Okt 292010
 

BikeLinerinnen; Quelle: http://www.bikebird.at

Radfahren zur Schule bei Wind und Wetter kann Spaß machen – mit der richtigen Kleidung und einer großen Portion Motivation. So geht’s den Schülerinnen und Schülern der Öko-Hauptschule in Kaindorf in der Steiermark. Eine Öko-Initiative hat gemeinsam mit Eltern und Kindern die BikeLine erfunden: eine Möglichkeit trotz hohem Verkehrsaufkommen sicher und gesund zur Schule zu kommen. Und nebenbei tun sie auch noch was für den Umweltschutz, nämlich den CO2-Ausstoß verringern!

Früher war der Schulweg mit dem Rad zu gefährlich für die meisten Schüler, weil die umliegenden Straßen stark befahren sind. Also haben die Eltern Taxi gespielt und dabei vor der Schule häufig Stau verursacht. Nicht schön für die Umwelt und die Gemeinschaft! Deswegen gibt’s seit dem 21. Mai die BikeLine, die alle umliegenden Dörfer verbindet und die Kinder in Gruppen sicher zur Schule bringt. So spornen sie sich gegenseitig an und haben gemeinsam viel Spaß.

An verschiedenen Stellen wurden Haltestellen eingerichtet, an denen sich die Kinder sammeln und zu festgelegten Zeiten abfahren. Wo es nötig war, wurden neue Radwege gebaut und Straßen umgangen. Die Vorteile der BikeLine liegen auf der Hand, laut dem Organisator Dietmar Scheiblhofer:

  • es fahren weniger Autos zur Schule und damit sinkt der CO2-Ausstoß
  • die Kinder bewegen sich täglich an der frischen Luft und machen Sport, sind damit also gesünder
  • die Schüler entdecken das Fahrrad als Sport- und Spaßgerät
  • die Kosten für Fahrten sind geringer und es entsteht kein Stau
  • durch das Fahren in der Gruppe sind die Kinder besser sichtbar für Autofahrer, die Fahrten sind also sicherer

BikeLine Fahrräder; Quelle: http://www.bikebird.at

Und auch der sportliche Ehrgeiz wird geweckt! Es gibt verschiedene Kategorien in denen sich die Kinder im Wettkampf messen können. Jeder hat einen elektronischen Aufkleber auf dem Fahrradhelm und kann sich an einem Terminal in der Schule einchecken. Dabei werden das Fahrverhalten und die gefahrenen Kilometer gemessen. Am Ende des Schuljahres gibt’s dann die Auswertung: wer die meisten Kilometer gefahren hat ist Bikekaiser oder Kaiserin; wer die meisten Höhenmeter gemacht hat ist Bergkönig oder Königin und wer sich an den meisten Tagen trotz schlechten Wetters aufs Radl traut wird Allwetterfürst oder Fürstin. Es winken interessante Preise, wie z.B. Fahrradtrikots – ganz nach dem Vorbild der Tour de France in der Einzelwertung. Bei der Klassenwertung kann die Klassenkasse aufgebessert werden. So wird ganz nebenbei noch die Gemeinschaft gefördert!

Mit diesem Projekt ist die Öko-Schule in Kaindorf übrigens eines von vier nominierten Projekten beim
österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Alltag & Ideen. Geplant ist der Ausbau der BikeLine auch an weiteren Schulen. Damit machen sich die sechs umliegenden, steierischen Gemeinden weiterhin einen Namen als Öko-Region. Und vielleicht erinnern sich ja die Kinder später mal daran, auch im Berufsleben öfter mal das Rad zu nutzen und damit weiter Umweltschutz zu betreiben und nebenbei was für die Gesundheit zu tun! Das könnte ab und an mit Sicherheit ein Vorbild für uns alle sein!

Okt 282010
 

Eine von vielen Solaranlagen Quelle: AEE INTEC

Am Freitag den 22. Oktober 2010 wurde in der Sendung Konkret im ORF2 das vorzeitige Zwischenergebnis des Klimaschutzpreises in der Kategorie Regionen & öffentlicher Raum bekannt gegeben.

