Sep 302014
 

Montag morgen 6:30 Uhr
Viel zu früh um aufzustehen. Der Kaffee ist bald fertig – endlich, und mit verschlafenem Blick wird der Kleiderkasten studiert. Was soll heute getragen werden? In dem Bewusstsein, dass ein wichtiges Meeting ansteht, fällt die Entscheidung nicht einfacher. Die Zeit wird knapp und schließlich wird eine Kompromisslösung erwählt, mit der man nicht unbedingt zufrieden ist, jedoch die schnelle tragbare Variante darstellt. Die tägliche Kleidungsfrage kann sich durchaus zum Stressfaktor wandeln. Gut, dass wir das passende Gadget haben, welches die perfekte Lösung für dieses Problem bietet: Stress-Less Labels.

Die Stress-Less Labels bringen Ordnung in das Chaos und kennzeichnen, das Outfit für den jeweiligen Tag. Einmal pro Woche wird die Kleidung organisiert – die Stress-Less Labels werden auf den Kleiderhaken gegeben und Voilà: morgendliches Kopfzerbrechen adé! Denn organisiert man seine Kleidung einmal die Woche, kann man viel Zeit wie auch Nerven sparen. Die Labels sind mit den Wochentagen von Montag bis Freitag bestickt und das gleich in sechs verschiedenen Sprachen. So fällt es selbst im verschlafenen Zustand nicht schwer sich sein Outfit rauszusuchen.

Schick und trotzdem trendy – nicht unbedingt eine einfacher Herausforderung. Falls Sie für den ein oder anderen Tag ein derartiges T-Shirt brauchen, so haben wir auch hier das passende Produkt. Das junge Berliner „Neige Noire“ Label hat sich darauf spezialisiert, ausschließlich mit 100% Bio Material- und Druckverfahren zu arbeiten, sowie fair gehandelte und hergestellte Bekleidung zu produzieren. So können die Designer-Shirts mit gutem Gewissen getragen werden. Achtung: sie sehen auch verdammt gut aus. Die T-Shirts gibt es in fünf verschiedenen Motiven in limitierter Auflage im Erfinderladen in Berlin oder in unserem Onlineshop zu erwerben.

Sep 292014
 

Mit gutem Beispiel voran
Gute Ratschläge mögen gut gemeint sein, doch besser man geht mit gutem Beispiel voran. Dass Bewegung Körper und Geist fit halten, ist keine neue Weisheit. Viel unterschätzt oder auch gepflegt wird jedoch der gute alte Schweinehund. Der Klagenfurter Hausarzt Arno Brandhuber tauschte vor etwas mehr als zwei Jahren das Auto gegen ein Rad ein, ganz gemäß seinem Konzept „Autofahren ist heilbar“. Seither absolviert der Arzt seine Hausbesuche per Rad. Dem Wetter trotzt er dabei mit der richtigen Ausrüstung. Stichwort: keine Ausreden

Der Hausarzt, der per Rad kommt Quelle: www.kleinezeitung.at

„Autofahren ist heilbar“ gewinnt Mobilitätspreis
Im Rahmen des Autoverzichts werden ebenso sämtliche Ordinationswege per Rad erledigt. Damit die Patienten der Aktion nicht nur wohlwollend zustimmen, sondern selbst dazu motiviert werden vermehrt Wege auf dem Rad zurückzulegen, nehmen alle Patienten, die per Rad in die Ordination kommen, automatisch an einem Gewinnspiel teil. Wer demnach fleißig mit dem Rad unterwegs ist, kann von Massagegutscheinen bis zu Kuraufenthalten Preise gewinnen.

