphase für die nächste Runde. Bis zum 20. Dezember 2013 haben kreative Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren die Möglichkeit mit ihren innovativen Ideen zu überzeugen.
Dabei stehen folgende Kategorien zur Auswahl: Young Entrepreneurs / Design / Engineering / Science
Diese werden durch die Sonderkategorien tech&society (Saturn), Sustainability (Raiffeisen Klimaschutz Initiative) und idea.goes.app (T-Systems Austria) ergänzt.

Bereits zum 27. Mal ruft Jugend Innovativ auf Ideen zu verwirklichen. Dieses Jahr mit dem Motto “Lass deine Ideen sprießen!”, denn kreative Keimlinge stecken in uns allen. Teilnehmende Projekte können übrigens mit bis zu 500 Euro gefördert werden. Im Mai findet, wie jedes Jahr, der Höhepunkt mit dem Bundes-Finale statt.
Ausführliche Informationen zum Bewerb sind praktischerweise in einem Info-Heft zusammengestellt.
Wir freuen uns bereits auf die spannenden Projekte im Rahmen des größten österreichischen Schulwettbewerbs!

 

Wieder einmal sorgte ein ausgezeichnetes Projekt, das im Rahmen von Jugend Innovativ bereits Aufsehen erregte, für weitere erfolgreiche Schlagzeilen in einem internationalen Bewerb. Die Sprache ist einerseits vom Anastomose Robot Tool (ART) und andererseits vom European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) in Prag. EUCYS will den Austausch junger innovativer Projekte sowie deren Förderung unterstützen und versteht sich damit nicht nur als internationaler Wettbewerb sondern auch als Plattform zukünftiger Kooperationen. Dieses Jahr fand der Bewerb bereits zum 25. Mal statt, wobei sich das österreichische Projekte “Anastomose Robot Tool – ART” über den zweiten Platz in der Kategorie “Engineering” freuen durfte.

vlnr: Thomas Stenlechner, Yuki Trippel, Dominik Kovács. ©aws, Wolfgang Voglhuber

Thomas Steinlechner, Dominik Kovacs und Yuki Trippel sind die Köpfe hinter diesem exzellenten Projekt, das durch den Darmchirurg Dr. Enserer angeregt worden ist. Allgemein geht es um den schwierigen Operationsverlauf, der bei notwendigen Darmentfernungen, die bei fortgeschrittenem Darmkrebs oft anfallen, besteht. Der gängige Ablauf besteht zunächst in der Entnahme des Darmstücks. Im Anschluss wird ein Gerät namens Circular Stapler rektal eingeführt. Dann werden mittels einer Klammernaht die durchtrennten Darmenden verbunden. Klare Nachteile bestehen jedoch zum einen in der maximalen Reichweite von 30 cm wie zum andern in der notwendigen großen Erfahrung des Operateurs im Umgang mit der Vorrichtung, da weder eine optische noch taktile Kontrolle möglich ist. Eingriffe außerhalb der Reichweite müssen über die Bauchdecke erfolgen, was schmerzhafte und narbenreiche Operationen wie auch lange Rekonvaleszenzzeiten bedeutet.

Das Anastomose Robot Tool ist im Gegensatz zum Circular Stapler um einiges kleiner, kann jedoch gleich minimal invasiv eingesetzt werden. Taster und Servomotoren ermöglichen darüber hinaus eine viel einfachere und sicherere Bedienung. Ein weiteres großes Plus von ART besteht jedoch in einer etwa drei Mal so großen Reichweite und der Anzeige notwendiger Arbeitsschritte auf LED- und LC-Display.

