Mrz 082017
 

Die Zusammenarbeit zwischen Konzernen und Startups ist in Österreich im Vormarsch, wie eine aktuelle Befragung des Beratungs- und Beteiligungsunternehmens Venionaire Capital unter den größten heimischen Unternehmen ergab.

So haben bereits mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen mit Startups zusammengearbeitet. Besonders häufig wird hierbei die Teilnahme an Innovationswettbewerben genannt, wie beispielsweise die jährlich stattfindenden „Innovation to Company“ Startup Challenges, welche in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Wien entwickelt wurden. Mit diesem großen Interesse an Startups schließt Österreich auch international auf. Wie eine Studie der Business School INSEAD und „500 Startups“ aus dem Jahr 2016 zeigt, beschäftigen sich mehr als zwei Drittel der internationalen Top 100 Unternehmen mit diesem Thema. Globale Player suchen jedoch nicht nur die Zusammenarbeit mit Startups, sondern sie beteiligen sich auch aktiv mit Wagniskapital. Heimische Konzerne waren dahingehend bisher noch zögerlich, aber auch hier zeichnen sich Veränderungen ab.


Konzerne wollen Startup-Aktivitäten intensivieren
Ein guter Teil der befragten Unternehmen möchte sich in ausgewählten Fällen bei Startups beteiligen, etwa durch eine Partnerschaft mit dem European Super Angels Club. Überlegungen der Konzerne gibt es auch hinsichtlich eigener Akzeleratoren und Corporate Venture Fonds: „Konzerne scheuen insbesondere bei Akzeleratoren und gemeinsamen Innovationsstandorten nicht die Zusammenarbeit mit Partnern aus komplementären Industrien, wie wir am Beispiel des Talent Garden in Wien sehen. Bei Corporate Venture Fonds hängt die Offenheit sehr vom Ausmaß der strategischen Ausrichtung der Häuser ab. International kennen wir sowohl gemeinsame als auch eigenständige Vehikel von Konzernen mit ganz unterschiedlichen Strategien – wir erarbeiten daher auch in Österreich verschiedene Konzepte für unsere Kunden“, erklärt Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Geschäftsführer von Venionaire Capital. Ein interessantes Detail ist, dass ausnahmslos alle Unternehmen, die bisher mit Startups zusammengearbeitet haben, ihre Aktivitäten in diesem Bereich intensivieren wollen. Konzerne, die noch nicht mit Startups zusammen gearbeitet haben, sehen Corporate Startup Engagement zumindest als potentiellen Bestandteil ihrer Digitalisierungsoffensive 2017.

Kosten senken, Innovation erhöhen
Die Motive für die Zusammenarbeit mit Startups decken sich mit der globalen Studie von INSEAD und 500 Startups: Etablierte Unternehmen erwarten sich dadurch mehr innovative Ideen bei gleichzeitig weniger Innovationskosten, die Möglichkeit neue Produkte zu testen und ein Abfedern der Bedrohungen durch neue digitale Geschäftsmodelle. Besonders interessiert sind heimische Unternehmen an Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz), aber auch das bessere Verarbeiten großer Datenmengen (Big Data) und die Digitalisierung von Maschinen, Infrastruktur und Gebäuden (Industry 4.0) sind relevante Themen.

Positive Verstärkung
Für Baurek-Karlic ist das österreichische Startup Ecoystem wie ein Schneeball, der einmal angestoßen, sich immer schneller zu drehen beginnt: „Die Professionalisierung der Startup-Teams bringt wachsendes Interesse von Investoren und Unternehmen, deren Interesse fördert neue Gründer, die wiederum neue Player anziehen. Gerade in unserer Arbeit im Zuge der ‚Innovation to Company‘ Startup Challenge und darüber hinaus mit Unternehmen wie beispielsweise A1, AccorHotels, Microsoft Österreich, New Frontier Group, Österreichische Post, Raiffeisen, Uniqa oder Verbund, zeigen uns, dass es hier großes und weiter wachsendes Interesse gibt. Jetzt gilt es diese Potentiale auch auf pan-europäischer Ebene auszunutzen und daher haben wir uns ganz bewusst von Anfang an für Talent Garden in Wien und die Gründung des European Super Angels Clubs eingesetzt.“

