Mrz 082017
 

Die Zusammenarbeit zwischen Konzernen und Startups ist in Österreich im Vormarsch, wie eine aktuelle Befragung des Beratungs- und Beteiligungsunternehmens Venionaire Capital unter den größten heimischen Unternehmen ergab.

So haben bereits mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen mit Startups zusammengearbeitet. Besonders häufig wird hierbei die Teilnahme an Innovationswettbewerben genannt, wie beispielsweise die jährlich stattfindenden „Innovation to Company“ Startup Challenges, welche in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Wien entwickelt wurden. Mit diesem großen Interesse an Startups schließt Österreich auch international auf. Wie eine Studie der Business School INSEAD und „500 Startups“ aus dem Jahr 2016 zeigt, beschäftigen sich mehr als zwei Drittel der internationalen Top 100 Unternehmen mit diesem Thema. Globale Player suchen jedoch nicht nur die Zusammenarbeit mit Startups, sondern sie beteiligen sich auch aktiv mit Wagniskapital. Heimische Konzerne waren dahingehend bisher noch zögerlich, aber auch hier zeichnen sich Veränderungen ab.


Konzerne wollen Startup-Aktivitäten intensivieren
Ein guter Teil der befragten Unternehmen möchte sich in ausgewählten Fällen bei Startups beteiligen, etwa durch eine Partnerschaft mit dem European Super Angels Club. Überlegungen der Konzerne gibt es auch hinsichtlich eigener Akzeleratoren und Corporate Venture Fonds: „Konzerne scheuen insbesondere bei Akzeleratoren und gemeinsamen Innovationsstandorten nicht die Zusammenarbeit mit Partnern aus komplementären Industrien, wie wir am Beispiel des Talent Garden in Wien sehen. Bei Corporate Venture Fonds hängt die Offenheit sehr vom Ausmaß der strategischen Ausrichtung der Häuser ab. International kennen wir sowohl gemeinsame als auch eigenständige Vehikel von Konzernen mit ganz unterschiedlichen Strategien – wir erarbeiten daher auch in Österreich verschiedene Konzepte für unsere Kunden“, erklärt Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Geschäftsführer von Venionaire Capital. Ein interessantes Detail ist, dass ausnahmslos alle Unternehmen, die bisher mit Startups zusammengearbeitet haben, ihre Aktivitäten in diesem Bereich intensivieren wollen. Konzerne, die noch nicht mit Startups zusammen gearbeitet haben, sehen Corporate Startup Engagement zumindest als potentiellen Bestandteil ihrer Digitalisierungsoffensive 2017.

Kosten senken, Innovation erhöhen
Die Motive für die Zusammenarbeit mit Startups decken sich mit der globalen Studie von INSEAD und 500 Startups: Etablierte Unternehmen erwarten sich dadurch mehr innovative Ideen bei gleichzeitig weniger Innovationskosten, die Möglichkeit neue Produkte zu testen und ein Abfedern der Bedrohungen durch neue digitale Geschäftsmodelle. Besonders interessiert sind heimische Unternehmen an Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz), aber auch das bessere Verarbeiten großer Datenmengen (Big Data) und die Digitalisierung von Maschinen, Infrastruktur und Gebäuden (Industry 4.0) sind relevante Themen.

Positive Verstärkung
Für Baurek-Karlic ist das österreichische Startup Ecoystem wie ein Schneeball, der einmal angestoßen, sich immer schneller zu drehen beginnt: „Die Professionalisierung der Startup-Teams bringt wachsendes Interesse von Investoren und Unternehmen, deren Interesse fördert neue Gründer, die wiederum neue Player anziehen. Gerade in unserer Arbeit im Zuge der ‚Innovation to Company‘ Startup Challenge und darüber hinaus mit Unternehmen wie beispielsweise A1, AccorHotels, Microsoft Österreich, New Frontier Group, Österreichische Post, Raiffeisen, Uniqa oder Verbund, zeigen uns, dass es hier großes und weiter wachsendes Interesse gibt. Jetzt gilt es diese Potentiale auch auf pan-europäischer Ebene auszunutzen und daher haben wir uns ganz bewusst von Anfang an für Talent Garden in Wien und die Gründung des European Super Angels Clubs eingesetzt.“

