Photovoltaik-Module auf Dächern sind schwer zu verbergen. In schwarz-blauer Farbe schimmern sie meist schon von weitem entgegen. Das mag viele nicht stören, da der ökologische Gedanke zählt, aber in sensiblen Wohngegenden und ganz besonders in der Grazer Altstadt, die den Titel UNESCO-Weltkulturerbe trägt, würden Photovoltaikdächer das optische Erscheinungsbild stark beeinträchtigen. So wacht die Grazer Altstadtkommission auch mit Argusaugen über die roten Ziegeldächer der Stadt. Nichtsdestotrotz bilden jedoch Umweltschutz und Ressourcenschonung wichtige Themen.

Foto: jasonb42882

Im Rahmen des Forschungsprojektes “PV@Graz” bemühen sich das Institut Material der Joanneum Research und der Karl-Franzens-Universität sowie die Forschungsstelle Kunstgeschichte um eine Lösung. Zentrales Thema des Projektes bilden innovative Beschichtungstechnologien, welche eine optisch ansprechendere Alternative zu den bislang gängigen schwarz-blauen Photovoltaikmodulen ermöglichen sollen.

Die Optik allein reicht natürlich nicht – Einbußen in puncto Leistung dürfen nur in begrenztem Maße ausfallen. Mehr als 10% darf nicht an Wirkkraft verloren werden.

Projektleiter Gerhard Perharz ist optimistisch: “Wenn wir das Projektziel erreichen, stehen die Chancen gut, dass in Zukunft auf den Dächern der Grazer Altstadt erneuerbare Energie in größerem Umfang produziert wird und man kann davon ausgehen, dass ein großer Teil des Eigenenergieverbrauchs der innerstädtischen Haushalte so gedeckt werden kann.”

Insgesamt ist ein Zeitrahmen bis April 2016 für das Forschungsprojekt angelegt, wobei Mitte 2015 erste Ergebnisse vorliegen sollen. Den Großteil der Kosten, etwa 90%, deckt dabei der Zukunftsfonds des Landes Steiermark.

 

Visor 1.0? Quelle: ox.ac.uk

Smart Glasses – das gab es doch bereits in Star Trek
Hier trug Geordi Laforge seinen Visor, der dem eigentlich blinden Chefingenieur eine visuelle Wahrnehmung ermöglichte. Während es mittlerweile Entwicklungen zu Smartphones und Tablets für sehbeeinträchtigte Personen gibt, die sozusagen über sensorisch aktive Oberflächen Orientierung schaffen, ist allerdings ebenso die Forschungsarbeit an visorähnlichen Vorrichtungen nicht untätig. Ganz so kompakt wie das Sci-Fi-Gerät sind derzeitige Ausgeburten natürlich noch nicht.

Visor? Zukunftsmusik?
Das ambitionierte Projekt der Universität von Oxford und dem Royal Institute of Blind People konnte mit seinem Ansatz bereits den Google-Benefiz-Wettbewerb zu seinen Gunsten entscheiden und ein Preisgeld von 500.000 Pfund lukrieren. Das Smart Glasses System besteht aus einer Videokameria, die am Rahmen befestigt ist, einer kompakten Datenverarbeitungseinheit sowie einer Software, welche die Bilder der Objekte auf die Brillengläser projiziert. Die Distanz zu den unterschiedlichen Objekten wird dabei mittels Infrarot-Laser bzw. -Kamera ermittelt, wobei nähere Objekte heller projiziert werden.

 

Von Expertenseite wird das System bislang argwöhnisch betrachtet, da bei Schädigungen des Sehnervs auch eine derartige Vorrichtung keine Sehhilfe leisten kann. “Bei Menschen mit Sehbehinderung hängt es vom Grad und der Art der Sehbeeinträchtigung ab, ob durch technische Innovationen Bildinformationen erzeugt werden können”, gibt Helga Bachleitner, Spercherin der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, zu bedenken und führt fort, “Ich habe meine Zweifel daran, dass sich ein derartiges Hightech-Gadget bei einer Sehbeeinträchtigung wirklich als hilfreich erweisen könnte. Immerhin bietet so ein Brillenglas nur eine sehr kleine Fläche, auf der eine Fülle von Informationen projiziert werden müsste.”

