Dez 242012
 

Quelle: www.buecher-magazin.de

Wir wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest
und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Genießen Sie die Feiertage und seien Sie schon gespannt, welche Erfindungen Sie 2013 überraschen werden.

Gleichzeitig bedanken wir uns bei Ihnen für Ihr bleibendes Interesse an unserem Blog und werden auch im neuen Jahr alles daran setzen, Ihnen erfrischende Erfindungen, interessante Preisträger und tolle Leistungen vorzustellen.

Ihr Team vom Erfinderhaus 🙂

Dez 212012
 

Berlin ist eine Stadt zum Verlieben, aber zunächst vor allem zum Entdecken! In den unwahrscheinlichsten Winkeln finden sich tolle Lokale oder Läden. Doch auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten laden zum Staunen und Flanieren ein. Manche Besucher werden vom Charme der Stadt gefangen genommen, andere behaupten, dass die Stadt zu Ihnen einfach einen besonderen Draht hat – zu Ihnen spricht.

Nun, mittlerweile spricht Berlin wirklich. Wie das gemeint ist?

Berlin, Berlin Quelle: www.zeit.de

Geraume Zeit war die TU Berlin auf der Suche nach einem Partner, der ihrem 4 x 1,5 Meter großen Modell des Stadtzentrums sozusagen eine Stimme verleiht.
Schließlich machte sich ein ambitioniertes Duo des Studiengangs „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“ der FH JOANNEUM Kapfenberg an diese spannende Aufgabe.

Ehrgeizig arbeitete das Team an den Programmierungen und konnte nach lediglich drei Wochen intensiver Arbeit das Modell im Maßstab 1:2000 zum Sprechen bringen. So wandelte sich das vormals stumme Berlin-Modell zu einem informationsreichen Portal für Sehbehinderte.

„Ausgestattet mit RFID-Tags, die im Modell eingebracht sind, können Sehbehinderte mit einem RFID-Reader alle gewünschten Informationen als Sprachausgabe am Mobiltelefon erhalten“, erklärt Martijn Kiers vom Studiengang, der mit seinem Oliver Gößler Berlin sozusagen „erweckt hat“.

In der Praxis gestaltet sich das Abrufen der Informationen denkbar einfach. Der sehbehinderte Benutzer fährt mit seinen Händen über das Modell. An einer Hand muss ein RFID-Reader befestigt sein. In Folge erhält die Person Informationen über die entsprechende Sehenwürdigkeit über das Mobiltelefon angesagt.

„Bei der Entwicklung sind wir besonders auf die Wünsche der Sehbehinderten eingegangen“, beschreibt Kiers. „Nach der ersten Inbetriebnahme haben wir das Modell zusätzlich einem Feinschliff unterzogen und die Sprachausgabe verbessert.“

Nachdem das Team rund um „Talking Berlin“ auf sehr gute Resonanz gestoßen ist, hat der deutsche Bundestag bereits angefragt, ob ein weiteres sprechendes Berlinmodell erstellt werden kann, das in der Reichskuppel präsentiert werden soll.

Dez 202012
 

 

Quelle: futurezone.at

Beinahe wöchentlich kommen neue Produktinnovationen im Elektronikbereich entweder auf den Markt oder werden zumindest bereits präsentiert. Insofern ist es eine gewisse Herausforderung den Überblick zu bewahren.

Doch an wen soll ich mich wenden, wenn ich wissen will, welche Digitalkamera für mich die beste Wahl ist? Der Verkäufer berät mich zwar gern, will aber verständlicherweise seinen Favoriten an den Mann, die Frau bringen. Wer dringend Rat zu Elektronikprodukten braucht, hat nun eine Adresse, an die er sich wenden kann: www.finderly.com.

Auf dem Wiener Ratgeber Portal Finderly werden verschiedenste Fragen rund ums Thema Elektronikprodukte von einer Community beantwortet. Endlich gibt es eine Anlaufstelle zu diesen Fragen.

