Dez 122017
 

Am 06.12.2017 wurde im Casino Baden der Liese-Prokop-Frauenpreis des Landes Niederösterreich verliehen. Die Auszeichnung in der Kategorie Wissenschaft und Technologie ging an Hirut Grossberger. Sie forscht und lehrt am Department Bahntechnologie und Mobilität der FH St. Pölten.

Grossbergers Arbeitsgebiet sind Brücken- und Stahlbetonbau im Bahnwesen. Sie hat unter anderem eine Methode für die Inspektion von Brücken mittels Tablets und Smartphones entwickelt und vermittelte Kindergarten- und Schulkindern Wissen zu Technik und Konstruktion von Brücken. Grossberger ist zudem internationale Koordinatorin des Departments Bahntechnologie und Mobilität, um den internationalen Austausch in Forschung und Lehre zu fördern, und engagiert sich als Diversity-Beauftragte.

Die gebürtige Äthiopierin studierte Bewässerungs-Ingenieurwesen an der Haromaya Universität in Äthiopien sowie „Wasserwirtschaft und Umwelt“ und „Landmanagement, Infrastruktur und Bautechnik“ an der Universität für Bodenkultur in Wien. Sie arbeitete als Assistentin an landwirtschaftlichen Forschungszentren in Äthiopien sowie am Institut für Konstruktiven Ingenieurbau der Universität für Bodenkultur. Seit 2014 forscht und lehrt Grossberger an der FH St. Pölten.


Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (links) und Frauen-Landesrätin Barbara Schwarz (rechts) gratulierten Hirut Grossberger (Mitte) zum Liese Prokop-Frauenpreis in der Kategorie „Wissenschaft und Technologie“. Bild: Credit: NLK Filzwieser

Forschung, Lehre, Wissensvermittlung
„Meine Tätigkeiten in Forschung und Lehre an der FH St. Pölten geben mir die Chance mein Wissen zu vertiefen, Theorie mit Praxis zu verbinden, neue Kompetenzen zu erwerben und meine Erfahrung weiterzugeben. Es freut mich, dass die Arbeit nun auch mit dem Liese-Prokop-Frauenpreis anerkannt wurde“, sagt Grossberger

„Ich gratuliere Hirut Grossberger sehr herzlich zu dieser Auszeichnung. Sie ist nicht nur eine exzellente Forscherin, sondern versteht es auch, junge Menschen, etwa in Kindergärten und Pflichtschulen und aus allen Bildungsschichten, für Technik zu begeistern“, sagt Otfried Knoll, Leiter des Departments Bahntechnologie und Mobilität der FH St. Pölten, und ergänzt: „Es ist besonders wichtig, Frauen in der Technik sichtbar zu machen, um den Anteil weiblicher Akademikerinnen im Bahnwesen zu erhöhen. Hirut Großberger ist somit auch eine Botschafterin für dieses gesellschaftspolitisch wichtige Thema.“

Von der FH St. Pölten nominiert waren zudem: Elisabeth Höld (Department Gesundheit) sowie Kerstin Blumenstein und Rosa von Suess (Department Medien und Digitale Technologien).

Liese-Prokop-Frauenpreis
Der Liese-Prokop-Frauenpreis macht außergewöhnliche Leistungen von Niederösterreicherinnen sichtbar.
Engagierte und erfolgreiche Frauen können für den Preis nominiert werden. Aus den eingereichten Nominierungen werden Frauen für ihr Engagement in den Bereichen Wirtschaft und Unternehmertum, Technik und Informationstechnologie, Kunst, Kultur und Medien sowie Soziales und Generationen ausgezeichnet. An eine der ausgezeichneten Persönlichkeiten wird überdies der mit € 10.000,– dotierte Liese Prokop-Frauenpreis verliehen. Heuer wurden dreizehn Frauen aus insgesamt 176 Nominierten ausgezeichnet.

Nov 272017
 

Audiovisuelle, interaktive und mobile Medien sind ein wichtiger Bestandteil des Alltags geworden. In fast allen Lebensbereichen beeinflussen sie Verhalten, Wahrnehmung, Denken und Fühlen. „Das Forum Medientechnik präsentiert aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung zu digitalen Medientechnologien und bietet einen intensiven fachlichen Dialog zwischen Fachleuten aus Agenturen, Studios und Produktionsfirmen mit Studierenden, Lehrenden sowie Forscherinnen und Forschern. Es schafft damit auch eine Basis für neue Kooperationen“, sagt Wolfgang Aigner, Organisator der Veranstaltung und Leiter des Instituts für Creative\Media/Technologies der FH St. Pölten.

Die Keynotes beim Forum Medientechnik am 29. und 30. November halten dieses Jahr Franziska Bruckner, Leiterin der Forschungsgruppe Media Creation am Institut für Creative\Media/Technologies der FH St. Pölten, zu Stop-Motion-Animationen sowie Hans-Christian Jetter vom Campus Hagenberg der FH Oberösterreich zum Thema kollaborativer Datenauswertung im Zusammenhang mit Big Data und Datenvisualisierung. Im Abschlussvortrag wird Paolo Buono von der Universität Bari Aldo Moro (Italien) präsentieren, wie moderne Medientechnik, etwa durch sogenannte Serious Games, den Besuch von Kulturerbestätten für BesucherInnen bereichern kann.

Vielfältiges Programm in interaktiven Sessions
Die 16 Vorträge des Forum Medientechnik und des „All Around Audio“-Symposiums spannen einen breiten thematischen Bogen unter anderem zu Computer Vision, Forschungsdesign, digitalem Gesundheitswesen, Visualisierung und Mensch-Computer-Interaktion.