„Wir haben auch ein Dienstrad, das zum Beispiel für den Weg ins Labor ausgeborgt werden kann“, ergänzt Brandhuber. Die Patienten werden dabei auf dem Laufenden gehalten wie gesund tägliche Bewegung ist. Die Strecke, die der Arzt pro Woche zurücklegt, kann sich übrigens sehen lassen. Stolze 150 Kilometer werden pro Woche geradelt. Wichtig ist dem Hausarzt bei allen gesundheitlichen Aspekten ebenso zu unterstreichen, dass die Umstellung auf das Fahrrad nicht mit vielen Verzichten einher geht. „Ich muss mich nicht bei der Parkplatzsuche ärgern und bin sogar schneller als mit dem Auto.“

Sep 262014
 

Immer mehr Menschen ziehen in die Ballungsräume, die in vielen Fällen bereits aus allen Nähten platzen. Wie kann das limitierte Platzangebot notwendige Anforderungen erfüllen? Verschiedene Konzepte möchten hier der Wohnungsnot Einhalt gebieten. Einen ungewöhnlichen Ansatz hat auch das Wiener Architektenteam Caramel mit dem Haus CJ5 verfolgt. Entgegen anderen Projektvorschlägen, die in diversen Hochhauskonzepten die Lösung suchen, möchte Caramel einen anderen Weg gehen.

Der von außen eher geschlossene Korpus überrascht mit offenem Raum. Quelle: www.gizmag.com

Eine sonnige Terrasse gibt Blick auf das Herz des Hauses. Quelle: www.gizmag.com

Der schmale Raum von 5x35m des insgesamt 2stöckigen Hauses ist bis ins kleinste Detail ausgenützt. Diverse Raumelemente des langgezogenen Hauses überraschen durch ihre unerwartete Kombination. So sind Küche und Essbereich in die offene Stiegenanordnung integriert. Im ersten Stock bietet eine Terrasse einen schönen Überblick, wobei das Erdgeschoß auch eine kleine Grünfläche beinhält.

Aufgrund der langgezogenen Anordnung ergeben sich äußerst gute Lichtbedinungen. Der natürliche Lichteinfall kann optimal genutzt und in die Wohnbereiche gelenkt werden. CJ5, das 170m² Haus besitzt zudem eine Garage. Die gesamte Anordnung arrangiert sich letztlich um den Garten- bzw. Grünbereich in der Mitte. Das interessante Materialzusammenspiel aus Betonwänden und Eichenboden schafft zudem eine spannende optische wie auch haptische Textur. Der Protoyp besitzt ein Schlafzimmer sowie einen Atelier-Bereich, der sich etwa als Gästezimmer eignet. Auch energietechnisch macht das ungewöhnliche Haus einen guten Eindruck, liefern doch Solarpanele an der Südwand Energie wie auch eine Wärmepumpe zur Reduktion des Verbrauches beitragen.

Sep 252014
 

Aaron Wansch, Absolvent der FH Salzburg, darf zu Recht stolz auf sich sein. Gerade eben hat der Industriedesigner den nationalen James Dyson Award eingeheimst. Sein Siegesprojekt bringt dabei Licht ins Dunkel. Wir haben bereits über ORALUX berichtet.

Gehen Sie gerne zum Zahnarzt?
Wahrscheinlich nicht, doch Zahnhygiene ist wichtig. Oftmals schwitzt man bei der Mundhöhlenuntersuchung, ob hoffentlich nichts gefunden wird. Dabei wird bislang ein hölzernes Einwegstäbchen benutzt, das die Zunge nach unten drückt. Um in Anschluss auch genug zu sehen, wird Licht benötigt und diverse Untersuchungsgegenstände. Ganz schön kompliziert.

Gewinner Aaron Wansch

ORALUX – es geht auch einfach
Oralux verbindet Untersuchungsstäbchen und Lichtquelle und schafft Abhilfe vor zu vielen einzelnen Schritten. Die Stabhalterung besitzt eine LED-Lichtquelle und nimmt das Holzstäbchen auf. Durch einen Schieber wird die Spatula im Anschluss ganz einfach ausgeworfen. Auf diese Weise kann die Routineuntersuchung effizienter vonstatten gehen.

Im Moment absolviert der frisch gebackene Sieger das Masterstudium für Advanced Product Design am Umea Institute of Design in Schweden, das er im Juni 2015 abschließen möchte.

Wir gratulieren Aaron Wansch zu Oralux und dem nationalen Sieg!