Nov 142016
 

Am 10.11.2016 wurde der NÖ Innovationspreis 2016 an herausragende Innovationsprojekte vergeben. Das Projekt SONIGait der FH St. Pölten wurde als Gewinner in der Kategorie „Innovationen von Forschungseinrichtungen“ ausgezeichnet. Unter den Finalisten befand sich zudem das Projekt Smart Inspection, das die innovative Inspektion von Brücken erforscht. Die Preise verliehen Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl im feierlichen Rahmen im Institute of Science and Technology Austria in Klosterneuburg.

Im Projekt SONIGait entwickeln ForscherInnen der FH St. Pölten eine Schuhsohle, die das Gehen hörbar macht. Über Kopfhörer erhalten Menschen die Information, ob sie gleichmäßig abrollen oder die Füße unterschiedlich belasten. Diese Information könnte in der Therapie zum Beispiel nach Sportverletzungen oder einem Schlaganfall eingesetzt werden. Gestern wurde das ForscherInnenteam der FH St. Pölten rund um die Projektleiter Jakob Doppler und Brian Horsak dafür mit dem NÖ Innovationspreis ausgezeichnet.

„SoniGAIT ist ein mobiles, auditives Feedbacksystem zur Gangschulung und Gangrehabilitation und soll Therapeutinnen und Therapeuten sowie Patienteninnen und Patienten helfen, Gangabweichungen festzustellen und das (Wieder-)Erlernen eines physiologischeren Gangbildes zu unterstützen“, erklären die Projektleiter Jakob Doppler und Brian Horsak. „Dabei verfolgen wir in unserer Forschung einen stark interdisziplinären Ansatz und bündeln Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen, etwa aus dem Feld der Physiotherapie oder der Digitalen Medientechnologien.“

Medienunterstützte Gesundheitsvorsorge
SONIGait ist Teil des Forschungsvorhabens CARMA (Center for Applied Research in Media Assisted Health Care for Motion and Activity) an der FH St. Pölten. Unter diesem Namen entsteht seit 2013 ein Zentrum für angewandte Forschung für medienunterstützte Gesundheitsvorsorge. In mehreren Projekten entwerfen Studierende und ForscherInnen Techniken, die Menschen in der Rehabilitation unterstützen oder Medizinerinnen und Medizinern sowie Therapeutinnen und Therapeuten ihre Arbeit erleichtern sollen.
An SONIGait beteiligen sind an der FH St. Pölten die Studiengänge Physiotherapie und Digital Healthcare sowie das Institut für Creative\Media/Technologies (IC\M/T).

noe-innovationspreis_2016
Bild: Brian Horsak, wissenschaftlicher Leiter des Projekts SONIGait, mit Landesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

Innovative Instandhaltung von Eisenbahnbrücken
Über eine Nominierung in der Kategorie „Innovationen aus Forschungseinrichtungen“ durfte sich das Projekt Smart Inspection freuen, an dem das Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung sowie das Institut für Creative\Media/Technologies an der FH St. Pölten beteiligt sind. Geforscht wird an einer Applikation für die integrierte Brückeninspektion mittels Tablet oder Smartphone, die etwa schadhafte Stellen wie Risse, Korrosion oder Abbröckelungen erkennen, aufnehmen und die Daten an eine zentrale Stelle weiterleiten soll.

„Infrastruktureinrichtungen befinden sich im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Effizienz und der Erfüllung hoher Sicherheitsstandards. Bis dato wurde die visuelle Brückeninspektion von geschultem Personal durchgeführt. Mit ‚Smart Inspection‘ soll künftig eine integrierte Inspektion mittels App möglich sein“, erklärt Frank Michelberger, Projektleiter und Leiter des Carl Ritter von Ghega Instituts für integrierte Mobilitätsforschung.

noe-innovationspreis_2016_2
Bild: Das Team von Smart Inspection: Hirut Grossberger, Kerstin Blumenstein und Frank Michelberger mit Landesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

„Die neuerliche Auszeichnung von Projekten der FH St. Pölten beim niederösterreichischen Innovationspreis zeigt die hohe Qualität der Forschung und die praktische Relevanz der Arbeiten. Wir sind im Bereich der Forschung in den letzten Jahren sowohl qualitativ als auch quantitativ kontinuierlich gewachsen. Heute zählt die FH St. Pölten zu den forschungsstärksten Fachhochschulen in Österreich“, sagt Hannes Raffaseder, Prokurist und Leiter des Bereichs Forschung und Wissenstransfer an der FH St. Pölten.

