Jun 012017
 

Noch bis zum 20. Juli 2017 können Nachwuchsdesigner und angehende Ingenieure ihre Projektideen beim internationalen James Dyson Award einreichen. Gesucht werden Projekte, die einen praktischen Nutzen haben und bei welchen bereits im Entwicklungsprozess an Nachhaltigkeit gedacht wurde. Die Aufgabe: Entwickle etwas, das ein Problem löst.

Der James Dyson Award wird in 23 Ländern ausgeschrieben und steht Studierenden (oder frischen Hochschulabsolventen) der Ingenieurwissenschaften und der Fachbereiche Produktgestaltung und Industriedesign und offen.


Der Wettbewerb bietet Einreichern die Möglichkeit, ihre Ideen vor Experten aus der ganzen Welt vorzustellen und den James Dyson Award als Sprungbrett für ihre Karriere zu nutzen. Das Preisgeld für den Gewinner auf internationale Ebene beträgt 35.000 Euro. Weitere 5500 Euro gehen an den Fachbereich des Preisträgers. Der Gewinner auf nationaler Ebene erhält ein Preisgeld von 2250 Euro.

Anmeldung unter: www.jamesdysonaward.org

Der James Dyson Award wird von der James Dyson Foundation ausgeschrieben, einer im Jahr 2002 gegründeten Stiftung, die das Ziel hat, die nächste Generation von Ingenieuren und Designern zu begeistern und zu unterstützen. Weitere Informationen unter www.jamesdysonfoundation.com

Aug 312016
 

Heute möchten wir Ihnen die Einreichung zum James Dyson Award von Malgorzata Blachnicka, Industrial Design Studentin an der FH Jonnaeum, vorstellen. Thematisch dreht sich alles um gesunde Ernährung und wie man eine einfache Hilfestellung geben kann, um diese einfacher umzusetzen. Für all jene, die nicht unbedingt mit dem grünen Daumen gesegnet sind und doch gerne frisches, gesundes Essen zuhause haben, ist ihr Produktdesign Grow sicherlich eine interessante Geschichte. Aber auch für andere stellt Grow eine formschöne Lösung für selbst gezogenes gesundes Essen dar.

Grow – it’s easy

Grow - "vertical gardening" at home. Quelle: http://bit.ly/2bzz0Wh

Zugegeben, Gemüse ist vielleicht etwas weit gefasst.

Konkret ist Grow ein ausgeklügeltes System um eigene Sprossen zu ziehen. Sprossen zählen unbestritten zu den sogenannten Superfoods, da sie voller wertvoller Nährstoffe stecken. Ihr großer Vorteil besteht darin, dass sie schnell wachsen, ganz einfach selbst gezogen werden können – sofern man etwas acht gibt – und gut schmecken.

Bei Grow sind die Samen bereits im blattförmigen Nährboden angeordnet und werden zunächst mit Wasser gesättigt. Dazu wird die Haube des Grow-Systems auf den Kopf gestellt und mit Wasser gefüllt. So kann der Nährstoffboden einfach hineingetaucht werden.

Ein ausgeklügeltes System. Quelle: http://bit.ly/2bzz0Wh

 

Im Anschluss wird der Boden von Grow mit Wasser gefüllt, der Nährstoffboden in die Ausnehmungen eingesetzt und die Glashaube darüber gestülpt. Sensoren auf der Glashaube erkennen, wann Feuchtigkeit benötigt wird – hier schlägt die entsprechende App Alarm, sodass die Keime sicherlich gut gedeihen.

Per Druck auf die Glashaube erfolgt übrigens ein Wasser-Sprühstoß, sodass die Keimlinge bewässert werden. Löcher im unteren Bereich sorgen für Ventilation. Nach nur 3 bis 5 Tagen sind die Sprossen übrigens soweit und können genüsslich – auf dem Butterbrot, im Salat etc. – verzehrt werden.

Ein System, das nicht nur formschön ist, sondern durch clevere Abstimmung das Überleben der Sprossen garantiert.

Wir wünschen der Studentin viel Glück beim Award!

Sep 232015
 

Ein Schuh, der drückt und zwickt – das hat jeder schon einmal erlebt und weiß wie unangenehm das ist. Doch gerade im beruflichen Alltag muss oft auf bequemes Schuhwerk verzichtet werden. Doch auch im privaten Rahmen wird oft der schicke Schuh dem bequemen vorgezogen. Kein Wunder, dass die meisten Füße nach diesen Zwangsvorstellungen im Laufe der Zeit Fehlstellungen entwickeln. Ganz allgemein fehlt es dem Fuß an Platz sich zu bewegen und die Fußmuskulatur zu trainieren. Fehlstellungen können jedoch auch auf andere Bereiche ausstrahlen, sofern nicht mit Einlagen entgegengewirkt wird.

