Vielleicht schon bald: Solargarage, ©Firma Sunplugged, Quelle: www.tuwien.ac.at

Neue Anwendungsmöglichkeiten für Solarzellen – das soll mit dem EU-Projekt “SolarDesign” gefördert werden. Bislang gestalten sich Solarzellen optisch mehr oder weniger einheitlich – blauschimmernde Platten, die mit weißen Linien durchzogen sind.

“Mit diesen Solarzellen lassen sich allerdings nicht alle Kundenwünsche befriedigen”, erklärt Nadja Adamovic vom Institut für Sensor- und Aktuatorsysteme der TU Wien. Dass Solarzellen nicht unbedingt auf Dächer beschränkt bleiben müssen, ist seit der Implementierung etwa bei Taschenlampen bekannt. Eine gekonnte Einbindung, die endlich einmal auch den optischen Einheitsbrei durchbricht, bildet beispielsweise die Produktpalette von SolarFidelity, über die wir bereits berichtet haben.

Solar-Jacke gefällig? ©Firma Sunplugged, Quelle: www.tuwien.ac.at

Im Zuge des EU-Projekt “SolarDesign” soll die vielfältige Einbindung verschiedenster Solarzellen vorangetrieben werden. Besonders in Zusammenarbeit mit der Tiroler Firma “Sunplugged” sollen Dünnschicht-Solarzellen in unterschiedlichen Bereichen Einsatz finden. Wichtig ist dabei vor allem, dass die elektrischen, optischen und mechanischen Eigenschaften auf den jeweiligen Anwendungsbereich abgestimmt sind.

Besonders im Falle von Kleidung, die mit flexiblen Solarzellen bestückt wird, spielt die Optik eine große Rolle. Zudem ist bei Installationen im Außenbereich eine gewisse Robustheit gegenüber Feuchtigkeit und stärkeren Temperaturschwankungen gefragt, wie natürlich prinzipiell eine lange Lebensdauer. Letztlich ist das Ziel des ambitionierten Projektes natürlich die Entwicklung konkreter Produkte.
“Wir arbeiten immer wieder mit erfolgreichen Solarzellen-Herstellern zusammen. Dass wir nun allerdings auch noch die Creative Industries in so ein Forschungsprojekt hereinholen, ist etwas ganz Besonderes, damit sind wir auch bei der EU auf große Aufmerksamkeit gestoßen”
, gibt Adamovic stolz zu verstehen. Die Kooperation von elf Firmenpartnern und Forschungseinrichtungen verspricht eine befruchtende Atmosphäre, wobei von österreichischer Seite neben der TU Wien, wie bereits erwähnt, die Photovoltaik-Firma Sunplugged wie auch RHP Technology mitmischen.

 

Zu schönen Sommernächten gehört einfach ein schöner Nachthimmel und mit etwas Glück flitzt sogar eine Sternschnuppe vorüber, sodass ein schneller Wunsch losgeschickt wird. Genau dort oben, im Orbit, befindet sich der Arbeitsplatz der Astronauten, die in denkbar unwirtlicher Umgebung ihre Arbeit verrichten. Im Weltraum sollte jeder Handgriff sitzen, das Gefahrenpotential ist merkbar erhöht. Um so wichtiger ist in diesem Zusammenhang natürlich, dass Bekleidung und Ausstattung top sind.

Anzugtester Daniel Föger beim ersten Pilotversuch im Raumanzugslabor des ÖWF, Quelle: www.derstandard.at

Weltraum-Bekleidung muss den verschiedensten Ansprüchen genügen und neben umfassendem Schutz trotzdem Arbeiten ermöglichen, die gewisses Fingerspitzengefühl ermöglichen. In diesem Sinne helfen blinde Menschen im Rahmen eines internationalen Projektes unter Beteiligung des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) bei der Entwicklung von Weltraum-Bekleidung.