Quelle: futurezone.at

Die Jungunternehmer Katharina Klausberger, Armin Strbac und Stefan Fleig kamen 2011 auf die Idee ein derartiges Ratgeber-Portal zu schaffen. In diesem Jahr ging der Kurs des Unternehmens bereits steil bergauf, da namhafte österreichische Investoren (z.B. SpeedInvest) das Jungunternehmen entdeckten. Weiters gingen die Elektronik-Händler Niedermeyer und DiTech Kooperationen mit Finderly ein. Zudem wurde der Service von Finderly durch eine Smartphone-App „shpock“ ausgebaut, die praktisch einen virtuellen Flohmarkt bietet.

Im Zuge des Futurezone-Awards konnte Finderly das Rennen um das Start-Up-Unternehmen des Jahres für sich entscheiden. Gratulation!

Dez 192012
 

Dieses Mal stammt die Erfindung der Woche aus unserem eigenen Haus, genauer aus der Ideenschmiede JordanMuthenthaler – ein Duo, das immer für gute Ideen bürgt. Von Absolut Nix bis Büroschlaf und eben der Erfindung der Woche: der Schweizer Messer!

Der Schweizer Messer? Klingt ungewohnt.

Hinter dem Schweizer Messer verbirgt sich ein Zollstock, der gemäß den Schweizer Tugenden punktgenau vermisst. Auf das ist Verlass!

Das Besondere ist sein Look, der an das allseits bekannte Schweizer Taschenmesser erinnert. Unser Schweizer Messer kann allerdings auch unbedenklich von Kindern verwendet werden, da er völlig ohne scharfe Klingen auskommt und trotzdem äußerst präzise ist.

Verwenden sie den Schweizer Messer zum stilechten Vermessen großer und kleiner Distanzen sowie von wichtigen Strecken und kleinen Abständen. Sie werden sehen, er eignet sich hervorragend und sticht durch sein nettes Design zum Glück schnell ins Auge, sodass das nervige Verlegen von Handwerksutensilien endlich ein Ende hat.

Bei uns gibt es das Maß aller Dinge, den Original Schweizer Messer, im erfinderladen und Online Shop für €12,95. Seien Sie genau und messen Sie nach 🙂

Dez 182012
 

In Linz beginnts, so heißt es und wenn es sich um Bildsensoren handelt, trifft dieser Spruch ziemlich ins Schwarze.
Am Institut für Computergrafik der JKU ist nämlich Prof. Oliver Bimber und Alexander Koppelhuber M.Sc Revolutionäres gelungen.
Sie haben einen innovativen Bildsensor entwickelt, der biegbar und völlig transparent ist!
„Einstweilen handelt es sich noch um Grundlagenforschung. Aber die ersten Prototypen existieren bereits“, gibt Prof. Bimber zu verstehen. In Kooperation mit Microsoft Research in Cambridge forschten die beiden Wissenschaftler an ihrem neuartigen Sensor.

Wenden, wie man will... Quelle: science.apa.at

Bei dem neu entwickelten Bildsensor handelt es sich eigentlich um eine durchsichtige Folie, die mit fluoreszierenden Partikeln besetzt ist. Diese absorbieren Licht einer bestimmten Wellenlänge und geben es in geringerer Frequenz wieder ab und leiten es an den Folienrand. Auf diese Art und Weise entsteht ein zweidimensionales Lichtfeld, das in der Folie transportiert und anschließend vermessen wird.

Soweit zum Funktionsprinzip – der große Vorteil besteht nun vor allem in der Flexibilität der Folie. Die leichte Folie ist völlig transparent, wobei ihre Größe beliebig wählbar ist. Außerdem kann sie aufgrund ihrer Flexibilität praktisch überall angebracht werden. Darüber hinaus punktet sie ebenso durch ihre günstige Herstellung.

„Wir arbeiten momentan vor allem daran, die Bildqualität und –auflösung weiter zu erhöhen, indem sowohl Hard- als auch Software weiter entwickelt werden“, erklärt Prof. Bimber.

Die Bildsensoren des Forscherteams können auch in Schichten übereinander gelegt werden, um so eine farbige Anzeige zu erreichen. „Damit kann man dann auch Farben aufnehmen – in untereinander liegenden Pixeln – eine Farbe pro Schicht. Bei herkömmlichen Bildsensoren werden die Farben in nebeneinander liegenden Pixeln aufgenommen, was die effektive Auflösung reduziert“, bringt es der Wissenschaftler auf den Punkt. Neben dem Vorteil in der Farbdarstellung können auch unterschiedliche Belichtungen in verschiedenen Schichten gemessen werden. „So können helle und dunkle Bereiche gleichzeitig aufgenommen werden, und Über- oder Unterbelichtungen, wie sie mit heutigen Kameras bei kontrastreichen Szenen möglich sind, gehören der Vergangenheit an“, gibt Prof. Bimber zu verstehen.