 

Jetzt schnell aus dem Auto, um noch vor Ladenschluss die Besorgungen zu erledigen, dann … uh, das war wohl doch knapper als gedacht. Zum Glück konnte ich die Autotür gerade noch rechtzeitig abfangen, bevor sie auf das andere Auto geknallt wäre. Im Grunde interessant. Inzwischen sind Autos immer mehr mit Elektronik bzw. Assistenzsystemen gespickt, aber eine Warnung, wenn eine Wand oder ein anderes Fahrzeug zu nah für ein vollständiges Öffnen der Tür am Auto ist, fehlt bislang. So kann im Handumdrehen und damit leider viel zu schnell die Autotür Beulen oder andere Schäden davontragen – ganz zu schweigen vom anderen Fahrzeug, das durch die eigene Unaufmerksamkeit ebenso in Mitleidenschaft gezogen wird.

Lukas Picker und Gunther Glehr (v.l.n.r.), Copyright: aws, Wolfgang Voglhuber

Wie gut, dass die Problematik Lukas Picker durch seine Großmutter bekannt war und damit die notwendige Inspiration für das Maturaprojekt an der HTL Braunau gegeben. Gemeinsam mit seinem Schulkollegen Gunther Glehr entwickelte er eine intelligente Notbremse für Autotüren. Collision Avoiding Car Door arbeitet mit zwei Ultraschallsensoren, die an Tür und Spiegel angebracht sind und die Distanz zum nächsten “Hindernis” feststellen. Ist dies der Fall ertönt zum einen ein Warnton, zum andern – und noch wichtiger – aktiviert sich eine Blockiervorrichtung, die das Scharnier fixiert.

Picker und Glehr waren im Rahmen der Entwicklung stets darauf bedacht die Vorrichtung kostengünstig und möglichst leicht zu gestalten. Darüber hinaus musste die Türstoppvorrichtung im Falle eines Notfalls ebenso einfach zu deaktivieren sein. Die intensive Arbeit hat sich für die beiden jungen Entwickler gelohnt, konnten Sie doch den Anerkennungspreis der Kategorie Engineering im Rahmen von Jugend Innovativ gewinnen und den Reisepreis zur Nürnberger Erfindermesse 2013 – IENA abstauben.

 

Der Gang zum Zahnarzt.
Für viele reicht das schon aus, um für kleine Schweißausbrüche oder zumindest ein mulmiges Gefühl zu sorgen. Andere sehen dem Ganzen um einiges gelassener entgegen. Zugegeben, es existieren genug notwendige Behandlungen, die etwas mehr als unangenehm sind… Doch, wenn alles wieder in Ordnung gebracht worden ist, ist das Bissgefühl um so besser!
Bissgefühl – das Stichwort, welches uns zu einer ganz interessanten Erfindung bringt, die im Rahmen des Bewerbs Jugend Innovativ 2013 den Anerkennungspreis in der Kategorie Engineering gewonnen hat. Wird ein Zahnersatz bzw. Brücke oder auch Krone benötigt, nimmt der Zahnarzt zunächst einen Abdruck, der wiederum an den Zahntechniker geht. Dieser macht sich nun an das Formen des spezifischen Zahnstückes. So weit, so gut. Aber wie wird festgestellt, ob der Zahn beim Patienten selbst wirklich passgenau sitzt?

Magdalena Gebhart, Philipp Harrer, Claudia Rauber (v.l.n.r.) © aws, Wolfgang Voglhuber; Quelle: jugendinnovativ.at

Zu diesem Zweck findet der Artikulator Einsatz, der dazu dient Kiefergelenksbewegungen zu simulieren. Konkret werden bei diesem Gipsmodelle die Zahnbögen des Ober- und Unterkiefers montiert. Der Zahntechniker setzt schließlich den geformten Zahnersatz ein und bewegt die Vorrichtung per Hand.

Der Anstoß zur Weiterentwicklung des Artikulators gab die Firma Aktivident, welche dem Fachlehrer Werner Konstanzer die Anfrage für die Entwicklung eines neuen Artikulators zugetragen hat. Konstanzer entwickelte in Folge mit drei SchülerInnen der HTBLuVA Mödling die “elektronisch gesteuerte Unterkieferbewegung am Artikulator im Dentalbereich”. Wo derzeit der Zahntechniker den Artikulator bewegt, geht die Erfindung einen Schritt weiter.