Nov 142016
 

Am 10.11.2016 wurde der NÖ Innovationspreis 2016 an herausragende Innovationsprojekte vergeben. Das Projekt SONIGait der FH St. Pölten wurde als Gewinner in der Kategorie „Innovationen von Forschungseinrichtungen“ ausgezeichnet. Unter den Finalisten befand sich zudem das Projekt Smart Inspection, das die innovative Inspektion von Brücken erforscht. Die Preise verliehen Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl im feierlichen Rahmen im Institute of Science and Technology Austria in Klosterneuburg.

Im Projekt SONIGait entwickeln ForscherInnen der FH St. Pölten eine Schuhsohle, die das Gehen hörbar macht. Über Kopfhörer erhalten Menschen die Information, ob sie gleichmäßig abrollen oder die Füße unterschiedlich belasten. Diese Information könnte in der Therapie zum Beispiel nach Sportverletzungen oder einem Schlaganfall eingesetzt werden. Gestern wurde das ForscherInnenteam der FH St. Pölten rund um die Projektleiter Jakob Doppler und Brian Horsak dafür mit dem NÖ Innovationspreis ausgezeichnet.

„SoniGAIT ist ein mobiles, auditives Feedbacksystem zur Gangschulung und Gangrehabilitation und soll Therapeutinnen und Therapeuten sowie Patienteninnen und Patienten helfen, Gangabweichungen festzustellen und das (Wieder-)Erlernen eines physiologischeren Gangbildes zu unterstützen“, erklären die Projektleiter Jakob Doppler und Brian Horsak. „Dabei verfolgen wir in unserer Forschung einen stark interdisziplinären Ansatz und bündeln Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen, etwa aus dem Feld der Physiotherapie oder der Digitalen Medientechnologien.“

Medienunterstützte Gesundheitsvorsorge
SONIGait ist Teil des Forschungsvorhabens CARMA (Center for Applied Research in Media Assisted Health Care for Motion and Activity) an der FH St. Pölten. Unter diesem Namen entsteht seit 2013 ein Zentrum für angewandte Forschung für medienunterstützte Gesundheitsvorsorge. In mehreren Projekten entwerfen Studierende und ForscherInnen Techniken, die Menschen in der Rehabilitation unterstützen oder Medizinerinnen und Medizinern sowie Therapeutinnen und Therapeuten ihre Arbeit erleichtern sollen.
An SONIGait beteiligen sind an der FH St. Pölten die Studiengänge Physiotherapie und Digital Healthcare sowie das Institut für Creative\Media/Technologies (IC\M/T).

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Bild: Brian Horsak, wissenschaftlicher Leiter des Projekts SONIGait, mit Landesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

Innovative Instandhaltung von Eisenbahnbrücken
Über eine Nominierung in der Kategorie „Innovationen aus Forschungseinrichtungen“ durfte sich das Projekt Smart Inspection freuen, an dem das Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung sowie das Institut für Creative\Media/Technologies an der FH St. Pölten beteiligt sind. Geforscht wird an einer Applikation für die integrierte Brückeninspektion mittels Tablet oder Smartphone, die etwa schadhafte Stellen wie Risse, Korrosion oder Abbröckelungen erkennen, aufnehmen und die Daten an eine zentrale Stelle weiterleiten soll.

„Infrastruktureinrichtungen befinden sich im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Effizienz und der Erfüllung hoher Sicherheitsstandards. Bis dato wurde die visuelle Brückeninspektion von geschultem Personal durchgeführt. Mit ‚Smart Inspection‘ soll künftig eine integrierte Inspektion mittels App möglich sein“, erklärt Frank Michelberger, Projektleiter und Leiter des Carl Ritter von Ghega Instituts für integrierte Mobilitätsforschung.