An vierter und daher an letzter Stelle liegt die ÖBB mit 14%. Sie sind mit dem Projekt Auto am Bahnhof nominiert worden. Hier wird einem kombinierte Mobilität angeboten. Man kann stressfrei mit der Bahn fahren und sich dann ein Auto ausleihen und bleibt somit mobil.

Nur wenige Prozent darüber konnte sich die GWS Moserhofgasse mit dem „gesunden Studentenheim“ platzieren und an zweiter Stelle mit 28% liegt Cittaslow – Schneckentempo. Darüber haben wir bereits am 21. Oktober berichtet.

Der klare Favorit mit 39% war das Institut für nachhaltige Technologie, kurz auch AEE genannt. Durch das einsetzen von Solar- und Photovoltaikanlagen konnte binnen fünf Jahren der Ausstoß an Treibhausgasen durch eine Vielfalt von Projekten um 25% reduziert werden. Auch dazu beigetragen haben hochwertige Gebäudemodernisierungen und die Nutzung von Biomasse wie Pellets oder Pflanzenöl.

Die Bevölkerung der Region Weiz-Gleisdorf in der Steiermark konnte mit einer Kombination an Öffentlichkeitsarbeit und kostenloser Energieberatung von dem Vorhaben überzeugt werden. Hier zeigten die Bewohner großes Interesse. Mehr als 1000 Beratungen wurden durchgeführt. Dabei ist erklärt worden, wie man die Wohnräume und Fensterfläche ausrichten sollte, welche Dämmung und Heizung am besten für das Haus geeignet ist.

Auch die Gleisdorfer Feuerwehr konnte zu dem Projekt etwas beitragen. So wurde das Feuerwehrhaus auf Solarenergie umgestellt. Was also unten verbraucht wird, kann oben wieder gewonnen werden.

Da dieses umweltbewusste Leben schon zum Standard der Gemeinde gehört, sagen neue Bewohner: “ Ich würde mich nie trauen hier ein Haus ohne entsprechende, erneuerbare Energie zu bauen.“

Okt 222010
 

Urlaubsreif? Planungsmuffel? Problem! Jeder fährt gerne in den UrlaubUrlaub planen macht aber nicht immer unbedingt Spaß. Vor allem dann nicht, wenn es darum geht, von einer Stadt möglichst viel in möglichst angenehmem Tempo zu besichtigen. Nicht jeder hat Zeit und Lust im Internet Preise zu vergleichen, im Vorfeld Reiseführer zu wälzen oder im Reisebüro anzustehen. Das hat jetzt ein Ende! Ein junger Erfinder aus Salzburg, Gerald Müller, hat sich darüber Gedanken gemacht und die Lösung gefunden: die Website www.yourcitytour.com

erfinder.at hat mit ihm darüber gesprochen.

Quelle: Gerald Müller

Herr Müller, was genau ist yourcitytour.com?

yourcitytour.com ist eine Online-Reiseplattform, die sich weltweit an alle Städtereisende richtet. Ziel ist die Entwicklung eines webbasierten Reiseführers:

  • für alle Großstädte mit mehr als einer Million Einwohner, das sind weltweit mehr als 450 Städte
  • übersetzt in die häufigsten 50 Sprachen der Welt – damit werden dann mehr als 80% der Menschheit angesprochen
  • mit geführten Stadttouren von jedem Ausgangspunkt einer Großstadt

Feedback ist erwünscht! Die Seite befindet sich noch ca. ein Jahr in der Entwicklung. Einige Tools sind aber jetzt schon verfügbar. Unsere user können sich von stetigen Erweiterungen überraschen lassen – auf Rückmeldungen freuen wir uns!

Und wie funktioniert das?

Lediglich mit einem Klick auf die gewünschte Stadt wird dem Gast sofort eine perfekte Reise in seiner Muttersprache vorgeschlagen. Dies umfasst

  • ein geeignetes Stadthotel,
  • geführte Touren mit dem Startpunkt vom gewählten Hotel aus,
  • passende Flugverbindungen für An- und Abreise und
  • einen Kalkulator, mit dem die gesamten Reisekosten geschätzt werden.

Der Urlauber kann nun über die Plattform das vorgeschlagene Hotel und die Flüge buchen oder den Vorschlag nach seinen eigenen Vorstellungen verändern. Die Stadttouren sind mit einer detaillierten Wegbeschreibung versehen und führen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zu den Sehenswürdigkeiten gibt es Beschreibungen, die kurzweilig informieren. Die Informationen können übersichtlich und kurz zusammengefasst, als PDF-Dokument kostenlos heruntergeladen werden.

