Jun 212012
 

Die Kürbiserntemaschine, Quelle: www.kleinezeitung.at

Erfindungen, welche eine effizientere und damit erfolgreichere Bio-Landwirtschaft ermöglichen, werden jährlich mit dem BIO AUSTRIA Fuchs Preis belohnt, wobei der 1. Platz mit 700 Euro vergütet ist. Wie findig die Bio-Bauern und Bio-Bäuerinnen sind, überrascht immer wieder. Mit viel Geschick und auch Kreativität werden praktische Lösungen für verschiedenste Bereiche entwickelt – von der Tierhaltung bis zum Pflanzenbau oder der Landtechnik. Im BIO AUSTRIA Fuchs Preis werden innovative Erfindungen in verschiedensten Bereichen berücksichtigt.

Im Rahmen der BIO AUSTRIA Bauerntage 2012 wurden unter anderem eine neuartige Kürbiserntemaschine sowie eine kostensparende Milchkühlung prämiert.

Herr Reinhold König aus St. Margarethen an der Raab wollte eine relativ kompakte und dabei leichte Kürbiserntemaschine entwickeln. Denn, wie der Bio-Bauer erklärt, stoßen konventionelle Maschinen gerade in schwierigerem Gelände an ihre Grenzen. „Gerade auf Hanglagen kann ich keine schweren Maschinen einsetzen. Wenn es feucht ist, würde zu viel Schaden entstehen,“ legt Herr König dar. Aus diesem Grund mussten die Ölkürbisse bisher noch mit der Hand geputzt werden, was eine letztlich langwierige Arbeit bedeutet. So machte sich der studierte Automatisierungstechniker daran eine ihm bereits bekannte Maschine entsprechend zu adaptieren. Seine neuartige Kürbiserntemaschine arbeitet halbautomatisch. Während eine Person den Kürbis auf den Tisch der Maschine hebt, halbiert ihn eine zweite. Die Maschine übernimmt den Rest und putzt die Kerne automatisch heraus. Mit dem Preisgeld konnte Herr König seine Kosten abdecken und arbeitet motiviert bereits an seinem nächsten Projekt.

Die verbesserte Milchanlage, Quelle: www.woche.at

Ebenso erfinderisch präsentierte sich der Bio-Bauer Josef Lerchbaum. In seinem Stall befinden sich 19 Milchkühe, deren Milch nun durch eine von ihm auf Vordermann gebrachte Anlage läuft. Der Koglhofer Bio-Bauer entwickelte eine Anlage, mit welcher die Milch bereits vorgekühlt und gleichzeitig die Lauge, die zum Durchwaschen der Milchleitung benötigt wird, warm gehalten wird. Der technische Hintergrund gestaltet sich relativ einfach. Um die vorhandene Milchleitung verlegte er ein größeres, mit kaltem Wasser gefülltes, Rohr. Genau umgekehrt läuft der Vorgang bei der Leitungsreinigung. Dann durchläuft heißes Wasser das Außenrohr, damit die Lauge bis zum Ende der mehrmaligen Waschdurchgänge heiß bleibt. Die Investitionen von Bio-Bauer Lerchbaum beliefen sich auf etwa 400 Euro, wobei er sich in etwa genau diese Summe an Kosten für Kühlung und Heißwasser spart, dabei aber nun über eine effizientere Anlage verfügt.

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