Sep 242014
 

Allergien – weit verbreitet
Neben Allergikern, die mit diversen Pollen oder Tierhaaren zu kämpfen haben, gibt es genug Personen, die mit einer Laktose- oder Glutenintoleranz zu kämpfen haben. Unverträglichkeiten bedingen nicht nur ein zumindest anfangs noch zeitintensives Einkaufen – genaues Etikettenstudium zu Inhaltsstoffen ist gefragt! Mit einiger Erfahrung wird jedoch die zunächst langwierige „Einkaufsprozedur“ zunehmend zeitsparender. Schwieriger gestaltet sich jedoch stets das Essengehen. Doch auch der Kaffee mit einer Freundin, einem Freund zwischendurch kann seine Tücken besitzen.

Margret Rothaug kann ein Lied davon singen. Sie selbst ist glutenintolerant und hatte öfter Probleme bei Restaurant- oder Cafébesuchen. „Als Allergiker wird man sofort als Zicke oder Egozentriker angesehen. Das ist oft komisch, weil wenn man eine Tablette nimmt, ist es in Ordnung“, erklärt die Allergikerin. Zusammen mit ihrer Tochter Franka hat sie im August das erste Allergiker-Café eröffnet. Sämtliche Torten und Mehlspeisen bäckt sie mit ihrer Tochter. So können süße Speisen von laktose- oder nussintoleranten Personen endlich bedenkenlos gegessen werden.

Ein Café für Allergiker Quelle: www.allergikercafe.at

Frische hat Vorrang
Hohe Ansprüche – diese will das Allergiker-Café allemal erfüllen. Möglichst frische Zutaten und ein satter Großteil von etwa 80% in Bio-Qualität. Konservierungsstoffe und künstliche Aromen stehen dabei partout nicht auf dem Speiseplan. Saisonale Angebote kommen dem Frischeangebot entgegen. Prinzipiell sind übrigens sämtliche Kuchen und Torten gluten-, laktose- und nussfrei. Zusätzlich gibt es auch fruktose- und histaminarme wie auch eifreie Produkte.

Doch nicht nur Süßspeisen kommen Allergikern entgegen. Auch histaminfreier Wein und glutenfreies Bier stehen auf der Karte. Täglich wechselnde Mittagsgerichte wie auch ein goßes Frühstücksangebot runden das Angebot ab.

Zu finden ist das Allergiker-Café in der Wiedner Hauptstraße 35 in Wien, wobei das Café von Mittwoch bis Samstag geöffnet ist.

Sep 232014
 

Wo? Wie? Was?
Nach einem Besuch auf dem Oktoberfest kann es durchaus passieren, dass man sich diese Fragen stellen muss. Hat man auf der Wiesn zu tief ins Glas geschaut, so bleibt einem am nächsten Tag wohl oder übel nichts anderes übrig, als die bruchstückhaften Erinnerungen mühevoll zusammenzusetzen. Da beim Oktoberfest bis zu 12.000 Hektoliter Bier ihren Besitzer wechseln, kennt der ein oder andere Besucher dieses Gefühl vielleicht.

Auch die Erfindung der Woche, das Hangover-Quartett, beschreibt auf feucht-fröhliche Art und Weise, was alles passieren kann, wenn man nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Die 32 Karten zeigen anschaulich, welche Auswirkungen das Gläschen in Ehren haben kann. Spontanes Tattoo oder ein Ja-Wort in Las Vegas: das Quartett vereint viele der kleinen Sünden mit humorvollen Begleittexten und frischt sicher auch die Erinnerung nach einem Tag auf dem Oktoberfest wieder auf.

Für all diejenigen, für die das Maß noch nicht voll ist, stellen wir heute eine weitere Erfindung vor, die einem zum Verlust unschöner Erinnerungen verhelfen kann. Das GROW IT – Bierhopfen Set beinhält alles, was zum Anbau von Hopfen nötig ist. Das Set für unerfahrene Hobbygärtner besteht aus Samen, Blumentöpfen aus Kokosnuss sowie Kompostscheiben, welche sich bei Bewässerung vergrößern und als erste Erde dienen.

Auch wenn es sicher eine Weile dauern wird bis man sein eigenes Bier auf dem Oktoberfest vertreibt, der eigenen kleinen Brauerei ist man trotzdem eine Zutat näher gekommen.

Sep 222014
 

Zucker, auch verhängnisvoll...