London Tower Bridge, Quelle: http://www.wikipedia.org/

Woher stammt diese Idee?

Stellen Sie sich vor, dass Sie einen Urlaub machen wollen. Sie wissen zwar das Urlaubsziel, Sie haben aber ansonsten keine Informationen, wie Sie dorthin kommen, welches Hotel Sie buchen sollten und was Sie in der Stadt tun sollen. Sie wollen aber keine Zeit in lange Vorbereitungen, kompliziertes Organisieren, etc. investieren und vor Ort maximal viel erleben. Genau da kann Ihnen yourcitytour.com helfen. Mit nur einem Klick bekommen Sie sofort einen Vorschlag und eine gesamte Planung für den Urlaub.

Wie soll die Entwicklung aussehen?

Am Anfang werden die Touren automatisch mit einem eigens entwickelten Verfahren den usern vorgeschlagen. In einer späteren Phase – wenn es eine genügend große community gibt – werden Touren von usern auf die Plattform gestellt, bewertet und empfohlen. Wir haben die Touren nicht alle selbst getestet, dazu gibt es zu viele. Aber im Laufe der Zeit soll es auch möglich sein, dass user selbst ihre Lieblingstouren eintragen können.

Verraten Sie uns Ihre Lieblingstour?

Vienna Prater; Quelle: http://www.wikipedia.org/

Eine Tour durch Yangzhou in Farsi! Die gibt es noch zwar nicht, aber wir arbeiten daran!

Wir lassen uns überraschen! Hinter der Idee steckt übrigens die Internetagentur factor4 aus Salzburg, die für alle Städteurlauber die Planung erleichtern möchte. Unentschlossene finden auf der Seite vielleicht sogar den einen oder anderen Anreiz. Wen jetzt das Fernweh gepackt hat – erste Städte sind

bereits verfügbar! Viel Spaß bei der Planung!

Weitere Informationen bekommt man direkt bei der Internetagentur factor 4!

Okt 212010
 

Gedrängel in der Fußgängerzone, wildes Gehupe und dazwischen risikofreudige Radfahrer, die das Verbot rechts zu überholen nicht allzu ernst nehmen – das sind Alltagsbilder rund um den Marktplatz vieler Städte und Gemeinden. Nicht so in Enns, in Oberösterreich. Hier wird auf gegenseitige Rücksichtnahme gesetzt – ganz nach dem cittaslow Prinzip.

Cittá slow; Quelle http://www.tse-enns.at

Dieses Prinzip besagt nichts anderes, als dass alle Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Auto- und Radfahrer – gleichberechtigt sind, gegenseitig aufeinander achten, sich den Verkehrsgegebenheiten anpassen und durch Blickkontakt verständigen. Entstanden ist das Grundprinzip 1997 in Italien. Mittlerweile gibt es weltweit verschiedene Städte und Gemeinden, die sich daran halten. Enns war die Erste Stadt in Österreich, die das Konzept umgesetzt hat. Die Regionalkultur soll gestärkt werden und Bürger bekommen so ein neues Bewusstsein für ihre Stadt.

“ Es gibt viele Diskussionen und Kritiken zu unserem Konzept. Aber wenn diskutiert wird, dann lässt man sich auch eher auf den Gedanken ein und nimmt gerne Rücksicht auf andere“, so Bürgermeister Stefan Karlinger. In Enns wurde sogleich die Fußgängerzone wieder abgeschafft, weil die Zugänge viel zu eng waren. Hier dürfen jetzt sogar Autos fahren, mit der Höchstgeschwindigkeit von 20km/h. So wurde der Marktplatz wieder viel belebter und es siedelten sich zusätzlich neue Geschäfte an. “ Wir sagen nein zur Fußgängerzone: seit die Leute wieder mit dem Auto herfahren können, hat sich unser Umsatz deutlich gesteigert“ sagt Frau Susanne Eberl, Unternehmerin.