 

Vielleicht schon bald: Solargarage, ©Firma Sunplugged, Quelle: www.tuwien.ac.at

Neue Anwendungsmöglichkeiten für Solarzellen – das soll mit dem EU-Projekt “SolarDesign” gefördert werden. Bislang gestalten sich Solarzellen optisch mehr oder weniger einheitlich – blauschimmernde Platten, die mit weißen Linien durchzogen sind.

“Mit diesen Solarzellen lassen sich allerdings nicht alle Kundenwünsche befriedigen”, erklärt Nadja Adamovic vom Institut für Sensor- und Aktuatorsysteme der TU Wien. Dass Solarzellen nicht unbedingt auf Dächer beschränkt bleiben müssen, ist seit der Implementierung etwa bei Taschenlampen bekannt. Eine gekonnte Einbindung, die endlich einmal auch den optischen Einheitsbrei durchbricht, bildet beispielsweise die Produktpalette von SolarFidelity, über die wir bereits berichtet haben.

Solar-Jacke gefällig? ©Firma Sunplugged, Quelle: www.tuwien.ac.at

Im Zuge des EU-Projekt “SolarDesign” soll die vielfältige Einbindung verschiedenster Solarzellen vorangetrieben werden. Besonders in Zusammenarbeit mit der Tiroler Firma “Sunplugged” sollen Dünnschicht-Solarzellen in unterschiedlichen Bereichen Einsatz finden. Wichtig ist dabei vor allem, dass die elektrischen, optischen und mechanischen Eigenschaften auf den jeweiligen Anwendungsbereich abgestimmt sind.

Besonders im Falle von Kleidung, die mit flexiblen Solarzellen bestückt wird, spielt die Optik eine große Rolle. Zudem ist bei Installationen im Außenbereich eine gewisse Robustheit gegenüber Feuchtigkeit und stärkeren Temperaturschwankungen gefragt, wie natürlich prinzipiell eine lange Lebensdauer. Letztlich ist das Ziel des ambitionierten Projektes natürlich die Entwicklung konkreter Produkte.
“Wir arbeiten immer wieder mit erfolgreichen Solarzellen-Herstellern zusammen. Dass wir nun allerdings auch noch die Creative Industries in so ein Forschungsprojekt hereinholen, ist etwas ganz Besonderes, damit sind wir auch bei der EU auf große Aufmerksamkeit gestoßen”
, gibt Adamovic stolz zu verstehen. Die Kooperation von elf Firmenpartnern und Forschungseinrichtungen verspricht eine befruchtende Atmosphäre, wobei von österreichischer Seite neben der TU Wien, wie bereits erwähnt, die Photovoltaik-Firma Sunplugged wie auch RHP Technology mitmischen.

 

Zu schönen Sommernächten gehört einfach ein schöner Nachthimmel und mit etwas Glück flitzt sogar eine Sternschnuppe vorüber, sodass ein schneller Wunsch losgeschickt wird. Genau dort oben, im Orbit, befindet sich der Arbeitsplatz der Astronauten, die in denkbar unwirtlicher Umgebung ihre Arbeit verrichten. Im Weltraum sollte jeder Handgriff sitzen, das Gefahrenpotential ist merkbar erhöht. Um so wichtiger ist in diesem Zusammenhang natürlich, dass Bekleidung und Ausstattung top sind.

Anzugtester Daniel Föger beim ersten Pilotversuch im Raumanzugslabor des ÖWF, Quelle: www.derstandard.at

Weltraum-Bekleidung muss den verschiedensten Ansprüchen genügen und neben umfassendem Schutz trotzdem Arbeiten ermöglichen, die gewisses Fingerspitzengefühl ermöglichen. In diesem Sinne helfen blinde Menschen im Rahmen eines internationalen Projektes unter Beteiligung des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) bei der Entwicklung von Weltraum-Bekleidung.

