Okt 252017
 

Die Welt ist um eine Erfindung reicher. Die Kickstarter Kampagne für den milKit booster, die Erfindung für die Tubeless-Reifen ist Online.

Bei manchen Reifen und Felgenkombinationen kommt es gerne mal vor, dass die Tubeless Montage selbst mit Kompressor zur reinen Qual wird. Mit der Innovation von milKit Booster soll das nun der Geschichte angehören.

Mindestens 30’000 USD müssen erreicht werden, damit die Erfindung zustande kommt. Wenn ihr das Projekt unterstützen wollt und das Produkt in den Händen halten möchtet, könnt ihr die Kickstarter Kampagne bis zum 2. November unterstützen. Das Produkt wird natürlich dann auch im erfinderladen zum Verkauf angeboten.

Viele Biker zögern wegen der erschwerten Montage beim Umstieg auf Tubeless-Reifen: Je nach Reifen und Felgen Kombination ist das Aufpumpen mit einer normalen Standpumpe nicht möglich. Die Luft entweicht ständig zwischen dem Reifen und der Felge. Der Profi hat einen Kompressor zur Hand, welcher den benötigten initialen Luftstoss liefern kann, mit dem der Reifen innerhalb kurzer Zeit an die Felgenflanke gepresst wird. Diese sind aber teuer und schwer.

Vor zwei Jahren brachten die Schweizer Erfinder ein Ventilsystem auf den Markt, das die Tubeless-Wartung vereinfachen sollte. Jetzt soll mit dem Booster das passende Montage Vorrichtung entwickelt, die den Kompressor beim Aufpumpen eines Tubelss-Reifens ersetzt.

Der kopf des milKit Booster besteht aus einem Ventil zum befüllen der Flasche und einem Druckknopf, der die Luft über den Ausgang in den Reifen entweichen lässt

Die Anwendung ist denkbar einfach: Druckflasche aufpumpen, milKit booster auf das Ventil drücken und fertig. Der Schlauch und ein Zusatzventil entfallen hier. Der direkte Luftfluss ohne Schlauch soll den Druck nicht unnötig reduzieren. Der milKit booster soll mit allen Tubeless-Ventilen funktionieren.

Entscheidend bei der Erfindung ist nicht wie lange die Luft fliesst, sondern wie viel Luft in der ersten Sekunde fliesst. Hier liegt die Stärke des milKit Boosters: ohne Schlauch und zusätzliche Ventile ist der volle Druck direkt am Ventil.


Den milKit Booster soll es in zwei verschiedenen Größen geben.

Die Alu-Trinkflasche kann unterwegs mit dem mitgelieferten Schlauch und Beissventil als Trinksystem verwendet werden. Das Gewicht soll bei 150 Gramm inklusive Flasche liegen, der Preis bei 37,50 Euro.

Wir brauchen für die Startphase jeden Unterstützer!

Link Tipps:
Kickstarter Kampagne
milKit auf Facebook
erfinderladen auf Facebook

Okt 122017
 

Der Hubwagen ist aus der Lagerlogistik nicht mehr wegzudenken. Das handbetriebene Gerät trägt Lasten von mehreren Tonnen und ist in fast jedem produzierenden Unternehmen zu finden. Woher diese clevere Erfindung kommt, ist allerdings nicht ganz einfach festzustellen. Eigentlich gilt Ivan Lundquist als Erfinder des Hubwagens. Jedoch ist nicht mehr eindeutig nachweisbar, ob er die Technik erfunden oder einfach eine bereits bestehende Idee weiterentwickelt hat.

Ivan Lundquist

Das erste Patent für den noch heute bekannten BT-Hubwagen reichte der Schwede Ivan Lundquist im Jahr 1948 ein. Zwei Jahre zuvor gründete er die schwedische Firma BT, die heute zur Toyota-Gruppe gehört und weltweit Hubwagen und Gabelstapler vertreibt. Lundquists Erfindung hat die moderne Lagerlogistik revolutioniert und war der Grundstein für das heute gängige System aus Gabelstapler und Euro-Paletten. Dass die für die Produktion von Transportmitteln und Hubwagen bekannte Firma noch vor der Patentierung des ersten modernen Hubwagens gegründet wurde, ist ein klarer Hinweis darauf, dass das mechanische Prinzip des Hubwagens längst bekannt gewesen sein muss. Die Spur erster vergleichbarer Entwürfe führt in die Vereinigten Staaten.

Vorläufer der Hubwagen-Technik

Auf Rädern laufende Hebekarren wurden bereits in den 1920er-Jahren in den Vereinigten Staaten eingesetzt. Das erste Patent für ein vergleichbares Hebelsystem wurde 1923 von der damals in Massachusetts ansässigen Firma Lewis-Shepard Co. eingereicht – wenn auch ohne Hydraulik-Technik, die heute essenziell für jedes Flurfördergerät ist. 1928 folgte ein Patent der von Dresden in die USA immigrierten Oskar Krieger GmbH, die sich auf die Produktion von Transportmitteln spezialisierte. In ihren Aufzeichnungen lässt sich eine ähnliche Technik wie die von Lundquist patentierte Lösung finden.

Eines führt zum anderen

Die Erfindung des Hubwagens ist – so wie viele technische Errungenschaften – nicht ausschließlich der Hingabe eines einzelnen Genies zu verdanken. Die bestehende Technik wurde seit den 1920ern flächendeckend genutzt und an verschiedenen Stellen weiterentwickelt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Technik auch in Europa bekannter und Lundquist patentierte schließlich die moderne Variante der praktischen Hebekarren. Warum gerade Lundquists Version und nicht die Konzepte der früheren Erfinder zum historischen Erfolg wurde, ist unbekannt. Fest steht jedoch, dass die Erfindung auch heute noch einen entscheidenden Beitrag in der Intralogistik vieler Unternehmen leistet. Mittlerweile gelten die Varianten des deutschen Unternehmens Jungheinrich als die bekanntesten der Welt. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sie oft nur mit dem Markennamen „Ameise“ bezeichnet.

Die Weiterentwicklung

Zwar bestehen die Hubwagen bis heute auch in ihrer klassischen Form, dennoch gab es im Verlauf der Jahre einige Weiterentwicklungen. So wurden schon kurz nach Verbreitung die ersten Hubwagen motorisiert. Man könnte meinen, dass der heute so bekannte Gabelstapler eine technische Erweiterung des Hubwagens ist. Tatsächlich gab es erste Geräte mit Verbrennungsmotor, die den heutigen Staplern ähneln, jedoch schon viel früher. Der US-Amerikaner Eugene Clark erfand bereits 1917 den sogenannten Tructractor. Sehr wahrscheinlich wurde also der motorisierte Gabelstapler noch vor dem manuell betriebenem Hubwagen erfunden – eine verblüffende Tatsache.

Bildrechte: Flickr Forklift KarmaCat_SF CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Get Adobe Flash player