Das Konzept fördert aber nicht nur das Miteinander, sondern auch den Umweltschutz, da bei geringerer Geschwindigkeit auch weniger CO2 ausgestoßen wird. So wurden die Autos nicht aus der Stadt verbannt und trotzdem für ein friedliches Nebeneinander gesorgt. Gleichzeitig tun die Ennser aber noch mehr für die Umwelt: mit dem wöchentlichen Bauernmarkt werden Produkte aus der Region verkauft und lange Transportwege gespart. Wieder ein Plus für die Natur! So profitieren alle davon und die Ennser Schüler haben dafür eigens einen Schulweg-Rap erfunden. Ausgestiegen wird bei den praktischen Elternhaltestellen und von dort geht’s zu Fuß in die Schule.

Umweltschutz und Gesellschaftsförderung – das sind gute Gründe dafür, warum das Konzept der Stadt Enns eines von vier nominierten Projekten beim österreichischen Klimaschutzpreis 2010 ist und zwar in der Kategorie Regionen & öffentlicher Raum. Morgen abend kann für diese Kategorie abgestimmt werden, im ORF bei Konkret TV.

Schnecke; Quelle: http://www.enns.at

Die Ennser haben das Konzept für sich umgewandelt und die Schnecke als Symbol für das gemäßigte Fahrverhalten auserkoren. Unter dem Motto „Zeit fürs Leben“, sind sogar die meisten Verkehrsschilder aus der Innenstadt verschwunden und der Schnecke in verschiedenen Formen gewichen. Hotelgäste erwartet bei ihrem Besuch Gebäck in Schneckenform, um sich gleich auf das Lebensgefühl einzustellen. Am 28.10.2010 soll sogar ein Weltrekord gestartet werden: die älteste Stadt Österreichs möchte die längste Schnecke der Welt, aus liegenden Menschen, bilden.

Okt 192010
 

Elektro-Auto; Quelle: http://www.a1telekom.at

Mobilität ist ein aktuelles Thema, das viele Köpfe beschäftigt. Es ist viel die Rede von Elektromotoren bei Autos und Fahrrädern. Das Problem: wo kriege ich meinen Saft her, wenn die Batterie leer ist? Die österreichische Firma A1 Telekom hat dazu ein Pilotprojekt gestartet. So kriegen sogar die unmodernen Telefonzellen wieder eine neue Bedeutung – als Anrufmöglichkeit und Stromtankstelle in Einem.

Österreichweit gibt es noch ca. 13.500 Telefonzellen, die eher weniger als mehr genutzt werden. Mit einem speziellen Bausatz können diese Zellen aufgerüstet werden und dienen als Steckdose. In erster Linie sollen damit Elektro-Autos gefüttert werden können, aber auch für Elektro-Bikes oder andere einspurige Fahrzeuge gibt’s einen Anschluss. “ So tragen wir mit unseren Telefonzellen dazu bei, den CO2-Ausstoß weiter zu verringern und der Immobilität Vorschub zu leisten“, so Generaldirektor Ametsreiter.

DI Dr. Peter Layr, Vorstandsdirektor EVN, Dr. Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 Telekom Austria, Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann Niederösterreich und Herbert Gruber, Bürgermeister von Maria Taferl, eröffnen Niederösterreichs erster Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle; Quelle: A1 Telekom Austria

Für die Pilotphase stehen aktuell drei Stromtankstellen zur Verfügung, unter anderem in Maria Taferl und in Alpbach in Tirol. Sie werden vor allem von Kunden mit geliehen Elektro-Fahrrädern genutzt. Weitere 1000 Telefonzellen könnten rasch umgerüstet werden. Noch wird der Strom kostenlos abgegeben – nach der Testphase wird dann über die Bezahlung weiter nachgedacht. Möglich wären ein Chip im Stecker oder eine Tankkarte. Weitere Ideen sind die Bezahlung und Reservierung der Tankstelle per SMS.

Mit dieser Innovation stellt die A1 übrigens eines von vier nominierten Projekten beim diesjährigen österreichischen Klimaschutzpreis, in der Kategorie Industrie & Großbetriebe.

So werden die alten Telefonzellen zu neuem Leben erweckt und man kann tanken, telefonieren und Umweltschutz verbinden. Wie wär’s denn da zum Beispiel noch mit einer günstigen Tank- und Telefonflatrate?