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Bild: Das Team von Smart Inspection: Hirut Grossberger, Kerstin Blumenstein und Frank Michelberger mit Landesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

„Die neuerliche Auszeichnung von Projekten der FH St. Pölten beim niederösterreichischen Innovationspreis zeigt die hohe Qualität der Forschung und die praktische Relevanz der Arbeiten. Wir sind im Bereich der Forschung in den letzten Jahren sowohl qualitativ als auch quantitativ kontinuierlich gewachsen. Heute zählt die FH St. Pölten zu den forschungsstärksten Fachhochschulen in Österreich“, sagt Hannes Raffaseder, Prokurist und Leiter des Bereichs Forschung und Wissenstransfer an der FH St. Pölten.

Über den NÖ Innovationspreis
Der NÖ Innovationspreis kürt jährlich herausragende Innovationsprojekte von niederösterreichischen Unternehmen sowie innovative Entwicklungen von Forschungseinrichtungen. Vergeben wurden diesmal drei Kategorienpreise (Innovationen aus Forschungseinrichtungen, Innovationen für die Wirtschaft, Innovationen für den Konsumenten), ein Sonderpreis im Bereich Digitalisierung / Industrie 4.0 sowie der NÖ Innovationspreis für den Gesamtsieger. Organisiert wird der Preis von TIP (Technologie- und InnovationsPartner), dem gemeinsamen Innovationsservice des Landes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Link Tipps:
NÖ Innovationspreis 2016
Projekt CARMA/SONIGait
Projekt Smart Inspection

Nov 092016
 

Heute am 9. November ist „Tag der Erfinder“.

Der Tag der Erfinder richtet sich an alle Kreative, Denker und Tüftler, die unsere Gesellschaft mit ihren Ideen unterstützen.
„Der „Tag der Erfinder“ soll jedem, der eine Idee hat, von der er denkt, dass sie gut ist, den Mut geben, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Natürlich nicht unbedingt in eine Talkshow, sondern eher zu einem kostenlosen Patensprechtag, wie er vielerorts angeboten wird.

Natürlich ist auch die Wirtschaft gefragt. Viele heute bekannte Unternehmen gäbe es nicht ohne einen Erfinder mit einer visionären Idee und Mut zur Umsetzung.“, so die Erfinder und Gründer des Erfinderladens und Initiatoren des Tages der Erfinder. Der Tag der Erfinder wird dieses Jahr bereits zum elften Mal gefeiert.

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Am heutigen 9. November, dem Tag der Erfinder wird zum ersten mal der „Staatspreis Patent“ verleihen in den Wiener Sofiensälen.

Seit über hundert Jahren ist der Schutz von Innovationen Auftrag des Österreichischen Patentamtes. Über 10.000 innovative und kreative Leistungen (Patente, Marken, Designs) werden hier jährlich geprüft. Die Zahl der angemeldeten und erteilten Patente und Marken spiegelt die ungebrochene heimische Innovationsfreude wider. Hinter den nüchternen Zahlen stecken Geistesblitz und Erfindungsgabe, die nun die verdiente Anerkennung finden sollen.

Mit dem Staatspreis Patent zeichnet Bundesminister Jörg Leichtfried gemeinsam mit dem Österreichischen Patentamt jene Unternehmen, Erfinderinnen und Erfinder aus, die wesentlichen Anteil am wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt in Österreich haben.

Es wird Auszeichnungen für das „Patent des Jahres“ und die „Marke des Jahres“ geben. Für den Hedy-Lamarr-Spezialpreis können zudem Frauen einreichen, denen in den Jahren 2010 bis 2015 vom Österreichischen Patentamt ein Patent erteilt wurde.

