Jan 292010
 

Hallo mein Name ist Carina Schnaitl und ich werde heute über meine erste Erfindung, die ich im Rahmen von erfinder.at kennen gelernt habe, berichten.

Geht es Ihnen nicomp__MG_2695cht auch so? Wenn es heißt „Heute Grillen wir“ denkt jeder oh Gott hoffentlich muss ich nicht den Grillrost putzen. Das ist seit der Erfindung von Frau Mühlbauer vorbei. Denn sie hat die Vorrichtung zum Reinigen und Aufbewahren von Grillrosten erfunden.

Diese Erfindung besteht aus einer Bodenschale, einer Deckelschale und einer Rosthalterung. In beiden Schalen ist wenigstens eine Bürste angebracht, die bei geschlossenem Zustand von außen bewegt werden kann. Auch das Einweichen des Grillrostes stellt keine Probleme dar, weil das Produkt durch die Konstruktion dicht ist. Im Schaubild sichtbar, ist die zweite Möglichkeit, nämlich ohne dem geschlossenen Deckel den Rost zu reinigen.

Jan 282010
 

Auch im Februar wird wieder von dem Österreichischen Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV) ein Workshop mit dem Thema Eigen- oder Fremdverwertung veranstaltet. Der Termin findet am 2.2.2010 um 17:00 Uhr im Büro des Erfinderverbandes in der Wexstraße 19-23, Wien statt.
In dem dreistündigen Workshop werden folgende Inhalte erarbeitet:

– Fristen, Kosten – günstige Zeitpunkte logo opev

– Suche nach Lizenznehmern

– Verhandlung, Verträge

– 50% Steuerermäßigung

– Betriebsgründung, Finanzierung, Marketing

– Investitionsfalle

– Fallen und deren Vermeidung.

Der Workshop bietet die Möglichkeit gemeinsam – Erfinder und Experte – Konzepte zu erarbeiten. Diejenigen die Interesse an einer weiterbildenden Veranstaltung haben, möchten sich bitte unter der Telefonnumer 01/603 82 71 oder per E-Mail: office@erfinderverband.at anmelden.

Jan 272010
 

Die Salzburger Nachrichten loben Jungunternehmer 2009. Denn trotz der Krise haben insgesamt 29.051 Österreicher im letzten Jahr eine Firma gegründet. Der Präsident der Wirtschaftskammer Leitl sagte, „Vier von zehn Unternehmensgründern sind weiblich, das ist ein europäischer Spitzenwert.“

Eine unter ihnen ist Sabine Hirschbäcloocus1k. Sie gründete das Unternehmen loocus und widmet sich somit ihrem innovativen Lifestyle Produkt. Das Patent zur hygienischen und ernergiesparenden WC-Reinigung ist erteilt. Das Produkt umschließt einen Brausenschlauch samt eines Ventils und der Wandhalterung, der die unattraktive Toilettenbürste ersetzt.

Frau Hirschbäck hat sich aus unterschiedlichen Gründen selbstständig gemacht. Ein Auslöser war das Interesse an der Ökologie ihres Produktes, sie beschreibt: „Bei einer Spüldauer von zehn Sekunden liegt der Wasserverbrauch bei rund einem Liter, während bei einer normalen Klospülung zwischen vier und elf Litern verbraucht werden.“

Ich hoffe das diese weiblichen Innovationskräfte auch auf diejenigen Frauen übertragen werden, die schon länger eine Idee im Kopf haben. Fühlen Sie sich ermutigt und angespornt. Schließlich stehen die erfinder.at als auch die Erfinderverbände als unterstützende Berater mit Rat und Tat zur Seite.

Jan 252010
 

Foto Sabine Hirschbaeck loocusHeute im Erfinderinterview, Frau Hirschbäck, die Erfinderin von loocus.

1. Beschreiben Sie Ihre Erfindung in einem Satz?

Loocus – die sprühende Idee, ist eine einfache, wirkungsvolle und unglaublich praktische Vorrichtung für WC-Anlagen, die den Gebrauch von WC-Bürsten überflüssig macht.

2. Wie sind sie darauf gekommen?

Wie ich auf die Idee gekommen bin? Es war auf einmal da, ich kann es nicht genau beschreiben. Meine Intuition hat mich geführt.

