Aug 312016
 

Heute möchten wir Ihnen die Einreichung zum James Dyson Award von Malgorzata Blachnicka, Industrial Design Studentin an der FH Jonnaeum, vorstellen. Thematisch dreht sich alles um gesunde Ernährung und wie man eine einfache Hilfestellung geben kann, um diese einfacher umzusetzen. Für all jene, die nicht unbedingt mit dem grünen Daumen gesegnet sind und doch gerne frisches, gesundes Essen zuhause haben, ist ihr Produktdesign Grow sicherlich eine interessante Geschichte. Aber auch für andere stellt Grow eine formschöne Lösung für selbst gezogenes gesundes Essen dar.

Grow – it’s easy

Grow - "vertical gardening" at home. Quelle: http://bit.ly/2bzz0Wh

Zugegeben, Gemüse ist vielleicht etwas weit gefasst.

Konkret ist Grow ein ausgeklügeltes System um eigene Sprossen zu ziehen. Sprossen zählen unbestritten zu den sogenannten Superfoods, da sie voller wertvoller Nährstoffe stecken. Ihr großer Vorteil besteht darin, dass sie schnell wachsen, ganz einfach selbst gezogen werden können – sofern man etwas acht gibt – und gut schmecken.

Bei Grow sind die Samen bereits im blattförmigen Nährboden angeordnet und werden zunächst mit Wasser gesättigt. Dazu wird die Haube des Grow-Systems auf den Kopf gestellt und mit Wasser gefüllt. So kann der Nährstoffboden einfach hineingetaucht werden.

Ein ausgeklügeltes System. Quelle: http://bit.ly/2bzz0Wh

 

Im Anschluss wird der Boden von Grow mit Wasser gefüllt, der Nährstoffboden in die Ausnehmungen eingesetzt und die Glashaube darüber gestülpt. Sensoren auf der Glashaube erkennen, wann Feuchtigkeit benötigt wird – hier schlägt die entsprechende App Alarm, sodass die Keime sicherlich gut gedeihen.

Per Druck auf die Glashaube erfolgt übrigens ein Wasser-Sprühstoß, sodass die Keimlinge bewässert werden. Löcher im unteren Bereich sorgen für Ventilation. Nach nur 3 bis 5 Tagen sind die Sprossen übrigens soweit und können genüsslich – auf dem Butterbrot, im Salat etc. – verzehrt werden.

Ein System, das nicht nur formschön ist, sondern durch clevere Abstimmung das Überleben der Sprossen garantiert.

Wir wünschen der Studentin viel Glück beim Award!

Aug 302016
 

 Liebe geht durch den Magen

Stimmt – bei uns allerdings auch durch die Wohnung. Wer Berlin noch nicht für sich entdeckt hat, kann sich mit unserer Erfindung der Woche – dem Berlin Duschvorhang – schon einmal aufwärmen und beim Haare waschen das Nahverkehrsnetz eifrig studieren. Der Duschvorhang bringt den Retro-Charme jedoch nicht nur in das Badezimmer.

Wer will, kann das wasserabweisende Berliner Tuch als Raumtrenner nutzen, sich zur Faschingszeit in eine Berliner Freiheitsstatue verwandeln oder den Duschvorhang direkt an die Wand hängen, wo genug Zeit für ein Selbststudium der besten Verbindungswege bleibt 😉

Egal, ob der Berlin Duschvorhang ein Mitbringsel für in diese Stadt Verliebte sein soll oder aber einfach das Badezimmer vor Überschwemmungen bewahren soll, eines ist sicher: das Streckennetz hält.

Gerne preisen wir unsere Erfindung der Woche im Berliner Erfinderladen an und lassen ihn auch ganz praktisch im Onlineshop über die Theke gehen.

Aug 292016
 

Spiel, Spaß und Spannung

Das Kinderkistl www.kinderkistl.com

Es gibt Produkte, die einfach eine nette Bereicherung sind.
So das Kinderkistl, das wir zuletzt entdeckt haben. Das Kinderkistl ist eine Bastelbox voll gepackt mit Spielideen, Bastelanleitungen und -material, die monatlich zugeschickt wird. Derart erhält das Kind jeden Monat eine Box voller Überraschungen und kann sofort loslegen, basteln und spielen. Das Kinderkistl selbst kann man übrigens als Einmalkistl nach Thema oder im Abo zu verschiedenen Monatspaketen (3, 5, 10 Monate) bestellen. Je länger das Abo, desto günstiger natürlich die Box. Während für das 3-monatige Abo noch €25,90 im Monat zu zahlen sind, reduzieren sich die Kosten bei 10 Monaten auf €19,90.