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Hier die Nominierungen

In der Kategorie „Patent des Jahres“:
PULVERSCHNEE AUS DER KÜNSTLICHEN WOLKE
Eine effiziente und ökologisch nachhaltige Beschneiungsmöglichkeit
Michael Bacher, Meinhard Breiling, George F. Best, Sergey Sokratov / TU Wien, BOKU Wien

MEMS-SENSOR ZUR DETEKTION VON UMGEBUNGSPARAMETERN
Eine neuartige Bauweise bzw. Ausführungsform ermöglicht ein platzsparendes Design und vielfältige Anwendungsbereiche
Ulrich Schmid, Martin Kucera, Achim Bittner, Nicole Dörr, José Luis Sánchez De Rojas Aldavero
TU Wien, AC2T RESEARCH GmbH

VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM WARTEN EINER KLIMAANLAGE
Eine effiziente und umweltfreundliche Erfindung, insbesondere im KFZ-Bereich
Peter Kerschenbauer / AVL DiTest GmbH

In der Kategorie „Marke des Jahres“:
BORA
Das Ende der herkömmlichen Dunstabzugshaube – umweltfreundlich und innovativ
BORA Vertriebs GmbH & Co KG
JOHAN
Jung, offen, herzlich, authentisch, nachhaltig – Natur und Interior-Design im Einklang
Alois Hechinger
BÄRNSTEIN
Grüner Kaffee und regionale österreichische Zutaten – ein Schluck Abenteuer, Kreativität und Freiheit
Martin Paul KG

In der Kategorie „Spezialpreis Hedy-Lamarr“:
PYRIDINE UND PYRIMIDINE ALS CARDIOGENE WIRKSTOFFE
Für eine verbesserte Regenerationsfähigkeit von Herzgewebe
Moumita Koley und Team / TU Wien
INFRAROT-HALBLEITERLASER AUF BASIS VON GALLIUMNITRID
Ein neuer Halbleiterlaser für den speziell in der Telekommunikation wichtigen Infrarotbereich
Alberta Bonanni und Team / JKU Linz
SPLINETEX – VERFAHREN ZUR WERKZEUGFREIEN HERSTELLUNG FREI FORMBARER FASERVERBUNDPROFILE
Ein neuartiges Verfahren für Industrie-, Architektur- und Designanwendungen
Valentine Troi / superTEX composites GmbH

Link Tipps:
Staatspreis Patent
Erfinderberatung
Erfinderladen
Das Österreichische Patentamt

Aug 012016
 

Wenn starke Lichteinstrahlung den Wohnraum zu stark erhitzt, helfen diverse Sonnenschutzsysteme wie Jalousien, die sich zum Teil dank vollautomatischem System je nach Lichteinfall selbst entsprechend ausrichten. Noch einen Schritt weiter gehen thermochrome Gläser, die sich je nach Temperatur färben. Erhitzt sich das intelligente Glas, verdunkelt es sich – kühlt es sich ab, entfärbt es sich. Ein System, das ebenso wie elektrochromes Glas, das auf eine angelegte Spannung reagiert, sicherlich noch stärkere Verbreitung finden wird.

Integrierter UV-Schutz

UV-Strahlung setzt vielen Materialien zu. Besonders offensichtlich auch Holzfassaden, die sich mit der Zeit leider unansehnlich gräulich verfärben. Hubert Schwarz, Matthias Wintersteller und Alexander Zeppetzauer haben sich überlegt, dass die Selbstverfärbung von Glas übertragen auf Holz vor dem negativen Einfluss von UV-Strahlen schützen könnte.

In mühsamer Arbeit haben die Schüler des Holztechnikums Kuchl ein Verfahren entwickelt, das Holz automatisch abdunkeln lässt und bei abnehmender UV-Strahlenbelastung wieder auf den Originalton aufhellt.