Im Besonderen geht es um spezielle Handschuhe, die für den Mars-Raumanzug Simulator „Aouda.X“ von Wissenschaftern der Universität Innsbruck entwickelt werden. „Wir wollen einerseits erfahren, wie groß der Unterschied im Tastsinn zwischen Sehenden und Blinden ist, wenn man mit den schweren und mehrlagigen Raumanzugs-Handschuhen arbeiten muss,“ erläutert ÖWF-Vorstand Gernot Grömer.

Nachdem die ersten Pilotdaten vielversprechend wirken, müssen diese nun genau analysiert werden. „Dann entscheiden wir, ob es sich vielleicht sogar lohnt, ein kleines Trainingsprogramm für unsere Anzugtester zusammenzustellen,“ erklärt Grömer. Die Analyse und Verbesserung des Tastsinnes soll es den Anzugtestern erleichtern, mit den schweren Handschuhen geologische Proben abzutasten oder feinmechanische Arbeiten durchzuführen, berichten die Forscher.

 

Fossile und mineralische Ressourcen sind nur in begrenztem Maße vorhanden und seit Jahrzehnten wird gerade insbesondere auf das unausweichliche Ende der Erdölvorkommen hingewiesen, was sich für uns Verbraucher immer wieder in empfindlichen Preisanpassungen an der Zapfsäule niederschlägt. Der vermehrte Einsatz nachwachsender Rohstoffe oder die Energiegewinnung aus erneuerbaren und damit umweltfreundlichen Energien wird zum einen ein unausweichlicher Schritt sein und zum andern beschäftigen sich zum Glück verschiedene Forschungsbereiche bereits mit diesen Themen.

Quelle: www.surfuncell.eu

Das europäische Projekt SURFUNCELL etwa fördert die Erforschung neuartiger Materialien, die idealerweise auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und ebenso im Herstellungsverfahren möglichst umweltfreundlich und nachhaltig sein sollen. Grazer Wissenschafter haben sich dieser Problematik gewidmet. Volker Ribitsch vom Institut für Chemie an der Universität Graz initiierte SURFUNCELL und übernahm gleichzeitig die Teamkoordination. Das Team ging dabei der Frage nach wie Zellulosefasern mit maßgeschneiderten Materialeigenschaften ausgestattet werden können. „Materialeigenschaften lassen sich gezielt beeinflussen, indem man die Nanostruktur der Oberfläche entsprechend verändert,“ erklärt Ribitsch.

Nach vier Jahren intensiver Forschung kann das Team nun vier Anwendungsgebiete vorweisen.
Ein erstes Anwendungsgebiet besteht in der Herstellung antibakterieller Kleidungsstücke. Hierzu werden Zellulosefasern mit  Silber-Nanopartikeln „veredelt“. Das daraus resultierende antibakterielle Garn würde insbesondere Patienten helfen, die an schlecht heilenden Wunden leiden.

Nanopartikel, Quelle: www.csn-deutschland.de

Ein anderes Einsatzgebiet betrifft die Gewässerreinigung.
Die Reinigung von Gewässer von Hormonen wie Östrogen gelingt zum Beispiel mithilfe eines Membranfilters, der auf Celluloseacetat-Basis entwickelt wurde.
Das Verfahren muss folgendermaßen vorgestellt werden: Wasser wird durch einen Zylinder geleitet, der mit etwa rund 1000 Hohlfasern mit etwa 1,5 mm Durchmesser ausgestattet ist. Die Innenseiten der Hohlfasern sind dabei ebenfalls mit Nanostrukturen versehen.
Dadurch vergrößert sich die Oberfläche an die bestimmte Enzyme gebunden werden können, die letztlich den Hormonabbau bewirken.

Weiters sollen künftig spezielle Zellulosefilm-Beschichtungen bei der Herstellung feuchtigkeitsresistenter Lebensmittelverpackungen zum Einsatz kommen, wie das Grazer Team vorschlägt. Bisherige Polymerfilme stellen eine große Umweltbelastung dar, da sie nicht nur nicht recyclebar sind sondern auch mithilfe giftiger Chemikalien zustande kommen.
Der letzte Projektbereich konzentriert sich auf einen UV-Schutz für Papier, der vor einem Ausbleichen bewahrt.