Das große Potential der biegsamen Folien liegt sicherlich im ermöglichen breiten Anwendungsspektrum. Besonders die nächsten Tage werden noch einmal besonders spannend für das Wissenschaftlerduo. Am 20. Dezember wird nämlich der Adolf-Adam-Informatikpreis vergeben, für welchen der innovative Bildsensor nominiert ist.

Wir wünschen viel Glück!

Dez 142012
 

Cornelia Schneider hat viel vor, Quelle: www.salzburg.com

Was wie eine etwas ungewöhnliche Kombination wirkt, ist genau das Kerngebiet von Cornelia Schneider.
Sie widmet sich der Entwicklung von Assistenzsystemen für ältere Menschen, pflegende Angehörige sowie professionelle Pfleger, was große Herausforderungen an die Entwickler stellt.

„Die Zahl an älteren Menschen wird in den nächsten Jahren steigen, die Pflegekräfte werden jedoch weniger werden. Umso wichtiger ist es, im Bereich mobiler Assistenz nach Lösungen zu suchen“, erklärt die Pinzgauerin.

Bereits seit 2009 leitet Cornelia Schneider den Kompetenzschwerpunkt „e-Health“ am Forschungsinstitut Salzburg Research. Ein ganz neues Projekt ist auf ältere Personen mit leichter bis mittlerer Demenz ausgerichtet. „Nicht nur für Betroffene von Demenz ist es sehr schwierig, auch für Angehörige kann diese Situation sehr belastend sein. Informationstechnologien können hier Unterstützung und Hilfestellung bieten“, betont die Saalfeldnerin.

Das System soll dabei Funktionen wie das Erinnern an das Ausschalten von Haushaltsgeräten übernehmen. Weiters kann es auch Bekleidungstipps in Bezug auf aktuelle Wetterwerte geben. Neben Informationen zum aktuellen Standort per Knopfdruck wird das System ebenso das Erreichen einer Bezugsperson ermöglichen, wenn Orientierungsprobleme auftreten.

Insgesamt stellt das Informationssystem große An- sowie Herausforderungen in der Entwicklung, muss doch die Bedienbarkeit äußerst kundenorientiert und effektiv gehalten werden und das bei einem Kundenkreis, der insgesamt sicherlich eher wenig computeraffin ist. Doch bereits in etwa zwei Jahren könnte ein erster Prototyp auf den Markt kommen.

Quelle: www.gerontopsychologie.at

Dass dieses Projekt von sehr großem Nutzen ist, steht außer Frage. In Europa sind schätzungsweise etwa sieben Millionen Menschen an Demenz erkrankt, wobei in Österreich rund 126.000 Personen an dieser Krankheit leiden.

Weitere spannende und hilfreiche Entwicklungen sind von Cornelia Schneider auch in Zukunft zu erwarten. Mit zwei Studienabschlüssen im Bereich „Medizinische Informatik und Technik“ wie einem Engagement bei Siemens Medical Solutions zeigt sich bereits ihr Engagement. Bald soll auch ein Doktortitel folgen.
Die weitere Zielsetzung ist für die Saalfeldnerin ebenfalls schon klar: „Wir wollen den älteren Menschen selbst, aber auch den Angehörigen helfen. Für mich sind pflegende Angehörige die großen Helden des Alltags – und diese gehören unterstützt.“

Dez 132012
 

Bauingenieurin Susanne Gmainer von der Technischen Universität ist Spezialistin, wenn es um Brücken geht. In ihrer Dissertation entwickelte sie eine neue Brückenbautechnik, die sie bis zur Marktreife gebracht hat. Ihre Leistungen wurden mit dem mit 8000 Euro dotierten Dr. Ernst Fehrer Preis gewürdigt.