Selbstfärbendes Holz – Farbmantel gegen UV-Strahlen

Dafür waren etliche Test verschieden beschichteter Holzbretter in einer Bewitterungskammer notwendig. Obwohl das Schülertrio mit dieser zum Patent angemeldeten Mischung den 2. Platz in der Kategorie Science im Rahmen des Jugend Innovativ Wettbewerbs gewinnen konnte, tüfteln die drei Preisträger noch weiter. Noch sind sie nicht völlig mit der Dauerhaftigkeit der schützenden Beschichtung zufrieden. Ziel ist es das Erfolgsrezept noch so weit zu verbessern, dass Holz auch für einen längeren Zeitraum einen effektiven Selbstschutz trägt.

 

Jul 282016
 

Foto: WK Wien. http://www.innovation2company.wien/

Innovation to Company, das ist eine Start-up Challenge der Wirtschaftskammer Wien, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet. Insgesamt gibt es sieben verschiedene Challenges – Aufgaben etablierter Unternehmen, die auf der Suche nach den besten Lösungen sind. Am Ende kann es nur einen geben bzw. in diesem Fall sieben Sieger, die sich in ihrer Challenge durchsetzen konnten.

Ab jetzt einreichen

Im Rahmen der Innovation to Company-Challenge haben folgende Unternehmen Challenges gestellt: A1, AccorHotels, Microsoft Österreich, New Frontier Group, Österreichische Post, RZB Group und VERBUND.

Vom Start-up bis zum Entwickler können Lösungskonzepte bis zum 10. August eingereicht werden. Im September stehen schließlich 3 Finalisten pro Challenge fest, die den Challenger kennenlernen und sich unterstützt durch Coaches auf den Pitch Day im Oktober vorbereiten.

Welche Challenges im Angebot sind, können Sie auf der Wettbewerbsseite HIER sehen.
Voraussetzung für Bewerber reichen vom Prototyp bis zum Produkt mit „Einsatzerfahrung“, wobei in den meisten Challenges bereits ein marktreifes Produkt verlangt wird. Die genauen Anforderungen werden dabei in den einzelnen Challenge-Videos genannt. Eine praktische, schriftliche Aufschlüsselung liefert ein futurezone-Artikel.

Die Challenge der Österreichischen Post:

Apr 222016
 

Mit 544 Patentanmeldungen konnte Oberösterreich auch 2015 seinen Rang als innovativstes Bundesland (vor Wien 419 und Steiermark 371) behaupten. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr fast 10.000 Erfindungen beim Patentamt eingereicht. Vor voreiligen Schlüssen sei aber gewarnt, denn wie Walter Wagner, Präsident des Österreichischen Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverbandes (Opev) erklärt, floppen 95% der patentierten Erfindung wirtschaftlich. Eine Anmeldung allein verheißt noch keinen Geldregen – ohne Schweiß kein Preis, denn erst mit der notwendigen Maschinerie im Hintergrund und richtigen Voraussetzungen kann ein Schutzrecht auch sozusagen Geld abwerfen. Wichtige Punkte, die uns bei der Erfinderberatung nur allzu bewusst sind.

Zum Tag der Erfinder. Quelle: http://www.staatspreis-patent.at/

Staatspreis Innovation
Innovationen schaffen Wettbewerbsvorteile und kurbeln die Wirtschaft an. Schutzrechte sind dabei das Rezept, wenn es gilt, das geistige Eigentum zu schützen. Um genau diesen Punkt stärker in den Fokus zu rücken, wird Infrastrukturminister Gerald Klug zusammen mit dem Österreichischen Patentamt in diesem Jahr  erstmals den „Staatspreis Patent“ verleihen.

Die Einreichfrist erstreckt sich vom 25. April bis zum 6. Juni 2016. Etwas widersprüchlich zum Namen wird es übrigens drei Kategorien geben: Patent des Jahres, Marke des Jahres und den Spezialpreis Hedy Lamarr. Infos zu den einzelnen Anforderungen der Kategorien finden Sie hier. Die Verleihung des Staatspreises findet übrigens passend zum Tag der Erfinderinnen und Erfinder am 9. November 2016 in den Wiener Sofiensälen statt.