Am neuartigen Artikulator sind nämlich beidseitig Kleinstmotoren angebracht, die zur Simulation der natürlichen Kaubewegung dienen (von einfachen Einzelbewegungen bis(s) zum angestrengten Kauen). In der Entwicklungsphase selbst konnten durch die Firma Aktivident Projektfortschritte zeitnah verifiziert werden, sodass ein Entwickeln an der Praxis vorbei ausgeschlossen werden konnte. Indem die Kausimulation nun sozusagen automatisch erfolgt, hat der Zahntechniker die Hände frei um beispielsweise problemlos mit der Okklusionsfolie (diese zeigt den Kontakt zwischen Ober- und Unterkiefer an – die Kaufläche) zu hantieren. Mit dem motorisch betriebenen Artikulator lässt sich das Zusammenspiel zwischen Ober- und Unterkiefer einfacher als bisher feststellen, sodass der gewünschte Kaukomfort leichter erzielt werden kann.

 

Paul Oberndorfer u. Fabian Mühlbacher, Copyright: aws, Wolfgang Voglhuber, Quelle: www.jugendinnovativ.at

Immer wieder zieren Meldungen zur aktuellen Verschwendung von Verbrauchsgütern, insbesondere Lebensmittel, die Schlagzeilen. Lebensmittel, die weggeworfen werden, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum gerade erst überschritten ist, trotzdem jedoch noch ganz unbedenklich verzehren werden könnten.
Viel zu oft landet völlig sinnvoll noch gute Ware im Müll. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, gibt es nun eine praktische App, die im Zuge des Jugend Innovativ Bewerbs bei den Finalprojekten für den Sonderpreis in der Kategorie idea.goes.app von T-Systems Austria zu finden war.

 

FoodStock nennt sich die praktische App, die von Fabian Mühlbacher und Paul Oberndorfer von der HTL Braunau entwickelt worden ist. Dabei gestaltet sich die App denkbar einfach, denn der Nutzer wählt ganz simpel zwischen “Essen suchen” und “Essen teilen”. Wer wieder einmal zu viel eingekauft und Lebensmittel anzubieten hat, kann diese fotografieren und das Haltbarkeitsdatum sowie mögliche Abholzeiten angeben. Für all jene, die auf der Suche sind, kann praktischerweise im nächsten Umfeld gesucht werden. Eine weitere Funktion ist übrigens auch besonders hervorzuheben, denn auf Wunsch können User angeben, ob Restmengen auch von Hilfsorganisationen abgeholt werden können, was insbesondere sinnvoll ist, wenn größere Mengen zu vergeben sind.

Wie aktuell das Thema ist, zeigt übrigens der Umstand, dass parallel zu FoodStock auch im deutschen Bereich eine ähnliche Plattform entwickelt worden ist, nämlich FoodSharing.de. Also haben Sie demnächst einmal wieder etwas über oder sind selbst interessiert an Angeboten? – Reinklicken lohnt sich und damit der Anreiz noch erhöht wird, steht die App bald als Freeware bereit!

 

In Präsentationen steckt immer eine Menge Arbeit, wobei durch immere bessere technische Lösungen die Art und Weise der Wissensvermittlung immer attraktiver wird. Während früher Overheadfolien noch ein mehr oder weniger klares Bild an die Wand warfen, leisten Beamer bereits um Welten mehr. Trotzdem aber ist es oftmals nicht einfach die Konzentration wirklich dem Sprecher zukommen zu lassen, wenn man etwa selbst das aktuelle Bild erfasst und durchgeht oder aber der ganze Tag bereits von Meetings und Co eingenommen worden ist.

