Sep 072017
 

Christina Wolf, Absolventin des Masterstudiengangs Industrial Design an der FH Joanneum, University of Applied Sciences, in Graz, gewinnt mit einem Heimmonitoringsystem zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Risikoneugeborenen den James Dyson Award in Österreich. Das medizinische Messgerät VIA hilft Eltern ein lebensbedrohliches Ereignis frühzeitig zu erkennen um im Notfall unter der Anleitung von VIA mit Reanimationsmaßnahmen zu beginnen.

Heute verwendete Heimmonitoring Systeme für Babys wirken nicht wie ein Produkt aus unserer modernen und technologiegetriebenen Zeit – sie sind klobig, sperrig und mit einer Vielzahl von Kabeln ausgestattet. Die komplexe Anwendung verunsichert und überfordert oftmals die frischgebackenen Eltern. Unzureichende Einschulung und häufige Fehlalarme können daher dramatische Folgen für das Baby haben. Dennoch gibt es für Eltern bis dato keine Alternativen. Die diesjährige Gewinnerin des James Dyson Award in Österreich, Christina Wolf, Absolventin des Studiengangs Industriedesign der FH Joanneum Graz, hat mit ihrem Projekt VIA das Heimmonitoring für Risikoneugeborene auf ein neues Level gehoben.

VIA: Messgerät zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Neugeborenen
VIA besteht aus einer Sensoreinheit, einem Gurtband aus 100% Baumwolle, einem Monitor und einer Induktions-Ladestation. Der Sensor besteht aus TPU, einem elastischen und leicht zu reinigenden Material, welches sich an die Körperform des Kindes anschmiegt. Mit den zwei Edelstahl-Elektroden sowie dem AMS-Biosensor können Atmung, Herzrate und Sauerstoffsättigung gemessen werden. Ein Vibrationsmodul und ein 3-achsiger Beschleunigungssenor im Sensor-Inneren erkennen die Lage des Kindes und warnen, sobald es sich in Bauchlage dreht. Der Monitor empfängt die aufgezeichneten Daten des Sensors via Bluetooth und schlägt Alarm, wenn die Werte einen kritischen Bereich erreichen. Geringfügige Über- oder Unterschreitungen lösen jedoch noch keinen Alarm aus, sondern initiieren lediglich einen kurzen Vibrationsimpuls, um die Atmung des Kindes anzuregen. Bei starken oder anhaltenden Anomalien schlägt das Gerät Alarm und führt die Eltern durch die nötigen Reanimationsmaßnahmen.

„Bei der Entwicklung unterschiedlicher Sensoreinheiten legte ich das Hauptaugenmerk auf eine zuverlässige Technologie, höchstem Tragekomfort für das Kind, Langlebigkeit sowie einer einfachen Reinigung“, so Christina Wolf. Die angefertigten Modelle wurden an einer Hebammenpuppe getestet und bewertet. Hinsichtlich des Monitors fiel die Entscheidung auf eine runde Form – mit dem kantenlosen, weichen Erscheinungsbild fügt sich VIA dezent in die Umgebung des Neugeborenen ein. Der Monitor dominiert nicht in der Wahrnehmung und wird nicht sofort als medizinisches Produkt erkannt – Eltern sind so nicht ständig der unliebsamen Aufmerksamkeit oder gar dem Mitleid fremder Personen ausgesetzt.

Echte Probleme und ausgezeichnete Lösungen
Jurymitglied Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria, meint zum Siegerprojekt: „VIA hat uns durch die problemlösende Idee der intuitiven Handhabung für die Eltern und des hohen Tragekomforts für die Neugeborenen überzeugt. Das Produkt geht technisch und gestalterisch neue Wege und bietet einen echten Mehrwert für die medizinische Versorgung von Neugeborenen. Wir sind überzeugt, mit „VIA“ einen großartigen Gewinner des James Dyson Awards 2017 gefunden zu haben und wünschen Christina Wolf weiterhin viel Erfolg mit ihrem Projekt.“

Der James Dyson Award
Der James Dyson Award richtet sich an Studierende und junge Absolventen im Bereich Produkt- und Industriedesign und in den Ingenieurwissenschaften. 2017 wird der Wettbewerb in 23 Ländern durchgeführt, darunter Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Irland, Italien und Japan. Neben der Chance für alle Teilnehmer, ihre Ideen namhaften Experten aus der ganzen Welt vorzustellen, winken den Gewinnern des JDA attraktive Geldpreise. So erhält der internationale Gewinner £30,000, um seine Erfindung weiter zu entwickeln. Weitere £5,000 gehen an den Fachbereich des Preisträgers. Die nationalen Gewinner erhalten ein Preisgeld von jeweils £2,000. Alle eingereichten Projekte werden von Jurys auf nationaler Ebene und Dyson Ingenieuren eingehend geprüft. Die nationalen Gewinner des James Dyson Award nehmen am internationalen Ausscheidungswettbewerb teil. Am 26. Oktober 2017 folgt die Prämierung des internationalen Preisträgers.
Mehr Informationen unter www.jamesdysonaward.org.