Frau Susanne Gmainer mit einem Modell ihrer Entwicklung, Quelle: www.standard.at

Wodurch zeichnet sich nun das neue Verfahren aus?

Bei dieser neuen Technik werden zunächst die Brückenpfeiler aufgestellt, an welchen die tragenden Betonelemente in senkrechter Position anliegen.
Im Anschluss werden diese Betonelemente in eine horizontale Lage hochgeklappt. Dann muss die Brücke letztlich einfach noch fertig ausbetoniert werden.

„Der große Vorteil dieser Technik ist, dass sie kostengünstiger ist als andere Methoden. Außerdem kann die Brücke, wenn die Betonteile entsprechend vorhanden sind, in sehr kurzer Zeit errichtet werden“, erklärt Gmainer.
Doch damit nicht genug.

Nach demselben Prinzip können auch Brücken errichtet werden, die sich beliebig oft auf- und zuklappen lassen. Eine entsprechende Forschungsgruppe für Stahlbeton– und Massivbau entwickelte weiters eine Klappbrückenvariante für das Passieren von Schiffen. „Das Besondere daran ist, dass der Klappvorgang mit sehr wenig Energie auskommt. Wir benötigen bloß eine solarangetriebene Pumpe“, hebt Gmainer weitere Vorteile hervor.

Die praktische Umsetzung ihres Verfahrens steht bereits für 2013 an. Dann werden an der burgenländisch-steirischen Schnellstraße S7 ganze vier Klappbrücken mit je 100 Meter Spannweite entstehen.

Dez 122012
 

Kompakt, praktisch und herzlich willkommen – so könnte man die Erfindung der Woche in Kürze beschreiben. EASIBACK, was ist das eigentlich. Das irgendetwas erleichtert werden soll, lässt der Name vermuten. Wir lassen nun zunächst die beiden Erfinder zu Wort kommen. Das kreative Duo Herr Michael Joos und Aleks Schneider berichten wie sie auf die Idee für den kompakten Helfer gekommen sind.

„Ein Büro voller Männer und immer wieder das gleiche Problem – viele leere PET Flaschen, die zum Pfandautomaten zurückgebracht werden müssen. Dabei endet der Transport großer Mengen Plastikflaschen im Karton oder Müllsack oft mit auslaufenden und herumkullernden Flaschen. Das muss doch stilvoller gehen und ohne dreckige Hände! So wurde getüftelt bis schließlich EASIBACK (easy simple back), der Flaschenhalter, entstand.“

Nach all den Tüfteleien war schließlich die perfekte Form gefunden, die sich ähnlich einer Wabe jedoch mit konkaven Seiten gestaltet. An den Ecken und in der Mitte sind jeweils Öffnungen, die sich ideal über den Flaschenkopf stülpen lassen. Zur Mitte finden sich weitere Auslassungen, damit sich das EASIBACK ganz einfach tragen lässt. Mit einem EASIBACK können sieben PET Flaschen transportiert werden. Dabei kann das System völlig unproblematisch erweitert werden, indem einfach über eine Flasche zwei EASIBACKs gestülpt werden.

Das EASIBACK erleichtert den Transport von PET Flaschen enorm und gerade durch die Kombination mehrerer EASIBACKs können mit nur einem Handgriff etliche Flaschen entsorgt werden.
Die Zeiten herumkullernder Flaschen sind nun endlich vorbei und auch letzte Reste in der Flasche bleiben wo sie hingehören – in der Flasche.

Für nur €3,90 können Sie das EASIBACK im erfinderladen und Online Shop erstehen und zwischen verschiedenen Farben wählen.

Also endlich Schluss mit losen Flaschen! Gehen Sie den Flaschen mit EASIBACK buchstäblich an den Kragen und transportieren Sie sie auf die clevere Art und Weise.

Dez 112012
 

Beim Landespreis für Innovation 2012 in Oberösterreich gab es entsprechend der Kategorien mehrere Sieger. Wir möchten hier den Sieger bzw. das Siegerprojekt in der Kategorie „mittlere Unternehmen“ vorstellen.

Bei Bedarf Licht, Quelle: www.abatec-ag.group

Die lixtec GmbH konnte mit der Entwicklung einer bedarfsoptimierten Straßenbeleuchtung gehörig auftrumpfen.