v.l.n.r.: Oliver Schebesta, Georg Schneider, Nikolaus Müller, Philipp Unger, Michael Dunkel

Auch wenn für zweiteres schwerlich eine Lösung zu finden ist, hat sich ein Schülerteam einer spannenden Sache und gleichzeitig der Lösung des ersten Problems verschrieben, die ihnen letztlich den “idea.goes.app Award” von T-Systems Austria im Rahmen des Jugend Innovativ-Bewerbs eingebracht hat. In ihrem Maturaprojekt haben sich Michael Dunkel, Nikolaus Müller, Oliver Schebesta, Georg Schneider und Philipp Unger mit der Entwicklung einer App beschäftigt, die den Umstand, dass mittlerweile meist alle Teilnehmer einer Präsentation Smartphones und/oder Tablet-PCs besitzen, berücksichtigt. Ihre Android-App “remotely” ist es möglich Präsentationen auch auf mobilen Geräten zu erstellen und dann simultan auf anderen Vorrichtungen abzuspielen und zu steuern. Der Clou bestand in diesem Zusammenhang in der Verwendung zweier Tools, die plattformübergreifend funktionieren: HTML5 und das pdf-Format. Zum Anzeigen der Präsentation benötigen die Teilnehmer übrigens gar keine remotely-App, denn sie greifen über einen Online-Link auf die Präsentation zu. Mit App sind allerdings noch weitere Funktionen ebenso im Offline-Modus möglich.

Für ihre hervorragende Arbeit erhielten die Schüler der HTL am Wiener Rennweg nicht nur die Siegertrophäe sondern auch ein Preisgeld von €2.000.

 

 

Bis Ende Dezember 2012 wurden stolze 528 Projekte bei “Jugend Innovativ” eingereicht. Im Rahmen dieses Wettbewerbs konnten junge Talente und Nachwuchsforscher, die zum Ende der Einreichungsfrist nicht älter als 20 Jahre waren, ihre spannenden Ideen einreichen. Die Projekte selbst müssen eine der folgenden Kategorien zugeordnet sein: Business, Engineering, Science, Design bzw. Sonderpreise Sustainability, tech&society, idea.goes.app.

528 Projekte - so viele Nachwuchstalente! Quelle: www.jugendinnovativ.at

Zum 15. Jänner 2013 wurden den innovativsten Einreichungen dabei Fördergelder in der Höhe von €150, €350 oder €500 zugestanden. Allerdings bedeutet dies nicht, dass ungeförderte Projekte keine Chance auf den Gewinn bei Jugend Innovativ haben! Inzwischen befinden wir uns in jener Phase, in welcher die Jungtalente weiter an ihren Projekten feilen, denn bis zum 1. März 2013 muss der Projektbericht eingesendet werden. Dabei werden die besten 10-15 Projekte der jeweiligen Kategorien einer kritischen Jury vorgelegt, die die Projekte wiederum reiht. Diese Reihung gibt schließlich den Ausschlag, welche Projektteams zu den Halfinal-Events zugelassen sind.

Im weiteren Verlauf werden die besten Projekte der Bundesländer zu den dortigen Halbfinal-Events eingeladen, wo die Nachwuchstalente ihre Arbeiten ein erstes Mal der Öffentlichkeit bzw. den Medien präsentieren. Zu guter Letzt treten die FinalistInnen vor die Jury und können ihre Projekte innerhalb einer Ausstellung präsentieren. Vom 27. bis 29. Mai 2013 dürfen sich die GewinnerInnen im Rahmen einer festlichen Gala über Geld- und Reisepreise freuen. Auch erhalten einige SiegerInnen die Chance auf die Teilnahme an weiteren internationalen Wettbewerben, Messen und Workshops. Wir sind bereits gespannt, welche kreativen Produkte oder schlaue Lösungen dieses Mal, beim 26. Jugend Innovativ, vorgestellt werden!