Im Besonderen geht es um spezielle Handschuhe, die für den Mars-Raumanzug Simulator „Aouda.X“ von Wissenschaftern der Universität Innsbruck entwickelt werden. „Wir wollen einerseits erfahren, wie groß der Unterschied im Tastsinn zwischen Sehenden und Blinden ist, wenn man mit den schweren und mehrlagigen Raumanzugs-Handschuhen arbeiten muss,“ erläutert ÖWF-Vorstand Gernot Grömer.

Nachdem die ersten Pilotdaten vielversprechend wirken, müssen diese nun genau analysiert werden. „Dann entscheiden wir, ob es sich vielleicht sogar lohnt, ein kleines Trainingsprogramm für unsere Anzugtester zusammenzustellen,“ erklärt Grömer. Die Analyse und Verbesserung des Tastsinnes soll es den Anzugtestern erleichtern, mit den schweren Handschuhen geologische Proben abzutasten oder feinmechanische Arbeiten durchzuführen, berichten die Forscher.

 

Fossile und mineralische Ressourcen sind nur in begrenztem Maße vorhanden und seit Jahrzehnten wird gerade insbesondere auf das unausweichliche Ende der Erdölvorkommen hingewiesen, was sich für uns Verbraucher immer wieder in empfindlichen Preisanpassungen an der Zapfsäule niederschlägt. Der vermehrte Einsatz nachwachsender Rohstoffe oder die Energiegewinnung aus erneuerbaren und damit umweltfreundlichen Energien wird zum einen ein unausweichlicher Schritt sein und zum andern beschäftigen sich zum Glück verschiedene Forschungsbereiche bereits mit diesen Themen.

Quelle: www.surfuncell.eu

Das europäische Projekt SURFUNCELL etwa fördert die Erforschung neuartiger Materialien, die idealerweise auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und ebenso im Herstellungsverfahren möglichst umweltfreundlich und nachhaltig sein sollen. Grazer Wissenschafter haben sich dieser Problematik gewidmet. Volker Ribitsch vom Institut für Chemie an der Universität Graz initiierte SURFUNCELL und übernahm gleichzeitig die Teamkoordination. Das Team ging dabei der Frage nach wie Zellulosefasern mit maßgeschneiderten Materialeigenschaften ausgestattet werden können. „Materialeigenschaften lassen sich gezielt beeinflussen, indem man die Nanostruktur der Oberfläche entsprechend verändert,“ erklärt Ribitsch.

Nach vier Jahren intensiver Forschung kann das Team nun vier Anwendungsgebiete vorweisen.
Ein erstes Anwendungsgebiet besteht in der Herstellung antibakterieller Kleidungsstücke. Hierzu werden Zellulosefasern mit  Silber-Nanopartikeln „veredelt“. Das daraus resultierende antibakterielle Garn würde insbesondere Patienten helfen, die an schlecht heilenden Wunden leiden.

Nanopartikel, Quelle: www.csn-deutschland.de

Ein anderes Einsatzgebiet betrifft die Gewässerreinigung.
Die Reinigung von Gewässer von Hormonen wie Östrogen gelingt zum Beispiel mithilfe eines Membranfilters, der auf Celluloseacetat-Basis entwickelt wurde.
Das Verfahren muss folgendermaßen vorgestellt werden: Wasser wird durch einen Zylinder geleitet, der mit etwa rund 1000 Hohlfasern mit etwa 1,5 mm Durchmesser ausgestattet ist. Die Innenseiten der Hohlfasern sind dabei ebenfalls mit Nanostrukturen versehen.
Dadurch vergrößert sich die Oberfläche an die bestimmte Enzyme gebunden werden können, die letztlich den Hormonabbau bewirken.

Weiters sollen künftig spezielle Zellulosefilm-Beschichtungen bei der Herstellung feuchtigkeitsresistenter Lebensmittelverpackungen zum Einsatz kommen, wie das Grazer Team vorschlägt. Bisherige Polymerfilme stellen eine große Umweltbelastung dar, da sie nicht nur nicht recyclebar sind sondern auch mithilfe giftiger Chemikalien zustande kommen.
Der letzte Projektbereich konzentriert sich auf einen UV-Schutz für Papier, der vor einem Ausbleichen bewahrt.

Ende 2012 ist das Forschungsprojekt beendet, bei dem mit sieben europäischen Partnern aus der Industrie an der Entwicklung und Erforschung neuartiger Materialien und Prozesswege zusammengearbeitet worden ist.