Über den NÖ Innovationspreis
Der NÖ Innovationspreis kürt jährlich herausragende Innovationsprojekte von niederösterreichischen Unternehmen sowie innovative Entwicklungen von Forschungseinrichtungen. Vergeben wurden diesmal drei Kategorienpreise (Innovationen aus Forschungseinrichtungen, Innovationen für die Wirtschaft, Innovationen für den Konsumenten), ein Sonderpreis im Bereich Digitalisierung / Industrie 4.0 sowie der NÖ Innovationspreis für den Gesamtsieger. Organisiert wird der Preis von TIP (Technologie- und InnovationsPartner), dem gemeinsamen Innovationsservice des Landes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Link Tipps:
NÖ Innovationspreis 2016
Projekt CARMA/SONIGait
Projekt Smart Inspection

Jun 172016
 

Die EM ist im vollen Gange und neben so einigen Überraschungen, gab es gestern auch die erste Nullnummer.
Args – schon wieder daneben getippt!

Besser beraten
Besser beraten sind Sie mit unserem Fußballergebniswürfel, dessen Ergebnisseiten die wahrscheinlichsten Ergebnisse bei Fußballgroßereignissen zeigen. Also einfach würfeln und das Spiel am Bildschirm verfolgen. Wenn Sie dann trotzdem noch einmal falsch liegen sollten, ist zumindest der Würfelgott Schuld. Der Fußballergebniswürfel – für stimmige Ergebnisse und dem hoffentlichen Sieg im Freundeswettkreis.

Würfeln – loslegen uuuund gewinnen!
Der Würfel des Fußballgottes, der Sie als großen Kenner auftreten lässt und mit dem Sie ohne großes Kopfzerbrechen goldrichtig liegen (können). Für mehr Spaß (und Erfolg) beim Tippen hier bei uns im Erfinderladen in Berlin wie auch im Onlineshop zu ergattern .

Sep 022015
 

Wasserstoff - vielfältig einsetzbar

Auersthal in Niederösterreich – vielleicht ein Ort, der bald Schlagzeilen machen wird. Dort ist nämlich ein vielversprechendes Pilotprojekt in Betrieb gegangen, das im wahrsten Sinne einen spannenden Ansatz hat. Ein Problem erneuerbarer Energiequellen besteht meist in dem Umstand, dass sich Wind- wie auch Sonnenenergie leider nicht nach den Bedarf richten, sondern eben dann Strom produzieren, wenn die Verhältnisse passen. So herrscht fast notgedrungen oftmals eine Schere zwischen Strombedarf und Angebot aus erneuerbaren Energiequellen.

Wind2Hydrogen
In dem Pilotprojekt wird der Strom der Windanlage zur Gewinnung von Wasserstoff genutzt. Wasserstoff kann als Energielieferant wiederum vielfältig eingesetzt werden und zusätzlich fällt beim Spaltungsprozess lediglich Sauerstoff als „Abfallprodukt“ an. Bei Wind2Hydrogen kommt zudem ein Prototyp einer Hochdruckelektrolyse zum Einsatz, bei dem Wasserstoff mit einem Druck von 163 bar erzeugt wird.

Maximal sollen am Tag 31kg Wasserstoff erzeugt werden, die in Folge verschieden eingesetzt werden können. Neben dem Abfüllen in Kapseln als Energiequelle für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, kann Wasserstoff beispielsweise in das Erdgasnetz bis zu einem gewissen Teil eingespeist werden.

