Nov 162017
 

Reklame begegnet uns heuer überall – ob im Fernsehen, auf der Straße oder auf Alltagsgegenständen wie Lebensmittelverpackungen oder Pflegeprodukten. Ohne sie kommt kaum ein Unternehmen aus. Einen einzelnen Erfinder dieses so mächtigen Marketing- und Erfolgsinstrumentes gibt es nicht. Die Entstehungsgeschichte der einzelnen Formen ist jedoch höchst interessant.

Ausrufer waren die ersten

Bereits 4000 Jahre vor Christus gab es sogenannte Ausrufer, die in der Öffentlichkeit – meist auf dafür vorgesehenen Plätzen – staatliche oder private Angelegenheiten ankündigten. Auch die Ankunft von Händlern wurde über solche Ausrufer bekannt gegeben. Im alten Rom, circa 2000 vor Christus, nutzte man weiße Holztafeln für Bekanntmachungen. Sie werden von vielen Experten als erste Vorläufer des Plakates angesehen. Semitische Händler schrieben sogar ihre Produktangebote auf alte Steintafeln und verfolgten damit eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme zur Absatzförderung.

Mit dem Untergang des Römischen Reiches ging die Nutzung von Tafeln als Reklame jedoch für lange Zeit verloren. Mit der Erfindung des Papiers im Jahr 105 nach Christus, als dessen Erfinder der Chinese Ts’ai Lun gilt, änderte sich das allmählich. Es dauerte jedoch bis ins 14. Jahrhundert hinein, bis sich die Textwerbung wieder etabliert hatte. Von nun an war es recht gewöhnlich, dass Händler, Wirte oder Handwerker ihre Dienstleistungen und Waren auf Schildern anpriesen. Als um 1450 der Deutsche Johannes Gutenberg den Buchdruck erfand, wurde ein vollkommen neuer Weg für Werbung eröffnet.

Im 17. Jahrhundert machten sich Neudenker daran, den Buchdruck für eine Tageszeitung zu nutzen. Die erste Tageszeitung der Welt erschien 1650 in Leipzig. Nach und nach wurden hierin auch Werbeanzeigen veröffentlicht. Schnell etablierten sich spezielle Werbezeitungen, sogenannte Intelligenzkomptoirs, in die Händler gegen eine Bezahlung ihre Produkte und Dienstleistungen eintragen lassen konnten. Die Werbezeitungen wurden vom Staat kontrolliert und bescherten diesem gute Einnahmen. Mit der Erfindung der Lithografie Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Plakattechnik revolutioniert und das Drucken vieler Plakate war fortan möglich. Nachdem 1846 Siebdrucke auf den Markt gekommen waren, gab es bald auch die ersten farbigen Werbedrucke.

Professionelle Werbung und Massenkultur

Durch die industrielle Revolution Anfang des 19. Jahrhunderts veränderte sich die Gesellschaft zunehmend – die Massenkultur war geboren. Auch die Art der Werbung änderte sich. Ab den 1870er-Jahren erlebte die werbende Branche einen großen Boom, denn man begann, nicht mehr reine Produkthinweise zu veröffentlichen, sondern nutzte einen marktschreierischen Ton. Zudem begann man, bestimmte Gesellschaftsschichten gezielt anzusprechen – die Basis des heutigen Prinzips der Zielgruppenwerbung – und gelangte damit zu großem Erfolg.

Im 20. Jahrhundert begann die Werbebranche, Berufsausbildungen anzubieten. Leute vom Fach wurden immer professioneller und kreativer. Schon bald mischte man wissenschaftliche Erkenntnisse und künstlerische Aspekte zu einem professionellen Reklamekonstrukt. Man lernte, nicht nur die Bedürfnisse der Menschen anzusprechen, sondern auch, mittels Reklame neue Wünsche zu schüren. 1915 erforschte die erste Universität in Köln den Nutzen von Werbung und kam zu der Erkenntnis, dass schon kleine Maßnahmen erfolgversprechend sein können. In den kommenden Jahrzehnten wurden Werbeplakate in vielen Formen und an den unterschiedlichsten Orten platziert. Von der Litfaßsäule bis hin zu flexiblen Roll-Ups, besonders effektiven Hinguckern, die heuer in verschiedenen Designs zu haben sind, gab es kaum mehr Grenzen für Reklame.

Mit der Erfindung des Fernsehers änderte sich die Werbung noch einmal drastisch, denn TV war fortan das wichtigste Werbemedium der Zeit. Heuer ist es das Internet, das diese Position für sich beansprucht. Reklame auf Webseiten oder in den Ergebnissen der Suchmaschinen ist eine vollkommen neue Form, die mit den ursprünglichen Plakaten oder Roll-Up-Bannern kaum mehr etwas zu tun hat.

Bildrechte: Flickr Werbetafel Thomas Kohler CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Nov 142017
 

„Unternehmerinnen der Zukunft“ gesucht!

Ob als Händlerin, Produzentin oder Inhaberin einer Eigenmarke: Ein Online-Geschäft aufzubauen, ist der Traum vieler Unternehmerinnen. Gleichzeitig warten auf dem Weg viele Herausforderungen: von der Produktentwicklung über das Marketing bis zum Vertrieb. „Unternehmerinnen der Zukunft – lokal und um die Welt“ ist eine Initiative vom Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU), Women in Digital e.V. und Amazon, die Frauen bei der Verwirklichung ihrer digitalen Geschäftsideen unterstützt.
Gesucht werden Inhaberinnen und Geschäftsführerinnen von Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern, die ihr stationäres Geschäft mit dem Start in den Online-Handel erweitern oder ihre bestehende Online-Präsenz ausbauen wollen.

