Sep 212015
 

In diesem Jahr wurde der Fast Forward Award bereits  zum 20. Mal verliehen und erneut haben etliche Firmen Innovationsgeist im Rahmen des Steirischen Wirtschaftspreises bewiesen. Letztlich siebte die Jury ihre Gewinner zu Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in den verschiedenen Kategorien aus. Wir möchten zwei Preisträger kurz vorstellen. Wer sonst noch die Siegestrophäe erringen konnte, finden Sie hier.

Alle Vorteile auf www.ecocan.at nachlesen Quelle: www.ecocan.at

Kategorie: Kleinstunternehmen
Die EcoCan GmbH stahl hier allen das Rampenlicht. Mit der Entwicklung spezieller Lichtlenkungsfolien gelang es der Leobner Firma bislang eher blendende LED-Lampen zu zähmen. Die Folie reduziert den Blendfaktor um bis zu 95% und gewährleistet auch ein gleichmäßigeres Licht.


Insgesamt verbessert sich die Lichtverteilung, wie auch das Licht selbst verstärkt wird, was besseres Arbeiten in gut und vor allem angenehm ausgeleuchteter Umgebung zur Folge hat. Die Lichtlenkungsfolien lassen sich zudem ebenso einfach in bestehende Systeme nachrüsten.

Vom Kleinstunternehmen zur Kategorie: Großunternehmen
ams AG – und noch bedienerfreundlicher. Die Firma, die in puncto Sensoren weltweit geschätzt ist, hat den nächsten großen Schritt getan. Kaum jemand, der kein Smartphone hat. Elektronische Geräte sind aus dem täglichen Leben längst schon nicht mehr wegzudenken. Die ams AG hat sich überlegt wie die Bedienung noch angenehmer gestaltet werden kann. Das Ergebnis: intelligente Sensoren, die mit ihren kleinen Maßen in jedes Gerät passen, wenig Energie benötigen und menschliche Gesten erkennen. Denkbar ist zum Beispiel durchaus die baldige Implementierung in Smartpones, Tablets und Co. Die Steuerung per Gesten ist einfach, angenehm und lässt die Bedienung aus einer gewissen Distanz zu, was wiederum verschiedene Vorteile bietet. Aber sehen Sie selbst. Das Video veranschaulicht die Möglichkeiten, welche durch die intelligente Sensorenanordnung möglich werden, ganz gut.

Aug 202015
 

Quelle: www.sfg.at

Der Fast Forward Award hat sich längst als wichtiger Innovationspreis in Österreich etabliert. Als offizieller Wirtschaftspreis des Landes Steiermark werden Jahr für Jahr innovative Projekte, Produkte wie auch Dienstleistungen ausgezeichnet. In diesem Jahr haben sich 128 Unternehmen und Forschungseinrichtungen für diesen Wettbewerb empfohlen, inzwischen stehen für jede Kategorie die drei Nominierungen fest.

In den kommenden Wochen werden die selektierten 15 Projekte der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Expertenjury aus 25 Personen wird jedoch am Ende über die Sieger entscheiden, die schließlich am 15. September im Rahmen der Veranstaltung „Innovation. Animation. Emotion“ in der Grazer Seifenfabrik ausgezeichnet werden.

Kategorie: Kleinunternehmen
Die drei Nominierten in dieser Kategorie sind die insort GmbH, smaXtec animal care sales und TAGnology RFID GmbH.

Das Unternehmen insort GmbH nimmt es ganz genau. Als Spezialist für die Erkennung von Lebensmittelqualität punktet die Firma mit optischen Messsystemen, die schon am Förderband Inhaltsstoffe diverser Rohprodukte wie Obst und Gemüse erfassen. Der Sherlock Food Analyser weiß genau, etwa welchen Zucker- oder Stärkegehalt das Lebensmittel besitzt und kann so bereits beim Wareneingang einzelne Produkte sinnvoll nach diversen Kriterien einordnen.

Wissen, was drin steckt. Quelle: www.insort.at

smaXtec widmet sich der Kuh. Konkret hat die Firma ein spezielles, kompaktes Gerät voller Sensoren entwickelt, das im Pansen der Kuh überwacht wie gesund das Tier ist. Die ermittelten Daten werden per Funk an einen Server übertragen, der bei auffälligen Werten sofort Verantwortliche kontaktiert. So kann Tieren schnell geholfen werden.

