Nov 292013
 

Ein Stück Selbstständigkeit - toll! Quelle: www.varyostix.at

Als Beate Blöchl mit ihren gerade 19 Jahren eine Gehirnblutung erlitt, in Folge einige Schlaganfälle und sich damit ihr Leben schlagartig veränderte, stand sie vor vielen Herausforderungen. Vormals simple Handgriffe mussten mühsam wieder erlernt werden. Immer an ihrer Seite stand ihre Mutter Waltraud, die den harten Weg zurück hautnah miterlebte.
„Manche Tätigkeiten wie das Schneiden von Lebensmitteln oder das Öffnen von Gläsern fallen einfach schwer oder man braucht überhaupt fremde Hilfe, wenn man motorisch ein Problem hat. Solche Tättigkeiten, die Gesunde rasch erledigen, entpuppen sich als große Herausforderung, besonders mit nur einer aktiven Hand, wie das bei Beate der Fall ist“
, erklärt die Mutter.

Da ihre Tochter Beate gerne kocht, hat sich die findige Mutter mit ihrer Familie daran gemacht ein Schneidebrett zu entwickeln, bei dem das Schneiden auch mit nur einer Hand gelingt. VaryoStix nennt sich das Fixier- und Schneidebrett, das eine willkommene Hilfe für motorisch eingeschränkte Personen darstellt. Das Brett ist sowohl für Links- als auch Rechtshänder leicht zu heben, aus Holz gefertigt und besitzt eine Saftrinne. Im Brett selbst sind diverse Löcher eingearbeitet, in welche Stifte eingesteckt werden. Ist nun die Gurke zu schälen, das Marmeladeglas zu öffnen oder die Rührschüssel festzuhalten – eingefasst von den Stiften, die entsprechend in die passenden Löcher eingesetzt werden, sitzt alles fest.

Mit Varyostix können verschiedene Handgriffe selbstständig und ganz ohne weitere Hilfe erledigt werden – auch wenn nur eine Hand benützt werden kann. Weitere Informationen und natürlich Möglichkeiten für eine Bestellung finden Sie auf www.varyostix.at . Das Motto hinter dem Produkt lautet übrigens „Motivation durch Gelingen“ wie die Erfinderin Waltraud Blöchl erklärt. Wir finden, dass Varyostix eine tolle Erfindung ist und gratulieren!

Nov 282013
 

Quelle: www.fincavo.com

Der Abschluss zwischen Boden und Wand. Manches Mal geschieht hier ein hartes Aufeinandertreffen und eine eher ungünstige Ausgangslage, gerade wenn es ums Moppen in der Wohnung geht oder einfach um einen unansehnlichen Anblick. In den meisten Fällen aber ziert eine Sockelleiste diesen Bereich. Nicht jeder ist von Sockelleiste jedoch sonderlich begeistert. Gut, dass es FINCAVO gibt. Leiste – das ist ein Wort, das für diesen neuartigen Abschluss zwischen Boden und Wand wahrlich nicht benutzt werden darf. Bei FINCAVO handelt es sich nämlich um ein lediglich 0,5mm starkes Band, das mit 3-4cm Höhe eine dezenten Übergang bildet, der farblich keine Wünsche offen lässt. Zudem lassen sich Möbel endlich wandbündig aufstellen.

Was auf den ersten und auch auf den zweiten Blick nicht sichtbar ist, ist das Innenleben. FINCAVO birgt nämlich ein Schallschutzband, damit der Trittschall auf ein Minimum reduziert wird. Bei der Montage wird da Band bündig und stoßfrei geklebt – Schraubenlöcher wie auch Schrauben sind insofern nicht notwendig. Ebenso günstig gestaltet sich der Umstand, dass FINCAVO aufgrund einer Stärke von lediglich 0,5mm keinerlei Angriffsfläche für Staub bietet.

Quelle: www.fincavo.com

Nov 262013
 

Quelle: portal.wko.at

Bis 14. Februar 2014 läuft die Einreichungsphase für den Salzburger Wirtschaftspreis, der dieses Mal mit einigen Neuerungen kommt. Neu ist etwa der Termin für die Verleihung im Campus Urstein der FH Salzburg am 24. April statt wie bislang im Herbst. Mit den veränderten Terminen will man auch den saisonalen Gegebenheiten entgegenkommen. „Bisher hat die Einreichphase knapp vor den Sommerferien begonnen und knapp danach wieder geendet. Aufgrund der Urlaubszeit war es für manche Unternehmen schwierig, die Unterlagen vollständig und rechtzeitig abzugeben“, erklärt WKS-Präsident KommR Julius Schmalz.