Diabetiker haben es nicht leicht.
Neben dem Umstand, dass die Ernährung umgestellt und das tägliche Messen und Überwachen der eigenen Werte eine Selbstverständlichkeit werden muss, ist man als Betroffener auch mit diversen, möglichen medizinischen Konsequenzen konfrontiert. Als Hilfe bieten sich diverse Apps an, welche als praktisches Digital-Wertebuch dienen und/oder zeigen welche Inhaltsstoffe in welchen Lebensmittel stecken und somit eine willkommene Übersicht geben.

Routine wird für Betroffene dabei die tägliche Messung des Blutzuckerwerts. Ein Tropfen Blut aus der Fingerspitze genügt und der Teststreifen gibt Aufschluss. Ein Nachteil dieser Prozedur stellt jedoch den notgedrungen punktuellen Wert dar. Die Werte geben nur über den momentanen Stand Auskunft. Ansätze zu kontinuierlichen Messwerten gibt es bereits, doch bestehen dabei Probleme mit der Genauigkeit wie Biotechnologe und Start-up Gründer Christoph Sygmund angibt. Sein Unternehmen Directsens hat sich zum Ziel gesetzt einfacher aufgebaute Biosensoren zu entwickeln.

Arbeiten intensiv am Zuckerchip; Quelle: www.directsens.com

Grundlage bildet dabei ein holzabbaubender Pilz namens Corynascus thermophilus, der sich dazu eignet verschiedene Zuckerarten nachzuweisen. „Bisherige Enzyme sind abhängig von sogenannten Mediatoren, die die analytische Information vom Enzym auf die Elektrode übertragen. Unser Enzym kann direkt mit der Elektrode kommunizieren. Der Sensoraufbau wird also einfacher“, erklärt Sygmund. Seit 2013 arbeitet Directsens im Rahmen eines 3-jährigen Forschungsprojektes zur Entwicklung des angedachten Biosensors. Viele Diabetespatienten könnten aufatmen. Sie würden den Chip einfach unter der Haut tragen und aktuelle Messwerte alle paar Minuten an ein Lesegerät senden.

Sep 182014
 

Fliegerohren – viele leiden darunter und werden vor allem zu Schulzeiten deswegen gehänselt. Während manche ihre Lauscher souverän tragen, siehe Prince Charles, entscheiden sich andere für eine operative Korrektur. Frischgebackenen Eltern steht nun eine neue, schonende Methode zur Auswahl.

Früh angelegt wird die Operation obsolet Quelle: science.apa.at

Abstehende Ohrmuscheln
Stephan Spendel, stellvertretender Leiter der Klinischen Abteilung für Plastische Chirurgie in Graz, erklärt, dass in etwa jedes dritte Baby mit verformten Ohrmuscheln auf die Welt kommt. In den ersten Lebensmonaten korrigieren sich dabei ungefähr 10 bis 30 Prozent wieder selbst. All jenen Kindern, die auch weiterhin mit Segelohren gezeichnet waren, stand in Folge nur mehr ein operativer Eingriff zur Auswahl.

Das Klinikum Graz bietet nun jedoch eine schonende Alternative an. Ein Formungssystem, das an die Ohren angelegt wird, schafft ab sofort Abhilfe. „Wichtig ist nur, die modellierenden Schalen bereits innerhalb der ersten beiden Lebenswochen anzulegen. Dann ist das Ohr noch sehr weich und formbar“, erklärt Spendel.

Insgesamt sind die Modellierungsschalen über zwei Wochen zu tragen. Das System selbst kann ganz einfach innerhalb weniger Minuten angepasst werden. In den Vereinigten Staaten sind die Formschalen bereits seit 2010 im Einsatz, in Europa findet das System hingegen bislang nur am Grazer Klinikum Einsatz. „Es wurde uns von einem österreichischen Unternehmen, das die Lizenz für ganz Europa erworben hat, angeboten. Eine gute Alternative zu dem doch sehr aufwendigen operativen Eingriff“, schildert Spendel. Noch teilen sich der Lizenzhalter und das Uniklinikum die Kosten von €85 für beide Ohren, doch Verhandlungen mit der Krankenkasse sind bereits im Gange.

