Mrz 252013
 

Über einen Mangel an Ideen kann der Salzburger Erfinder Gottfried Perdolt mit Sicherheit nicht klagen. Zu verschiedensten Problemen hat der Produktentwickler bereits Lösungen gefunden. Zuletzt haben wir gerade über seine neueste Erfindung – das Klappauto Shuttle Fox – berichtet. Grund genug dem interessanten Salzburger einige Fragen zu stellen:

Erfinder Gottfried Perdolt, Quelle: Veichtlbauer

Erfindungen, so könnte man sagen, pflastern Ihren Weg. Uns interessiert natürlich, woher die Inspiration zu Ihren Ideen kommt.
Man könnte sagen das Erfinden ist eine Faszination, die mich einfach nicht mehr loslässt. Oft spüre ich „da ist ein Problem“ und Lösungen entstehen. Dabei arbeite ich aber nicht verkrampft an Lösungsansätzen. Oft kommen mir Lösungen ganz unerwartet in den Sinn, allerdings beschäftige ich mich seit Jahren mit Erfindungen und halte meinen kreativen Geist damit auf Trab. Zwar bin ich mit Herzblut dabei, trotzdem ist es wichtig über genügend Vorstellungsvermögen zu verfügen, um zu erkennen, ob eine Erfindung am Markt Potential besitzt und in die Zeit passt.

Erst kürzlich haben wir über Ihre neueste Erfindung, den Shuttle Fox, berichtet, aber wodurch besticht das Klappauto im Besonderen?
Der Shuttle Fox kann sich per Knopfdruck von 3,4m auf 2m Länge verkürzen. Damit benötigt er nur wenig Parkplatz, was besonders in Ballungsräumen von Vorteil ist. Somit braucht der Shuttle Fox nur einen halben Parkplatz, da der Fahrer ganz praktisch querparken kann.

In welchem Stadium befindet sich der Shuttle Fox derzeit?
Derzeit bin ich in Kontakt mit verschiedenen Herstellern.

Als erfahrener Erfinder haben Sie sicherlich einige Tipps für angehende Erfinder.
Worauf muss man gefasst sein; was ist unbedingt vonnöten?
Ich war selbst lange Zeit Obmann des Erfinderverbandes Salzburg und habe im Besonderen immer wieder zwei Probleme beobachtet. Zum einen wollen Erfinder oft zu hoch hinaus. Zum andern existiert jedoch auch ein großes finanzielles Risiko, das sich von der Entwicklung, Patentanmeldung bis zur Vermarktung erstreckt. Das darf nicht unterschätzt werden. Große Firmen mit dem nötigen Kleingeld haben eigene Konstrukteure und sind wenig interessiert an externen Lösungen. Kleine Firmen mit wenig Geld können allerdings nicht genug finanzielle Unterstützung leisten. So haben kleinere Erfindungen prinzipiell größere Chancen als große, da diese leichter umgesetzt werden können.

In Ihrem Leben haben Sie bereits etliche Erfindungen entwickelt. Auf welche sind Sie am meisten stolz?
Am meisten freut mich immer, wenn eine Erfindung möglichst vielen Menschen das Leben erleichtert. Insofern bin ich besonders auf meine Verfugungsgeräte für Pflastersteine stolz, die seit über 35 Jahren eine enorme Arbeitserleichterung bedeuten.

Wir bedanken uns recht herzlich für das Gespräch mit dem Salzburger Erfinder Gottfried Perdolt und wünschen viel Erfolg mit derzeitigen und zukünftigen Erfindungen!

Feb 132012
 

Tagaus tagein sind wir mit ihnen konfrontiert – Marken, Logos, Produkte, Werbung … Dabei heben sich manche Marken stark von anderen ab. Zu einigen hegen wir Sympathie, andere sind bereits so schnell vergessen, wie sie auftreten und dann gibt es wieder solche, von denen wir begeistert sind! Stolz werden die entsprechenden Produkte getragen oder gekauft, man ist sozusagen loyal und steht zu „seiner“ Marke.

Jemand, der sein täglich Brot mit dem Feinschliff von Marken verdient, ist Hermann Mittermair, Geschäftsführer der Firma Brands and Friends Markenmanagement GmbH. Wir haben die Gunst der Stunde genutzt und konnten ihm zu seinem spannenden Unternehmen einige Fragen stellen.

Hermann Mittermair, Quelle: www.brandsandfriends.at

Herr Mittermair, Sie sind Geschäftsführer der Firma Brands and Friends Markenmanagement GmbH. Was kann man sich unter Brands and Friends vorstellen?
Brands and Friends ist das erste Büro für authentische Markenentwicklung in Österreich. In der Mitte all unserer Aktivitäten steht die Marke. Womit wir uns differenzieren, ist die tiefergehende Arbeit mit unseren Kunden. Wir wollen zuerst das Unternehmen und dessen Kultur verstehen, bevor wir uns mit der Kommunikation von Inhalten beschäftigen. Unsere zentrale Aufgabe sehen wir in der Herstellung einer Deckungsgleichheit zwischen dem sog. „inneren Sein“ und dem, wie das Unternehmen in all seinen Berührungspunkten nach „außen“ wirkt. Authentizität schafft die Grundlage für dauerhaften Erfolg und ist die Basis für überzeugende und emotionale Geschichten.

Weshalb ist das authentische Auftreten einer Marke derart wichtig?
Einer unserer Leitsätze heißt: „Authentische Marken haben begeisterte Kunden, motivierte Mitarbeiter und verdienen nachhaltig besser“. Die häufig angesprochene ’neue Mündigkeit‘ der Menschen entlarvt platte Werbesprüche sofort. Im Gegenzug gewinnen Werte und Wahrhaftigkeit an Bedeutung. Kunden kaufen heute nicht mehr WAS jemand macht, sondern WARUM er das tut. Produkte und Dienstleistungen sind also lediglich das Vehikel für den Zugang zu einem Werte-System. Authentizität ist also, ganz pragmatisch gesehen, die einzig taugliche Strategie in der Kommunikation.
Es gibt in der Gesellschaft eine starke Sehnsucht nach Sinn, der auch in der täglichen Arbeit gesucht wird. Wer sich mit den Zielen seines Arbeitgebers identifiziert, hat mehr Freude an seiner Arbeit und trägt die Marke mit Überzeugung nach außen. Was kann einem Unternehmen besseres passieren, als Mitarbeiter, die mit Begeisterung über ihren Arbeitsplatz sprechen. Das strahlt natürlich auf die Kunden ab.