In regelmäßigen Abständen ist sie notwendig: die Wartung an Autos, Zügen oder auch Flugzeugen. Bislang informierten Plaketten wann die nächste Inspektion notwendig ist. In der Realität sind diese jedoch oft derart verschmutzt, dass sie kaum oder eben nicht mehr lesbar sind. TAGnology umgeht dieses Problem mittels „Near Field Communication„, sodass wichtige Informationen problemlos per Handy lesbar sind. Dafür sorgt ein nur 4mm kleiner Sender, der plan in alle Metallteile eingearbeitet werden kann.

Sep 162013
 

Heute möchten wir unsere Siegerreihe des Fast Forward Awards 2013 fortsetzen. Nach kompostierbaren Netzen, mindBEAGLE zum Erkennen des Bewusstseinszustandes von Komapatienten und dem leichten, aber doch sehr tragfähigen InnoWaggon wird es spannend, welche Innovationen im Rahmen des Fast Forward Awards noch ausgezeichnet worden sind.

NXP Semiconductors Austria GmbH räumte in der Kategorie „Großunternehmen“ ab. Mit „PN547“ wurde ein großer Schritt in der Verbesserung der Near-Field-Communication (NFC) getan. Der neue NFC-Chip besitzt im Vergleich zu Vorgängermodellen eine vier Mal größere Reichweite bei reduziertem Stromverbrauch. Damit wird die kontaktlose Datenübertragung noch effizienter und verlangt dem Akku weniger ab.

Moderator Gregor Withalm, SFG-GF Burghard Kaltenbeck, Volker Graeger, Ulrich Neffe, Andreas Mühlberger und Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann. Quelle: www.sfg.at

Institutionen der angewandten F&E – hier gewann die JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH – Institut für Oberflächentechnologien und Photonik mit „PyzoFlex – The World of Human-Machine-Interaction“. Das Institut entwickelte mit „PyzoFlex“ eine innovative Sensortechnologie. Diese ist auf einer speziell entwickelten flexiblen Folie angeordnet und erkennt lokale Druck- und Temperaturveränderungen, die an das digitale Ausgabegerät weitergegeben werden. Die sensible Anordnung ermöglicht eine ganz neuartige Bedienung, aber darüber hinausgehend kann über Druckausübung ebenso Energie gewonnen werden. Schon 2014 werden die Folien kostengünstig produziert, wobei der Anwendungsbereich denkbar vielfältig ist.

Den „Public Forward Award“ wiederum errang die M&R Automation GmbH in Kooperation mit Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz und Technische Universität Graz. Das Siegerprojekt „MedEyeTrac“ besteht in einer vollautomatischen Verfolgung der Augenbewegungen. Derart können unangenehme invasive Eingriffe zukünftig Patienten mit Augentumoren erspart werden. Gleichzeitig erhöht das System die Sicherheit der Behandlung und ermöglicht eine Mehrfachbestrahlung des Tumors. Weitere Auswirkungen bestehen in finanziellen Einsparungen, die durch weniger Nebenwirkungen und Folgebehandlungen sowie reduziertem Personalbedarf erzielt werden können.

SFG-GF Burghard Kaltenbeck, Peter Winkler, Matthias Rüther, Herbert Ritter und Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann. Quelle: sfg.at

Der Fast Forward Award hat auch in diesem Jahr bewiesen, dass hervorragende Innovationen aus steirischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen hervorgehen. Wir gratulieren allen Gewinnern!

Sep 132013
 

Der Innovationspreis, Quelle: www.sfg.at

Die Steiermark sprudelt nur so vor Ideen – das zeigt sich im Zuge der Verleihung des Fast Forward Awards stets aufs Neue. Im Rahmen des Innovationspreises werden alljährlich die besten Ideen steirischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausgezeichnet. Erst gestern wurden dabei die besten Innovationen des Jahres 2013 gekürt.