Jun 262012
 

Quelle: www.whatisaninnovation.com

Um die Salzburger Kreativwirtschaft anzukurbeln, wird es ab September den VINCI, den Kreativwirtschafts-Scheck, geben. Mithilfe dessen sollen vermehrt Kooperationen zwischen klassischen Wirtschaftszweigen und findigen Querdenkern stattfinden.
Kerstin Wimberger von der Innovations- und Technologietransfer GmbH Salzburg erhofft sich mit diesem finanziellen Anreiz den Weg für viele neue Innovationen einzuleiten. Insgesamt sind 20 Mal jeweils 5000 Euro zu vergeben, wobei eine Jury entscheidet, welche Projekte sich für VINCI eignen. Zunächst gibt es den VINCI nur in Salzburg, aber falls der Kreativwirtschafts-Scheck mit Erfolg gekrönt ist, soll das Projekt auf ganz Österreich ausgedehnt werden. „Das ist natürlich eine große Chance für die Salzburger Wirtschaft, als erste an dem Projekt teilnehmen zu können,“ erklärt Wimberger.

Einen Informationsabend zu VINCI findet am 27. Juni in der TriBühne Lehen statt. Interessierte Unternehmen erfahren bei dieser Veranstaltung alles rund um diese neue Initiative. Dabei sind auch jene Unternehmen, welche noch kein konkretes Projekt haben, herzlich eingeladen sich zu informieren. „Es wird Thementische geben, wo ein Austausch und Brainstorming stattfinden kann.“ Bis heute können sich Unternehmen zu dieser Veranstaltung anmelden.

Gemeinsam innovativ, Quelle: www.ne-generation.org.uk

VINCI ist ein äußerst begrüßenswerter Anreiz vermehrt die Zusammenarbeit von klassischen Unternehmen und Kreativen anzukurbeln. Als Resultat erhoffen sich die Initiatoren interessante Produktinnovationen, die in weiterer Folge das Image eines jeden Unternehmen nicht nur verjüngen sondern auch aufpolieren und gleichzeitig dazu beitragen den Wirtschaftsstandort Salzburg zu stärken.

Der neue Kreativwirtschaftsscheck VINCI wird aus Mitteln der EU sowie des bmwfj finanziert und mit Unterstützung der ITG Salzburg pilothaft von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) an Salzburger Unternehmer vergeben.

Jan 122012
 

Es ist wirklich toll – weltweit gibt es es immer mehr und mehr Veranstaltungen zum Thema Innovation und Erfindungen. Mittlerweile haben einige Messen eine zusätzliche Erfinderschau inkludiert und andere haben sich sogar auf diesen Bereich komplett spezialisiert. Aber wie soll man da den Überblick behalten? Ich habe mich mal für euch schlau gemacht und hier eine Übersicht der Erfindermessen in Österreich zusammengestellt, bei denen das Datum für 2012 schon bekannt ist. Vielleicht habt ihr ja vor die eine oder andere zu besuchen oder vielleicht sogar selbst auszustellen? Übrigens: auf so mancher ist auch wieder der Erfinderladen vertreten – aber darüber berichten wir euch natürlich noch ausführlich.

Quelle: http://www.fj.creativsalzburg.at/index.html

Quelle: http://orion-messen.members.at

Den Anfang macht Creative Salzburg – vom 02. bis 04. März 2012: die internationale Fachmesse für Geschenkideen, Wohnaccessoires, Design– und Lifestyleartikel, Papier- und Schreibwaren, Floristik, Bastelbedarf, Kunsthandwerk, Souvenirs, Glas, Porzellan und Keramik, Trend– und Plüschartikel, Spielwaren, Modeaccessoires. Die gibt’s schon seit über 30 Jahren und es ist die einzige Fachmesse dieser Art in Österreich!

Im April folgt dann gleich die WISA in St.Pölten – heuer übrigens zum 30. Mal! Vom 19. bis 22. April 2012 treffen sich Aussteller und Besucher zu den Themen Auto, Bauen, Energiesparen, Wohnen, Freizeit, Gartenbau und natürlich gibt’s auch wieder eine Erfinderschau. Wir haben euch ja letztes Jahr schon darüber berichtet, was sich auf dieser Verbrauchermesse so alles tut.