Tu dem Fuß was Gutes!

Cowalker von Billie Rehwald Quelle: www.jamesdysonaward.com

Dachten sich gerade in den letzten Jahren etliche und griffen zu diversen Gesundheitsschuhen, die den Fuß fordern und fördern. Nachteil: diese sind optisch meist eher kurios. Billie Rehwald, Student an der Universität für angewandte Kunst in Wien im Zweig Industrial Design hat aus diesem Grund den Schuh „Cowalker“ entwickelt.

Der Cowalker selbst setzt sich im Grunde aus zwei Schuhen zusammen. Im Inneren sitzt der gesunde Schuh mit Barfußgefühl, der nach außen hin mit einem schicken Außenschuh verbunden ist, sodass der Schuh problemlos zum Casual oder Business Casual Outfit getragen werden kann. Derzeit ist das Projekt beim diesjährigen James Dyson Award eingereicht.

Wir wünschen viel Glück!

Feb 022015
 

Der James Dyson Award lockt jedes Jahr zahlreiche Industriedesigner mit kreativen Projekten. Während für den diesjährigen Preis bereits neue Ideen eingereicht werden können, möchten wir noch ein Konzept des vergangenen Jahres vorstellen. Laura Lang, Studentin Industrial Design an der FH Johanneum Graz, sorgte mit Nålinto für Aufmerksamkeit.

Liegt gut in der Hand. Quelle: www.jamesdysonaward.org

Nålinto
Der Name leitet sich von „nål“: Nadel und „lintu“: Vogel ab und lässt schon das Produkt erahnen. Bei Nålinto handelt es sich um eine handliche Nähmaschine, die aufgrund ihrer kompakten Maße auch auf Reisen mitgenommen werden kann. Zudem können Näharbeiten zuhause auch schnell einmal am Balkon oder auch im Garten erledigt werden.
Die Handnähmaschine ist durch den Akku-Betrieb mobil, sodass hier keinerlei Einschränkungen vorliegen. Der 30° gewinkelte Griff schmiegt sich perfekt an die Hand an und ermöglicht gleichzeitig eine gute Sicht auf die Naht. Auf diese Weise sorgt Nålinto für angenehmes Arbeiten. Der zweistufige Powerknopf lässt bei Bedarf langsam Nähen.

Aug 252014
 

Quelle: www.jamesdysonaward.org

Wie sieht es bei Ihnen in der Wohnung aus?
Haben Sie ganz klassisch weiße Wänder oder doch auch zum Teil eine farbige Wand? Oft zieren auch interessante Bildkombinationen oder schöne, große Prints weite Wandflächen. Besonders beliebt, gerade in den letzten Jahren, sind Wandtattoos.

Hier sind scheinbar keine Grenzen gesetzt – alle erdenklichen Motive, Farbkombinationen und auch Größen sind erhältlich, wobei letztlich wohl doch im finanziellen Aufwand ein Limit gesetzt ist. Doch der Vorteil liegt auf der Hand. Das Motiv gelingt immer und ist, auch wenn es zum Teil eine langwierige Prozedur ist, wieder abnehmbar.

Im Kunsthaus Graz Quelle: www.jamesdysonaward.org


Benjamin Loinger hat den Gedanken noch etwas weiter gesponnen. Wie kann die Flexibilität der Motivwahl noch besser umgesetzt werden? Der Industrial Design-Student entwickelte einen mobilen Wanddrucker. Mit diesem lassen sich gewünschte Motive auf Wände drucken. Vorzustellen ist das Gerät sozusagen als Tintenstrahldrucker, der sich ähnlich einer Farbrolle gestaltet. Entsprechend lassen sich auch farbige Motive aufbringen. Der gewünschte Druckbereich wird durch zwei Koordinaten-Sensoren begrenzt. Sie laden das gewünschte Motiv in den Druckbereich am Laptop oder Tablet.

Die jeweiligen Farben werden im Übrigen in Folge extra gedruckt, wobei Anzeigen am Rand des Geräts sozusagen Navigationshilfe leisten. Letztlich rollen Sie mit dem Wanddrucker an bestimmten Stellen entlang, das System weiß genau in welchem Druckbereich Sie sich befinden und passt die abgegebene Druckflüssigkeit auf die notgedrungen unkonstante Geschwindigkeit an. Zur Überprüfung dienen ein optischer Sensor sowie ein Abstandssensor im Gerät.