3. Durch wen oder was wurden Sie inspiriert?

Inspiriert zu meiner Idee wurde ich auf Reisen und durch mein Bedürfnis eine hygienischere, innovativere Reinigungsvariante für Toiletten zu erfinden. Die Gespräche mit unterschiedlichen Menschen, die die bisher gängige Methode mittels WC-Bürste ebenso als nicht zufriedenstellend empfunden haben, bestärkten mich in meinem Tun.

4. Was war Ihr größter Fehler?

Der größte Fehler, wobei ich würde es eher als Erfahrung bezeichnen, war der, dass ich vor lauter Sorge keine Rechtsschreibfehler bei meinen Foldern einzubauen, die Kontrolle der Telefonnummern auf meinem Folder vernachlässigt habe. Die Folge davon war, dass die Kontakt-Telefonnummer auf der Rückseite meines Folders eine falsche Reihenfolge hat. Das Problem wurde von mir erkannt, angenommen und ich überlegte sofort eine schadens-begrenzende Lösung, die in Form eines schönen Stempels umgesetzt wurde. Die erste Auflage von 1000 Stk. ist aber schon fast aufgebraucht.

5. Wie viel Zeit und Geld haben sie bereits investiert?

Von den ersten ernsthaften Überlegungen über den Prototypenbau, bis hin zum fertigen Produkt verging knapp ein Jahr. Finanziell hat mich das Projekt loocus bis zum jetzigen Stand ungefähr € 20.000 gekostet, die ich zur Gänze aus Eigenmittel bezog.

6. Welche Träume möchten Sie sich bei einer erfolgreichen Marktplatzierung erfüllen?

Wenn loocus erfolgreich ist, werde ich eine loocus-Produktpalette kreieren, von Papier-, Rollenhaltern, über eine eigene Sanitärserie usw. Ein loocus-shop wäre eine schöne Möglichkeit, Menschen zu beschäftigen und praktische sowie schöne Artikel stilvoll zu präsentieren. Weiters werde ich einen fixen Anteil an diverse caritative Einrichtungen weitergeben, später evtl. auch eine eigene Organisation gründen, damit ich weiß wo das Geld genau hingeht. Ich persönlich würde meine derzeitige Wohnung kaufen, vielleicht auch ein kleines Haus, diese/s einfach aber stilvoll einrichten und reisen, welches meine große Leidenschaft ist.

7. Welche Ziele haben Sie sich zu Beginn der Entwicklung Ihrer Idee gesteckt?

Die Idee durchzusetzen bzw. ein Umdenken bei den Menschen bewirken zu können. Weiters war auch die Selbstständigkeit ein großes Ziel.

8. Werden Sie in Zukunft wieder etwas erfinden?

Ja, ich habe schon eine Liste angelegt, mit Dingen, die noch folgen. Ursprünglich ist eigentlich eine andere Erfindung vorrangig gewesen, loocus hat sich jedoch irgendwie vorgeschoben und so nahmen die Dinge ihren Lauf.

9. Haben Sie einen Tipp für andere Erfinder?

Immer an sich und die Idee glauben, nicht aufgeben, nicht entmutigen lassen. Es gibt nur die eigene mentale Kraft die einem immer weiterhilft, jedoch auch delegieren, netzwerken und Hilfe annehmen wo man sie benötigt.

10. Was halten Sie für die größte Erfindung der letzten 50 Jahre?

Spontan – das Post It, generell alle Erfindungen sich für sich super.

11. Haben Sie ein Erfinder Vorbild?

Ich habe kein Erindervorbild denn ich schätze an jedem Menschen seine individuellen Fähigkeiten, erfinden könnten viele Menschen etwas – wenn sie sich trauen würden, natürlich unter der Voraussetzung der jeweiligen Möglichkeiten.

12. Wie würden Sie sich in drei Worten beschreiben?

optimistisch, fröhlich, offen

Jan 222010
 

Erfinderin Christina_KawkaChristina Kawka über den Ursprung ihrer Idee, Erfahrungen und Empfehlungen!