Der Zukunftskongress in Wien hat sich heuer etwas nach vorne verschoben und wird bereits am 12. Juni stattfinden. Das ist übrigens die zweite Auflage – bei der ersten durfte übrigens der Erfinderladen dabei sein. Dieses Jahr lautet das Motto: Zukunft machen: das Innovationsgeheimnis. Wir dürfen gespannt sein, welches tolle Programm uns diesmal dazu erwartet.

Ende August heißt es dann wieder auf nach Linz zum Ars Electronica Festival: vom 30.08. bis 02.09.! Hier könnt ihr dann auch den Erfinderladen wieder besuchen. Genauere Infos sind noch nicht bekannt, aber wir können uns sicher auf spannende Workshops und Aktivitäten freuen.

Im Oktober geht’s dann in die andere Richtung – nach Tirol zur Innsbrucker Herbstmesse. Vom 03.bis 07.10.2012 ist hier zum zweiten Mal eine Design- und Erfindermesse inkludiert. Wir haben euch bereits letztes Jahr über die größte Publikumsmesse in Westösterreich berichtet.

Den Abschluss bildet natürlich unser Tag der Erfinder – wie immer am 09. November! Es ist zwar keine Messe, aber trotzdem ein wichtiger Tag für Erfinder. In diesem Jahr werden wir uns was für euch einfallen lassen – ihr dürft gespannt sein!

Es gibt viel zu sehen, staunen, erfinden und zu tun in diesem Jahr. Wir werden euch wie auch im letzten Jahr immer über die Veranstaltungen informieren und vielleicht trifft man sich ja auf der ein oder anderen Messe!

Jan 112012
 

Quelle: http://www.vis-vitalis.com

Wir haben euch im November ja schonmal die Gewinner des Salzburger Wirtschaftspreises, in der Kategorie „kleine und mittlere Unternehmen“ vorgestellt. Könnt ihr euch noch an das Unternehmen vis vitalis gmbh erinnern, das in der Lebensmittelindustrie zu Hause ist? Richtig – es geht um die Frage, wie sich unsere auf unsere Gesundheit auswirkt und welche Lebensmittelzutaten eigentlich überhaupt noch gesund sind. Kennt ihr das – ihr steht im Supermarkt und es gibt eine riesige Auswahl an Produkten? Die wenigsten sind heutzutage ohne spezielle Eigenschaft– meistens haben sie eine Besonderheit: lactosefrei, zuckerfrei, glutenfrei, mit vielen Mineralien, etc. Florian Zehner, Vertriebs- und Marketingleiter, stellt daher eine umgekehrte Frage: sind die Produkte, die keine besondere Eigenschaft aufweisen dann eigentlich schädlich? Die Antwort: „Diese Frage kann relativ knapp beantwortet werden: Weniger das, was nicht in einem Nahrungsmittel enthalten ist, entscheidet über dessen biologische Wertigkeit, als was es letztlich enthält.

Mit Hilfe einer Förderung der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und des Landes Salzburg, konnte das Unternehmen einen bahnbrechenden Erfolg in der Herstellung von vitalstoffreichen Lebensmittelzutaten für eine neue Generation von Lebensmitteln, verbuchen. Das Lungauer Unternehmen forscht schon seit über 15 Jahren an dieser Fragestellung und ist sich sicher: das Beste kommt immer noch aus der Natur selbst und Gesundheit kann nicht durch künstlich erzeugte Zusatzstoffe entstehen. Mittlerweile sind ihre Lebensmittelrohstoffe international patentiert und versprechen eine gesunde Vitalität von Nahrungsmitteln.

Quelle: http://www.vis-vitalis-food.com

vis-vitalis®-Intelligent Natural Ingredients wurden auf Basis hochwertiger Getreidekeimlingen, Quinoakeimlingen, Kartoffeln, sowie Gemüse- und Fruchtextrakten entwickelt. Diese völlig neuartigen Lebensmittelzutaten enthalten alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in natürlicher, lückenloser und bedarfsgerechter Form.“ So das Unternehmen.

Unternehmen aufgepasst: Forschung ist in jedem Bereich wichtig und notwendig – aber auch teuer. Aus diesem Grund gibt es das gemeinsame Fördermodell Innovation & Forschung der FFG und des Landes Salzburg, für kleine, mittlere und große Unternehmen. Je nach Projekt können sogar bis zu 70% der gesamten Kosten gefördert werden. Weitere Informationen gibt es bei Herrn MMAg. Martin Hirscher, www.salzburg.gv.at/innovationen.