Kinderkistl wählen

Damit der Inhalt der Box auch tatsächlich Spaß macht, wird während des Bestellvorgangs das Alter angegeben. Zur Auswahl stehen: 3-4 Jahre, 5-6 Jahre, 7-8 Jahre. Was überdies sehr praktisch ist: auch notwendiges Bastelwerkzeug liegt der Bastelbox bei – ganz praktisch im ersten Abokistl. Sinnvoller Weise wird übrigens auch die Verpackungsschachtel selbst mit zum Bastelobjekt – so wird Plastikverpackung gespart und die Bastelbox ideal ausgenutzt.

Wer Interesse an der Bastelbox hat, klickt sich am besten auf der kinderkistl.com Seite durch.
Viel Spaß! 

Aug 242016
 

Wie praktisch die Snackholder sind, haben unsere Erfinderladen-Kunden schon längst entdeckt. Beim Grillen oder auf Parties einfach auf die Flasche gehängt, finden Snacks im Snackholder griffbereit Platz und die zweite Hand bleibt zum Naschen frei.

Neues Design

Damit der Snack passend zur Party auftritt, gibt es diesen nun in neuem Design im Erfinderladen. Einmal tritt er im spritzigen Partydesign in frischen Farben und somit frisch und fröhlich für jede Geburtstagsfeier oder anderen Partyanlass und einmal ziert ihn schließlich die deutsche Flagge, wenn es gilt das eigene Team anzufeuern und das Outfit noch um eine weitere Fahne aufzumotzen.

Und weil sie so schön sind, haben wir die Snackholder direkt zur Erfindung der Woche erklärt!

Der Snackholder selbst passt natürlich auf jede handelsübliche Glasflasche und bietet Platz für jeglichen Snack: von den gesalzenen Erdnüssen, Erdnussflips bis zu den Chips. Noch besser hängen diese praktischerweise am Getränk und können so direkt herausgenascht werden, da die zweite Hand frei bleibt. Durch das spezielle Design ist es übrigens möglich ganz normal aus der Flasche zu trinken ohne Angst haben zu müssen, Snacks zu verstreuen. Sollte es dennoch einmal passieren, dass der vielleicht zu voll gepackte Snackholder ein Knabbergebäck verlieren sollte, gilt am besten die 5-Sekunden-Regel.

Der Snackholder 2.0 ist bei uns im Berliner Erfinderladen wie natürlich auch im Onlineshop erhältlich. 

Aug 232016
 

Geballte Ladung Innovation

Diese Woche wird es beim Forum Alpbach mit Gewissheit heiß hergehen. Dort findet nämlich am 24. + 25. August der nun schon 3. Innovations-Marathon statt, bei dem 8 Teams ihr Lösungskonzept für eine vorliegende Problemstellung erarbeiten und das in nur 24 Stunden! Die Teams bestehen aus jungen Alpbach-Stipendiaten und werden mit einer Aufgabenstellung eines großen Unternehmens – beispielsweise KTM, Siemens – betraut.

http://www.innovations-marathon.org/

8 Aufgabenstellungen, 8 Teams und nur 24 h

Den Teams steht dabei ein Arbeitsraum mit verschiedenen Materialien zur Verfügung, damit Prototypen visualisiert und Ideen sozusagen haptisch vermittelt werden können. Nach dem Marathon-Startschuss steht zunächst die Problemanalyse an, wobei ein Unternehmensvertreter für gewisse, klärende Fragen zur Verfügung steht. Dann liegt es an den Teams selbst die besten Konzepte zu erarbeiten. Interdisziplinarität ist dabei übrigens ein wichtiger Kernaspekt. Sämtliche studentische Teams werden bewusst bunt zusammengewürfelt, da die Perspektive verschiedener Fachrichtungen oft das beste Rezept zum Erfolg darstellt.