Okt 182010
 

Wer hat sich nicht schon über die vielen LKW geärgert, die Tag für Tag die Autobahnen bevölkern? Oder über die hohen Preise für Luftfracht – von den Emissionswerten der Flugzeuge gar nicht zu sprechen. Trotzdem wollen wir alle unsere Güter schnellstmöglich und am besten alles gleichzeitig von A nach B bringen lassen – ein Widerspruch!

Sea Cargo Hafen Hamburg; Quelle http://www.cargo-partner.com; cargo-partner Wien

Ein niederösterreichisches Transportunternehmen macht sich darüber schon lange Gedanken und versucht auf seine Weise zum Umweltschutz beizutragen. Wo irgend möglich werden Transporte nicht mit LKW durchgeführt, sondern auf Schienen verlagert. So können mehr Güter in schnellerem Tempo vorangebracht werden. Auch die Schifffahrt wird für Transportzwecke der Firma Cargo Partner GmbH genutzt. Allerdings wird darauf Wert gelegt, dass die Fahrten so langsam wie möglich geschehen, denn je schneller ein Schiff fährt, desto mehr CO2-Ausstoß findet statt. Auch die hauseigenen Firmenfahrzeuge bewegen sich umweltfreundlich: mit Biogas, das im Nachbarort aus landwirtschaftlichen Abfallprodukten hergestellt wird. Durch diese Maßnahmen können im Jahr mehrere Tonnen CO2 gespart werden. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell man mit ein wenig Überlegung was für die Umwelt tun kann!

Eigentümer Stefan Kraut geht mit seiner Firma aber noch einen Schritt weiter. Er selbst fährt einen amerikanischen

Elektro-Flitzer; Quelle: http://www.cargo-partner.com, Niki Faistauer

Elektro-Flitzer, der sogar den Mitarbeitern zur Verfügung steht. Damit soll das Umweltbewusstsein noch mehr geschürt werden. Und die Nachfrage nach dem Auto des Chefs ist groß! In Energiespar-Trainings können die Mitarbeiter aber auch lernen, wie sie mit dem eigenen Auto Sprit sparen. Dass das Unternehmensgebäude mit einer umweltfreundlichen Klimaanlage und tageslichtabhängiger Beleuchtung ausgestattet ist, versteht sich da fast von selbst. Das Team versucht in allen Bereichen möglichst viel Energie zu sparen und Ideen gibt es viele. Auf die Unterstützung von Studenten, die durch ihre Arbeiten etwas zum Umweltschutz beitragen, verwendet die Cargo Partner GmbH ebenfalls viel Zeit und Geld. Dies ist ein persönliches Anliegen des Chefs, das nicht selbstverstänlich ist, wie ich finde.

So viel Engagement verdient auf jeden Fall Würdigung. Daher gilt das Unternehmen als eines von vier nominierten Projekten für den österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Industrie & Großbetriebe.

Wenn mehr Unternehmen stärker auf den Umweltschutz achten und sich hier ein Beispiel nehmen würden, könnten wir also ganz schön viel sparen! Ideen und Anregungen gibt’s mit Sicherheit viele!

Okt 142010
 

MitarbeiterInnen der Impress Decor mit dem Produkt; Quelle: http://www.kleinezeitung.at/kaernten/sanktveit/2516302/versuessen-umwelt.story

Geschmacksneutral und kalorienarm, aber dennoch ein Zuckerprodukt – so werden Möbelplatten aus der Hand der Firma Impress Decor beschichtet. Bei einem Ideenmeeting kam der Geistesblitz, um das bisher genutzte Melamin zu ersetzen: „Der Staubzucker vom Kuchen schaut ja aus wie Melamin“, wie ein Mitarbeiter treffend feststellte. Das war die Geburtsstunde einer arbeitsintensiven Forschung mit erfolgreichem Ausgang – das neue Material wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, spart Transportwege und verringert Abfälle.

Bisher wurde das Produkt Melamin für die Beschichtung von
Möbeln benutzt. Die Herstellung aus Erdöl ist jedoch sehr arbeits- und energieintensiv. Die Idee, ein Zuckerprodukt, wie z.B. Melasse aus Zuckerrübenschnitzeln für Möbel zu verwenden, ist nicht neu – aber keiner hat es in Forschung und Produktion so weit geschafft, wie die Firma aus Kärnten. Daher ist das Unternehmen mit dem Zuckerprodukt auch als eines von vier Projekten beim österreichischen Klimaschutzpreis 2010 nominiert und zwar in der Kategorie Industrie & Großbetriebe. In dieser Kategorie wird heute abend abgestimmt.  Mitmachen kann jeder auf Konkret TV!