 

Das Computerprogramm lernt den Patienten kennen, Quelle: www.derstandard.at

Manche Erfindungen bringen uns zum Lachen.
Andere sind einfach nur praktisch.
Viele erleichtern uns den Alltag und einige verbessern die Lebensqualität! – unter Umständen sogar enorm!

Lebensqualität steigern – das ist das Stichwort für das Christian Doppler Labor, welches sich im Besonderen damit beschäftigt wie bionische Prothesen noch weiter verbessert werden können.
In Kooperation mit dem Medizintechnik Unternehmen Otto Bock Healthcare führt Oskar Aszmann von der MedUni Wien das besagte Labor. Im Besonderen geht es Mustererkennung – Pattern Recognition.

Darunter ist Folgendes zu verstehen:
In einem ersten Schritt werden dem Patienten Elektroden aufgesetzt. Danach gilt es dem Computerprogramm den eigenen Bewegungsablauf beizubringen. Der Patient wird aufgefordert mit seiner nicht mehr vorhandenen Extremität bestimmte Bewegungen auszuführen. In Folge entstehen gewisse Aktivitätsmuster, welche die Elektroden an den Computer weiterleiten. Der Patient lernt also dem Computerprogramm die eigenen Bewegungsabläufe ein.

Oscar Aszmann, Quelle: www.cdg.ac.at

Dank der verschiedenen Muster kann die High-Tech-Prothese ganz individuell an den Träger angepasst werden. In weiterer Folge reagiert somit die „trainierte“ Prothese entsprechend auf gespeicherte Bewegungsabläufe. Das heißt, dass bestimmte Aktivitätsmuster in entsprechende Bewegungen umgesetzt werden. Die Prothese reagiert also auf individuelle Gedankenmuster und führt die richtige Bewegung aus.

Die Forschung zu diesem Projekt läuft gerade an, wobei der Zeitplan vorsieht, dass in etwa bereits eineinhalb Jahren ein Patient mit einer gedankengesteuerten Prothese nach Hause gehen kann.

 
Die Leidenszeit der Allergiker

Die Leidenszeit der Allergiker, Quelle: www.derstandard.at

Die Nase juckt und die Augen brennen…
Die Pollensaison ist wieder eröffnet!

Eine leidige Zeit für Allergiker und die Zahl der Menschen, die an Allergien leiden, nimmt stetig zu.
Einen Lichtblick verspricht in diesem Zusammenhang die Arbeit der Wissenschaftler für Allergieforschung an der Med-Uni Wien.
Rudolf Valenta und sein Team sind auf der Suche nach einem Impfstoff, der den unangenehmen Auswirkungen der Pollenallergien einen Strich durch die Rechnung machen soll. Ausgangs- und Ansatzpunkt der Forschung des Teams Valenta waren sozusagen die Enthüllungen diverser Pollenallergene.

Vor einigen Jahren wurden die ersten Pollenallergene identifiziert. Damals wurden die ersten „Übeltäter“ in ihrer Aminosäurezusammensetzung und räumlichen Struktur ausgemacht. Mithilfe dieser Informationen machte sich nun das Allergieforschungsteam daran, exakt auf diese Allergene zugeschnittene Vakzine zu entwickeln. Auf diesen Forschungsarbeiten aufbauend hat das Biotech-Unternehmen Biomay bereits letztes Jahr den sogenannten BM32-Impfstoff nun in die Testreihe geschickt.

Das besagte Vakzin setzt sich aus Peptiden mit 20 bis 30 Aminosäuren zusammen, die von Gräser-Allergenen abgeleitet worden sind. Im weiteren Verlauf wurde das gentechnisch hergestellte Paket an ein virales Trägerprotein appliziert, das von den allergieauslösenden Antikörpern unerkannt bleibt.

In einer ersten Testphase wurden im ersten Halbjahr 2011 die Vakzine an 60 Allergiepatienten der Med-Uni Wien getestet. Im Herbst war der Start zur zweiten Phase, in denen die teilnehmenden Allergiker drei verschieden dosierte Impfungen erhalten. Durch diese Testreihe sollen Erkenntnisse und Daten zur notwendigen Dosierung und der entsprechenden Immunantwort gewonnen werden. Zu diesem Zweck werden die Teilnehmer auch in speziellen Klimakammern Gräserpollen ausgesetzt, um die jeweilige Reaktion messen zu können.