Apr 182016
 

Triangulo. Quelle: http://bit.ly/1Q67p7c

Im Herbst wurden sämtliche HTL Schüler des Studienbereichs Bauingenieurwesen und Architektur von der FH Kärnten zum Wettbewerb radRast16 aufgerufen.

Die Aufgabenstellung war klar definiert: eine Raststation für Radfahrer mit einem Jausenplatz für 4 bis 6 Personen, wobei ebenso Hilfe bei technischen Gebrechen und Informationen über die Region einfach integriert werden können sollten. Als Material durften Holz und Stahl verwendet werden.

130 Einreichungen und viel Kopfzerbrechen später hat sich die Jury, aufgrund etlicher sehr guter Projekte, schließlich zu einem ex-aequo-Sieg von 3 Teilnehmern durchgerungen. 

„Die Projekte auf den vorderen Plätzen sind alle gut und sehr unterschiedlich. Wir haben beschlossen, alle drei Siegerprojekte mit 500 Euro zu belohnen“, erklärt die Jury zur Wahl der Siegerprojekte. Gewonnen haben Team 046 (HTBLVA Graz-Ortweinschule), Team 057 (HTL Saalfelden) und Team 064 (HTL Saalfelden).

Team 046
Bei Triangulo setzt sich die Konstruktion aus Grundmodulen in Dreiecksform in Stahlrohren zusammen. Dabei sind Radständer sowie ein Wasserhahn in die Konstruktion integriert. Sitzbänke, ein WC und ein Servicebereich runden die Raststation ab. (Betreuer: Mag. Stefan Buchberger. DI Johann Pronegg; Madeleine Harrer, Christiana Ritz, Melissa Prugger, Victoria Pilich)

11 Scheiben. Quelle: http://bit.ly/1SMbUpA

Team 057

Scheibchenweise – so tritt die Tragkonstruktion dieses Projekts auf, das im Vorderbereich Radständer inkludiert.
Im Inneren ist wiederum ein Sitzbereich sowie die Möglichkeit einer Reparaturstelle gegeben – dafür sorgt der variierende Abstand zwischen den einzelnen Abschnitten.

( Betreuer: DI Stefan Metzner; Michael Dürlinger, Marco Lackner)

Keep it simple. Quelle: http://bit.ly/1Q67Mi8

 

Team 064

Sehr reduziert, jedoch trotzdem organisch ansprechend präsentiert sich der Entwurf dieses Teams, das auf Holzpflöcke in unterschiedlicher Anordnung setzt und die in Folge Sitz- und Abstellmöglichkeiten bieten.

(Betreuer: DI Stefan Metzner; Christoph Panter, Lukas Stiendl)

 

Apr 112016
 

Grüne Projekte gesucht!
All jene Schulklassen, die im Schuljahr 2015/2016 grüne Projekte erarbeitet haben, sollten sich bis zum 25. Mai 2016 überlegen dieses beim österreichischen Klimaschutzpreis einzureichen. Denn hier werden Projekte  zu verschiedensten grünen Themen gesucht – Klimaschutz, Energieverbrauch, sorgsamer Ressourcenverbrauch, erneuerbare Energie, klimafreundliche Ernährung, etc.

http://www.klimaschutzpreis.at/

Besonders gute Chancen darf man sich ausrechnen, wenn das Projekt langfristig ausgelegt ist, also der positive Nutzen nicht nur bis zum Ende des Schuljahres zu tragen kommt und auch andere Menschen zum besseren Umgang mit der Natur, Ressourcen animiert werden. Speziell die Optimierung des eigenen Verhaltens im (Schul-)Alltag verspricht nachhaltigen Erfolg. Damit sich die Jury ein umfassendes Bild zum Projekt machen kann, ist es natürlich ratsam sämtliche Dokumentationen einzureichen.