Ende 2012 ist das Forschungsprojekt beendet, bei dem mit sieben europäischen Partnern aus der Industrie an der Entwicklung und Erforschung neuartiger Materialien und Prozesswege zusammengearbeitet worden ist.

 

Das Computerprogramm lernt den Patienten kennen, Quelle: www.derstandard.at

Manche Erfindungen bringen uns zum Lachen.
Andere sind einfach nur praktisch.
Viele erleichtern uns den Alltag und einige verbessern die Lebensqualität! – unter Umständen sogar enorm!

Lebensqualität steigern – das ist das Stichwort für das Christian Doppler Labor, welches sich im Besonderen damit beschäftigt wie bionische Prothesen noch weiter verbessert werden können.
In Kooperation mit dem Medizintechnik Unternehmen Otto Bock Healthcare führt Oskar Aszmann von der MedUni Wien das besagte Labor. Im Besonderen geht es Mustererkennung – Pattern Recognition.

Darunter ist Folgendes zu verstehen:
In einem ersten Schritt werden dem Patienten Elektroden aufgesetzt. Danach gilt es dem Computerprogramm den eigenen Bewegungsablauf beizubringen. Der Patient wird aufgefordert mit seiner nicht mehr vorhandenen Extremität bestimmte Bewegungen auszuführen. In Folge entstehen gewisse Aktivitätsmuster, welche die Elektroden an den Computer weiterleiten. Der Patient lernt also dem Computerprogramm die eigenen Bewegungsabläufe ein.

Oscar Aszmann, Quelle: www.cdg.ac.at

Dank der verschiedenen Muster kann die High-Tech-Prothese ganz individuell an den Träger angepasst werden. In weiterer Folge reagiert somit die „trainierte“ Prothese entsprechend auf gespeicherte Bewegungsabläufe. Das heißt, dass bestimmte Aktivitätsmuster in entsprechende Bewegungen umgesetzt werden. Die Prothese reagiert also auf individuelle Gedankenmuster und führt die richtige Bewegung aus.

Die Forschung zu diesem Projekt läuft gerade an, wobei der Zeitplan vorsieht, dass in etwa bereits eineinhalb Jahren ein Patient mit einer gedankengesteuerten Prothese nach Hause gehen kann.

 
Die Leidenszeit der Allergiker

Die Leidenszeit der Allergiker, Quelle: www.derstandard.at

Die Nase juckt und die Augen brennen…
Die Pollensaison ist wieder eröffnet!

Eine leidige Zeit für Allergiker und die Zahl der Menschen, die an Allergien leiden, nimmt stetig zu.
Einen Lichtblick verspricht in diesem Zusammenhang die Arbeit der Wissenschaftler für Allergieforschung an der Med-Uni Wien.
Rudolf Valenta und sein Team sind auf der Suche nach einem Impfstoff, der den unangenehmen Auswirkungen der Pollenallergien einen Strich durch die Rechnung machen soll. Ausgangs- und Ansatzpunkt der Forschung des Teams Valenta waren sozusagen die Enthüllungen diverser Pollenallergene.

Vor einigen Jahren wurden die ersten Pollenallergene identifiziert. Damals wurden die ersten „Übeltäter“ in ihrer Aminosäurezusammensetzung und räumlichen Struktur ausgemacht. Mithilfe dieser Informationen machte sich nun das Allergieforschungsteam daran, exakt auf diese Allergene zugeschnittene Vakzine zu entwickeln. Auf diesen Forschungsarbeiten aufbauend hat das Biotech-Unternehmen Biomay bereits letztes Jahr den sogenannten BM32-Impfstoff nun in die Testreihe geschickt.