Birkenpollen im Anflug

Birke im Anflug, Quelle: www.derstandard.at

Gelingt alles nach Plan erhofft sich Biomay die BM32-Vakzine bereits 2017 auf den Markt bringen zu können. Dass weitere Pläne für Forschungen an Vakzinen zu Allergenen von Birke und Co angedacht sind, verspricht auch für die restlichen, zu dieser Zeit niesenden Menschen, Hoffnung auf einen in Zukunft angenehmen Frühling
Noch muss man sich mit diversen Hilfsmittelchen behelfen. Eine Neuerung gibt es aber bereits dieses Jahr: der Pollenwarndienst informiert in diesem (starken) Pollenjahr per App die Leidgeplagten.

Haaaa—AAAtschi!

 

Bakterien, Quelle: http://science.orf.at

Vor etwa einem Jahr war die Verunsicherung besonders in Deutschland und Österreich und bald darauf auch in umliegenden Ländern groß. Einige EHEC Fälle beunruhigten die Bevölkerung und spätestens nach dem ersten Todesfall, traten berechtigter Weise ernste Sorgen in den Vordergrund.
Auch ich habe mit einem unwohlen Gefühl die Berichterstattung verfolgt und mich so manches Mal gefragt, ob ich für eine Weile nicht vielleicht doch besser auf Tiefkühlgemüse ausweichen sollte.

Wurden zunächst Salate und dann Gurken verdächtigt die gefährlichen Keime zu tragen, stand schlussendlich nur fest, dass lediglich der hygienische Umgang mit Lebensmitteln vor einer Infektion schützen kann. Woher dieser aggressive Darmkeim stammte, konnte aber letztlich nie ganz eindeutig festgestellt werden.

Den verschiedensten Keimen auf der Spur sind nun Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Sie untersuchen welche Keime in die Europäische Union gelangen und wie bedenklich diese sind. Keime können sich auf verschiedene Weisen verbreiten. Spätestens seit dem Film „Outbreak“ ist jedem bewusst, wie vergleichsweise einfach Krankheitserreger durch den Reiseverkehr übertragen werden. In Bezug auf die Keime wird nun der Fokus vor allem auf den Strom illegal eingeführter Nahrungsmittel gelegt.

Das internationale Projekt namens PROMISE – Protection of consumers by microbial risk mitigation through segregation of expertise – wird von der EU mit etwa drei Millionenen Euro mitfinanziert. Die Leitung unterliegt dem Lebensmittelhygieniker Martin Wagner vom Institut für Milchhygiene.

Keime werden untersucht, Quelle: http://science.orf.at

Im Zuge von PROMISE sollen nun an neuralgischen europäischen Flug- und Seehäfen sowie anderen Grenzstationen beschlagnahmte Lebensmittel auf gefährliche Keime untersucht werden. In diesem Zusammenhang führt Mitarbeiterin Dagmar Schoder beispielsweise Erreger wie Tuberkulose, Listerien und Salmonellen an.
Bis vor kurzem war es noch Standard beschlagnahmte Lebensmittel zu vernichten ohne Untersuchungen zu Keimen und deren Gefährlichkeitsgrad zu tätigen. Dies soll sich nun ändern. So sollen in Zukunft genaue Zahlen über diverse „Keimströme“ vorliegen.