Melamin-Oberflächen; Quelle: http://www.impress.biz/blog/?p=768&cat=1〈=de

Nach drei Jahren Forschung ist das Produkt serienreif und bietet völlig idente Eigenschaften, wie das bisher genutzte Melamin, das nun nach und nach abgesetzt wird. Mittlerweile konnten wohl auch die Endabnehmer und die Industrie überzeugt werden.

Der ein oder andere wird sich also in Zukunft vielleicht auf einem süßen Möbelstück wiederfinden! Zunehmen wird man dabei aber garantiert nicht!

Okt 142010
 

Isolena-Block; Quelle: http://www.isolena.at

Die Wolle der knuddeligen Tiere ist vielseitig verwendbar – Pullis, Socken, Schals und Strickmaterial sind bekannte Produkte. Aber Schafwolle kann noch viel mehr und ist auch als ökologisches Dämmmaterial in verschiedenen Bereichen einsetzbar. Die Firma Lehner aus Waizenkirchen ist eigentlich in der Teppichproduktion zu finden. Mit dem Bau eines weiteren Geschäftsgebäudes geht das Familienunternehmen in der Nutzung des Rohstoffes aber noch einen Schritt weiter: die Wolle dient als Dämmstoff bei Wänden und Dächern des Hauses,

um ganzjährig ein angenehmes Klima zu erzeugen. Unter dem Namen ISOLENA wird das Material mittlerweile

weltweit vertrieben.

Isolena Stopfwolle; Quelle: http://www.isolena.at

Auch als Trittschalldämmung und Fensterbänder eignet sich die Wolle hervorragend. Das Prinzip ist zwar nicht neu, aber es wurde vom Familienunternehmen neu aufgerollt und erweitert. Damit haben sie sich eine Nominierung beim österreichischen Klimaschutzpreis 2010 verdient, in der Kategorie Landwirtschaft & Gewerbe. Für den Zubau wurde nicht nur der nachwachsende Rohstoff Wolle genutzt – das Gebäude beinhaltet auch ein innovatives Konzept zur Haustechnik und Energieversorgung. Auf diese Weise wird Arbeiten und Umweltschutz optimal verbunden.

„Die Handwerker mussten von der Nutzung der Wolle als Dämmstoff erstmal überzeugt werden“, so Unternehmerin Felicitas Lehner. Gut, dass es trotzdem geklappt hat! So können die MitarbeiterInnen jederzeit ein angenehmes Raumklima genießen. Die Wolle hat nämlich noch mehr Vorteile: sie bietet einen optimalen Feuchtigkeitsaustausch und filtert auch Schadstoffe von außen und reinigt somit die Luft im Inneren des Gebäudes.

Isolena-Fensterzopf; Quelle: http://www.isolena.at

Das Unternehmen ist ökologisch weiterhin auf dem Vormarsch und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wer weiß wo wir die dichte Wolle der (meist) weißen Tierchen demnächst noch überall finden!

Okt 132010
 

Grüne Oase-mitten in der Stadt; Quelle: http://www.hotelstadthalle.at

Urlaub machen, umgeben von der grünen Natur und das mitten in der Stadt – das ist möglich im Boutiquehotel Stadthalle in Wien, dem 1. Null-Energie-Hotel weltweit. „Green is the colour of my world“ ist das Motto der Hotelbesitzerin, Frau Michaela Reitterer. Hier wird Umweltschutz im Detail gelebt! Das ältere Gebäude wurde thermisch vollsaniert und der Zubau ist ein reines Passivhaus – eine grüne Oase mitten in der Bundeshaupstadt.