Nov 212011
 

Innovationskongress.at/Weichselbraun

Wie wir euch vergangene Woche bereits berichtet haben, fand am 17.11. und 18.11 der Innovationskongress in Villach statt. Unsere Marketingleiterin Stefanie Flöck nahm auch an der Blogparade teil, zu der die Verstalter des Kongresses aufgerufen hatten. Mit Erfolg! Sie war eine von drei glücklichen Gewinnern, die mit ihrem Beitrag eine Eintrittskarte geschenkt bekamen. Ihre Freude war groß, meine noch größer, denn als gebürtige Kärntnerin ließ sie mir, Bettina Lurz, den Vortritt.

So kam es also, dass ich einen Tag in Villach verbrachte, genau genommen im Congress Center umgeben von internationalen Experten aus den Bereichen Innovation, Technologie und Forschung. Wie über 1000 andere Besucher lauschte auch ich ihren Vorträgen, schmunzelte über den ein oder anderen Witz und nahm einige Denkanstöße mit nach Hause.

Innovation beginnt im Kopf“ –  dennoch müsse das Rad nicht immer neu erfunden werden, um erfolgreich zu sein, berichtete beispielsweise Prof. Dr. Oliver Gassmann, Professor für Innovationsmanagement und Vorsitzender der Direktion des Instituts für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen. Es lohne sich, so der international angesehene Experte, auch auf andere Unternehmen und deren Vorgehensweise zu schauen. Anhand von Praxisbeispielen erläuterte er verschiedene Unternehmensstrategien. Nescafé z.B. verschenkt seine Kaffeemaschinen  – bindet die Kunden, nachdem sie die passenden Kaffeekapseln kaufen müssen, aber dennoch an sich. Oder Mc Donalds: die Arbeitsprozesse sind so strukturiert, dass die Einschulung eines neuen Mitarbeiters – egal auf welchem Arbeitsplatz – nicht länger alls 30 Minuten benötigt. Im Ernst! Es geht aber noch minimalistischer, so Gassmann, der auch von einer Unterhaltung mit dem Ryanair-Chef Michael O’Leary erzählte. Nach einer Umfrage unter Passagieren der Billigfluglinie stellte sich heraus, dass viele über Platzprobleme klagten, wenn der Vordermann während des Fluges seinen Sitz zurückklappt. Die Ryanair-Lösung: „Dann wird man in Zukfunft die Sitze eben nicht mehr zurückklappen können.“

Auch DI Herbert Paierl, Präsident des Management Club Österreich, überraschte mit Ungewohntem. Innovationskongress-Moderator Armin Wolf (ORF) zeigte sich beeindruckt: „Sie haben etwas wirklich Innovatives gezeigt. Dass jemand auf einem Innovationskongress einen Vortrag ohne Power Point hält, habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Apropos: Seinen Augen kaum trauen konnte der ein oder andere, als Bestsellerautor Bernhard Wolff  fragte: „Welche drei Feler stecken in disem Satz?“ Die Aufklärung: es handelt sich hierbei nicht um optische Täuschung, sondern um einen Streich unseres Gehirns. In altbewährter Manier sucht es Schreibfehler und übersieht dabei, dass das Wort drei auch einen darstellt.  Wie man sieht lohnt es sich also ab und an die gewohnten Pfade zu verlassen und Platz für neue Ideen zu schaffen!

Innovationskongress.at/Weichselbraun

Die Teilnehmer des Projekts „Future Ideas Karawanks“ haben dies bereits gemacht. Im Rahmen des Innovationskongresses kamen nämlich nicht nur Experten sondern auch einfallsreiche „Laien“ zu Wort. Um der Abwanderung im Gebiet nördlich und südlich der Karawanken vorzubeugen, wurde das Projekt „Future Ideas Karawanks“ ins Leben gerufen und die zehn besten der insgesamt 67 Einsendungen im Congress Center Villach ausgezeichnet. Unter den Siegerprojekten finden sich unter anderem ein GPS-Halsband für Kühe, ein Jugendtheaterprojekt, eine Öko-zertifizierte Touristenagentur oder eine Alpen-Adria-Kultur-Card. Um die Ideen auch umsetzen zu können, wurden die Gewinner mit individuellen Beratungspaketen belohnt. „Im nächsten Jahr sollen bereits die ersten Ergebnisse realisiert werden„, erklärt Gesamt-Projektleiter Alexander Mann.