Heureka

24h und etliche Tassen Kaffee später werden die Lösungskonzepte der Teams einer Expertenrunde präsentiert und diskutiert. Spannende Ansätze sind, wie immer, garantiert. Studenten können Kontakte zu großen Firmen knüpfen, die den Input der Teams, die ohne die sogenannte „Unternehmensbrille“ das vorliegende Problem angehen, sehr hoch schätzen und das innovative Wettbewerbsformat sehr willkommen heißen.

Wir wünschen den Teams vorab viel Durchhaltevermögen und ein Geistesblitz-Donnerwetter!

Aug 222016
 

Sind Sie begeisterter Koch?

Während viele zugeben, kaum am Herd zu stehen, gibt es auch viele, die gut und gerne köstliche Rezepte ausprobieren und die Liebsten mit frischen Gerichten verzaubern. Selbst gekocht schmeckt es dann einfach am besten. Gern kauft man auf Bauernmärkten frisches Gemüse und tauscht sich aus, woher das beste Fleisch kommt. Wichtig auch die Küchenausstattung. Mit ein paar Messern kommt man nicht allzu weit, aber das wohl klassischste Utensil ist und bleibt doch der gute alte Kochlöffel.

Foto: BarriqueAffairs

Der Kochlöffel mit dem gewissen Etwas

Das Wiener Unternehmen Barrique Affairs geht einen ungewöhnlichen Weg. Beim Palavern übers Kochen kam man auf den Kochlöffel, der zum Umrühren dient, jedoch nicht mitgekocht wird. Spaßeshalber gingen die Gründer über, was denn wäre, würde man den Kochlöffel tatsächlich mitkochen und dabei noch gute Geschmacksstoffe abgeben.

Eine ungewöhnliche Idee, die mittlerweile als Produkt vorliegt

Der CookingSpoon Kochlöffel wird aus wertvollem Weinfass-Holz in Handarbeit hergestellt. Pro Fass erblicken 20 bis 30 Kochlöffel die Welt und erhalten eine Seriennummer am Stiel, wobei auch das Weingut und der im Weinfass gereifte Wein angegeben werden. Der Kochlöffel mit Charakter besitzt eine einzigartige Aromaschicht, die sich auch in der individuellen Farbe wiederspiegelt. Hier gehts es übrigens zur Kochlöffel-Übersicht. Pro Kochlöffel sind 95 Euro zu begleichen.

Aug 212016
 

Das beliebte Roulette ist das älteste Glücksspiel, das bis zur Gegenwart gespielt wird. Sein Ursprung steht bis heute nicht ganz eindeutig fest. Man vermutet, dass es vom sogenannten Rad der Fortune inspiriert wurde: An diesem Rad dreht die gleichnamige Glücks- und Schicksalsgöttin aus dem alten Griechenland, das Rad steht also für Glück und Unglück und bietet sich damit perfekt für ein Glücksspiel an.

Als wahrscheinlicher Erfinder des Roulettes gilt Blaise Pascal (1623 – 1662), ein französischer Physiker und Mathematiker, der zu Wahrscheinlichkeiten forschte und von Zahlenspielen fasziniert war.

Pascal entwickelte für seine Studien zur Wahrscheinlichkeitsrechnung eine Maschine mit einem rotierenden Zylinder und von ihm bestimmten Zahlenfolgen und Kombinationen. Damit wollte er seine eigenen Zufallstheorien überprüfen. Dass seine damalige Konstruktion wird heute in fast unveränderter Form zum Glücksspiel benutzt wird, hätte Pascal sicher nicht erwartet.

Es dauerte allerdings noch ein halbes Jahrhundert bis das Roulette als Glücksspiel beliebt wurde. Der ebenfalls französische Philosoph Chevalier de Mere sah das Roulette zunächst eher aus mystischer Perspektive. Er assoziierte die verschiedenen Zahlenkombinationen mit den Begriffen „Gut und Böse“ oder „Mann und Frau“ und setzte das Roulette als eine Art Orakel zum Vorhersagen der Zukunft ein.

Zur gleichen Zeit wurden die offiziellen Organe ebenso wie Geschäftsleute, in der Regel Gastwirte, auf den Roulette-Kessel aufmerksam, und mit der Zeit wandelte sich das Roulette zum Glücksspiel.