1. Wie Beschreiben Sie Ihre Erfindung? Wie kamen Sie auf die Idee und durch wen wurden Sie inspiriert?

Meine Idee war es ein Cocktailschirmchen mit Werbung zu bedrucken. In den Sinn kam mir diese im Sommer 2007, als der Freund meiner Freundin im Krankenhaus lag. Die beiden betreiben bis heute eine mobile Cocktailbar und in meiner Freizeit half ich Ihnen so gut es ging. Nach einem Event fuhr ich meine Freundin zu ihm in die Klinik. Wir quatschten im Auto, überlegten uns wie wir die nächsten Tage organisieren können. Nebenbei suchte ich nach einem Stück Papier um dem Patienten Gute-Besserungs-Grüße mitzugeben. Alles was ich fand war ein kleines Cocktailschirmchen. Mit einem Stift schrieb ich ringsherum meine Grüße und gab Ihr diese mit, dann stieg Sie aus.

Auf dem Heimweg kam mir dieses Cocktailschirmchen nicht mehr aus dem Sinn und habe mir überlegt – warum existiert so etwas nicht mit bedruckter Werbung?

2. Was war Ihr größter Fehler?

Die Patentverwertung hatte ich mir natürlich einfacher vorgestellt und in meiner anfänglichen Naivität suchte ich mir die zehn größten Werbeagenturen Deutschlands raus und schrieb diese an. Natürlich kam, bis auf ein paar nette automatisierte Urlaubs-Umleitungs-Emails, nie eine Resonanz zurück.

3. Wie viel Zeit und Geld haben Sie bereits investiert?

Seit 2007 habe ich circa 10.000 Euro in die Idee investiert.

4. Welche Träume möchten Sie sich bei einer erfolgreichen Marktplatzierung erfüllen?

Reisen.

5. Welche Ziele haben Sie sich zu Beginn der Entwicklung Ihrer Ziele gesteckt?

In meinem Luftschloss hatte ich 2010 die Schirmchen auf der WM in Afrika gesehen.

6. Werden Sie in Zukunft wieder etwas erfinden?

Wenn es sich ergibt, bestimmt.

7. Haben Sie einen Tipp für andere Erfinder?

Dem Gefühl folgen und nicht aufgeben. Geduld haben.

8. Was halten Sie für die größte Erfindung der letzten 50 Jahre?

Das Mobiltelefon.

9. Haben Sie ein Erfinder-Vorbild?

Der Erfinder der Post-Ists, so einfach aber genial.

10. Wie würden Sie sich in drei Worten beschreiben?

stur, chaotisch, herzlich

Jan 222010
 
Mit der richtigen Strategie und Fördergeldern zum Erfolg

Mit der richtigen Strategie und Fördergeldern zum Erfolg

Förderberatung macht sich bezahlt. So berichtet es die Wirtschaftskammer Salzburg (WKS). Schließlich sind 2009 13,5 Mio. Euro an Fördergeldern von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) nach Salzburg geflossen. Das sind immerhin um 81% mehr als noch im Vorjahr 2008. Diese wurden speziell in die Entwicklung und Markteinführung von Produkten, Verfahren und Dienstleistungen aus Salzburg investiert. Alfred Urban, der Leiter des Innovationsservice Salzburg dazu: “ Wir haben als Strategie gegen die Wirtschaftskrise einige Schwerpunktaktionen gesetzt, die offensichtlich gut angenommen wurden.“

Jan 212010
 
© Robert Mizerek - Fotolia.com

© Robert Mizerek - Fotolia.com

Mit der Patentanwaltskanzlei Häupl & Ellmeyer mit Sitz in der Mariahilfer Strasse in Wien bekräftigt ein weiterer Partner die Zusammenarbeit mit der erfinder.at Patentverwertungs GmbH. Das Unternehmen mit Büros in Berlin und Salzburg betreut private Erfinder und Unternehmen in allen Belangen bei der Verwertung und Umsetzung von Ideen, Erfindungen und Geschäftsmodellen.

„Die Kooperation mit Häupl & Ellmeyer unterstützt unsere strategischen Bemühungen unser Netzwerk an kompetenten Partnern für unsere Kunden auszubauen.“ erklärt Klaus Weissenbäck, Geschäftsführer der österreichischen Niederlassung in Salzburg. Die Kanzlei Häupl & Ellmeyer wurde bereits 1896 gegründet und richtet seit jeher ihren Fokus auf die bestmögliche Information und Betreuung ihrer Klienten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden verfügt die Kanzlei über ein leistungsfähiges, kompetentes Team aus erfahrenen und erfolgreichen Patentanwälten, technisch-wissenschaftlichen Sachbearbeitern als Anwaltsanwärter, sowie in sieben Sprachen fachlich versierten ÜbersetzerInnen.