Das besagte Vakzin setzt sich aus Peptiden mit 20 bis 30 Aminosäuren zusammen, die von Gräser-Allergenen abgeleitet worden sind. Im weiteren Verlauf wurde das gentechnisch hergestellte Paket an ein virales Trägerprotein appliziert, das von den allergieauslösenden Antikörpern unerkannt bleibt.

In einer ersten Testphase wurden im ersten Halbjahr 2011 die Vakzine an 60 Allergiepatienten der Med-Uni Wien getestet. Im Herbst war der Start zur zweiten Phase, in denen die teilnehmenden Allergiker drei verschieden dosierte Impfungen erhalten. Durch diese Testreihe sollen Erkenntnisse und Daten zur notwendigen Dosierung und der entsprechenden Immunantwort gewonnen werden. Zu diesem Zweck werden die Teilnehmer auch in speziellen Klimakammern Gräserpollen ausgesetzt, um die jeweilige Reaktion messen zu können.

Birkenpollen im Anflug

Birke im Anflug, Quelle: www.derstandard.at

Gelingt alles nach Plan erhofft sich Biomay die BM32-Vakzine bereits 2017 auf den Markt bringen zu können. Dass weitere Pläne für Forschungen an Vakzinen zu Allergenen von Birke und Co angedacht sind, verspricht auch für die restlichen, zu dieser Zeit niesenden Menschen, Hoffnung auf einen in Zukunft angenehmen Frühling
Noch muss man sich mit diversen Hilfsmittelchen behelfen. Eine Neuerung gibt es aber bereits dieses Jahr: der Pollenwarndienst informiert in diesem (starken) Pollenjahr per App die Leidgeplagten.

Haaaa—AAAtschi!

 

Bakterien, Quelle: http://science.orf.at

Vor etwa einem Jahr war die Verunsicherung besonders in Deutschland und Österreich und bald darauf auch in umliegenden Ländern groß. Einige EHEC Fälle beunruhigten die Bevölkerung und spätestens nach dem ersten Todesfall, traten berechtigter Weise ernste Sorgen in den Vordergrund.
Auch ich habe mit einem unwohlen Gefühl die Berichterstattung verfolgt und mich so manches Mal gefragt, ob ich für eine Weile nicht vielleicht doch besser auf Tiefkühlgemüse ausweichen sollte.

Wurden zunächst Salate und dann Gurken verdächtigt die gefährlichen Keime zu tragen, stand schlussendlich nur fest, dass lediglich der hygienische Umgang mit Lebensmitteln vor einer Infektion schützen kann. Woher dieser aggressive Darmkeim stammte, konnte aber letztlich nie ganz eindeutig festgestellt werden.

Den verschiedensten Keimen auf der Spur sind nun Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Sie untersuchen welche Keime in die Europäische Union gelangen und wie bedenklich diese sind. Keime können sich auf verschiedene Weisen verbreiten. Spätestens seit dem Film „Outbreak“ ist jedem bewusst, wie vergleichsweise einfach Krankheitserreger durch den Reiseverkehr übertragen werden. In Bezug auf die Keime wird nun der Fokus vor allem auf den Strom illegal eingeführter Nahrungsmittel gelegt.

Das internationale Projekt namens PROMISE – Protection of consumers by microbial risk mitigation through segregation of expertise – wird von der EU mit etwa drei Millionenen Euro mitfinanziert. Die Leitung unterliegt dem Lebensmittelhygieniker Martin Wagner vom Institut für Milchhygiene.

Keime werden untersucht, Quelle: http://science.orf.at

Im Zuge von PROMISE sollen nun an neuralgischen europäischen Flug- und Seehäfen sowie anderen Grenzstationen beschlagnahmte Lebensmittel auf gefährliche Keime untersucht werden. In diesem Zusammenhang führt Mitarbeiterin Dagmar Schoder beispielsweise Erreger wie Tuberkulose, Listerien und Salmonellen an.
Bis vor kurzem war es noch Standard beschlagnahmte Lebensmittel zu vernichten ohne Untersuchungen zu Keimen und deren Gefährlichkeitsgrad zu tätigen. Dies soll sich nun ändern. So sollen in Zukunft genaue Zahlen über diverse „Keimströme“ vorliegen.