In der Kategorie Kleinstunternehmen überzeugten die „kompostierbaren Netzschläuche aus Buchenholz-Zellulose“ des Verpackungszentrum Graz, über die wir bereits gebloggt haben. Die Inhaberin Susanne Meininger freute sich nach dem Gewinn des Energy Globe Styria auch diesen Award überreicht zu bekommen. Die biologischen Verpackungen helfen den Müllberg deutlich zu reduzieren. Allein REWE vermeidet durch die umweltfreundliche Verpackung jährlich 3,2t Plastik. Doch die innovativen Netze aus Naturfasern eignen sich ebenso als Netze für Strohballen, Hagelschutz, Böschungssicherung, …

Bei Kleinunternehmen errang Guger Technologies OG mit „mindBEAGLE – CONSCIOUSNESS ASSESSMENT & COMMUNICATION“ den Sieg. Das Projekt ermöglicht es durch Messung von Gehirnimpulsen im Rahmen verschiedener Aufgabenstellungen den Status von Komapatienten zu diagnostizieren. Bei Komapatienten können zwei Bewusstseinsstufen identifiziert werden. Jene, bei welcher Patienten die Umwelt nicht wahrnehmen und nicht mit ihr kommunizieren, und jene, welche Ihre Umwelt sehr wohl wahrnehmen, jedoch nicht die Möglichkeit besitzen sich auszudrücken. Fehldiagnosen haben hier fatale Auswirkungen. mindBEAGLE ermöglicht es, dass durch Konzentration auf bestimmte Körperstellen in Verbindung mit einem Brain-Computer-Interface etwa „ja“ oder „nein“ ausgedrückt werden kann.

Moderator Gregor Withalm, SFG-GF Burghard Kaltenbeck, Matthias Zeintlinger, Rupert Ortner und Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann. Quelle: www.sfg.at

Über den Sieger der Kategorie „mittlere Unternehmen“ haben wir auch bereits im Blog berichtet. Es handelt sich nämlich um die INNOFREIGHT Speditions Gmbh, die mit „InnoWaggon“ einen leichteren Containertragwagen entwickelt hat, der trotzdem eine höhere Tragfähigkeit im Vergleich zu gängigen Lösungen besitzt. Zudem zeichnet sich der Waggon durch die mögliche Kombination mit verschiedenen Containern durch seine hohe Flexibilität aus.

Wir gratulieren und setzen am Montag die Siegerserie fort!

Aug 022013
 

Die Hitze hat uns fest im Griff. Sonnencreme, Eis und der Sprung ins kühle Nass stehen, wenn möglich, auf dem Programm. Wer mehr als nur ein paar Schwimmzüge absolvieren will und vorhat richtig unterzutauchen, schmeißt sich ins Taucheroutfit. Tauchen ist nicht ungefährlich, sodass Kurse zum Erlernen der Kenntnisse notwendig sind. Beim Tauchen selbst müssen schließlich diverse Faktoren wie etwa die Sauerstoffversorgung im Blick behalten werden.

Alles im Blick Foto: Andreas Tekautz

Das steirische Unternehmen Seabear Diving Technology hat sich im Tauchsektor bereits einen Namen gemacht und zwar weltweit. Es bietet nämlich Tauchtechnologie an, welche medizinische Daten übersichtlich aufbereitet. Doch beginnen wir am Anfang.
Gegründet wurde die Firma Ende 2011 von Professor Arne Sieber, der selbst passionierter Taucher ist. Ziel war es, ein alphanumerisches Head-up-Display für Tauchermasken zu entwickeln, welches die Interpretation tauchgangsrelevanter Daten erleichtert, sodass in Notsituationen schnelleres Reagieren ermöglicht wird. Inzwischen ist das Head-up-Display bereits CE-zertifiziert. Darüber hinaus sind Kooperationen mit der französischen und der amerikanischen Navy fixiert. Das ambitionierte Unternehmen arbeitet allerdings bereits an der nächsten Generation, dessen Prototyp sich schon in der Testphase befindet.

Die angesprochene Neuentwicklung besteht in einem Tauchcomputer mit Touchscreen-Display. Der „Touch Diving Computer“ erhält Daten verschiedener Sensorgeräte und zeigt damit Werte für Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Puls an. Zentrales Element ist allerdings der Touchscreen, der natürlich auch Unterwasser bedienbar ist und wichtige Daten wie Tiefe, Tauchzeit und Dekompressionverpflichtungen angibt. Intensive Forschungsarbeit und praxisnahe Entwicklung sprechen für sich. „Wir haben im wissenschaftlichen Bereich sehr viel publiziert und unsere Arbeit auf wissenschaftlichen Konferenzen vorgestellt. So sind wir in den Fachkreisen bekannt geworden. Die Navy kam dann irgendwann auf uns zu“, erklärt Sieber stolz.