Jul 302014
 

Zahnarzt
Sie liegen auf dem Zahnarztstuhl, geblendet von der großen Lampe über Ihnen und bangen, was der Zahnarzt bei der Untersuchung Ihrer Mundhöhle wohl finden wird. So oder ähnlich beginnt für viele der Termin beim Zahnarzt. Haben Sie schon einmal darauf geachtet, wie genau die Mundinspektion vor sich geht? Meist wird mittels eines hölzernen Einweg-Untersuchungsstab Ihre Zunge nach unten gedrückt und mittels kleiner Lampe und weiteren Utensilien gesucht. Aber kann man diesen Vorgang nicht vereinfachen?

2 in 1. Quelle: http://www.jamesdysonaward.org/de/projects/oralux-2/

Diese Überlegung führte bei Aaron Wansch einem Studenten der FH Salzburg zu dem Produktkonzept ORALUX. ORALUX verbindet sozusagen Spatula und Lichtquelle. Das Produkt stellt letztlich eine Untersuchungsleuchte dar, in welche das Stäbchen eingeführt werden kann, sodass es gehalten wird. Derart kann der Zahnarzt schließlich bereits mit dem Hinunterdrücken der Zunge den Mundraum ausleuchten und braucht keine weiteren Hilfsmitteln.

Somit hilft ORALUX den medizinischen Arbeitsablauf zu vereinfachen. Ein intuitiver Schieber ermöglicht des Weiteren das berührungslose Auswerfen des verwendeten Holzstäbchens. Im selben Schritt wird das LED-Licht deaktiviert. ORALUX – eine österreichische Einreichung zum James Dyson Award.

Mai 062014
 

Kreative Problemlöser können seit einigen Wochen ihre Projekte beim bekannten James Dyson Award einreichen. Mit Kristof Retezár ist der erste österreichische Beitrag einzusehen, der in jedem Fall erfrischend ist.
Fontus nennt sich das Projekt, bei dem es um eine Wasserflasche fürs Fahrrad geht, die sich selbst befüllt. Ja, genau: die sich selbst befüllt. Ganz simpel ausgedrückt sammelt die spezielle Apparatur durch Kondensation Wasser aus der Luftfeuchtigkeit, wobei Solarzellen die notwendige Energie liefern. Bis zu einem halben Liter Wasser kann Fontus in einer Stunde gewinnen.

Sauberes Wasser - kein Durst nach dem Sport. Quelle: http://www.jamesdysonaward.org/de/projects/fontus-2/

Während die selbstfüllende Flasche gerade bei sportlichen Radtouren die praktische Suche nach Frischwasserquellen obsolet macht, punktet das System insbesondere in heißen Regionen mit wenig Grundwasser und hoher Luftfeuchtigkeit.

Ein Wasserspender mit Nachfülleffekt. Quelle: http://www.jamesdysonaward.org/de/projects/fontus-2/

Wie funktioniert Fontus im Detail?
Damit Wasser kondensiert, muss die Luft entsprechend heruntergekühlt werden. Wir kennen diesen Effekt alle aus dem Sammeln von Wasser am kalten Glas im Sommer. Den Kühleffekt bei Fontus erzeugt ein Peltier Element durch die Energiezufuhr der Solarzellen. Beim Peltier Element selbst sind jedoch zwei Teile voneinander getrennt – die obere Seite wird gekühlt, während die Unterseite heiß wird. Beim Fahren strömt die Luft am unteren Peltier Element entlang und kühlt dieses ab. Wenn die Luft in die obere Kammer strömt, wird diese abgebremst und kann an den kalten Kondensatorfläche das Wasser abgeben. Die Wassertropfen sammeln sich schließlich in der eingehängten 0,5l PET Flasche.

Okt 032013
 

Neben MUST, dem nationalen Sieger im James Dyson Bewerb, gibt es noch weitere interessante, österreichische Projekte, die unsere Aufmerksamkeit verdient haben. Ein solches Projekt ist zum Beispiel auch Lexie, die flexible Oberschenkelprothese. Im Gegensatz zu gängigen Prothesen für Kinder, die lediglich eine kleinere Version erwachsener Modelle darstellen bzw. insgesamt auf diesen basieren, möchte Lexie kindergerechte Ansprüche erfüllen.

©Maria Gartner

Die flexible Oberschenkelprothese besitzt modulare Elemente, welche eine Anpassung in Höhe und Breite ermöglichen. Derart kann die Prothese sozusagen das Wachstum des Kindes mitmachen und stets ideal eingestellt werden. Das Gehäuse von Flexie ist wasser- und schmutzabweisend. Ein besonders einfacher Fixiermechanismus stellt zudem sicher, dass die Prothese auch ohne Hilfe Erwachsener angelegt werden kann.