„Damit gelingt es uns in enger Zusammenarbeit Synergien zu nutzen.“ sagt Weissenbäck, und weiter „Das bringt für unsere gemeinsamen Kunden erhebliche Vorteile bezüglich des Kosten- und Zeitfaktors. Der Verwertungsprozess wird so kaum unterbrochen und kann zügig durchgeführt werden.“

Eine bereits bestehende Zusammenarbeit mit der Patentanwaltskanzlei Müller & Schubert mit Kanzleien in Berlin und München bestätigt den Weg, den erfinder.at eingeschlagen hat.

Jan 212010
 

Die Autonome Provinz Bozen sieht in der Wissenschaft und Forschung einen wichtigen Motor für die Entwicklung des Landes Südtirol. Vor allem Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Kultur und Soziales sind Glieder die das Land fördern sollen.

Einst beschrieb schon J.W. Goethe: „Doch Forschung strebt und ringt, ermüdend nie, nach dem Gesetz, dem Grund, Warum und Wie.“

So hat die Autonome Provinz Bozen einen Mehrjahresplan entworfen, der ausschließlich für die Bereiche Forschung und Innovation einen Orientierungsplan darstellen soll. Dieser Plan ist dafür angedacht, um Richtungsweisungen festzuhalten, wie sich das Land Süditrol in den nächsten fünf bis zehn Jahren wohin entwickeln solle und die Institutionen und andere beteiligte Akteure in diesen Bereichen zu unterstützen.

Inno- und Forschungspolitik

Die vier gesteckten Ziele umfassen:

1. Verbesserung der Leistungsfähigkeit

2. Aufbau und Entwicklung von Humankapital

3. Kapazitäts- und Kompetenzaufbau in der bedarfsorientieren Forschung und

4. Herausbildung von zwei bis drei international sichtbarer Forschungsgruppen.

Um die genannten Ziele zu erreichen, muss die Provinz Bozen Synergien schaffen, wie hier im Abbild ersichtlich. Welche Ziele bisher realisiert werden konnten und in welchem Umfang werde ich berichten, wenn ich Antwort aus der „Provinz“ bekommen habe 😉

Jan 202010
 

Mehr als Speck und Berge

Berge, Speck und Tradition: das ist Südtirol – für Touristen. Alpine Technologien, erneuerbare Energie, digitale Technologien – kurz Innovation: auch das ist Südtirol. Immer häufiger zeigen selbst kleine Unternehmen oder einfach nur Tüftler aus der nördlichsten italienischen Provinz wie kreativ sie sind, wenn es um die Entwicklung neuer Produkte und die Nutzung natürlicher Ressourcen geht. Leitplanken aus Holz und ein biologischer Dämmstoff aus Kalk und Schafswolle sind nur zwei Beispiele für „innovation made in South Tyrol“.

Mit 103 km/h rast ein Fiat Punto in eine Leitplanke aus Holz, verliert dabei den Vorderreifen und den Außenspiegel auf der Beifahrerseite, die Kunststoffstoßstange splittert ab und gerät unter die Motorhaube, aber die Leitplanke hält dieser Belastung stand und tut, was Leitplanken tun sollen: sie leitet den Punto zurück in die Fahrbahn. Auch als wenig später ein Bus mit über 70 Stundenkilometern und 13 Tonnen Gewicht auf die Holz-Planken aufprallt, halten die Südtiroler Holz-Leitplanken dem Druck stand.

Diese Szenen spielten sich Ende des Jahres 2006 auf einem Testgelände im französischen Lyon ab. Das Südtiroler Unternehmen „Ligna“ testete die Widerstandskraft seiner Holz-Leitplanken und investierte für die Chrashtests in Lyon über 300.000 Euro.