 

Holz ist vielseitig, Quelle: diepresse.com

Ich liebe meine Holzmöbel, denn ich finde, dass Holz der Wohnung bzw. dem Raum eine gewisse Wärme und Gemütlichkeit gibt. Das Material Holz lockert einfach die gefühlte Wohnumgebung auf.
Dabei lässt sich Holz sehr vielseitig bearbeiten und ist selbst wiederum in verschiedensten Formen und Maserungen erhältlich. Außerdem – nicht zu vergessen! – ist es ein nachwachsender Rohstoff!
Im Gegensatz zum Holzregal an der Wand ist der Couchtisch oft aus Glas – aber stellen Sie sich vor Ihre Holzmöbel wären ebenfalls durchsichtig…

Im ersten Moment ein durchaus (irr)witziger Gedanke, doch Forscher der Boku in Wien forschen bereits an durchsichtigem Holz. Projektleiter Rupert Wimmer ist sich sicher, dass mit dieser neuen Art des Holzeinsatzes überaus interessante Möbel oder diverse, attraktive Lichtelemente gestaltet werden können.
Über erste Erfolge durfte sich das Team bereits freuen, sodass in absehbarer Zukunft durchsichtiges Holz mit Maserung gar nicht mehr so unwahrscheinlich erscheint.

Holzkommoden. Quelle: www.schoener-wohnen.de

Die Idee zu diesem innovativen Projekt hatte Rupert Wimmer vor Jahren auf einem Botanikkongress, bei dem es um die Frage ging, wie man wohl sozusagen einen Blick ins Holz werfen könnte, um Wasserwege untersuchen zu können.
Mittlerweile liegt beim durchsichtigen Holz noch ein Problem darin die richtigen Polymere zu finden. Das bisher verwendete Methacrylatharz verteilt sich zwar gut im Holz und härtet ohne Luftblasen in der Struktur aus, allerdings mangelt es ihm an Umweltfreundlichkeit… Aus diesem Grund ist das Team um Projektleiter Rupert Wimmer gemeinsam mit dem Institut der Naturstofftechnik nun auf der Suche nach biobasierten Stoffen.

Ich bin jetzt bereits auf meine zukünftigen durchscheinenden Holz-Lampen gespannt und kann mir auch schon durchaus meine zukünftige Holz-Sonnenbrille gut vorstellen :-)

 

Crashtest-Dummy, Quelle: www.carkoon.com

Sie fliegen durch die Windschutzscheibe, knallen in den Airbag und werden hin- und hergeschleudert.
Sie leiden, damit wir in immer sichereren Autos sitzen. Ihr Inneres ist mit Technik vollgestopft, sodass jeder Aufprall genug Daten liefert. Ihr Äußeres ist relativ schlicht gehalten – unpersönlich, wobei schwarz-weiße Kreise die neuralgischen Punkte am Körper markieren.

Die Crashtest-Dummies – kein Aufprall, den sie nicht miterlebt haben…
Dank ihrer aktiven Mithilfe sind wir sicherer unterwegs und doch sind unsere strapazierfähigen Unfalltester mittlerweile doch etwas in die Jahre gekommen.
Wie in fast allen Gebieten trifft es auch hier zu: die Technik hat sie (bereits fast) überholt.

Denn eines können die tapferen Crashtest-Dummies nach wie vor nicht – sonst würden sie wahrscheinlich auch erst gar nicht ins Auto steigen :-) – REAGIEREN. Aber gerade die Reaktion des Autofahrers kurz vor dem Unfall hat natürlich auch Auswirkungen auf die Art des Aufpralls. In jenem Sekundenbruchteil vor dem Unfall reißt der Fahrer die Hände zum Schutz vor das Gesicht oder versucht im Autositz noch auszuweichen.