Lexie wurde in Zusammenarbeit mit einem fünfjährigen Kind entwickelt, sodass sichergestellt worden ist sämtliche Bedürfnisse zu erfüllen. Besonders an der Benutzerfreundlichkeit wie auch Strapazierfähigkeit ist intensiv gearbeitet worden. Hochwertige Materialien wie Carbon und Aluminium halten auch großen Anforderungen stand. Flexibel, vielseitig und anpassbar – Lexie, eine Prothese, die Schritt hält!

Sep 262013
 

Der James Dyson Award ist einer der bekanntesten internationalen Design-Awards, der vor allem junge Produktdesigner dazu animieren soll ihre Konzepte zu verschiedensten Problemlösungen einzureichen. Kreative Köpfe aus 18 Ländern haben die Möglichkeit sich und ihre Projekte zu präsentieren und mit innovativen Ansätzen die Jury wie auch andere Interessenten zu beeindrucken. Im Rahmen des Awards erfolgt zunächst eine Bewertung durch eine lokale Fachjury. Neun weitere Projekte steigen mit dem Österreichischen James Dyson Award-Gewinner 2013 in die nächste Runde auf, in der die Bewertung der internationalen Projekte durch ein Gremium aus Dyson-Ingenieuren erfolgt. In Österreich hat ein Salzburger das Rennen für sich entschieden und darf sich neben dem Sieg über ein Preisgeld von 2000 Pfund freuen.

MUST - ein Gewinner. (c) wilbild, Sandra Stojkov

Mobil und ergonomisch. (c) wilbild, Sandra Stojkov

 

Manuel Herndler, Absolvent der FH Salzburg Design & Produktmanagement, hat mit MUST (Mobile Ultra Sound Therapy) ein kompaktes und vor allem handliches Ultraschallgerät für den Einsatz in der Physiotherapie entwickelt. Bisherige Geräte fallen groß und dementsprechend schwer aus, darüber hinaus stellen sie sich in der Bedienung meist kompliziert dar.

Mit der Entwicklung eines kleinen, ergonomisch optimierten Gerätes hat Herndler geschafft diese Missstände zu beheben und weitere Anwendungsmöglichkeiten außerhalb der Praxis ermöglicht, sodass mobile Physiotherapeuten mithilfe von MUST auch Behandlungen außerhaus durchführen können. Zusätzlich eignet sich MUST auch für den Einsatz bei Outdoor-Sportevents.

Diese Idee gepaart mit durchdachtem Design konnte die nationalen James Dyson Award 2013-Jurymitglieder Lilli Hollein, Journalistin und Initiatorin der VIENNA DESIGN WEEK, Michael Hausenblas, Design -Journalist der Tageszeitung Der Standard und Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria, überzeugen.

Wir gratulieren recht herzlich!

Sep 112013
 

vita.LAB - ein vitaminreicher Kreislauf, Quelle: www.jamesdysonaward.org

Gut, dass frisch gepresster Saft mit kleinen Fruchtstücken gesund und vor allem lecker ist, das muss ich Ihnen nicht erst erzählen. Die Problematik der Entsafter – von billig bis teuer – liegt darin, dass sich die Reinigung einfach umständlich gestaltet. Bis die Maschine von all dem Fruchtfleisch befreit ist, dauert es.

Die Arbeit ist mühsam und im Grunde steht vor dem Gedanken einen leckeren Saft zuzubereiten immer auch die Frage, ob man sich die langwierige Reinigung wirklich antun will…

Endlich einfaches Reinigen! Quelle: www.jamesdysonaward.org

Im Rahmen des James Dyson Awards wurde von österreichischer Seite das Projekt vita.LAB vorgestellt. Bei vita.LAB geht es jedoch um mehr als den „bloßen“ Entsaftungsprozess mit anschließendem Vitamingenuss. Gedanke des Projekts ist vielmehr ein ökologischer Kreislauf.

Von einem Bauer in der Nähe erhält der Vitaminhungrige sein Obst, das mit dem vita.LAB schnell entsaftet wird. So, dann steht die Reinigung an und, wie schön, diese gestaltet sich denkbar einfach! Das Kernstück des Entsafter wird nämlich einfach auf den Kopf geschwenkt, unten wird der Abfallbehälter aufgesteckt, ein Glas Wasser oben eingeleert und per Knopfdruck putzt sich die Luft-Turbine sozusagen selber.

Der mit Wasser und Turbine angesammelte Müll ist damit im Abfallbehälter gesammelt, die schließlich abgeholt werden um als Kompost zu dienen. Damit schließt sich sozusagen der Kreis. Mit diesem effektiven System gestaltet sich der Weg zum leckeren, frischen Saft denkbar einfach; die Reinigung ist ein Kinderspiel und Investitionen in Vitaminpillen & Co können wegfallen.

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