 

Quelle: www.iena.de

Der Mensch ist ein kreatives Wesen. Nach wie vor werden praktische, witzige, effektive, raffinierte – oder auch überraschend simple Erfindungen entwickelt. Die Idee zu den einzelnen Projekten entsteht meist aus einem konkreten Bedürfnis heraus – etwa, wenn sich der oder die ErfinderIn ärgert, weshalb es für gewisse Situationen keine bessere Lösung gibt.

Von der Idee bis zu ersten Prototypen ist es oft ein steiniger Weg. Da braucht es schon einiges an Durchhaltevermögen, Einsatz und Leidenschaft: sprich Herz-Blut, damit das Projekt auch wirklich bis zum wünschenswerten Ende geführt wird. Danach gilt es aber, der Öffentlichkeit die innovative Erfindung zu präsentieren!

Eine willkommene Plattform bietet hier zum Beispiel die iENA – die internationale Leitmesse für Ideen-Erfindungen-Neuheiten in Nürnberg, bei der sogleich die Gelegenheit besteht wichtige Kontakte zu Vertretern aus Industrie und Wirtschaft zu knüpfen.
Auch in diesem Jahr regten im Zeitraum vom 1. bis 4. November etwa 750 Erfindungen zum Staunen und Entdecken an.

Was uns besonders freut ist, dass zwei Maturanten der Salzburger HTL Elektronik mit dem Schwerpunkt Biomedizin-Technik für ihre Erfindung des elektronisch gesteuerten Gleichgewichtskreisels - iX Balance – mit einer Goldmedaille prämiert wurden!

iX-Balance Quelle: http://ix-balance.at

Im Maturaprojekt von Julia Strasser und Christoph Eberl steckt ein großes Arbeitspensum – etwa 800 Arbeitsstunden wurden im Laufe von 11 Monaten in die Entwicklung und Ausarbeitung investiert. Die Idee zu diesem Projekt kam Christoph Eberl nach einer Fußball-Verletzung, während seiner aktiven Zeit beim FC Golling.

Wer jemals eine Fuß- bzw. Knieverletzung hatte, kennt die diversen Gleichgewichtsübungen in der Physiotherapie. Mit dem neuen, elektronisch gesteuerten Gleichgewichtskreisel ist nun eine genaue Datenerfassung zur Druckverteilung der Fußsohlen möglich. Dafür hat das ambitionierte Duo in der Holzhalbkugel – die übrigens vom Scheffauer Tischlermeister Günther Gansger stammt – einen Mini-PC angebracht.
Auf dieser Halbkugel wurde nun eine Scheibe mit 65cm Durchmesser befestigt, wobei in dieser eine Matte mit 280 Sensoren implementiert ist. „Die vernetzten Sensoren nehmen den Druck der Füße positionsgenau und in Echtzeit auf und senden ihre Signale via Bluetooth an den PC. Die Software ermöglicht es, die Druckverteilung der Fußsohlen zu ermitteln,“ erklärt Christoph Eberl.

Auch Julia Strasser ist überzeugt von ihrer Erfindung: „Jetzt geht es um die Produktion. Unser Gerät wäre für die Rehabilitations-Patienten eine tolle Sache.“ Der passende Werbeslogan für den elektronisch gesteuerten Gleichgewichtskreisel ist ebenfalls bereits parat: „Wenn Elektronik die Welt der Füße auf den Kopf stellt…“

Wir gratulieren den beiden Erfindern und wünschen viel Erfolg für weitere Verwertungsschritte!

Ebenfalls viel Erfolg für den weiteren Weg wünschen wir dem innovativen Erfinderteam, das ebenfalls eine Goldmedaille auf der iENA erringen konnte und über die wir bereits vor einiger Zeit berichten konnten. Mehr zu der Erfindung von Martina Pittl, Matthias Trescher und Nadine Wild eines verbesserten, leichten Wanderstocks hier.

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