Wo setzen Sie in Ihrem Arbeitsprozess an?
Das hängt immer von der Aufgabenstellung ab. Wir betreuen sowohl Traditionsmarken, unterstützen aber auch Start-Ups bei der Findung ihrer Marken-Identität. Markenentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess, die Marke ist das Wertvollste, was ein Unternehmen hat und muss gepflegt werden – regelmäßig!
Die große Herausforderung liegt darin, Identität und Kernwerte einer Marke zu identifizieren. Erst wenn ein Unternehmen weiß, wofür es steht und womit es seine Kunden begeistern kann, ist es auch in der Lage, den zweiten Erfolgsfaktor zu aktivieren: Kunden zu Mitgestaltern von Produkten und Geschäftsprozessen zu machen. Wer mit seinem Publikum in Dialog tritt, bekommt ein Gefühl für den Mehrwert, den er stiftet und aktiviert für seine Marke eine wahre Innovationsmaschine. Denn am Ende muss es ein Publikum geben, das begeistert ist und gerne kauft.

Wie lange dauert der Prozess bis eine Marke „das passende Profil“ besitzt?
Für kleine und mittlere Unternehmen sind drei Monate ein realistischer Zeithorizont. Aber wie der Medienphilosoph Norbert Bolz sagt: „Profil führt zu Profit, nicht umgekehrt“. Es ist deshalb keine Frage der Dauer. Entscheidend ist die Qualität. Man kann sich kein Profil ‚verpassen‘. Es ist längst da, muss aber erst freigelegt werden.
Es ist immer wieder faszinierend, um wie viel leichter alles nach einem Markenprozess geht. Plötzlich wissen alle Beteiligten, wofür sie sich engagieren. Entscheidungen fallen leichter. Und noch was hat sich über die Jahre gezeigt: Marke ist einfach. Gute Marken sind leicht zu verstehen. Gute Marken stehen im Dialog mit Ihrem Publikum. In Anlehnung an ein gewisses Möbelhaus könnte man sagen: Wirbst Du noch, oder hast Du schon eine Marke?

Okt 102011
 

Was soll ich bloß schenken? Hochzeit, Taufe oder eine einfache Geburtstagparty soll gefeiert werden. Doch meistens zerbricht man sich schon Monate vorher den Kopf, was man demjenigen bloß schenken soll. Es muss etwas originelles und einzigartiges sein und noch dazu nicht zu viel kosten. Mhhhhhm

Ihr wisst ja das wir in unserem Erfinderladen genau solche Dinge verkaufen. Doch für diejenigen, die nicht die Zeit finden uns in Salzburg zu besuchen und die mehr auf Schokolade stehen, habe ich hier genau das Richtige gefunden!

Pralinamo heißt die Entwicklung und soll so manches Kopfzerbrechen vermeiden. Wir haben uns mit dem Erfinder René Stuprich unterhalten und konnten ihm interessante Dinge entlocken.

Beschreiben Sie Ihre Erfindung in einem Satz?
Personalisierte Pralinengeschenke online kreieren zum Schenken und selber naschen.

Wie sind sie darauf gekommen?
Wir haben uns auf österreichische Geschenkideen bereits vor 2 Jahren spezialisiert. Persönliche Geschenke mit Kärtchen oder mit Namen am Produkt wurden immer öfter nachgefragt. Persönliche Wertschätzung statt anonyme Standardgeschenke. So wie jeder Mensch etwas Besonderes ist so sind es auch handgefertigte Pralinen. Wir haben eins und eins zusammengezählt und so ist die erste Buchstabenpralinenstangen entstanden. Schnell waren erste Firmenkunden & Freunde für das Pilotprojekt gefunden. Das positive Feedback hat uns veranlasst hier einen Schritt weiter zu gehen, aus Pralinen und Namen wurde so pralinamo®. Mit dem Onlinetool kann man aus Buchstabenpralinen und Pralinenmischungen unter www.pralinamo.com Wunschpackungen kreieren. Für Firmenkunden gibt es zusätzlich die Möglichkeit das pralinamo®-Präsent mit Logo zu versehen.

Rene Stuprich mit einer großen Packung pralinamo!

Durch wen oder was wurden Sie inspiriert?
Es gibt viele schöne Momente im Leben. Zwei davon möchte ich an dieser Stelle besonders hervorheben, denn die haben mich dazu inspiriert pralinamo® zu kreieren. Ich nenne es den Wow-Effekt – dass ist dieser Gesichtsausdruck und die Freude eines Beschenkten über ein persönliches kreatives Geschenk. Und der Zweite ist Menschen beim Genuss hochwertiger Produkte zu beobachten, wie sie alle Sinne einsetzen und diese Stück für Stück genießen.

Was würden Sie zukünftig anders tun?
Die Zeit zwischen Pilotprojekt und Serienreife verkürzen. Weiters würde ich früher schon auf Eigenkreationen/-produkte setzen.

Welche Träume möchten Sie sich bei einer erfolgreichen Marktplatzierung erfüllen?
Es gibt keinen besonderen Traum der mit der Marktplatzierung in Verbindung gebracht werden kann, was nicht heißt das ich keine Träume hätte. Aber die verrate ich nicht, man muss auch seine „Geheimnisse“ haben 

Welche Ziele haben Sie sich zu Beginn der Entwicklung Ihrer Idee gesteckt?
Ziel war es ein persönliches Produkt zu schaffen, dass sowohl Endkunden als Firmenkunden zur Wertschätzung einer Person verschenken können.

Werden Sie in Zukunft wieder etwas erfinden?
Wir haben noch einige gute Ideen, die wir wenn die Zeit reif ist ausfeilen und präsentieren werden.