Anfang des 18. Jahrhunderts existierten in Frankreich sowohl adeligen Spielclubs als auch viele öffentliche Casinos. Der Polizeiminister der französischen Regierung wurde beauftragt, das Glücksspiel zu legalisieren, um den damals weit verbreiteten Betrügereien und Manipulationen Einhalt zu gebieten. Er entdeckte das Roulette und trug auf diese Weise indirekt zu dessen Anerkennung und Verbreitung bei.

Auf online-roulette.at finden Sie weitergehende Informationen über das allzeit beliebte Glückspiel Roulette.
Während des 18. Jahrhunderts wurde das Spiel in ganz Europa immer beliebter, insbesondere in am französischen Königshof – bis der König Ludwig XV es verbieten ließ. 1806 beschloss dann Napoleon Bonaparte, das Roulette einzig im königlichen Palast wieder zu erlauben.

1837 verbot dann Louis Philippe das Roulette im ganzen Land, was zur Folge hatte, dass in Baden-Baden, Bad Homburg und Wiesbaden große Casinos entstanden. In dieser Zeit schrieb Dostojewski seinen Roman „Der Spieler“, inspiriert von seinen eigenen Erfahrungen in der Spielbank von Bad Homburg. Das Spiel blieb Europa trotz der Verbote sehr beliebt und verbreitet. Zu dieser Zeit fand das Roulette zudem seinen Weg in die USA.

Im 20. Jahrhundert war das Glücksspiel in vielen Ländern der Welt illegal, mit den wichtigen Ausnahmen Monte Carlo und Las Vegas. In den 70er Jahren öffneten neue Spielbanken, doch der echte Boom entstand während der 90er Jahre mit der Ausbreitung des Internets: Seitdem können Privatleute Glücksspiele bequem zu Hause über das Internet spielen.

Aug 192016
 

Kaum jemand, der nicht selbst hin und wieder auf diversen Crowdfunding-Plattformen stöbert und ja, es finden sich immer wieder spannende Projekte, die Unterstützung verdienen. Besonders bekannt sind natürlich die beiden Giganten Kickstarter und Indiegogo, aber auch hierzulande finden sich diverse Crowdinvesting Plattformen. 11 Stück um genau zu sein: CONDA, dagobertinvest, dasErtragReich, evercrowd, Finnest, greenrocket, HomeRocket, Regionalfunding, Respekt.netrendity und 1000×1000.

Es lohnt sich durchaus diese Plattformen durchzuklicken und schnell wird dabei ebenso klar, dass sich so manche Crowdinvesting-Plattform auf diverse Themen spezialisiert hat. So werden auf greenrocket umweltfreundliche Projekte vorgestellt, während etwa rendity den Fokus auf Immobilien richtet.

Was ist nun Crowdinvesting?

Beim Crowdinvesting investieren Privatpersonen in ein Projekt, das auf der entsprechenden Crowdinvesting-Plattform vorgestellt wird. Meist handelt es sich dabei um junge Unternehmen, klassische Start-Ups. Wie hoch Investitionsbeiträge sind, unterscheidet sich von Projekt zu Projekt. Fakt ist: man kann meist mit relativ niedrigen Beiträgen einsteigen, wobei bei höheren Investitionen meist zusätzliche Anreize bestehen. Letztlich hoffen alle dasselbe – dass das Unternehmen möglichst erfolgreich ist. Dann winken nämlich Renditen. Ist das Unternehmen jedoch nicht erfolgreich, kann man durchaus seinen Einsatz verlieren.

Beim Crowdfunding erhalten Unterstützer meist eine Gegenleistung in Form des vergünstigten Produkt(paket)s. Somit ist man hier nicht vom Erfolg des Unternehmens als solches abhängig. Oft wird lediglich von Crowdfunding gesprochen – die Art und Weise des Investments kann sich dabei jedoch unterscheiden. Streng genommen ist Crowdinvestment als equity-based crowdfunding im Gegensatz zum Crowdfunding als reward-based crowdfunding zu verstehen.

Immer beliebter

In Österreich ist Crowdinvesting übrigens erst seit 2013 möglich, wobei seither insgesamt knapp 25,3 Millionen Euro auf diese Weise Projekten zugeflossen sind. Um so interessanter, dass 2015 in Österreich 8,7 Millionen Euro und im ersten Halbjahr 2016 bereits 13,5 Millionen Euro über die Crowd zusammenkamen. Ein rasanter Investitionsanstieg, da in den ersten sechs Monaten 2016 mehr als die Hälfte der Gesamtinvestitionen aufgebracht worden sind. Noch bleibt Crowdfunding eine beliebte Investitionsform, wobei auch hier der Kampf um Aufmerksamkeit kein einfacher ist. Das Angebot steigt und noch auch die Investitionswilligkeit der Crowd.

