Sep 152014
 

Visor 1.0? Quelle: ox.ac.uk

Smart Glasses – das gab es doch bereits in Star Trek
Hier trug Geordi Laforge seinen Visor, der dem eigentlich blinden Chefingenieur eine visuelle Wahrnehmung ermöglichte. Während es mittlerweile Entwicklungen zu Smartphones und Tablets für sehbeeinträchtigte Personen gibt, die sozusagen über sensorisch aktive Oberflächen Orientierung schaffen, ist allerdings ebenso die Forschungsarbeit an visorähnlichen Vorrichtungen nicht untätig. Ganz so kompakt wie das Sci-Fi-Gerät sind derzeitige Ausgeburten natürlich noch nicht.

Visor? Zukunftsmusik?
Das ambitionierte Projekt der Universität von Oxford und dem Royal Institute of Blind People konnte mit seinem Ansatz bereits den Google-Benefiz-Wettbewerb zu seinen Gunsten entscheiden und ein Preisgeld von 500.000 Pfund lukrieren. Das Smart Glasses System besteht aus einer Videokameria, die am Rahmen befestigt ist, einer kompakten Datenverarbeitungseinheit sowie einer Software, welche die Bilder der Objekte auf die Brillengläser projiziert. Die Distanz zu den unterschiedlichen Objekten wird dabei mittels Infrarot-Laser bzw. -Kamera ermittelt, wobei nähere Objekte heller projiziert werden.

 

Von Expertenseite wird das System bislang argwöhnisch betrachtet, da bei Schädigungen des Sehnervs auch eine derartige Vorrichtung keine Sehhilfe leisten kann. „Bei Menschen mit Sehbehinderung hängt es vom Grad und der Art der Sehbeeinträchtigung ab, ob durch technische Innovationen Bildinformationen erzeugt werden können“, gibt Helga Bachleitner, Spercherin der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, zu bedenken und führt fort, „Ich habe meine Zweifel daran, dass sich ein derartiges Hightech-Gadget bei einer Sehbeeinträchtigung wirklich als hilfreich erweisen könnte. Immerhin bietet so ein Brillenglas nur eine sehr kleine Fläche, auf der eine Fülle von Informationen projiziert werden müsste.“

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