Wo wir gerade vom nächsten Jahr sprechen: 80 Prozent der Kongress-Teilnehmer von 2010 waren auch heuer wieder dabei. Natürlich würden auch wir uns freuen, wenn wir nächstes Jahr erneut eingeladen werden…

Nov 142011
 

Innovation, erfinden, Erfindungen, Neuheit, Neuigkeit – diese Worte nutzen wir alltäglich. Schonmal darüber nachgedacht warum?? Wie wär’s heute mal mit einem Blogartikel der anderen Art: ein Beitrag zu einer Blogparade, ins Leben gerufen von den Veranstaltern des Innovationskongress 2011 in Villach. Der Kongress findet übrigens diese Woche statt: am 17. und 18.11.2011. Wir werden euch im Laufe der Woche natürlich hier noch ausführlich darüber berichten.

Was ist eigentlich eine Blogparade? Das ist im Prinzip nichts anderes als eine Kette von Blogartikeln, die alle zu gleichen oder ähnlichen Themen geschrieben werden und sich miteinander verlinken. In diesem Falle gab es verschiedene Fragen zu beantworten und ich habe mich für diese hier entschieden: Manche sehen im Thema Innovation eine Überlebensstrategie. Maßlose Übertreibung oder genau am Punkt?

Meine Antwort: genau am Punkt! Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, was wir ohne Auto tun würden? Ohne Handy? Klar, die Leute haben damit früher auch überlebt – keine Frage. Gehen wir weiter zurück, was wären wir ohne Kleidung, Schuhe oder Medikamente? Sicher nicht das, was wir heute – vor allem in der westlichen Gesellschaft – sind! Und so ziemlich alles in unserem Alltag, was wir anfassen und benutzen, wurde irgendwann mal erfunden und war eine Innovation. Ja sicherlich ist nicht jede Innovation für jeden von uns gleichermaßen fürs’s Überleben wichtig. Aber ohne die vielen innovativen Köpfe, die uns mit ihren kreativen Erfindungen das Leben erleichtern, wären wir vielleicht nicht einmal in der komfortablen Position, uns individuelle Überlebensstrategien zu überlegen, mit den Innovationen, die uns persönlich dafür wichtig erscheinen.

Ihr fragt euch immer noch, warum das Handy z.B. für den ein oder anderen wichtig sein kann, um zu überleben? Ganz einfach: nicht immer steht überall eine Telefonzelle – mit einem schnellen Anruf, kann man sich selbst oder anderen evtl. das Leben retten. Viel schneller und effektiver als früher. Oder weiter ausgeholt: ein Angestellter muss nicht immer im Büro oder zu Hause sein, er kann Gespräche und so manche Aufgaben auch unterwegs mit dem Handy erledigen, ist flexibel und kann vielleicht sogar gleichzeitig etwas für sich oder seine Familie tun – trotzdem wird die Arbeit erledigt, wofür er Geld bekommt und mit diesem Geld kann er wohnen, essen und letztendlich sein Überleben finanzieren. Weit hergeholt?? Es hat ja keiner gesagt, dass Innovationen nur Vorteile haben!

Trotzdem! Meiner Meinung nach sind Innovationen wichtig für unser Überleben. Mit Stillstand können wir nicht umgehen und das wäre ja auch langweilig, oder? Dafür sind wir viel zu kreativ und zu neugierig. Nicht umsonst ist Innovation ein vielbenutztes Wort in unserem Sprachgebrauch. Innovationen eröffnen uns immer wieder neue Möglichkeiten und bringen uns in jeder Hinsicht voran. Für den einen sind sie direkt überlebenswichtig, für den anderen erst beim zweiten Hinsehen. Im Endeffekt basieren eigentlich alle Innovationen auf irgendwelchen Problemen, für die ein kreativer Kopf eine Lösung hat und uns damit den Alltag erleichtert. Gibt es was Schöneres, als ein Problem gelöst zu haben und ohne diesen Klotz am Bein den Alltag zu bestreiten? Das beste Beispiel für Problemlösungen aller Art, findet sich im Erfinderladen Salzburg. Hier haben kleine und große Erfindungen ihren Platz, die am Anfang alle aus einer Idee geboren wurden.