Die vier besten Projekte werden nicht nur auf der klimaschutzpreis.at-Seite präsentiert, sondern auch im Rahmen des ORF-Service Magazins „heute konkret“ einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Schließlich ergänzt das Publikum den Juryposten im letzten Abschnitt um den Sieger festzustellen. Neben der Siegertrophäe darf man sich ebenso über einen Sach-/Geldpreis freuen, der das nächste Schuljahr versüßt.
Hier gehts zur Einreichung.
Viel Erfolg! 

Apr 062016
 

Alle zwei Jahre gibt es ihn, den International Pro Carton Young Designer Award.

Was vielleicht nicht so spannend klingen mag, ist es doch, denn Karton ist ein äußerst vielseitiges Verpackungsmaterial und genau dieser Umstand wird mithilfe des Wettbewerbs in den Blickpunkt gerückt. Somit sind junge Designer aufgerufen, neue, innovative Verpackungskonzepte einzureichen, die durch Funktionalität und optischen Reiz punkten.

Eine spannende Herausforderung – schick in umweltfreundlicher Verpackung.

Was? Wie?
Im Rahmen des Wettbewerbs selbst gibt es zwei Kategorien. Zum einen Creative Cardboard Packaging,  zum andern Creative Cardboard Ideas. Das lässt viel Spielraum für alle europäischen Designstudenten, die mit ihren bis dato noch nicht umgesetzten Verpackungsideen hier die Möglichkeit haben vor wichtigsten Herstellern zu punkten.

Jetzt einreichen Quelle: www.procarton.com

Einreichen können übrigens sämtliche Designstudenten bzw. jene mit Abschluss frühestens Sommer 2015. Ganz wichtig: sämtliche Einreichung müssen im Maßstab 1:1 erfolgen und ausschließlich Karton mit über 200g/m² verwenden sowie dabei lediglich Falttechniken oder/und Klebstoffe einsetzen.

Zusammen mit dem Entwurf muss natürlich ein Einreichungsformular bis zur Deadline 19. Mai 2016 abgegeben werden. Im Juni 2016 bewertet eine Jury sämtliche Einträge.

Details zu Anmeldungsformalitäten und weiteren Einzelheiten: HIER.

Mrz 312016
 

Quikky offen Quelle: http://bit.ly/1V3ESWx

Die Lösung ist da!
Das junge Unternehmen Ars Meccanica Dolomiti hat ein innovatives Bolzen-Schnellverschlusssystem entwickelt, das große Lasten und Bauteile auf sichere und schnelle Art miteinander verbindet und fixiert.

Unter dem Namen Quikky wird das patentierte System in verschiedenen Varianten angeboten, sodass auch Hebebänder, Ketten, Stahlseile und andere lose Punkte verbunden werden können – alles ohne Werkzeug!

Die besonderen Vorzüge des Bolzen-Schnellverschlusssystems kommen bei allen Konstruktionen und Baukasten-Systemen zu tragen, wo häufig sichere und passgenaue Verbindungen gefragt sind und bislang stets Verschraubungen notwendig waren.

Die Lösung Quelle: http://bit.ly/1olkqU3

Damit nicht genug!
Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs ruft das Startup Unternehmen nun auf weitere Anwendungsfelder vorzuschlagen, sodass sich neue Geschäftsfelder und Absatzmärkte ergeben.

Das sind die Knackfragen: 
• Welche sind die möglichen Anwendungsfelder für das Schnellverschluss-System Quikky und warum?
• Welche Anwendungsfelder bieten Marktpotential für die erfolgreiche Vermarktung vom Quikky-System und warum?

 

Noch bleiben 37 Tage Zeit um eigene Ideen einzureichen. Nähere Informationen zu möglichen Einreichungen und zum System selbst, finden Sie hier. Zu gewinnen gibt es übrigens einen 3D Drucker der Marke MakerBot Replicator Mini, einen Quadrokopter der Marke Yuneec Y500 Typhoon G für GoPro und eine Apple Watch.
Also Anreiz genug um in die Top 3 zu kommen!

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