Sep 172014
 

Photovoltaik-Module auf Dächern sind schwer zu verbergen. In schwarz-blauer Farbe schimmern sie meist schon von weitem entgegen. Das mag viele nicht stören, da der ökologische Gedanke zählt, aber in sensiblen Wohngegenden und ganz besonders in der Grazer Altstadt, die den Titel UNESCO-Weltkulturerbe trägt, würden Photovoltaikdächer das optische Erscheinungsbild stark beeinträchtigen. So wacht die Grazer Altstadtkommission auch mit Argusaugen über die roten Ziegeldächer der Stadt. Nichtsdestotrotz bilden jedoch Umweltschutz und Ressourcenschonung wichtige Themen.

Foto: jasonb42882

Im Rahmen des Forschungsprojektes „PV@Graz“ bemühen sich das Institut Material der Joanneum Research und der Karl-Franzens-Universität sowie die Forschungsstelle Kunstgeschichte um eine Lösung. Zentrales Thema des Projektes bilden innovative Beschichtungstechnologien, welche eine optisch ansprechendere Alternative zu den bislang gängigen schwarz-blauen Photovoltaikmodulen ermöglichen sollen.

Die Optik allein reicht natürlich nicht – Einbußen in puncto Leistung dürfen nur in begrenztem Maße ausfallen. Mehr als 10% darf nicht an Wirkkraft verloren werden.

Projektleiter Gerhard Perharz ist optimistisch: „Wenn wir das Projektziel erreichen, stehen die Chancen gut, dass in Zukunft auf den Dächern der Grazer Altstadt erneuerbare Energie in größerem Umfang produziert wird und man kann davon ausgehen, dass ein großer Teil des Eigenenergieverbrauchs der innerstädtischen Haushalte so gedeckt werden kann.“

Insgesamt ist ein Zeitrahmen bis April 2016 für das Forschungsprojekt angelegt, wobei Mitte 2015 erste Ergebnisse vorliegen sollen. Den Großteil der Kosten, etwa 90%, deckt dabei der Zukunftsfonds des Landes Steiermark.

Sep 152014
 

Visor 1.0? Quelle: ox.ac.uk

Smart Glasses – das gab es doch bereits in Star Trek
Hier trug Geordi Laforge seinen Visor, der dem eigentlich blinden Chefingenieur eine visuelle Wahrnehmung ermöglichte. Während es mittlerweile Entwicklungen zu Smartphones und Tablets für sehbeeinträchtigte Personen gibt, die sozusagen über sensorisch aktive Oberflächen Orientierung schaffen, ist allerdings ebenso die Forschungsarbeit an visorähnlichen Vorrichtungen nicht untätig. Ganz so kompakt wie das Sci-Fi-Gerät sind derzeitige Ausgeburten natürlich noch nicht.

Visor? Zukunftsmusik?
Das ambitionierte Projekt der Universität von Oxford und dem Royal Institute of Blind People konnte mit seinem Ansatz bereits den Google-Benefiz-Wettbewerb zu seinen Gunsten entscheiden und ein Preisgeld von 500.000 Pfund lukrieren. Das Smart Glasses System besteht aus einer Videokameria, die am Rahmen befestigt ist, einer kompakten Datenverarbeitungseinheit sowie einer Software, welche die Bilder der Objekte auf die Brillengläser projiziert. Die Distanz zu den unterschiedlichen Objekten wird dabei mittels Infrarot-Laser bzw. -Kamera ermittelt, wobei nähere Objekte heller projiziert werden.

 

Von Expertenseite wird das System bislang argwöhnisch betrachtet, da bei Schädigungen des Sehnervs auch eine derartige Vorrichtung keine Sehhilfe leisten kann. „Bei Menschen mit Sehbehinderung hängt es vom Grad und der Art der Sehbeeinträchtigung ab, ob durch technische Innovationen Bildinformationen erzeugt werden können“, gibt Helga Bachleitner, Spercherin der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, zu bedenken und führt fort, „Ich habe meine Zweifel daran, dass sich ein derartiges Hightech-Gadget bei einer Sehbeeinträchtigung wirklich als hilfreich erweisen könnte. Immerhin bietet so ein Brillenglas nur eine sehr kleine Fläche, auf der eine Fülle von Informationen projiziert werden müsste.“

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