Stillstand ist für die ehrgeizige Firma ein Fremdwort. Weitere Innovationen im Tauchsektor stehen bereits auf dem Plan. „Wir arbeiten derzeit an einem revolutionären Tauchgerät, das noch längeres, lautloseres und sichereres Tauchen ermöglicht“, gibt Sieber zu verstehen. Dabei wird das Unternehmen beispielsweise vom Zentrum für angewandte Technologie in Leoben, dem AWS PreSeed Program über ein FFG-Basis-Programm sowie im Rahmen des Förderungsprogramms Rat!Geber der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG gefördert. Beim Fast Forward Award 2013 steht Seabear Diving Technology mit seinem Head up Diving Computer unter den Finalisten.

Mai 032012
 

www.kielsteg.com

Knapp die Hälfte der Fläche Österreichs ist mit Wald bedeckt. Es gibt etwa 3,5 Milliarden Bäume, die rund 1,095 Milliarden Kubikmeter Holz liefern. Man kann also durchaus sagen, dass Österreich ein sehr holzreiches Land ist.

Der Wald prägt unsere Landschaft und ist wichtig für unsere Wirtschaft. Er bietet Schutz vor Naturgefahren und leistet einen wesentlichen Beitrag für die Qualität der Luft und des Wassers. Das Holz wird für den Bau von diversen Sachen verwendet und zum Teil wird daraus auch Papier gemacht. Ein großer Pluspunkt ist auch, dass bei uns ein Gleichgewicht zwischen den gefällten und den jungen Bäumen herrscht. Das heißt, das gefällte Holz wird immer durch nachwachsendes ersetzt und kann so ohne große Bedenken der Industrie dienen.

Auch Herr Stefan Krestel ist von dem Rohstoff Holz sehr begeistert und so begann er im Rahmen seiner Diplomarbeit im Bereich innovativer Holzbautechnik zu forschen. Im Zuge der intensiven Beschäftigung mit dem Thema entstand das völlig neuartige Kielsteg-Element bei dem Schnittholzstaffeln mit Sperrholzplatten verleimt werden. Durch die Legetechnik erhalten die Stege eine Krümmung, die wie der Kiel eines Boots aussieht und dem Element seinen Namen gibt.

Überzeugt von seiner Idee, wagte Herr Krestel den Sprung in die Selbstständigkeit und gemeinsam mit der Firma Kulmer Holzbau wurde das Element zu einem Industrieprodukt weiterentwickelt. Nun findet das leichte und hochtragfähige Element vor allem Anwendung bei Deckenkonstruktionen. Aber auch bei Wohnbauten, Schulen oder Bürobauten ist der Kielsteg gern gesehen. Da dafür nur kurze Bauzeit eingerechnet werden muss und trotzdem eine optisch ansprechende Oberfläche dabei entsteht.

Aktuell steht das Unternehmen in Gesprächen mit weiteren Interessenten an dieser Technologie. Basis für diese Gespräche ist ein Technologiepaket, welches auf zwei Patenten beruht, die das Unternehmen in 28 Ländern weltweit hält.

Apr 112012
 

Die Osternestsuche und die Familienbesuche sind vorbei. Der Alltag ist wieder eingekehrt und die Dinge nehmen ihren gewohnten Lauf. Doch vielleicht geistern dem ein oder anderen noch tolle Ideen im Kopf herum, die man am Esstisch mit den Verwandten gesponnen hat. Sollte man ein Projekt starten und die Idee auf den Markt bringen? Eventuell schlägt es ja ein wie eine Bombe?

Im Steiererland wollen sie genau solchen Leuten etwas Aufmerksamkeit schenken und veranstalten auch heuer wieder den Fast Forward Award. Bei diesem Wettbewerb haben Unternehmen und Institutionen die Chance auf den erfolgreichsten Innovationspreis in Österreich. Vom Ablauf her kann man ihn fast ein wenig mit dem Salzburger Wirtschaftspreis vergleichen.

Auch hier werden die Projekte in Kategorien eingeteilt. Genauer gesagt wird nach vier Unternehmensgrößen unterteilt und die fünfte Kategorie, wird den Institutionen und Forschungseinrichtungen gewidmet.