Haben Sie einen Tipp für andere Erfinder?
Es ist schön etwas eigens zu schaffen und auszuprobieren ob die Erfindung aufgeht. Man entwickelt bei eigenen Projekten unheimlich viel Ehrgeiz und es macht doppelt so viel Spaß.

Was halten Sie für die größte Erfindung der letzten 50 Jahre?
Das Internet

Wie würden Sie sich in drei Worten beschreiben?
Ehrlich, fair, zielstrebig

Welches Schutzrecht haben Sie für Ihre Idee?
Den Markennamen pralinamo® haben wir geschützt.

Ich denke diese Idee kann so manch unpassendes Geschenk ersetzen. Ich kann nur bestätigen das die Pralinen suuuuuuuper schmecken!

Natürlich wollen wir auch euch die Köstlichkeiten nicht vorenthalten und so könnt ihr bis Ende November 2011 etwas billiger bestellen. Ihr bekommt ganze 5,- € Rabatt bei eurer ersten pralinamo-Bestellung. Einfach den Gutscheincode wnq1bke6y8 eingeben und Euroleins sparen.

Viel Spaß!!!!! 🙂

Mrz 182011
 

Hot Spot by InForo; Quelle: In Foro

Studentisches Potenzial ist nicht zu unterschätzen – an vielen Fachhochschulen und Universitäten studieren die Erfinder von morgen. Preise, Wettbewerbe, Awards gibt’s schon einige, die diese Innovationen würdigen. Aber was passiert eigentlich mit den Erfindungen nach dem Studium? Die ein oder andere wird weiterverfolgt und in so manchem Fall landen Studenten nach ihrem Abschluss direkt im eigenen Unternehmen. So ist’s auch bei Dominik Hipp: Erfinder, ehemaliger FH-Student und Entrepreneur der Firma In Foro. erfinder.at hat mit ihm über seine Idee „Hot Spot – der Stuhl, der Dich wärmt“  und die Startschwierigkeiten gesprochen.

Dominik, was genau ist eigentlich Hot Spot?

Die Erfindung besteht eigentlich einfach aus einem Stuhl, auf dem die Polster für Gesäß und Rücken per Knopfdruck wohlige Wärme spenden. Die Idee dahinter ist, dass man quasi zu jeder Jahreszeit im Freien sitzen und die Natur genießen kann. Es gibt übrigens zwei Ausführungen bis jetzt: eine Kombination aus Holz und Edelstahl und eine Version ganz aus Holz. Geöltes Hartholz sorgt in beiden Varianten für hohe Qualität und es gibt auch Tische dazu, mit besonders stabilen, kratzfesten Tischplatten. Unterschiedliche Polster- und Tischplattenfarben gibt’s auch noch. Ein rundum Paket für Draußen also und die dritte Variante ist bereits in Arbeit!

Und wie funktioniert das?

Die Bedienung ist ganz einfach und läuft über ein System, das komfortabel in der Armlehne eingebaut ist. Über eine intelligente Akkutechnologie werden die Polster auf angenehme Temperaturen erwärmt und man kann so ganz lange draußen sitzen. Bei Dauerbetrieb hält der Akku sogar vier Stunden! Und wenn er leer ist, dann lässt er sich mit einem Handgriff wechseln und wieder aufladen. Die Wärmeflächen sind in den Polstern integriert und arbeiten anders als herkömmliche Sitzheizungen oder Heizstrahler, mit sanften Temperaturen. Es gibt drei unterschiedliche Stufen, um die Wärme zu dosieren. So entsteht ein angenehmes Wohlgefühl.

Und das Beste ist: den Stuhl kann man bei Wind und Wetter draußen lassen, der Technik tut das nichts – lediglich die Polster müssen entfernt werden.

Wie kam es eigentlich zu der Idee?

Das kann ich so genau gar nicht mehr sagen. Ich saß mit meinen Projektpartnern zusammen und wir haben querbeet über verschiedene Ideen gesprochen und auf einmal war dann unsere Erfindung da. Das Unternehmen hatte ich ja schon vorher gegründet mit zwei Partnern von der FH. Alles aber nach dem Studium erst.

Was hast Du studiert?

Ich komme ursprünglich aus Bayern und mich hat es dann wegen dem Studium an die FH nach Kuchl verschlagen. Dort hab ich Holztechnik und Holzwirtschaft studiert und 2007 meinen Abschluss gemacht.

Wie hast Du das mit der Unternehmensgründung geschafft?

Na ja das war alles schon ein steiniger Weg. Ich hab gemeinsam mit einem Studienkollegen, Timo Nau, angefangen – der hat jetzt sein eigenes Designbüro und macht für mich die gesamte Produktgestaltung. Anfangs gibt’s natürlich viele Schwierigkeiten: die Produktentwicklung schon mal alleine, dann die Finanzierung und am schlimmsten waren die Zweifel! Man kommt immer wieder an den Punkt wo man sich fragt, ist das Projekt den Aufwand wirklich wert und interessiert sich am Ende überhaupt wer dafür? Dabei die Motivation zu erhalten und nicht aufzugeben – das war das größte Problem manchmal. Hier hat mir Timo oft geholfen, aber meist musste ich mich selbst wieder aus dem Tief ziehen. Eine harte Schule, die mich aber sehr viel gelehrt hat. Blaue Flecken und einige Watschen gab’s natürlich trotzdem.

Dominik Hipp und Timo Nau; Quelle: privat

Was würdest Du Erfindern raten, die ihre Idee weiterverfolgen möchten?

Wenn Du durch die Hölle gehst, dann geh trotzdem weiter! Ganz klar! Motivation und Durchhaltevermögen ist das A und O. Und man braucht gute Freunde, die einen auch mal auffangen. Auf der anderen Seite sollte man Visionen auch verfolgen – auch wenn sie auf Anhieb vielleicht verrückt sind.

Dominik Hipp ist bei In Foro alles in Einem: Geschäftsführer, Produktentwickler, Planer, Finanzmanager und vor allem baut er seine Stühle auch selbst zusammen! Nebenbei betreibt er noch die Firma In Foro Engineering und arbeitet dabei als Produktentwickler für namhafte Firmen, wie Atomic. Ein Erfinder mit vielen Visionen also, der als Absolvent den Schritt ins eigene Unternehmen gewagt hat!