Das Herzstück des Programms: die individuelle Begleitung aller Teilnehmerinnen durch Experten-Coaches – allesamt erfahrene Startup-Gründerinnen, Amazon Händlerinnen bzw. Händler oder Blogger.
Neben der Entwicklung und Umsetzung eines Maßnahmenplans für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts erhalten Teilnehmerinnen Trainings zu Themen des digitalen Handels, unter anderem:

• Grundlagen des E-Commerce: Kundenfokus im Internet
• Digitaler Handel: Wie finden Kunden Angebote?
• Welche Produkte können wie und wo im Internet verkauft werden?
• Markenaufbau: Wie stärke ich eine Marke in der digitalen Welt?
• Export: Wie baue ich eine internationale Logistik auf?
• Social Media und Kundenkommunikation im digitalen Zeitalter

Interessentinnen können sich ab sofort und bis zum 31. Dezember 2017 unter unternehmerinnenderzukunft@amazon.de bewerben. Angesprochen sind sowohl Händlerinnen als auch Produzentinnen von Eigenmarkenwaren aus allen Branchen – sowohl Unternehmen mit stationärem Geschäft, die noch nicht im Internet gestartet sind, als auch Unternehmen, die online verkaufen, ihr Potential aber noch nicht voll ausschöpfen.

Ausführliche Informationen auch unter: https://www.amazon.de/unternehmerinnenderzukunft

Nov 032017
 

Mit der Erfindung des Internets ist ein erstaunlicher Fortschritt in der Entwicklung der Menschheit einhergegangen. Wer mag sich heutzutage noch vorstellen, ohne das Internet und seine grenzenlosen Vielfalt leben zu können? Die Online-Welt hat unglaublich viele Wege eröffnet, das Leben eines jeden Einzelnen einfacher zu gestalten: angefangen bei dem Austausch von Nachrichten per E-Mail, über die sofortige Verbreitung von politischen News, bis hin zum Online Shopping.

Die Entwicklung des Online-Shoppings
Die Anfänge des Einkaufens per Mausklick im Internet sind in den frühen 90er Jahren zu finden, wobei nicht genau zurückverfolgt werden kann, wer tatsächlich zuerst einen funktionieren Web-Shop ins Netz gestellt hat. Klar ist, dass mit der Auktions-Plattform ebay und dem Online-Versandhandel Amazon, die beide 1995 online gingen, der Boom im Online-Shopping so richtig eingesetzt hat. Auch in Deutschland haben im Laufe der vergangenen Jahre zahlreiche bereits aktive und auch neue Warenhändler einen eigenen Online-Shop ins Netz gestellt. Die Österreicher lieben es, online einkaufen zu gehen und auch mehr als die Hälfte der Deutschen nutzt die Option, im Internet zu shoppen. Gekauft wird nahezu alles, was den internetsurfenden Kunden angeboten wird: besonders beliebt sind Bücher, Elektrotechnik und Kleidung. Aber auch in anderen, teils ungewöhnlichen, Bereichen konnte sich der Online-Handel durchsetzen.

Eine Erfolgsstory − made in Germany
Einen interessanten Werdegang innerhalb der Welt des Online-Shoppings zeigt beispielsweise das Unternehmen „Mr. Spex“. Die Berliner Firma vertreibt seit 2007 Brillen im Online-Handel, was zum damaligen Zeitpunkt eine Idee war, von der man sich nicht vorstellen konnte, das sie aufgehen würde. Brillen sind kein Kleidungsstück, welches anprobiert und im Bedarfsfall einfach gegen eine andere Größe ausgetauscht werden kann. Doch Skeptiker können sich anhand eines Erfahrungsberichts zum Bestellprozess bei Mr. Spex über die Vorteile eines Brillenkaufs im Internetkauf informieren. Denn Mr. Spex hat ein Konzept entworfen, das seinen Online-Kunden nicht nur eine schier unendlich große Auswahl an Brillenmodellen zur Verfügung stellt, sondern auch einen Vor-Ort-Service bei ortsansässigen Optikern anbietet. Dafür hat sich der Internet-Brillenausstatter sogar den Titel „Online-Shop des Jahres“ in 2012 verdient.

Vorteile des Online-Shoppings
Warum ist der Internet-Einkauf so beliebt und was macht ihn attraktiver gegenüber dem Bummel im Shopping-Center? Beim direkten Einkauf kann man sich immerhin beraten lassen und ausprobieren, was einem gefällt. Jedoch bietet das Online-Shopping einfach mehr Vorzüge, allein dadurch, dass man rund um die Uhr im Internet surfen kann. Der Kunde kann problemlos außerhalb von Öffnungszeiten ganz in Ruhe online auf die Suche gehen, Preise vergleichen und sich dann für den besten Online-Shop entscheiden. Die Bearbeitungszeit von Bestellungen in den Online-Shops ist in der Regel so zügig, dass man oft innerhalb weniger Tage seine bestellte Ware erhält. Die Produkte werden bequem nach Hause geliefert und bei Nichtgefallen kann alles aufgrund des Widerruf-Rechts einfach wieder zurückgeschickt werden.

Online Shopping (Public Domain) by Elaine_Smith

Erfindungsreiche Online-Welt
Ein weiterer Vorteil des Online-Shoppings ist ohne Frage auch der, dass nützliche Neu-Erfindungen viel schneller ihren Weg an den Mann finden. Nicht jeder Erfindung steht das entsprechende Kapital zur Verfügung, mit dem sich kostenintensive Marketing-Strategien realisieren lassen. So profitieren Erfinder und Kunden vom Online-Shopping in gleichem Maße und wir sind dankbar für die Erfindung des Internets und seinen unendlichen Möglichkeiten!

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