Am Passivhaus wird dieselbe Menge Energie erzeugt, die auch verwendet wird- es ist also eine Null-Energie-Bilanz. Dies geschieht mit Hilfe von Photovoltaikanlagen, Solaranlagen, Grundwasserwärmepumpen und in Zukunft wohl auch mit Windrädern. Auf dem Dach wächst Lavendel, mit dem verschiedene Produkte für die Hotelgäste hergestellt werden. In den Zimmern finden sich überall hochmoderne Designs, Stoffe aus nachhaltigen Rohstoffen und Energiesparlampen. Zum Frühstück gibt’s dann hochwertige Produkte, die biologisch geprüft wurden. Wer hier Urlaub macht, braucht also kein schlechtes Gewissen zu haben! „Wir kümmern uns um die Energie und der Gast kann emissionsfrei und beruhigt schlafen“, so Frau Reitterer. Das Hotel ist übrigens auch eines von vier nominierten, spannenden Projekten für den österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Landwirtschaft & Gewerbe.
Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=s-oz5gGi1kY&feature=related

Die Hotelbetreiberin liegt damit voll im Trend: Niedrigenergiehäuser sind ein wertvoller Beitrag für den Umweltschutz. Hotelgäste können auch zusätzlich was für ihre Gesundheit tun: mit hoteleigenen Elektro-Bikes macht die Stadterkundung gleich noch viel mehr Spaß! Zwei Elektro-Tankstellen vor dem Hotel sind in Planung und es folgen bestimmt noch viele weitere Ideen.

Null-Energie-Hotel; Quelle: http://www.hotelstadthalle.at

Hoffen wir, dass in Zukunft mehr Hotelbetreiber auf den grünen Zug aufspringen und der Urlaub nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Natur Vorteile bringt!

Okt 122010
 

Alginsulat Rohalgen; Quelle: http://vpz.at

Algen, Hanf, Flachs oder landwirtschaftliche Abfälle als Verpackungsmaterial – das sind die drei Großprojekte der Firma Verpackungszentrum Graz. Mit diesen Ideen stellt das Familienunternehmen eines von vier Projekten für den österreichischen Klimaschutzpreis 2010, in der Kategorie Landwirtschaft & Gewerbe. Neben dem herkömmlichen Geschäft widmen sich die MitarbeiterInnen auch der nachhaltigen Forschung, um den Umweltschutz voranzutreiben.

Wen stören sie nicht immer wieder mal beim Badeurlaub an der Adria? Algenteppiche so weit das Auge reicht. So kam vor über zwei Jahrzehnten die Idee, Algen zu trocknen und Schaumstoff daraus zu produzieren. Die Herstellung erfolgt umweltfreundlich und das Produkt ist nach Gebrauch kompostierbar. Die Verwendung erfolgt vor allem im Verpackungsbereich, der Alginsulat Schaumstoff ist aber auch als Dämmstoff nutzbar. So können die Algen doch noch einen Sinn erfüllen – auch für Urlauber.

Ein weiteres Projekt ist die Herstellung von Biokunststoff aus landwirtschaftlichen Abfällen und Überschüssen. Schon seit langem spezialisiert sich das Unternehmen auf kompostierbare Materialien, um nachwachsende Rohstoffe zu nutzen. Dieser Biopolymere sind vielseitig verwendbar und fügen sich in einen natürlichen Kreislauf ein. Umweltfreundliche Produktion und kein Abfall – das sind die Ziele des Projekts.

Biogene Verpackungen; Quelle: htp://vpz.at

Das dritte Forschungsprojekt bezieht sich auf die Herstellung von Verpackungen aus Flachs, Hanf oder ähnlichen, natürlichen Rohstoffen. Im Rahmen der „Double-Twist-Technology“ werden reißfeste Gewebe oder Netzsäcke, z.B. für Kartoffeln oder Zwiebeln produziert.

Bionetzsäcke; Quelle: http://vpz.at

Dem Forschungstrieb des Verpackungszentrums Graz sind keine Grenzen gesetzt. Was man aus diesen Materialien noch alles machen kann, zeigt eine Tochter des Hauses, die eigentlich als Designerin arbeitet: mit
nachhaltigen Verpackungsmaterialien lässt sich sogar Mode herstellen!

Verpackte Mode; Quelle: http://vpz.at

Wer weiß, was dem Forschungsteam noch so alles einfällt – ich bin gespannt! In jedem Fall können wir alle zur Verbesserung des Umweltschutzes beitragen, indem wir beim Einkaufen auf umweltfreundliche Verpackungen achten!

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