Neu ist auch eine Einreich- und Bewertungsplattform, die auch eine nachträgliche Bearbeitung der Einreichung ermöglicht – zumindest bis zum Ende der Frist. Für eine bessere Veranschaulichung kann zudem audiovisuelles Material hochgeladen werden. Und schließlich ist für den Salzburger Wirtschaftspreis 2014 eine veränderte Kategorieneinteilung vorgenommen worden.

Das „Unternehmen des Jahres“ bildet einen neuen Schwerpunkt, welcher neben innovativen Leistungen auch nachhaltige Erfolge in den Mittelpunkt rückt. Ehemalige Kategorien „bester Businessplan“ und „bestes Start-up-Unternehmen“ sind zudem in einer Kategorie „beste Unternehmensgründung“ zusammengefasst. „Verantwortungsvolles Unternehmertum“ rückt vorbildliche Firmen in gesellschaftlicher und/oder ökologischer Hinsicht ins Rampenlicht. Beim Salzburger Wirtschaftspreis ist es übrigens möglich sich in mehreren Kategorien zu bewerben. WKS-Präsident Julius Schmalz betont den Impuls für die Wirtschaft, welcher durch diesen Preis gegeben wird: „Preise und Auszeichnungen spornen an, das ist nicht nur im Sport der Fall, sondern auch in der Wirtschaft. Der Salzburger Wirtschaftspreis hat bei den Unternehmen einen hohen Stellenwert. Er ist eine Auszeichnung, auf die die prämierten Unternehmen und deren Mitarbeiter stolz sind und mit dank der sie viel Aufmerksamkeit ernten. Eine Auszeichnung, die inspiriert und motiviert.“

Nov 252013
 

Die Lederne bequem zu tragen, foto: ferschmann

Seit Jahren ist wieder Tracht angesagt. Dirndl und Lederhose sind in den Kleiderschränken erneut gut vertreten und werden insbesondere im Sommer und Herbst gerne getragen. Sei es zum 1. Mai oder bei diversen Stadt- und Dorffesten. Die Auswahl ist dabei groß – auch bei Lederhosen. Letztlich ist es jedoch natürlich Geschmackssache welches Modell bevorzugt wird. Mittlerweile kann man jedoch die Lederne auch auf andere Art und Weise tragen – nämlich als Tasche!

Eveline Strasser, Absolventin der Modeschule Hallein, kam auf die Idee die Lederne als praktische Tasche anzubieten. Die unterschiedlichsten Anpassungen – mit Tieranhängern, Hirschmotiv-Druck, Quasterln, Korderln, etc. – stellen sicher, dass sich jede/r sein/ihr Lieblingsmodell findet. Ganz bewusst vertreibt die 36jährige ihre modischen Taschen NICHT über das Internet. Die Gefahr von Kopien ist im Online-Geschäft einfach zu groß. Die begeisterte Kundschaft stammt aus aller Welt. „Ich stelle auf Messen aus und ich gehe mit Mustermappen zum Beispiel auf den Ruperti-Kirtag, überall spreche ich die Frauen an und zeige ihnen meine Arbeit. So komme ich zu meinen Aufträgen“, erklärt Strasser.

Sonderanfertigungen sind bei der kreativen Näherin keine Ausnahme sondern der Regelfall. Als Besitzer dieser kuriosen Taschen darf man sich freuen, denn jedes Stück ist ein Unikat und kostet zwischen €39 und €49. Bei der Materialauswahl geht es ebenfalls kunterbunt zu – vom Fahrradschlauch bis zum Kunstrasenstreifen. Größe, Form, Materialien, Applikationen und Ausarbeitung – jede Tasche wird von den Kundinnen individuell konzipiert. Haben Sie Lust auf die innovativen Ledernen bekommen? Dann melden Sie sich bei Eveline Strasser unter +43 699 109 26 458.