Virtueller Crashtest-Dummy, Quelle: www.sfg.at

Genau diese Reaktionen soll der virtuelle Crashtest-Dummy ebenfalls aufweisen. Virtual Vehicle arbeitet gemeinsam mit dem Frank Stronach Institut für Fahrzeugsicherheit der TU Graz und weiteren Partnern an einem virtuellen Crashtest-Dummy, der nun ebenfalls menschliches Verhalten in den Unfallablauf einfließen lassen soll. Das Forschungsprogramm wird dabei von der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG unterstützt. In einigen Jahren wird dieses voraussichtlich serienreif und damit aller Voraussicht nach die Unfallforschung erobern.

Der virtuelle Dummy – mit virtuellen Muskeln bepackt – wird durch seine Reaktionen in gewisser Weise einen Dominoeffekt im Unfallverlauf bewirken und damit beitragen neue Erkenntnisse zu gewinnen, um schließlich die Sicherheitssysteme der Automobilbranche noch weiter verbessern zu können.

 

www.lnf2012.at

Heute ist Frühlingsbeginn und genau Morgen um 00:07 Uhr ist Tag-Nacht-Gleiche. Wie der Name schon sagt ist da der lichte Tag gleich lang wie die Nacht. Der heutige Tag stellt also einen Wendepunkt dar und die karge Zeit ist jetzt vorbei. Die von Wachstum und Fruchtbarkeit gepräte Zeit des Jahres beginnt und die Tage sind ab morgen wieder länger. Naja und wieso sollte man das nicht gleich wieder für eine tolle Veranstaltung nutzen?

Fast jeder kennt sie die Lange Nacht der Museen. In dieser Nacht präsentieren rund 660 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen, in der Zeit von 18:00 Uhr bis 1:00 Uhr früh, ihre Sammlungen. Es gibt aber auch die Lange Nacht der Kirchen. Hier öffnen mehr als 700 Kirchen in Österreich ihre Pforten. Teilweise sind einem sogar Orte zugänglich, die sonst verschlossen bleiben. so kann man beispielsweise die Sakristei, die Krypta oder aber auch die Kirchtürme betrachten. Jeder Besucher kann frei entscheiden wie weit er in den kirchlichen Bereich vordringen möchte.

Aber jetzt hab ich die ultimative Nacht für euch gefunden. Was haltet ihr denn von einer Langen Nacht der Forschung? Klingt das nicht spannend….

Am 27. April 2012 findet diese Veranstaltung in acht von neuen Bundesländern in Österreich statt. Forschungszentren vom Boden- bis zum Neusiedlersee öffnen an diesem Abend ihre Türen und geben interessante Einblicke in ihre Arbeit. Man kann also Forschung haut nah erleben und das Bewusstsein für Forschung und Entwicklung in Österreich wird gefördert.

In Salzburg öffnen sich die Tore von 17:00 bis 23:00 Uhr. Es werden Prototypen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse live präsentiert und sowohl Erwachsene als auch Kinder kommen garantiert auf ihre Kosten.

In Niederösterreich begibt sich die ORF-eins-Newton Wissenschaftssendung während der LNF 2012 an allen Standorten live auf die Suche nach dem niederösterreichischen Nachwuchsforscher. Bei einem 3-Minuten-Science-Slam können begabte JungwissenschaftlerInnen ihr Forschungsthema unterhaltsam und kreativ „on stage „präsentieren.

Es gibt also sehr viele Möglichkeiten um die Nacht zum Tag zu machen. Wir wünschen viel Spaß und einen interessanten Abend.