 

Holz ist vielseitig, Quelle: diepresse.com

Ich liebe meine Holzmöbel, denn ich finde, dass Holz der Wohnung bzw. dem Raum eine gewisse Wärme und Gemütlichkeit gibt. Das Material Holz lockert einfach die gefühlte Wohnumgebung auf.
Dabei lässt sich Holz sehr vielseitig bearbeiten und ist selbst wiederum in verschiedensten Formen und Maserungen erhältlich. Außerdem – nicht zu vergessen! – ist es ein nachwachsender Rohstoff!
Im Gegensatz zum Holzregal an der Wand ist der Couchtisch oft aus Glas – aber stellen Sie sich vor Ihre Holzmöbel wären ebenfalls durchsichtig…

Im ersten Moment ein durchaus (irr)witziger Gedanke, doch Forscher der Boku in Wien forschen bereits an durchsichtigem Holz. Projektleiter Rupert Wimmer ist sich sicher, dass mit dieser neuen Art des Holzeinsatzes überaus interessante Möbel oder diverse, attraktive Lichtelemente gestaltet werden können.
Über erste Erfolge durfte sich das Team bereits freuen, sodass in absehbarer Zukunft durchsichtiges Holz mit Maserung gar nicht mehr so unwahrscheinlich erscheint.

Holzkommoden. Quelle: www.schoener-wohnen.de

Die Idee zu diesem innovativen Projekt hatte Rupert Wimmer vor Jahren auf einem Botanikkongress, bei dem es um die Frage ging, wie man wohl sozusagen einen Blick ins Holz werfen könnte, um Wasserwege untersuchen zu können.
Mittlerweile liegt beim durchsichtigen Holz noch ein Problem darin die richtigen Polymere zu finden. Das bisher verwendete Methacrylatharz verteilt sich zwar gut im Holz und härtet ohne Luftblasen in der Struktur aus, allerdings mangelt es ihm an Umweltfreundlichkeit… Aus diesem Grund ist das Team um Projektleiter Rupert Wimmer gemeinsam mit dem Institut der Naturstofftechnik nun auf der Suche nach biobasierten Stoffen.

Ich bin jetzt bereits auf meine zukünftigen durchscheinenden Holz-Lampen gespannt und kann mir auch schon durchaus meine zukünftige Holz-Sonnenbrille gut vorstellen :-)

 

Crashtest-Dummy, Quelle: www.carkoon.com

Sie fliegen durch die Windschutzscheibe, knallen in den Airbag und werden hin- und hergeschleudert.
Sie leiden, damit wir in immer sichereren Autos sitzen. Ihr Inneres ist mit Technik vollgestopft, sodass jeder Aufprall genug Daten liefert. Ihr Äußeres ist relativ schlicht gehalten – unpersönlich, wobei schwarz-weiße Kreise die neuralgischen Punkte am Körper markieren.

Die Crashtest-Dummies – kein Aufprall, den sie nicht miterlebt haben…
Dank ihrer aktiven Mithilfe sind wir sicherer unterwegs und doch sind unsere strapazierfähigen Unfalltester mittlerweile doch etwas in die Jahre gekommen.
Wie in fast allen Gebieten trifft es auch hier zu: die Technik hat sie (bereits fast) überholt.

Denn eines können die tapferen Crashtest-Dummies nach wie vor nicht – sonst würden sie wahrscheinlich auch erst gar nicht ins Auto steigen :-) – REAGIEREN. Aber gerade die Reaktion des Autofahrers kurz vor dem Unfall hat natürlich auch Auswirkungen auf die Art des Aufpralls. In jenem Sekundenbruchteil vor dem Unfall reißt der Fahrer die Hände zum Schutz vor das Gesicht oder versucht im Autositz noch auszuweichen.

Virtueller Crashtest-Dummy, Quelle: www.sfg.at

Genau diese Reaktionen soll der virtuelle Crashtest-Dummy ebenfalls aufweisen. Virtual Vehicle arbeitet gemeinsam mit dem Frank Stronach Institut für Fahrzeugsicherheit der TU Graz und weiteren Partnern an einem virtuellen Crashtest-Dummy, der nun ebenfalls menschliches Verhalten in den Unfallablauf einfließen lassen soll. Das Forschungsprogramm wird dabei von der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG unterstützt. In einigen Jahren wird dieses voraussichtlich serienreif und damit aller Voraussicht nach die Unfallforschung erobern.

Der virtuelle Dummy – mit virtuellen Muskeln bepackt – wird durch seine Reaktionen in gewisser Weise einen Dominoeffekt im Unfallverlauf bewirken und damit beitragen neue Erkenntnisse zu gewinnen, um schließlich die Sicherheitssysteme der Automobilbranche noch weiter verbessern zu können.

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