Theodor Fontane; Quelle: www.zeno.org

Nicht umsonst sagte der deutsche Schriftsteller Theodor Fontane (1819-1898) schon zu seiner Zeit: „Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.“

Nov 082011
 

Schön war’s, innovativ war’s und wir hatten wieder viele interessante Begegnungen – auf dem 1. Zukunftskongress Österreichs, am 03. November 2011 in Wien. Wo über Innovationen und Zukunft gesprochen wird, da dürfen das Team von erfinder.at und der Erfinderladen natürlich nicht fehlen!

Also ging’s um halb 5 in der Früh los Richtung Wien – im Gepäck lauter Innovationen, Erfindungen und ganz viel Spannung, weil wir unseren ersten Auftritt auf einem Kongress bewätligen durften. Und ich kann euch sagen, es war ein tolles Erlebnis im Studio 44 der österreichischen Lotterien! Unser Stand wurde richtig bevölkert und die Leute hatten viel Spaß mit unseren Erfindungen. Gleichzeitig konnten wir tolle Kontakte knüpfen und freuen uns schon auf interessante Kooperationen!

Der absolute Renner war die Erfindung „Buntes Verdienstkreuz„. Offensichtlich haben die Kongressteilnehmer ganz tolle Mitarbeiter und Freunde, die eine Auszeichnung verdient haben – ein Trend sozusagen. Und das passt damit auch super zum Motto der Veranstaltung: Megatrends und Märkte. Megatrends sind nämlich nach Meinung des Veranstalters, also des deutschen Zukunftsinstituts, die Grundlage, für den sozio-ökonomischen Wandel. Aber was passiert eigentlich auf dem Weg bis zu dieser Veränderung? In drei Phasen diskutierten fachkundige Experten dazu verschiedene Zukunftsvisionen mit einem Fachpublikum, aus vielen unterschiedlichen Branchen. Allen voran Matthias Horx, der Gründer des Zukunftsinstituts und Trendforscher, Dr. Carl Naughton Linguist und Wissenschaftskabarettist und Susanne Köhler vom Zukunftsinstitut. Themen sind dabei unsere Wahrnehmung beim Wandel, Identität, Megatrends und Veränderungen im Gesundheitswesen.

Nach einem kräftigen Lunch ging’s dann in Phase 2 um Urbane Lebensstile, unseren Realitätssinn und feminine Mobilität. Werden Frauen in Zukunft überall das Ruder übernehmen? Und wofür braucht man eigentlich ein Fliegenfanggerät oder unrunde Fußbälle?? Auf diese und weitere Fragen haben die Kongressteilnehmer nun mit Sicherheit eine Antwort. Phase 3 klärte die Vernetzungen der neuen Welt, Quizfragen zur Zukunft und wie Unternehmen Trends für ihre tägliche Arbeit nutzen können. Ein abschließendes Get-together rundete den innovativen und zukunftsträchtigen Tag ab.

Zukunft ist weder das „ganz Neue” noch das „völlig Andere”. Zukunft entsteht durch Rekombination des Alten mit dem Neuen. Sie ist Produkt einer Rekursion, eine Schleifen-Bewegung, nicht eines linearen Prozesses. So Matthias Horx. Für uns war der Zukunftskongress etwas ganz Neues und im Gegensatz zu unseren bisherigen Messeauftritten auch etwas völlig Anderes – wir haben viel gelernt und möchte uns noch einmal für die gute Zusammenarbeit bedanken! Wer weiß, welche Neuigkeiten und welche alten Bekannten uns bei unseren nächsten Projekten begleiten – es bleibt spannend…

Get Adobe Flash player