Die Auswahl der Sieger erfolgt über ein 3-stufiges Verfahren. Alle Ideen werden zuerst vom Industriewissenschaftlichen Institut gesichtet und bewertet. Je Kategorie werden dann 8 sogenannte TOP-Projekte ausgewählt die einer Fachjury vorgelegt werden. Diese Jury nominiert dann je Kategorie wieder drei Favoriten und diese werden am Tag der Preisverleihung erneut geprüft. Schlussendlich wird aus dem Kreis der Nominierten dann ein Gewinner in jeder Kategorie ausgewählt.

Natürlich gibt es bei so einem tollen Wettbewerb auch tolle Preise. Insgesamt werden € 200.000,- für die erfolgreichsten Innovationsprojekte vergeben. Aber nicht nur die Gewinner erhalten Preisgelder. Bereits die Nominierten können mit einer Belohnung nach Hause gehen. Von ihnen wird kostenlos ein Unternehmensporträt in der ORF Sendung „Steiermark heute“ ausgestrahlt und darüber hinaus erscheint in einem steirischen Printmedium eine Projekt- und Unternehmensvorstellung.

Vielleicht haben ja auch Sie ein frisch, saftig und steirisches Projekt am Laufen, dass im Jahr 2011 erstmals auf den Markt gebracht wurde? Wenn ja, dann nichts wie los und einreichen, damit wieder viele tolle Ideen präsentiert werden können.

Sep 272011
 

Nach einer kurzen Unterbrechung wegen zwei wichtigen Blogeinträgen, kann es heute mit den Gewinnern des Fast Forward Awards weiter gehen! Wir sind bereits bei der letzten Kategorie angelangt, denn morgen werd ich euch über den Gewinner des Public Forward Awards berichten.

In der Kategorie Institutionen und Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise steirische Universitäten und Fachhochschulen, konnte sich die Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH durchsetzen. Das Institut HEALTH für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften wurde mit dem Projekt Medikamentenspiegel und Wirkung im lebenden Zielgewebe, zum Sieger gewählt.

In den 50er und 60er Jahren hatten die Grazer Universitäten Bedarf an kostspieligen Investitionen wie Großrechner, Atomreaktoren oder Elektronenmikroskopen. Der Bund konnte den Grazer Universitäten diese notwendigen, aber kostspieligen Geräte nicht zur Verfügung stellen. Das Land Steiermark sprang stellvertretend, unter der Auflage, dass die Forschungsarbeiten über einen eigenen mit den Universitäten kooperierenden Rechtsträger geführt werden sollen, ein. Das war die Geburtsstunde von insgesamt vier Vereinen (Verein zur Förderung der Elektronenmikroskopie, Rechenzentrum, Reaktorinstitut, Institut für Tieftemperaturforschung) aus denen dann schließlich die JOANNEUM RESEARCH entstand.

Heute arbeitet das Unternehmen mit der Wirtschaft und der öffentlichen Hand aktiv an der Generierung neuer Innovationen. Dabei engagiert sich die JOANNEUM RESEARCH in folgenden Bereichen:

MATERIALS – Institut für Oberflächentechnologien und Photonik
HEALTH – Institut für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften
DIGITAL – Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien
RESOURCES – Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit
POLICIES – Zentrum für Wirtschafts- und Innovationsforschung

Wie oben bereits erwähnt, konnte sich auch in dieser Kategorie ein medizinisches Projekt durchsetzen.

Bei der pharmazeutischen Wirkstoffentwicklung ist es unabdingbar diverse Tests durchzuführen. Diese sind allerdings mit immensen Kosten verbunden und daher gibt es einen deutlichen Verbesserungsbedarf.

Die neue Technik ist eine minimal invasive katheterbasierte Technologie. Diese erlaubt einerseits die Gewinnung von Proben aus lebendem Gewebe, andererseits kann man aber auch die Wirkstoffe direkt über den Katheter ins Zielgewebe bringen. Es existiert zurzeit keine andere Technik, die alle Moleküle in vivo, also vom lebenden Körper, sammeln kann. Dies ist aber sehr wichtig um in einer relativ frühen Phase, der Entwicklung eines Medikamentes, notwendige Informationen zur Optimierung der Zusammensetzung zu erhalten.