Nov 222013
 

Gilbert Schibranji weiß als jemand, der selbst gerne Fußball spielt, wie ärgerlich es ist, wenn der Schuh nicht perfekt sitzt. „Ich hatte selbst immer Probleme mit dem Halt im Fußballschuh, erzählt der Grazer Jungunternehmer. Mangelnder Halt – das wirkt sich auch auf die Ballbeherrschung aus. Nach nur vier Monaten Entwicklungszeit hatte sich der sportliche Erfinder bereits beholfen und ein marktreifes Produkt entwickelt. Visoband schafft mit einfachen Mitteln ideale Stabilität. Das spezielle Gummiband umschließt den Schuh und hält als praktischen Nebeneffekt auch Schuhbänder sicher.

Einfach mehr Halt, Quelle: www.visoband.com

Mittlerweile ist Visoband ebenso in der österreichischen Bundesliga keine Unbekannte mehr, denn Christoph Kröpfl hat etwa beim Abschiedsspiel von Mario Haas bereits auf die neue Erfindung vertraut. Visoband verstärkt speziell den Bereich um den Mittelfuß und Rist und gewährleistet in Verbindung mit dem Fußballschuh perfekte Balance zwischen Flexibilität und Sicherheit. Mit dem optimalen Rückhalt steigt auch die Kontrolle.

Ein weiteres Plus: die Wertschöpfung bei dem Grazer Unternehmen bleibt zu 100% in Österreich, da großer Wert auf regionale Fairness und eine ethische Unternehmensführung gelegt wird.

Nov 212013
 

Kupfer verpufft nicht mehr sinnlos

Josef Milwisch – das ist der Name des besten zivilen Mitarbeiters des Jahres. Der Schlosser in der Heeresmunitionsanstalt in Hieflau gibt sich sehr bescheiden, obwohl er in Eigeninitiative eine sehr kluge Erfindung entwickelt hat. Vorrichtungen zur gefahrlosen Vernichtung spezieller Munition existieren zwar bereits, mit Milwisch‘ Weiterentwicklung können jedoch Bestandteile recycelt werden. Speziell ermöglicht seine Innovation den Kupferanteil der Munition zu erhalten, sodass dieser wieder rückgeführt und genutzt werden kann.

„Früher wurde gesprengt und somit alle Bestandteile vernichtet. Mit meiner Vorrichtung wird das Kupfer aus der Munition gezogen“, schildert der „Civil Servant of the Year“. Seit 1985 ist Milwisch in der Heeresmunitionsanstalt tätig. Im Rahmen der Preisverleihung in Wien war er sehr überrascht und erklärt: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und die Trophäe, weil sie auch zeigt, dass die Arbeit von uns Zivilisten beim Bundesheer geschätzt wird.“

Nov 202013
 

Noch immer gilt: In Bayern ist die Maß zu Mittag ein Grundrecht und in Skandinavien wird sogar erwartet, dass der Chef an Betriebsfeiern betrunkener als seine Angestellten ist. Auch auf den Geburtstag, eine Gehaltserhöhung oder den Erhalt eines großen Auftrags wird gerne mit einem Gläschen angestoßen. Nur gut, dass es hierfür nun ein angemessenes und zugleich modisches Produkt gibt: Die Schnaps Krawatte.
2
Aber auch in sonstigen Situationen ist einem nun geholfen. Brief vom Finanzamt bekommen, Termin verschlafen, Hochzeitstag vergessen? Der Schnapsbinder hält für dich zu jedem Zeitpunkt ein Schlückchen parat. Du kannst die Schnapps Tie mit deinem Lieblingsgetränk bestücken und bist im Alltag gewappnet. Nur gut, dass Sie dir dabei auch noch ein elegantes Aussehen verleiht. Schön trinken muss man sich nun nichts mehr!

Wir haben beim Erfinder Herr Nick Böttcher mal nachgefragt, wie er auf die Idee gekommen ist:

Böttcher Nick

„Entstanden ist die Idee bei den Vorbereitungen für eine Geburtstagfeier, dies war der Geburtstag meines Vaters. Dort gab es ein Motto, was hieß: Für alle Männer eine lustige Krawatte und für die Frauen ein ausgefallener Hut. Als männliches Geschlecht dieser Gesellschaft musste ich mir also einen Kopf über die Krawatte machen. Recherchen aus dem Internet ergaben, aufgrund überteuerter und langweiliger Angebote, die Erkenntnis selbst Hand an zu legen. Aus einem Stück Pappe und einem alten Schlafanzug ist eine „normale“ aber stabilisierte Krawatte entstanden. Weitere Reste vom Schlafanzug mussten nun auch irgendwie noch aufgebraucht werden. So kam eine kleine Tasche auf den Binder.  Schnell kam die Idee dort ein Schnapsglas zu deponieren. So entstand der Schnapsbinder.