Crashtest-Ergebnisse

Mit den Testergebnissen kann „Ligna“ zufrieden sein: Die Holzleitplanken entsprechen der EU-Norm für Schutzplanken. Eingestuft wurden die Holz-Leitplanken in die Schutzklasse H2 und können daher selbst auf Autobahnen installiert werden. Das Geheimnis der Stabilität der Leitplanken ist ein Stahlband, das zwischen zwei Holzplankenmontiert wird und verhindert, dass auffahrende Fahrzeuge die Leitplanke durchbrechen. „Drei Jahre Entwicklungszeit stecken in dieser Leitplanke“, sagt Hans Hellweger, Geschäftsführer von „Ligna“.

Das Holz der Leitplanke stammt aus Südtiroler Lärchenwäldern. Lärchenholz hat den Vorteil, dass es von Natur aus extrem wetterfest ist und nicht chemisch imprägniert werden muss. Nachts sorgen so genannte Dioden-Leitleuchten dafür, dass die Holzleitplanken auch im Dunkeln gut zu sehen sind. Die Dioden-Leuchten tanken tagsüber Tageslicht auf und leuchten dadurch in der Dunkelheit.

Die Verwendung von Holz für Leitplanken empfiehlt sich in Südtirol vor allem der Optik wegen. Holz fügt sich in das Landschaftsbild Südtirols besser ein als Leitplanken aus Stahl oder Aluminium; damit sind die Holzleitplanken unter touristischen Aspekten ein Gewinn für die „Ferien-Destination Südtirol“. 2009 wird „Ligna“ seine Holz-Leitplanken auf den Markt bringen. „Um unseren Marktauftritt professionell vorzubereiten, konnten wir vor allem auf die Unterstützung des TIS innovation park in Bozen zählen“, erläutert Ligna-Geschäftsführer Hellweger. Der Bozner Innovationspark nahm dem Unternehmer Behördengänge ab und entwickelte gemeinsam mit Hellweger eine Vertriebs- und Werbestrategie. 2006 wurde der Innovationspark gegründet. Zu seinen zentralen Aufgaben gehört es, vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen Südtirols Innovationsprozesse anzustoßen oder zu begleiten. Im Falle von Hans Hellwegers Holzleitplanken hat der Bozner Innovationspark den Weg der von Ligna entwickelten Holzleitplanke zur Marktreife wesentlich beschleunigt.

Biologischer Dämmstoff aus Wolle und Kalk

Walter Tasser ist eigentlich Maurer von Beruf. Eigentlich. In seiner Freizeit entwickelte der Maurer aus dem kleinen Südtiroler Ort Pfalzen bei Bruneck einen Dämmstoff für Innenräume und zwar einfach deswegen, weil eine Wand seines Hauses von Schimmel befallen war. Der Dämmstoff aus Wolle und Kalk wurde im Frühjahr 2008 in Italien patentiert und verhindert Schimmelbildung. Der TIS innovation park unterstützte Tasser bei der Messung der Dämmwerte und bei der Patentierung des Dämmstoffes. Der Dämmstoff erreicht den sehr guten Dämmwert von 0,05 (W/m*K), eine bessere Wärmedämmung als der neue Verbundstoff bringen nur Holzwolle und einige künstliche Dämmstoffe. Im Unterschied zu den künstlichen Dämmstoffen kann aber der biologische Dämmstoff aus Südtirol beim Abbruch des Hauses problemlos entsorgt werden. Außerdem ist der neue Dämmstoff vergleichsweise günstig, da seine Bestandteile – Wolle und Kalk – äußerst preiswert sind.

Die Zeitschrift „BUILDERnews Magazine“ aus Vancouver (USA) wählte den Südtiroler Dämmstoff zum Produkt des Jahres 2008 und das, obwohl das Produkt noch gar nicht in Serie produziert werden kann. Für die Serienproduktion des Südtiroler Bio-Dämmstoffes wird jedoch bereits mit verschiedenen Unternehmen verhandelt. Zu dem Erfolg in den USA hat vor allem ein ehemaliger Mitarbeiter des TIS innovation park beigetragen, der nun in Los Angeles tätig ist. Im September wurde der Dämmstoff in den USA patentiert und damit begann der Siegeszug der Südtiroler Dämmstoffplatten in den USA – unter dem Namen WEKA. (WEKA steht hier für WollE und Kalk.)