Nov 232010
 

Mozart-Ente; Quelle: Austroducks, Foto: Klaus Hantinger

Wer träumt nicht davon mit seinem persönlichen Held in die Badewanne zu steigen? Ein Salzburger denkt da zum Beispiel an Wolfang Amadeus Mozart – im Bade-Enten-Format. Die herkömmliche, gelbe Quietsche-Ente hat ausgedient: Austroducks bringt österreichisches Flair in heimische Badezimmer. Erfinder.at hat mit dem Erfinder der Mozart-Ente, Rudolf Doppelbauer, gesprochen.

Herr Doppelbauer, was genau ist Austroducks?

Austroducks ist der erste Anbieter von Quietsche-Enten mit speziellem Österreichbezug. Die Mozartente ist aber erst seit dem 03. August 2010 auf dem Markt – also noch relativ neu.

Mozart-Ente in Peking; Quelle: Austroducks

Wie und wann kam es zu dieser witzigen Idee und warum ausgerechnet Mozart?

Ich bin sehr stolzer Österreicher – liebe Salzburg und Musik und das hab ich einfach in der Ente vereint. Anfang Jänner 2010 hatte ich die Idee in der Badewanne als ich meine vorhandene Bade-Enten-Sammlung betrachtet habe. Angefangen hat alles 2005, als ich auf meiner Reise nach Peking eine Gummi-Ente entdeckte, die bei Kontakt mit Wasser zu leuchten begann und die Farbe wechselte. Das war das erste Sammlerstück – bis heute bin ich stolzer Besitzer von 50 Quietsche-Enten aus aller Welt. Na und dann hab ich mir überlegt, ob es wohl schon personifizierte Enten gibt und so wurde dann die Mozart-Ente geboren.

Mozart-Ente vor der Salzburger Festung Quelle: Austroducks

Was ist neben dem Aussehen noch das Besondere an den Enten?

Sie sind ein reines Naturprodukt mit welchem auch schon die Kleinsten große Freude haben können! Schwimmt, quietscht und macht Spaß! Die Enten sind gesundheitsfreundlich aus Latex gefertigt und werden auch in nachhaltigen, umweltfreundlichen Verpackungen verkauft. Sie sind also ungefährlich für Kleinkinder und damit für jedes Alter geeignet, von 0 bis 99.

Wo bekomme ich diese Bade-Enten?

Gott sei Dank schon in vielen Geschäften in Salzburg und in Wien, in allen Mozarthäusern, in unserem Internetshop und auch schon bei Duckshop.de – dem größten Anbieter für Bade-Enten im Internet.

Mozart-Ente vor Fischerbastei in Budapest; Quelle: Austroducks

Welche Figuren gibt es bis jetzt?

Zusätzlich zur Mozartente werden gerade Sisi, Franz Josef und Sigmund Freud entwickelt – die Imperialenten sind dann ab Sommer 2011 erhältlich. Wir planen langfristig eine Ente pro Jahr – aber ausschließlich welche mit Österreichbezug, damit wir unserem Image treu bleiben!

Auf der Homepage gibt es viele Fotos von der Ente, z.B. in München vor dem Siegestor oder in Paris vor dem Eiffelturm. Was hat es mit der Ente auf Reisen auf sich?

Nachdem sowohl Mozart als auch Herr Doppelbauer gerne reisen, war es naheliegend auch die Ente reisen zu lassen. Es macht inzwischen sehr vielen Menschen großen Spaß, uns Fotos zukommen zu lassen – und uns große Freude!

Wer also eine Ente besitzt ist herzlich aufgerufen, Fotos zu machen und sie an die Firma Austroducks zu schicken. Schließlich ist Mozart ja auch weit gereist und es gibt so viele Plätze auf dieser Welt, an denen die Ente noch nicht war.

Mozart-Ente in Mexiko; Quelle: Austroducks

Herr Doppelbauer, gibt es denn einen Ort, an den die Ente unbedingt noch reisen möchte?

Ja sicher, viele. In Begleitung des Erfinders zu allen modernen Weltwundern und zu den schwimmenden Inseln am Titicacasee – um ebendort von Einheimischen “Alle meine Entlein”, auf Deutsch gesungen, zu hören!

Na, wir sind gespannt ob das mit dem Singen klappt! Vorerst wäre das aber auf jeden Fall die weiteste Reise, die die Mozart-Ente unternimmt.

Wo soll die Entwicklung hingehen, was ist für die Zukunft geplant?

Wir planen mehrere Erweiterungen. Zum Beispiel zusätzliche Kleinigkeiten in Entenform – die teuerste Bade-Ente der Welt, die aber schon realisiert ist und wir wollen T-Shirts machen mit Entenbezug – wie das schon erhältliche “Duck me Amadeus” – Shirt.

Mozart-Ente in Marrakech; Quelle: Austroducks

Die Mozart-Ente ist also ein Muss für jeden Salzburg-Touristen und auch die Einheimischen können sich den Bade-Spaß mit Mozart versüßen! Für die witzige Erfindung gab’s beim Salzburger Wirtschaftspreis sogar den 3. Platz in der Kategorie „Bester Buinessplan„. Informationen gibt’s übrigens unter www.austroducks.com

Okt 222010
 

Urlaubsreif? Planungsmuffel? Problem! Jeder fährt gerne in den UrlaubUrlaub planen macht aber nicht immer unbedingt Spaß. Vor allem dann nicht, wenn es darum geht, von einer Stadt möglichst viel in möglichst angenehmem Tempo zu besichtigen. Nicht jeder hat Zeit und Lust im Internet Preise zu vergleichen, im Vorfeld Reiseführer zu wälzen oder im Reisebüro anzustehen. Das hat jetzt ein Ende! Ein junger Erfinder aus Salzburg, Gerald Müller, hat sich darüber Gedanken gemacht und die Lösung gefunden: die Website www.yourcitytour.com

erfinder.at hat mit ihm darüber gesprochen.