Während der Feier habe ich viele Komplimente bekommen und wurde oft gefragt, wo ich diese Krawatte erworben hätte, da sich natürlich auch die anderen Männer Gedanken gemacht hatten. Selbst nach einer Woche war ich noch stolz auf meine Idee. „Einfach nur so“ recherchierte ich im Internet nach etwas Vergleichbarem. Da ich nicht fündig wurde, kam ich auf die Idee meine Entdeckung auch anderen zur Verfügung zu stellen. Einen Tag später nahm ich Kontakt mit dem Erfinderhaus auf. Das Erfinderhaus machte Recherchen und diverse Vorarbeiten, so dass ich kurze Zeit später meine Idee beim Deutschen Patent- und Markenamt zum Gebrauchsmuster angemeldet habe.

Mit der Hilfe von Erfinderhaus habe ich meine Idee realisiert, einen Hersteller gefunden, die Verpackung und das Logo wurden in Zusammenarbeit mit Erfinderhaus entwickelt und nun wird meine Erfindung im erfinderladen verkauft. Im Moment ist der Aufbau des Vertriebes außerhalb Deutschlands in Arbeit.

Dank Erfinderhaus ist der Stein ins Rollen gekommen!“
11
Die Schnaps Krawatte ist ein humorvolles Weihnachtsgeschenk für jedermann. Du kannst sie nun brandneu im Erfinderladen für 12, 95 Euro kaufen oder direkt im Onlineshop.

Nov 192013
 

Quelle: www.edison-der-preis.at

Die Johannes Kepler Universität Linz, die Kunstuniversität Linz und die FH Oberösterreich laden mit tech2b und business pro austria sowie CREATIVE REGION zum fünften Mal zum Edison-Preis ein. Bis zum 28. Februar kann bei diesem Ideenwettbewerb mitgemacht werden.

Preisgelder im Gesamtwert von €18.500 werden in drei Kategorien vergeben:
technologie-orientierte Ideen
innovativ-orientierte Ideen
kreativ-wirtschaftliche Ideen



In einer ersten Entscheidungsphase werden die eingereichten Ideen auf ihre Umsetzbarkeit wie ihr Potential bewertet. Wer diese Phase überstanden hat, darf sich freuen, da im Anschluss die besten Ideen je Kategorie in Zusammenarbeit mit ExpertInnen zu einem stimmigen Geschäftskonzept weiterentwickelt werden. Bevor es ins Finale geht, werden die FinalistInnen jedoch noch gecoacht, denn am Ende gilt es Investorengespräche zu führen und das natürlich möglichst überzeugend! Man erkennt bereits, jene ErfinderInnen, welche sich bei Edison durchsetzen, profitieren auf mehreren Ebenen.

ErfinderInnen aufgepasst – nutzen Sie die Chance Ihre Idee voranzutreiben und reichen Sie beim Edison-Preis ein.
Viel Glück!

Nov 182013
 

Oftmals wird der wissenschaftlichen Forschung ein Dasein im Elfenbeinturm nachgesagt. Drei Projekte der BOKU Wien widerlegen derartige Vorurteile vehement, zeichnen sie sich doch insbesondere durch ihre Praxisnähe aus. Gerade deshalb dürfen sie sich auch über die Verleihung der Innovation Awards freuen, welche dieses Jahr „Wertvolle Innovationen erfolgreich in den Markt bringen“ zum Thema hatten.

v.l.n.r. Josef Glößl, Christian Loderer, Michael Moll, Bernhard Gahlleitner, Lukas Madl. Quelle: www.accent.at

Auf Platz eins findet sich eine neuartige, biologische Form der Abwasserreinigung. DI (FH) Christian Loderer und DI Bernhard Gahleitner vom Departmetn IFA Tulln, Department für Umweltbiotechnologie der BOKU Wien in Zusammenarbeit mit der Gruppe Wasser- und Abwasseraufbereitung am Institut für Umweltbiotechnologie unter der Leitung von a.o. Univ. Prof. DI Dr. Wernter Fuchs gingen der Suche nach preiswerteren Lösungen im Vergleich zu bestehenden Formen der Abwasserklärung nach. Schließlich konnte das Team ein neuartiges Gewebefiltrationsverfahren entwickeln. Im Zuge des Verfahrens werden bereits gereinigte Abwasser durch Gewebefilter im Belebungsbecken vom Schlamm getrennt. Der große Vorteil dieser Methode liegt in der Erhöhung der Leistung bestehender Anlagen ohne aufwendige Umbaumaßnahmen.