Aug 172016
 

Neues Bild aufhängen?

Also raus mit dem Zollstock und am besten, weils einfach ist, vom Türstock den Abstand messen. Wenn der Rahmen klein ist und ein Nagel reicht, ist das Ganze schnell erledig. Wenn aber zwei Nägel benötigt werden, sollten diese doch idealer Weise auf einer Linie liegen. Somit muss die Wasserwaage her. Aber wo war die noch einmal? Hmpf

2-in-1 Zollstock

Dass das auch einfacher gehen muss, war unserem handwerklich geschickten Erfinder klar. Weshalb also nicht den Zollstock weiterentwickeln?

Voilà: unsere Erfindung der Woche ist nicht nur Zollstock, sondern auch Anschlagwinkel, denn mittels Druckknopf-Arretierung können die Arme im rechten Winkel fixiert werden. Das ist nicht nur super praktisch, sondern spart auch weitere Utensilien. So schnell können notwendige Markierungen ab sofort also im Handumdrehen gemacht werden.

Ab sofort einfacher messen

Den 2-in-1 Zollstock gibt es im Berliner Erfinderladen und, wie immer, natürlich auch in unserem Onlineshop!

Aug 162016
 

Beton hat nicht nur in den letzten Jahren an steter Beliebtheit gewonnen, es ist tatsächlich der weltweit am häufigsten verwendete Baustoff. Nachdem die Industrie bemüht ist neben Neuentwicklungen auch Vorhandenes zu verbessern, stellte sich die Frage wie man Beton „grüner“ machen kann. Joachim Juhart vom Institut für Materialprüfung und Baustofftechnologie an der TU Graz arbeitet mit seinem Team und weiteren Partnern daran die umweltbelastenden Auswirkungen von Beton reduzieren. „Es geht uns nicht darum, Alternativen zu Beton zu kreieren, sondern Beton als vorhandenes, bewährtes Baumaterial nachhaltig zu verbessern“, unterstreicht Juhart.

© IMBT - TU Graz

Die richtige Mischung

Was zählt, ist das Mischverhältnis: Joachim Juhart und sein Team am Mischer am Institut für Materialprüfung und Baustofftechnologie. © IMBT - TU Graz

Beton setzt sich aus verschieden großen Gesteinskörnern, Wasser und Bindemittel – hier ist u.a. Portlandzement zu nennen – zusammen. Gerade Portlandzement muss jedoch sehr energieintensiv gebrannt werden. Hier sind 1450 Grad notwendig, was natürlich mit dem Ausstoß gehöriger CO2-Mengen verbunden ist.

Das Grazer Team hat nun einen Teil des Portlandzements durch regionale Stoffe ersetzt, ohne dass die Eigenschaften des Betons darunter zu leiden hatten. Ein Satz, der lapidar klingen mag, einfach war die Suche nach passenden Ersatzstoffen nicht. „Die große Herausforderung ist, erstens die richtigen Stoffe zu identifizieren und zweitens das richtige Mischungsverhältnis zu erhalten“, erklärt Juhart.

Der Beton mit dem grünen Daumen

Dem Team gelang es nun einen Beton für Fertigteile zu entwickeln, der bedeutend bessere Umwelteigenschaften besitzt. Im Vergleich zu normalem Beton konnte der Öko2-Beton gleichermaßen verarbeitet werden, zeigte beispielsweise gleiche Erhärtungszeiten und ist optisch nicht zu unterscheiden. Trotzdem konnte jedoch durch das optimierte Mischungsverhältnis der Öko2-Beton-Bestandteile 30 Prozent an CO2 im Zuge des Herstellungsverfahrens eingespart werden. Zugleich war ein um bis zu 15% geringerer Primärenergiebedarf als Standardbeton mit den gleichen Eigenschaften zu verzeichnen.

Nun stehen weitere Tests an. Es gilt den Beton sozusagen vom Labor „in die reale Welt“ zu übertragen und zu beweisen, dass der Öko2-Beton nach wie vor alles halten kann, was er verspricht.

 

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