Quelle: Gerald Müller

Herr Müller, was genau ist yourcitytour.com?

yourcitytour.com ist eine Online-Reiseplattform, die sich weltweit an alle Städtereisende richtet. Ziel ist die Entwicklung eines webbasierten Reiseführers:

  • für alle Großstädte mit mehr als einer Million Einwohner, das sind weltweit mehr als 450 Städte
  • übersetzt in die häufigsten 50 Sprachen der Welt – damit werden dann mehr als 80% der Menschheit angesprochen
  • mit geführten Stadttouren von jedem Ausgangspunkt einer Großstadt

Feedback ist erwünscht! Die Seite befindet sich noch ca. ein Jahr in der Entwicklung. Einige Tools sind aber jetzt schon verfügbar. Unsere user können sich von stetigen Erweiterungen überraschen lassen – auf Rückmeldungen freuen wir uns!

Und wie funktioniert das?

Lediglich mit einem Klick auf die gewünschte Stadt wird dem Gast sofort eine perfekte Reise in seiner Muttersprache vorgeschlagen. Dies umfasst

  • ein geeignetes Stadthotel,
  • geführte Touren mit dem Startpunkt vom gewählten Hotel aus,
  • passende Flugverbindungen für An- und Abreise und
  • einen Kalkulator, mit dem die gesamten Reisekosten geschätzt werden.

Der Urlauber kann nun über die Plattform das vorgeschlagene Hotel und die Flüge buchen oder den Vorschlag nach seinen eigenen Vorstellungen verändern. Die Stadttouren sind mit einer detaillierten Wegbeschreibung versehen und führen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zu den Sehenswürdigkeiten gibt es Beschreibungen, die kurzweilig informieren. Die Informationen können übersichtlich und kurz zusammengefasst, als PDF-Dokument kostenlos heruntergeladen werden.

London Tower Bridge, Quelle: http://www.wikipedia.org/

Woher stammt diese Idee?

Stellen Sie sich vor, dass Sie einen Urlaub machen wollen. Sie wissen zwar das Urlaubsziel, Sie haben aber ansonsten keine Informationen, wie Sie dorthin kommen, welches Hotel Sie buchen sollten und was Sie in der Stadt tun sollen. Sie wollen aber keine Zeit in lange Vorbereitungen, kompliziertes Organisieren, etc. investieren und vor Ort maximal viel erleben. Genau da kann Ihnen yourcitytour.com helfen. Mit nur einem Klick bekommen Sie sofort einen Vorschlag und eine gesamte Planung für den Urlaub.

Wie soll die Entwicklung aussehen?

Am Anfang werden die Touren automatisch mit einem eigens entwickelten Verfahren den usern vorgeschlagen. In einer späteren Phase – wenn es eine genügend große community gibt – werden Touren von usern auf die Plattform gestellt, bewertet und empfohlen. Wir haben die Touren nicht alle selbst getestet, dazu gibt es zu viele. Aber im Laufe der Zeit soll es auch möglich sein, dass user selbst ihre Lieblingstouren eintragen können.

Verraten Sie uns Ihre Lieblingstour?

Vienna Prater; Quelle: http://www.wikipedia.org/

Eine Tour durch Yangzhou in Farsi! Die gibt es noch zwar nicht, aber wir arbeiten daran!

Wir lassen uns überraschen! Hinter der Idee steckt übrigens die Internetagentur factor4 aus Salzburg, die für alle Städteurlauber die Planung erleichtern möchte. Unentschlossene finden auf der Seite vielleicht sogar den einen oder anderen Anreiz. Wen jetzt das Fernweh gepackt hat – erste Städte sind

bereits verfügbar! Viel Spaß bei der Planung!

Weitere Informationen bekommt man direkt bei der Internetagentur factor 4!

Apr 192010
 

Wie versprochen haben wir Schokolombo kontaktiert und konnten so mit ihm eine Reise starten!

Reise nach Californien

1. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Das Ausschlaggebende war, dass meine Tochter Victoria versuchte Pralinen selber herzustellen.

2. Schuld an dem ganzen warst also du Victoria? Erzähl doch mal!

Ich und meine beste Freundin haben Pralinen gemacht. Das Rezept war aus irgendeiner Fernsehsendung.  Papa hat sich dann gefragt: „Wie macht man eigentlich eine Tafelschokolade?“ So ist die Idee entstanden und wir haben es einfach mal ausprobiert.

3. Wie waren so die ersten Versuche? Wie seid ihr an die Sache heran gegangen?

Anfangs wollten wir eigentlich eine gefüllte Schokolade machen, doch ich bin ja kein Konditor und kenne mich da nicht so gut aus. Auch das Equipment das wir hier benutzen ist für eine gefüllte Schokoladen nicht geeignet, daher versuchten wir eine Schokolade zu gießen.

Erst mal haben wir eine herkömmliche Tafel Schokolade im Wasserbad flüssig gemacht und diese etwas verfeinert. Die ersten Tafeln waren noch ohne Gussform aber wir haben uns sehr viel Mühe gegeben. Danach wurde sie unter anderem an die Kindergartentante von Victoria verschenkt und wir bekamen nur positive Rückmeldungen.

Der nächste Schritt war dann, dass wir uns einfach im Internet eingelesen haben, denn da findet man extrem viele Informationen. Im letzten Sommer sind wir auch noch zu Arne Homborg ( unser Schokolatier) gefahren und haben uns den Ablauf in einer richtig professionellen Fabrik angeschaut. Also Fabrik kann man ja eigentlich nicht sagen. Es ist mehr eine Manufaktur die nur aus einem Raum besteht. Er macht alles mit der Hand und ganz alleine. Die einzige Hilfe die er hat ist eine Temperier Maschine, die sozusagen die Schokolade auf der optimalen Temperatur haltet, damit man sie richtig abfüllen kann.

Schokooooladeee 😉

4. Wie kamen sie auf die Idee mit Schokolombo?

Auf die Idee kamen wir, weil wir alle sehr gerne und viel unterwegs sind. Da fiel uns das Thema mit der Reise und Columbus ein und so entstand Schokolombo. Wobei der neue Aufhänger eher der Schokourlaub sein wird.