Den zweiten Platz erreichte DI Mary Ochome aus der Arbeitsgruppe Lebensmittelmikrobiologie und -hygiene vom Department für Lebensmittelwissenschaften und -technologie. Bei diesem Projekt wurde eine neu entwickelte Starterkultur für die Fermentation regionaler Milch zu einem besonders charakteristischen montenegrinischen Käse vorgenommen. Spezieller Wert wurde auf eine ganz eigene sensorische und arttypische Charakteristik gelegt.

Die durch DI Dr. Roland Ludwig geleitete Arbeitsgruppe konnte mit einer neuen Strategie zur Herstellung von Bioethanol den dritten Platz belegen. Der Schlüssel zur Produktionsmethode besteht in erst kürzlich entdeckten Enzymen. Mithilfe dieser wird es zukünftig möglich sein beispielsweise auch aus Holz effizient Bioethanol zu gewinnen.

Mag. Michael Moll vom accent Gründerservice des Landes Niederösterreich erklärt: „Wir freuen uns, dass wir den Award auch heuer wieder an Projektteams überreichen können, die mit ihrer Idee in völlig verschiedenen Fachgebieten Beachtliches geleistet und sich auch mit der praktischen Umsetzung ihrer Idee beschäftigt haben. Eine bessere Art des Wissenstransfers kann man sich nicht wünschen.“

Nov 152013
 

Oft scheitert die gesunde Ernährung an fehlendem Wissen zu Lebensmitteln wie auch dem Mangel an Zeit kleingedruckte Angaben auf Verpackungen zu studieren. Insbesondere ältere Menschen sind von der schlichten Produktvielfalt überfordert. Eine unkomplizierte Hilfe gesunde Lebensmittel ganz einfach auszulesen, bietet nun folgende Erfindung.

Im Zuge eines bereichsübergreifenden Projektes an der FH St. Pölten wurde eine elektronische Einkaufshilfe entwickelt, die dem Kunden Rückmeldung zum Gesundheitswert des entsprechenden Lebensmittels gibt. Seit dem 4. November befindet sich ein elektronischer Einkaufsberater im Spar-Markt in Lilienfeld für fünf Monate im Testeinsatz.

Urheber Ralf Roletschek. Originalfoto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lebensmittel-im-supermarkt-by-RalfR-13.jpg

Die Einkaufshilfe bedient sich einer Datenbank mit Lebensmittelinformationen und setzt sich aus einem Bildschirm (Tablet) und einem Scanner zusammen. Der Konsument scannt einfach den Barcode des gewünschten Lebensmittels. Im Anschluss wird eine leicht verständliche Bewertung zum Produkt gegeben. Fällt die Bewertung ungünstig aus, gibt das System nützliche Zusatzinformationen und schlägt gleichzeitig bessere Alternativen vor. Für die Einschätzung, ob ein Lebensmittel gesund ist oder nicht, sind neben dem Kaloriengehalt die Inhaltsstoffe Fett, Kohlenhydrate, Ballaststoffe wie auch Zucker relevant. „Die Analyse erfolgt innerhalb von Produktclustern, wie zum Beispiel Jogurts oder Toast-Sorten: bei wenig empfehlenswert eingestuften Produkten werden ernährungsphysiologisch günstigere Alternativprodukte aus demselben Cluster vorgeschlagen. Zum Beispiel mit weniger Zucker, ein fettärmeres Jogurt statt ein Sahne-Jogurt oder Toast aus Vollkorn- statt Weißmehl“, erklärt Daniela Wewerka-Kreimel, FH-Dozentin am Department für Gesundheit und Soziales der FH St. Pölten.

Die neuartige Einkaufshilfe kommt insbesondere Personen zugute, die aufgrund gesundheitlicher Beschwerden bzw. Erkrankungen genau auf ihre Ernährung achten sollten. Insgesamt wurde bei der Konzeption darauf geachtet, dass der Einkaufsberater äußerst einfach zu bedienen ist und damit für jede Altersklasse geeignet. So steht einer gesünderen Ernährung nichts mehr im Wege. Wie gut die Einkaufshilfe angenommen wird, wird sich nach der Testphase in fünf Monaten zeigen.

Get Adobe Flash player