Das Unternehmen hat sich in diesem Projekt auf “personalisierte Medizin” spezialisiert. Aufgrund der Unterschiedlichkeit von Personen ist ein „fixes“ Arzneimittel, mit seiner nicht änderbaren Zusammensetzung an Wirkstoffen nicht für alle Personen gleich gut geeignet. Immer wieder werden Arzneimittel deshalb über- oder unterdosiert.

Sep 222011
 

Quelle: ATS.net

Forschung und Entwicklung werden bei dem High-Tech Leiterplattenhersteller AT&S großgeschrieben. Die starke Innovationskraft des Unternehmens wurde nun belohnt und mit dem Wirtschaftspreis des Landes Steiermark ausgezeichnet. Das Großunternehmen kann sich über den ersten Platz freuen, den sie beim Fast Forward Award mit deren Projekt ECP – Embedded Component Packaging bekommen haben.

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, kurz auch AT&S genannt, ist europäischer Marktführer und weltweit einer der leistungsstärksten Leiterplattenproduzenten. Erfolgreich ist der Konzern auch im Segment der Automotive-Leiterplatten sowie im Industrie- und Medizintechnikbereich tätig. Das Unternehmen wurde 1974 gegründet und zum jetzigen Zeitpunkt hat es bereits globale Präsenz. Sie haben drei Produktionsstandorte in Österreich, sowie Werke in Indien, China und Korea.

Für jene die nicht genau wissen was eine Leiterplatte ist, habe ich hier eine kurze Beschreibung. Eine Leiterplatte ist ein Träger für elektronische Bauteile. Sie dient der mechanischen Befestigung und elektrischen Verbindung. Nahezu jedes elektronische Gerät enthält eine oder mehrere Leiterplatten und bestehen tun sie aus elektrisch isolierendem Material mit daran haftenden, leitenden Verbindungen.

Aber jetzt zur eigentlichen Entwicklung. Die Geräte der Zukunft werden immer kleiner und die Hersteller versuchen den Platz im Gerät natürlich noch so gut wie möglich zu nutzen. Mit der neuen Erfindung (ECP), hat man jetzt genügend Platz für die neuste Technik. Die Leiterblatte ermöglicht eine effiziente Miniaturisierung bei gleichzeitiger Leistungserhöhung von Geräten.

Der Geschäftsführer Andreas Gerstenmayer freut sich sehr über den Preis und bedankt sich sehr herzlich bei seinen Mitarbeitern. Er meint: „Für uns ist unsere Innovationskraft ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Man kann morgen nicht die Technologie von heute verkaufen – denn die Zukunft hat bereits begonnen.“

Sep 212011
 

So nun steigen wir auf in die etwas größeren Unternehmen. Denn wir sind ja bereits in der Kategorie Mittelunternehmen.

Mit einem hervorragenden Projekt konnte die JSW Life Sciences GmbH die Jury des Fast Forward Awards überzeugen und den ersten Platz abstauben.

JSW Life Sciences GmbH hat ihren Sitz in Grambach und beschäftigt sich mit der Auftragsforschung für die Pharmaindustrie.

Vielen wird jetzt, bei dem Wort Pharmaindustrie, spontan die meist qualvollen Tierversuche einfallen. Denn bevor Arzneimittel an Menschen getestet werden, müssen Wirkungen im Rahmen von Tierversuchen nachgewiesen werden.

Für Tierversuche werden meistens speziell gezüchtete Tiere verwendet, da man für aussagekräftige Resultate genaue Daten über diese Tiere braucht. In der freien Wildbahn eingefangene Tiere werden aus diesen Gründen sehr selten verwendet.

Um das Ausmaß dieser Versuche zu verringern, ist es dem Unternehmen gelungen Zellkulturen mit innovativen Technologien zu erforschen und an Stelle von Tieren einzusetzen.

Dieses Modell kann mit dem tatsächlich vorhandenen Bedingungen, dem Gehirn eines Alzheimer oder Parkinson erkrankten Menschen verglichen werden. Durch die Erforschung und Testung dieser neuer Zellkulturen steigt die Wahrscheinlichkeit, die richtigen Substanzen für eine Weiterentwicklung des Arzneimittels auszuwählen.

Man kann damit also Entwicklungszeiten von Medikamenten verkürzen und die Pharmaforschung in der Behandlung von neurologischen Erkrankungen einen wesentlichen Schritt weiter bringen.

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