5. Was macht ihre Schokolade so einzigartig?

Wir haben uns schon relativ viel einfallen lassen bei den einzelnen Schokoladen und Gewürzen. Außerdem verwenden wir eine sehr hochwertige Schokolade, bei der man den Kakao auch noch schmeckt. Die einzelnen Tafeln sollen kein Massenprodukt werden, dass würde auch nicht wirklich funktionieren.

Wieso nicht?

Wir verwenden die Kakaosorte Criollo, diese ist eine besondere Sorte und wegen ihrem Geschmack werden weltweit nur 5% produziert. Forastero hingegen ist nicht so anfällig gegenüber Schädlingen und liefert gute Erträge. Diese Kakaosorte schmeckt aber nicht annähernd so gut und intensiv wie eine Criollobohne. Deshalb können große Schokoladehersteller diese besonderer Criollobohne gar nicht verwendet, weil es die Mengen, die benötigt werden, gar nicht gibt.

6. Nehmen sie die Gewürze von den Reisen gleich mit nach Hause?

Nein die bekommen wir von hier, nur die Ideen werden dort aufgeschnappt! Ein entfernter Verwandter von uns hat eine Gewürzfirma in Obertrum. Dieser hat natürlich auch Zugang zu den ausgefallenen bzw. hochwertigeren Sachen. Wenn wir jetzt beispielsweise eine Lavendelschokolade machen, benutzen wir nur das Lavendelöl, denn alles andere ist von der Intensität nicht gut genug.

Ist in der Erdbeer-Schokolade auch nur eine Essenz drinnen?

Nein, um Gottes Willen! Wir verwenden ausschließlich gefriergetrocknete Erdbeeren für unsere Fruchtschokolade. Bei der Gefriertrocknung werden frische Früchte sozusagen schockgefroren und dabei getrocknet. Das Aroma bleibt dabei fast zu 100% erhalten. Wenn Sie unsere Erdbeerschokolade probieren ist es so, als ob Sie in eine frisch gepflückte Erdbeere reinbeißen. Die gefriergetrockneten Früchte werden einerseits in Pulverform verarbeitet, um diese wunderbare rosa Farbe zu bekommen und andererseits in kleinen Stückchen, damit man auch was zu Beißen hat.

Ginkoöl

7. Nach welchen Kriterien wird dann entschieden ob die Schoko jetzt gut ist oder nicht?

Es wird einfach mal eine Sorte kreiert die uns 3 schmeckt. Dann wird sie an Bekannte verteilt und jeder muss dann ein Urteil abgeben. Aber es ist trotzdem immer wieder eine Bauchgeschichte wofür man sich entscheidet. Es macht mir einfach Spaß und für mich selbst, ist das Entspannung pur.

8. Wie viel Sorten kann man kosten bis man nichts mehr schmeckt??

Naja wenn man zwischendurch ein paar Crissini und Wasser zu sich nimmt, kann man 4-5 Schokoladen kosten. Man muss sie nur in der richtigen Reihenfolge essen. Also immer von der weißen zur dunklen Schokolade.

9. Wie kam die Idee in die Presse?

Von der Arbeit her bin ich oft in Wien und übernachte dort in dem Hotel Wein&Design. Es ist ein Genuss Hotel und die haben jetzt Schokolombo in ihre Minibar aufgenommen. Die Pressebetreuerin von diesem Hotel hat das mitbekommen und ich glaube deren Bekannte ist die Chefredakteurin vom Kurier hier in Salzburg. Die Dame hat mich angerufen und dann ist im Radio Arabella und eben im Kurier darüber berichtet worden.

10. Wer hat das Designe von der Verpackung bzw. Homepage entwickelt?

Meine Frau Diana ist ja aus Rumänien und ihre Freundin kommt aus Bukarest. Sie hat eine eigene Design Firma und hat uns die 2 Verpackungsvarianten entworfen. Die eine Variante ist eben eine durchsichtige Plastik Hülle mit einer Banderole drum herum. Etwas hochwertiger schaut die 2 Variante aus, da ist die Schokolade in einer Schachtel eingepackt. Wobei sich die simplere Variante mit der Banderole besser verkauft als die mit Schachtel.

Unsere Webseite und Webshop hat eine Grazer Werbeagentur gebaut, die einem Freund von mir gehört. Er war ein Studienkollege von mir. Also wir schauen schon, dass wir solche Leistungen bzgl. Marketing, professionell, aber doch irgendwo im Bekanntenkreis bekommen.

11. Auf der Homepage steht, dass Schokolombo wieder auf Reisen ist, gibt es schon neue Produkte?

Ja die gibt es! Wir haben wieder verschiedene Themen. Unter anderem Süd Africa und Mauritius. Ich komme ja aus dem Ennstal und jetzt machen wir eine Zirbenschokolade. An der haben wir ziemlich lange herum getestet. Dann machen wir noch eine für Rümänien, weil ja Diana Rumänin ist. Ach ja und für das Wiener Hotel machen wir auch eine spezielle Schoki. Diese werden so in 2-3 Wochen erhältlich sein.

12. Hilft Victoria jetzt auch noch mit oder war sie nur die Inspiration?

Die Produktion ist ja nach Deutschland zu Arne ausgelagert worden und primär ist hier in Salzburg ja nur das Marketing zu machen, da kann Victoria nicht viel helfen.

Aber neue Sorten werden hier bei uns durchprobiert bis sie fix und fertig sind. Man muss sozusagen eine genaue Abstimmung der Zutaten haben, das ist ja auch ein riesen Thema. Es gibt ganz viel verschiedene Varianten die man ausprobieren kann und beim Experimentieren ist Victoria schon live dabei.

Zu guter Letzt machten wir mit der Familie Pilz noch eine Reise nach Californien und kreierten eine Schokolade aus 45% Milch- und dem Rest dunkle Schokolade. Die Zutaten waren Walnüsse, Pinienkerne und Ginko Öl. Mhhhhm lecker!