„Wenn wir uns sowohl die Holzleitplanke als auch den WEKA-Dämmstoff anschauen, verbindet diese beiden Produkte vor allem eines: sie nutzen natürliche Ressourcen Südtirols wie Holz oder Schafwolle“, sagt Hubert Hofer. Hofer ist Direktor des TIS innovation park. „Vielleicht ist die gelungene Symbiose aus Tradition und Innovation der Schlüssel zu Erfolg für kleine Unternehmen“, sagt Hofer und ergänzt: “Im Bereich Wintersporttechnologie oder im Lebensmittelsektor ist Südtirol ja auch traditionell stark und da gibt es in Südtirol Potential für neue Methoden in der Kunstschneeproduktion, für Innovationen im Bereich Wellnessmöbel oder für neue Produkte im Lebensmittelbereich.“ Anders formuliert: Innovation durch Tradition: das ist Südtirol.

Hubert Hofer

Gastautor-Steckbrief

Name: Hubert Hofer

Position: Direktor

Unternehmen:

TIS – innovation park ist ein Dienstleistungszentrum für innovative Unternehmer. Sie beraten und betreuen Jungunternehmen in der Phase zur Selbsts

tändigkeit. Außerdem schlagen sie Brücken zwischen der Wissenschaft und der Wirtschaftswelt, zwischen Unternehmern, Forschern und auch Experten.

Hubert Hofer über sich selbst:

Aufgewachsen in einem Pustertaler Dorf in Südtirol, zog es mich bereits während der Oberschulzeit für verschiedene Praktika als Konstrukteur nach Deutschland. Auch nach dem BWL-Studium in Innsbruck war ich mehrere Jahre in München für diverse Unternehmen tätig. 1996 kam ich zurück nach Südtirol, wo ich seitdem den TIS innovation park leite.

Jan 192010
 
Potentiale erkennen. Eine wichtige Eigenschaft. © Lasse Kristensen - Fotolia.com

"Die Augen vor Neuem nicht verschliessen und Potentiale erkennen. Eine wichtige Eigenschaft." © Lasse Kristensen - Fotolia.com

Heute bin ich zufällig über ein Dokument gestolpert welches einige interessante Zitate über die fehlerhafte Einschätzung von Erfindungen beinhaltet. Hier sieht man wie sehr eine großartige Erfindung alleine an der Meinung eines einzelnen scheitern kann oder könnte. Also an alle Erfinder: Nur nicht entmutigen lassen!

„Wir sollten endlich mit dem Unsinn aufhören, über Fluggeräte, die schwerer als Luft sind, nachzudenken. Das kann nicht funktionieren.“ Lord Kelvin, 1895

„Alles, was erfunden werden kann, wurde bereits erfunden.“ Charles Duell, Leiter des U.S. Patentamts, 1899

„Diese Strahlen des Herrn Röntgen werden sich als Betrug herausstellen.“ Lord Kelvin

„Das Auto ist eine Modeerscheinung, Pferde wird es immer geben.“ Aus der Ablehnungsbegründung der Michigan Savings Bank. Henry Ford wollte einen Kredit für ein Förderband bekommen.

„Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird 1 Million nicht überschreiten – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren.“ Gottfried Daimler, 1901

„Flugzeuge sind eine interessante Idee, haben aber keinerlei militärischen Wert.“ Marschall Foche, Grande Ecole de Guerre, 1911

„Die letzten Autobusse werden 1990 aus dem Stadtverkehr verschwinden.“ Batelle-Institut, 1965

„Es wird der japanischen Automobilindustrie nicht gelingen, einen nennenswerten Marktanteil in den USA zu erreichen.“ Business Week, 1968

„Es gibt genau keinen Grund, warum jemand einen Computer zu Hause haben wollen sollte.“ Ken Olson, Gründer von Digital Equipment, 1977

„E-Mail ist zwar nett, aber erstens ein absolut unverkäufliches Produkt und zweitens ohne jede Auswirkung auf die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und erst Recht im Privatbereich.“ CEO Consulting-Unternehmen, CDN, 1979

„640 KB sind genug für jeden Anwender.“ Bill Gates, 1981

„Der Markt hat kein Interesse an diesen silbernen Scheiben.“ Jan Timmer, Vorstand von Philipps, 1982

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