Nach der Nominierung zum Staatspreis „Clean Technology Austria 2012“ und dem oberösterreichischen Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit ist der Landespreis für Innovation bereits die dritte Auszeichnung, welche das innovative Produkt erringen konnte.

Die intelligente LED-Straßenbeleuchtung spart einerseits bereits durch die Verwendung von LEDs Energie, andererseits jedoch auch durch eine intelligente Steuerelektronik, welche die Beleuchtung dem Verkehrsfluss anpasst.

„Zehntausende Kilometer werden nachts allein in Österreich beleuchtet“, erklärt DI Friedrich Niederndorfer, MBA, Vorstand des Mutterkonzern abatec group AG. „Dabei verlangen Komfort und Sicherheit keine Dauerbeleuchtung, sondern vielmehr eine Lösung, die dynamisch genau dann für Licht sorgt, wenn es gebraucht wird – diese Lösung können wir mit unserer Tochter lixtec GmbH anbieten.“

Die Steuerung des Systems übernimmt ein spezieller Sensor, der Verkehrsteilnehmer erkennt und die Anlage im Nu auf Vollbetrieb stellt. Doch neben der bedarfsoptimierten Beleuchtung besticht das System ebenfalls durch geringe Wartungskosten und einer hohen Lebensdauer.

„Ohne Verkehrsaufkommen wird das System mit etwa 20% Leistung betrieben. Bei Bedarf steht in Sekundenbruchteilen die volle Lichtleistung zur Verfügung. Bei wenig frequentierten Straßen führt dies pro Nacht zu einer Leuchtdauer von nur wenigen Minuten – im Gegensatz zum durchgängigen Betrieb herkömmlicher Anlagen. Alles in allem ergibt dies ein Einsparpotential von bis zu 85%“, berichtet die Geschäftsführerin DI (FH) Sandra Grafinger.

Die erste Serieninstallation befindet sich in Bruck a.d. Muhr und weitere Aufträge sind bereits in Arbeit. Über mangelnde Nachfrage kann sich die lixtec GmbH sicherlich nicht beschweren. Die intelligente Straßenbeleuchtung überzeugt und besitzt übrigens drei verschiedene Leistungsklassen zwischen 30 und 90 Watt.

Dez 102012
 

Die Wiederverwertung von Rohstoffen reduziert Energiekosten und hilft die Müllberge zumindest etwas weniger schnell wachsen zu lassen. Doch neben dem „normalen“ Recycling können auch bisher ungenutzte Wegwerfprodukte zu neuem Leben erweckt werden und dabei vielen Menschen eine Freude bereiten.

Iris Rathke inmitten ihrer Unikate, Quelle: www.kleinezeitung.at

Iris Rathke aus Klagenfurt verwendet verschiedenste Wegwerfprodukte, um daraus neue Taschen zu kreieren. Planen, Plüsch, Plastik und noch mehr Altprodukte sammeln sich in ihrem Atelier. Das erfrischende Design überzeugt und so führt sogar das bekannte schwedische Möbelhaus IKEA ihre Taschen im Sortiment.

Die pfiffige Designerin konnte IKEA für ihr gemeinnütziges Projekt gewinnen, das die ausgedienten Stoffplanen des Möbelriesen für die Herstellung erfrischend designter Taschen verwendet. Die bis zu 25m langen Werbebanner liefern genug Material für so einige Designartikel. Rathke entwarf aus den gelieferten Stoffplanen 150 Taschen und ließ diese von langzeitarbeitslosen Frauen nähen. Die fertigen Taschen wanderten zurück ins Möbelhaus, wo die Unikate wieder verkauft wurden. „Der Erlös sichert den Frauen Arbeit. Die haben eine riesige Freude damit. Und die Firmen sind froh, wenn ich ihren Müll mitnehme“, bringt es Rathke auf den Punkt.

Ansonst arbeitet die kreative Klagenfurterin als Arbeitsanleiterin für Langzeitarbeitslose und designt eben in ihrer Freizeit Taschen. Mittlerweile ist sie bereits auf eine stattliche Zahl gekommen, denn etwa 4000 Taschen sind seit 2006 entstanden. Hut ab vor dieser Leistung!

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