Sep 062017
 

Gadgets sind aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Sie sind nicht nur abwechslungsreich und unterhaltsam, sondern oft auch nützlich in so manchen Lebenssituationen. Bei der Umsetzung neuer Ideen ist der Erfinderseele selten eine Grenze gesetzt. Doch was genau macht ein Gadget aus?

Design und außergewöhnliche Funktionalität

Der Begriff Gadget kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Schnickschnack oder technische Spielerei. Grundsätzlich handelt es sich dabei also um technische Werkzeuge, die sowohl handlich als auch praktisch sind. Durch ihre neuartige Funktionalität in Verbindung mit einem außergewöhnlichen Design erleichtern sie nicht nur den Alltag, sondern bieten häufig (aber nicht immer) auch einen hohen Spaßfaktor. In diesem Sinne sind sowohl Smartphones als auch andere technische Spielereien wie USB-Sticks Gadgets, denn sie erfüllen eine technische Funktion und begeistern dabei.

Gadgets als Geschenk

Aufgrund ihrer Ausgefallenheit eignen sich viele Gadgets auch gut als Geschenk. Sie sind witzig und lassen sich aufgrund ihrer Handlichkeit überallhin mitnehmen. In Zeiten, in denen die meisten Menschen kaum noch ohne Smartphone aus dem Haus gehen, macht man mit Gadgets für das Smartphone wenig verkehrt. Ob Mini-Lautsprecher für unterwegs oder bunte Kopfhörer – im Gadget- und Technik-Sortiment bei geschenkidee.at gibt es für jeden Smartphone-Besitzer das passende Geschenk.

Gadgets und Gesundheit

Doch während manche Gadgets eher spielerisch das Leben bereichern, gibt es auch solche, die tatsächlich die Lebensqualität verbessern können. Schnarchen wird beispielsweise in vielen Partnerschaften zu einem Problem, weil nur ein Partner schnarcht und der andere durch die Geräuschkulisse nicht schlafen kann. Und oft haben auch die Schnarcher selbst mit Konzentrationsstörungen und Tagesmüdigkeit zu kämpfen, weil ihr Schlaf nicht wirklich erholsam ist. Das Gagdet Smart Nora besteht aus einem Mikrofon und einer Einlage, die man in das Kissen legen muss. Registriert das Mikrofon Schnarchen, pumpt sich die Einlage im Kissen mit Luft auf und ändert so die Position des Kopfes. Dadurch wird die Rachenmuskulatur stimuliert und man hört auf zu schnarchen.

Gadgets für Haushalt und Heimwerken

Auch im Haushalt können Gadgets durchaus nützlich sein, wie dieser Abstandhalter für Wäscheleinen zeigt. Und beim Walabot DIY handelt es sich weniger um eine Spielerei, als um eine tatsächliche Arbeitserleichterung beim Heimwerken. Das Gadget zeigt einem an, ob sich hinter Putz und Tapete Stromkabel, Rohre oder ähnliches verbergen. Walabot ist ein schwarzer, flacher Kasten, den man mit dem eigenen Smartphone verbindet. Dieses muss deshalb USB-OTG-fähig sein, um mit Peripheriegeräten kommunizieren zu können.

Die Anwendung des Gadgets beim Heimwerken ist denkbar einfach. Man verbindet den Walabot mit dem Smartphone und startet die dazugehörige App. Der Walabot wird dabei durch einen Magneten am Handy gehalten, sodass man das Gadget einhändig verwenden kann. Die App führt einen gut verständlich durch die Einstellungen, denn der Walabot muss für jede Wand neu kalibriert werden. Sind die Einstellungen abgeschlossen, hält man den Walabot an die Wand und lässt sich auf dem Handy Unregelmäßigkeiten in der Wandstruktur anzeigen. So vermeidet man, beim Bohren etwa Kabel zu treffen.

Bildrechte: Flickr smartphone Hamza Butt CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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