 

Instituts-Logo, Quelle: Julia Bauer

2001 wurde an der Wirtschaftsuniversität Wien von Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Franke das Institut für Entrepreneurship und Innovation ins Leben gerufen. Inzwischen zählt es 16, hauptsächlich wissenschaftliche Mitarbeiter und setzt in der Lehre Schwerpunkte in der Verknüpfung von Anwendung und Praxis sowie von Ökonomie und Technologie. So werden am Institut unternehmerisches Denken und Handeln vermittelt, aber auch Vernetzungen mit anderen Disziplinen gefördert.

Ein äußerst interessantes Institut, von dem wir uns ein besseres Bild machen wollten. Deshalb haben wir nachgefragt und zwar bei Universitätsassistentin Mag. Julia Bauer.

Mag. Julia Bauer, Quelle: Florian Schirg

Zunächst interessiert uns natürlich ihr Tätigkeitsfeld am Institut!
Im Moment lehre ich die Kurse Business Model Innovation, wo neuartige Geschäftsmodelle für etablierte Unternehmen generiert werden, sowie den Kurs New Business Development, in dem auf die Entwicklung und Evaluierung neuartiger Geschäftsfelder eingegangen wird. In beinahe allen Lehrformaten arbeiten wir stark mit Partnern aus der Praxis zusammen – die Studierenden arbeiten also an realen Projekten. Die Bandbreite geht vom Start-up, über Forschungsinstituten (z.B. CERN, Fraunhofer Institut), bis hin zu großen etablierten Unternehmen (z.B. Magna, Deutsche Telekom, IBM).
Neben der Lehrtätigkeit bin ich auch in der Forschung im Bereich Crowdsourcing und Innovation Communities aktiv.

Für wen ist das Studium am Institut für Entrepreneurship und Innovation die richtige Entscheidung und welche beruflichen Möglichkeiten eröffnet dieses Studium?
Die Spezialisierung Entrepreneurship und Innovation richtet sich an Bachelorstudierende, die sich das Rüstzeug eines Unternehmers aneignen möchten. Dabei ermöglicht die erworbene Qualifikation verschiedene Karrierewege: einerseits die Gründung eines eigenen Start-ups oder die Übernahme eines Familienbetriebs. Andererseits schlagen viele auch den Weg als InnovationsmanagerIn in einem großen Unternehmen, als AnalystIn in Venture-Capital-Gesellschaften oder auch als UnternehmensberaterIn ein.

Das Masterstudium (MSc) Strategy, Innovation and Management Control richtet sich an Studierende, die Führungsverantwortung übernehmen wollen.

Gemeinsam mit der TU Wien, sowie der WU Executive Academy organisiert das Institut den Professional MBA Entrepreneurship und Innovation, wobei hier das Ziel in der Vermittlung zentraler Fähigkeiten und Techniken für unternehmerisches Denken sowie der gewinnbringenden Umsetzung von Innovationen liegt.

Wo liegen die Schwerpunkte im Lehrplan?
Der Schwerpunkt der Lehre ist darauf ausgerichtet, unseren Studierenden erstklassige Kenntnisse in den Bereichen Entrepreneurship und Innovation zu vermitteln.

Das Institut arbeitet an höchst innovativen Problemstellungen, die je nach Ausrichtung des Kurses unterschiedlich sind. So stehen Praxispartner des Kurses New Business Development z.B. vor dem Problem, dass sie zwar eine innovative Technologie entwickelt haben, aber keinen Einsatzbereich sehen. Studierende wenden verschiedene Methoden und Tools an und kommen so auf eine Großzahl von Anwendungsbereichen. Für die erfolgversprechendsten wird ein Business Model bzw. eine Kommerzialisierungsstrategie erarbeitet.
Weitere reale Praxiskurse, um nur einige zu nennen, wären etwa InnoLAB – Entwicklung innovativer Neuprodukte mittels der Design Thinking-Methode – sowie Social Entrepreneurship – Erarbeiten eines sozialen Start-up-Konzepts.
In Form unserer zwei Core Lectures vermitteln wir die notwendigen Theorien zum Thema Entrepreneurship und Innovation, wobei natürlich weitere Kurse wie etwa IP Management angeboten werden.

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