Mai 292012
 

Das Computerprogramm lernt den Patienten kennen, Quelle: www.derstandard.at

Manche Erfindungen bringen uns zum Lachen.
Andere sind einfach nur praktisch.
Viele erleichtern uns den Alltag und einige verbessern die Lebensqualität! – unter Umständen sogar enorm!

Lebensqualität steigern – das ist das Stichwort für das Christian Doppler Labor, welches sich im Besonderen damit beschäftigt wie bionische Prothesen noch weiter verbessert werden können.
In Kooperation mit dem Medizintechnik Unternehmen Otto Bock Healthcare führt Oskar Aszmann von der MedUni Wien das besagte Labor. Im Besonderen geht es Mustererkennung – Pattern Recognition.

Darunter ist Folgendes zu verstehen:
In einem ersten Schritt werden dem Patienten Elektroden aufgesetzt. Danach gilt es dem Computerprogramm den eigenen Bewegungsablauf beizubringen. Der Patient wird aufgefordert mit seiner nicht mehr vorhandenen Extremität bestimmte Bewegungen auszuführen. In Folge entstehen gewisse Aktivitätsmuster, welche die Elektroden an den Computer weiterleiten. Der Patient lernt also dem Computerprogramm die eigenen Bewegungsabläufe ein.

Oscar Aszmann, Quelle: www.cdg.ac.at

Dank der verschiedenen Muster kann die High-Tech-Prothese ganz individuell an den Träger angepasst werden. In weiterer Folge reagiert somit die „trainierte“ Prothese entsprechend auf gespeicherte Bewegungsabläufe. Das heißt, dass bestimmte Aktivitätsmuster in entsprechende Bewegungen umgesetzt werden. Die Prothese reagiert also auf individuelle Gedankenmuster und führt die richtige Bewegung aus.

Die Forschung zu diesem Projekt läuft gerade an, wobei der Zeitplan vorsieht, dass in etwa bereits eineinhalb Jahren ein Patient mit einer gedankengesteuerten Prothese nach Hause gehen kann.

  One Response to “Gedanken gesteuerte Prothesen”

Comments (1)
  1. Danke für den kurzen Bericht. Ich finde es immer wieder interessant zu lesen, wie weit wir schon auf diesem Feld der Wissenschaft sind.

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