Feb 052010
 

Heute im Interview ist Herr Lidauer, seine Erfindung ist die „Schraube mit Schraubwerkzeug nach dem Bajonettprinzip“

Schraubenköpfe1. Beschreiben Sie Ihre Erfindung in einem Satz!

Es handelt sich dabei um Schrauben, welche man leicht und einfach, ohne Druck auszuüben, mit einem entsprechenden Schraubwerkzeug ein- und ausschrauben kann, ohne dabei abrutschen zu können, da beim Schrauben Schraube und Schraubwerkzeug nach dem Bajonettprinzip verbunden sind.

2. Was ist das für ein Prinzip?

Es ist eine Steck- und Drehverbindung, das heißt, nach dem Einstecken des Schraubwerkzeuges in die Schraube wird es im Kopf der Schraube noch leicht verdreht, bevor es ganz einrastet und die weitere Drehung auf die Schraube überträgt.

3. Wie sind sie darauf gekommen?

Ich habe schon viele Schraubarbeiten durchgeführt und musste mich öfter ärgern, wenn eine Schraube nicht ganz eingedreht bzw. versenkt werden konnte, weil trotz starken Anpressdruckes das Schraubwerkzeug aus dem Schraubenkopf herausrutschte und dabei die Schraube beschädigte. Häufig wurde es dabei auch selbst abgenudelt und stumpf. Außerdem war es auch oft sehr schwierig, derartig beschädigte oder ausgeleierte Schrauben wieder herauszubekommen.

Eines Tages sollte ich eine Terrasse aus Lärchenholz vorübergehend demontieren, die schon einige Jahre zuvor auf starke Posterhölzer geschraubt worden war. Viele der verwitterten Schrauben waren ausgeleiert, es war mir auch mit dem stärksten Elektro-Schrauber nicht möglich, sie wieder herauszuschrauben. Es blieb nur mehr die Kettensäge, um die Aufgabe zu lösen. Die bis dahin noch gut erhaltenen Bretter waren dann aber nicht mehr wieder zu verwenden. Das hat mir damals den Anstoß gegeben, über alternative Schrauben nachzudenken und Skizzen anzufertigen.

4. Durch wen oder was wurden Sie inspiriert?

Anfangs habe ich mir gedacht, dass es so etwas wahrscheinlich schon in irgendeiner Form gibt, aber als ich nach über sieben Jahren noch nirgendwo etwas ähnliches oder vergleichbares gesehen oder auch nur davon gehört habe, entschloss ich mich, meine Idee als Patent anzumelden.

5. Was war Ihr größter Fehler?

Das weiß ich noch nicht. Vielleicht hätte ich schon früher eine Patentanmeldung anstreben sollen, weil das ganze Verfahren ohnehin sehr lange dauert. Allerdings haben mich die damit verbundenen hohen Kosten auch etwas verunsichert und abgeschreckt.

6. Wie viel Zeit und Geld haben sie bereits investiert?

Was die Zeit anbelangt, ist das sehr schwer abzuschätzen. Es waren schon viele Tage.

Was ich bisher an Geld in die Sache investiert habe, möchte ich nicht genauer beziffern, um nicht dadurch eventuell andere Erfinder von der Umsetzung ihrer Idee abzuhalten. Das hängt ja sicher auch von der Art der Erfindung ab und ob man die Hilfe von Erfinderberatern und Patentanwälten in Anspruch nimmt, wofür ich mich zum Beispiel entschieden habe.

7. Welche Träume möchten Sie sich bei einer erfolgreichen Marktplatzierung erfüllen?

Falls sich meine Erfindung erfolgreich vermarkten lässt, würde ich gerne noch weitere Ideen zum Patent anmelden.

8. Welche Ziele haben Sie sich zu Beginn der Entwicklung Ihrer Idee gesteckt?

Dranzubleiben und mich nicht durch Rückschläge oder Enttäuschungen frühzeitig entmutigen zu lassen. Mein Motto: Ich will es wissen!

9. Haben Sie einen Tipp für andere Erfinder?

Ich kann, glaube ich, erst Tipps geben, wenn sich irgendein Erfolg eingestellt hat.

10. Was halten Sie für die größte Erfindung der letzten 50 Jahre?

Mich faszinieren die vielfältigen Möglichkeiten des Internets und seiner Suchmaschinen, obwohl damit auch einige nicht zu unterschätzende Gefahren verbunden sind.

11. Haben Sie ein Erfinder-Vorbild?

Auf die eine oder andere Art sind alle Erfinder für mich ein Vorbild. Um nur einige Beispiele zu nennen, beeindrucken mich besonders, neben ihrer Genialität:

Archimedes wegen seiner überzeugend einfachen Lösungen,

Leonardo da Vinci aufgrund seiner Universalität,

Thomas Alva Edison wegen seiner Ausdauer und Beharrlichkeit,

George Eastman dank seiner Menschenliebe und Großzügigkeit,

sowie Nikola Tesla als Visionär, der seiner Zeit schon weit voraus war.

12. Wie würden Sie sich in drei Worten beschreiben?

Einfacher, zurückhaltender Tüftler

Jan 252010
 

Foto Sabine Hirschbaeck loocusHeute im Erfinderinterview, Frau Hirschbäck, die Erfinderin von loocus.

1. Beschreiben Sie Ihre Erfindung in einem Satz?

Loocus – die sprühende Idee, ist eine einfache, wirkungsvolle und unglaublich praktische Vorrichtung für WC-Anlagen, die den Gebrauch von WC-Bürsten überflüssig macht.

2. Wie sind sie darauf gekommen?

Wie ich auf die Idee gekommen bin? Es war auf einmal da, ich kann es nicht genau beschreiben. Meine Intuition hat mich geführt.

3. Durch wen oder was wurden Sie inspiriert?

Inspiriert zu meiner Idee wurde ich auf Reisen und durch mein Bedürfnis eine hygienischere, innovativere Reinigungsvariante für Toiletten zu erfinden. Die Gespräche mit unterschiedlichen Menschen, die die bisher gängige Methode mittels WC-Bürste ebenso als nicht zufriedenstellend empfunden haben, bestärkten mich in meinem Tun.

4. Was war Ihr größter Fehler?

Der größte Fehler, wobei ich würde es eher als Erfahrung bezeichnen, war der, dass ich vor lauter Sorge keine Rechtsschreibfehler bei meinen Foldern einzubauen, die Kontrolle der Telefonnummern auf meinem Folder vernachlässigt habe. Die Folge davon war, dass die Kontakt-Telefonnummer auf der Rückseite meines Folders eine falsche Reihenfolge hat. Das Problem wurde von mir erkannt, angenommen und ich überlegte sofort eine schadens-begrenzende Lösung, die in Form eines schönen Stempels umgesetzt wurde. Die erste Auflage von 1000 Stk. ist aber schon fast aufgebraucht.

5. Wie viel Zeit und Geld haben sie bereits investiert?

Von den ersten ernsthaften Überlegungen über den Prototypenbau, bis hin zum fertigen Produkt verging knapp ein Jahr. Finanziell hat mich das Projekt loocus bis zum jetzigen Stand ungefähr € 20.000 gekostet, die ich zur Gänze aus Eigenmittel bezog.

6. Welche Träume möchten Sie sich bei einer erfolgreichen Marktplatzierung erfüllen?

Wenn loocus erfolgreich ist, werde ich eine loocus-Produktpalette kreieren, von Papier-, Rollenhaltern, über eine eigene Sanitärserie usw. Ein loocus-shop wäre eine schöne Möglichkeit, Menschen zu beschäftigen und praktische sowie schöne Artikel stilvoll zu präsentieren. Weiters werde ich einen fixen Anteil an diverse caritative Einrichtungen weitergeben, später evtl. auch eine eigene Organisation gründen, damit ich weiß wo das Geld genau hingeht. Ich persönlich würde meine derzeitige Wohnung kaufen, vielleicht auch ein kleines Haus, diese/s einfach aber stilvoll einrichten und reisen, welches meine große Leidenschaft ist.

7. Welche Ziele haben Sie sich zu Beginn der Entwicklung Ihrer Idee gesteckt?

Die Idee durchzusetzen bzw. ein Umdenken bei den Menschen bewirken zu können. Weiters war auch die Selbstständigkeit ein großes Ziel.

8. Werden Sie in Zukunft wieder etwas erfinden?

Ja, ich habe schon eine Liste angelegt, mit Dingen, die noch folgen. Ursprünglich ist eigentlich eine andere Erfindung vorrangig gewesen, loocus hat sich jedoch irgendwie vorgeschoben und so nahmen die Dinge ihren Lauf.

9. Haben Sie einen Tipp für andere Erfinder?

Immer an sich und die Idee glauben, nicht aufgeben, nicht entmutigen lassen. Es gibt nur die eigene mentale Kraft die einem immer weiterhilft, jedoch auch delegieren, netzwerken und Hilfe annehmen wo man sie benötigt.

10. Was halten Sie für die größte Erfindung der letzten 50 Jahre?

Spontan – das Post It, generell alle Erfindungen sich für sich super.

11. Haben Sie ein Erfinder Vorbild?

Ich habe kein Erindervorbild denn ich schätze an jedem Menschen seine individuellen Fähigkeiten, erfinden könnten viele Menschen etwas – wenn sie sich trauen würden, natürlich unter der Voraussetzung der jeweiligen Möglichkeiten.

12. Wie würden Sie sich in drei Worten beschreiben?

optimistisch, fröhlich, offen

Jan 222010
 

Erfinderin Christina_KawkaChristina Kawka über den Ursprung ihrer Idee, Erfahrungen und Empfehlungen!

1. Wie Beschreiben Sie Ihre Erfindung? Wie kamen Sie auf die Idee und durch wen wurden Sie inspiriert?

Meine Idee war es ein Cocktailschirmchen mit Werbung zu bedrucken. In den Sinn kam mir diese im Sommer 2007, als der Freund meiner Freundin im Krankenhaus lag. Die beiden betreiben bis heute eine mobile Cocktailbar und in meiner Freizeit half ich Ihnen so gut es ging. Nach einem Event fuhr ich meine Freundin zu ihm in die Klinik. Wir quatschten im Auto, überlegten uns wie wir die nächsten Tage organisieren können. Nebenbei suchte ich nach einem Stück Papier um dem Patienten Gute-Besserungs-Grüße mitzugeben. Alles was ich fand war ein kleines Cocktailschirmchen. Mit einem Stift schrieb ich ringsherum meine Grüße und gab Ihr diese mit, dann stieg Sie aus.

Auf dem Heimweg kam mir dieses Cocktailschirmchen nicht mehr aus dem Sinn und habe mir überlegt – warum existiert so etwas nicht mit bedruckter Werbung?

2. Was war Ihr größter Fehler?

Die Patentverwertung hatte ich mir natürlich einfacher vorgestellt und in meiner anfänglichen Naivität suchte ich mir die zehn größten Werbeagenturen Deutschlands raus und schrieb diese an. Natürlich kam, bis auf ein paar nette automatisierte Urlaubs-Umleitungs-Emails, nie eine Resonanz zurück.

3. Wie viel Zeit und Geld haben Sie bereits investiert?

Seit 2007 habe ich circa 10.000 Euro in die Idee investiert.

4. Welche Träume möchten Sie sich bei einer erfolgreichen Marktplatzierung erfüllen?

Reisen.

5. Welche Ziele haben Sie sich zu Beginn der Entwicklung Ihrer Ziele gesteckt?

In meinem Luftschloss hatte ich 2010 die Schirmchen auf der WM in Afrika gesehen.

6. Werden Sie in Zukunft wieder etwas erfinden?

Wenn es sich ergibt, bestimmt.

7. Haben Sie einen Tipp für andere Erfinder?

Dem Gefühl folgen und nicht aufgeben. Geduld haben.

8. Was halten Sie für die größte Erfindung der letzten 50 Jahre?

Das Mobiltelefon.

9. Haben Sie ein Erfinder-Vorbild?

Der Erfinder der Post-Ists, so einfach aber genial.

10. Wie würden Sie sich in drei Worten beschreiben?

stur, chaotisch, herzlich

Get Adobe Flash player