Zum ersten Mal bei der Veranstaltung wird es heuer eine interaktive Session mit Demonstrationen von Anwendungen geben. Ein Programmpunkt beim Forum Medientechnik präsentiert die Ergebnisse des Kulturhackathons OpenGLAM, der im Herbst an der FH St. Pölten stattgefunden hat und von dieser mitveranstaltet wurde.

„All Around Audio“-Symposium
Am 29. November befasst sich das „All Around Audio“-Symposium mit dem (Re-)Design akustischer Umwelten. Vortragende aus Forschung und Industrie berichten unter anderem über digitale Musikinstrumente, Risiken und Chancen der Kommunikation mit Ultraschall sowie zu Kunst und Forschung zu Klangskulpturen mit 3D-Audio-Technik und akustischen Hologrammen. Vorgestellt werden auch neue Methoden zur Klassifizierung elektronischer Musik sowie zum Einsatz von Klang im Gesundheitsbereich, etwa bei Hörimplantaten oder in der Behandlung dementer Personen.

Das „All Around Audio“-Symposium wird von Michael Iber, FH-Dozent für Audiodesign an der FH St. Pölten, organisiert und findet im Rahmen der internationalen Woche des Departments Medien und Digitale Technologien unter Beteiligung von Erasmus-Partnerhochschulen der FH St. Pölten statt. Studierende erfahren durch diesen Blick über den Tellerrand des Studienalltags die umfangreiche Vielseitigkeit klanglicher Anwendungsgebiete und können Kontakte für die Karriere knüpfen. Neben 3D-Audio-Projekten in der Klangkugel im 3. Obergeschoß der FH werden in der Aula der FH St. Pölten audiovisuelle Installationen von Symposiumsvortragenden präsentiert.

Medienpreis Golden Wire
Am Abend des 30. November wird im Anschluss an die beiden Fachtagungen der Medienpreis Golden Wire der FH St. Pölten verliehen. Studierende und Alumni präsentieren dabei kreative Arbeiten aus den Kategorien Animation, Docu & TV Production, Short Film, Sound & Music, Grafik Design und Alumni Projects. Eine prominent besetzte Fachjury kürt die besten Beiträge des Abends.


„All Around Audio“-Symposium, 29.11.2017

Forum Medientechnik, 29. und 30.11.2017
FH St. Pölten, Matthias-Corvinus-Straße 15, A-3100 St. Pölten
Konferenzgebühr Forum Medientechnik: EUR 95.-
Die Teilnahme am „All Around Audio“-Symposium ist kostenlos.
Programm und Anmeldung:
http://fmt.fhstp.ac.at

Golden Wire 2017
30.11.2017
FH St. Pölten, Matthias-Corvinus-Straße 15, A-3100 St. Pölten
Teilnahme kostenlos. Information und Anmeldung:
http://goldenwire.fhstp.ac.at

Nov 242017
 

Schuhe sind in unserem Alltag selbstverständlich: Wir tragen sie, um die Füße zu schützen, als Statussymbol und Modestatement oder auch einfach als praktisches Hilfsutensil – im Sportsegment beispielsweise. Neben Aussehen und Funktion spielt auch der Komfort eine große Rolle beim Schuhkauf. Eines der wichtigsten Merkmale dabei ist die Atmungsfähigkeit des Materials. Doch die Erfindung der atmungsaktiven Sohle liegt noch gar nicht so lange zurück.

Bei der Auswahl des richtigen Schuhs spielen heuer viele Komfortmerkmale eine Rolle. Schaut man genauer auf das Sortiment verschiedener Händler, liest man von Merkmalen wie „Best fitting“, „Luftpolster“, „für individuelle Einlagen geeignet“ oder „anatomisch geformtes Fußbett“. Zum einen sollen Schuhe bequem sein, das natürliche Abrollverhalten unterstützen, die Gelenke stützen und sich der natürlichen Form des Fußes anpassen.

Vor allem Menschen mit breiteren Füßen sind auf solche Eigenschaften angewiesen. Deshalb gibt es selbst im Segment für Outdoorschuhe mittlerweile extra Modelle, die für breite und große Füße gefertigt sind. Zum anderen soll das Material der Schuhe wind- und wasserdicht, vor allem aber atmungsaktiv sein. Kaum etwas ist uns im Alltag unangenehmer als schweißnasse Füße. Vor allem bei Outdoor- und Sportschuhen ist Atmungsaktivität ein kaufentscheidendes Merkmal.

Von der Idee zum Großunternehmen

Die Erfindung der atmungsaktiven Sohle liegt noch nicht allzu lange zurück. Sie wird dem Italiener Mario Moretti Polegato zugeschrieben. Polegato wurde 1952 in Crocetta del Montello in eine Winzerfamilie geboren und machte sich später selbst einen Namen als Winzer. Sein Vater schickte ihn in die ganze Welt, damit er den Weinbau anderer Regionen und Kontinente kennenlernte. So kam es auch, das Polegato auf ein Sohlenproblem aufmerksam wurde.

Seiner Erzählung zufolge war er Anfang der 1990er-Jahre in Nevada, USA, auf einem Winzerkongress. Nach einem langen Arbeitstag machte er einen Spaziergang in der Wüste, wo er schnell warme und schwitzende Füße bekam. Die Feuchtigkeit in den Schuhen wurde ihm so unangenehm, dass er glaubte, mitten in der Wüste auf Wasser zu gehen. Um etwas Luft an den Füßen zu erhalten, bohrte er einige Löcher in die Sohle seiner Schuhe. Danach war es angenehmer, jedoch drang nun nach und nach Sand in den Schuh ein.

Das Erlebnis beschäftige Polegato auch nach seiner Rückkehr nach Italien und so begann er zu experimentieren. Er war auf der Suche nach einer Sohle, die Feuchtigkeit und Wärme abgab, aber weder Nässe noch Schmutz hinein ließ. Für die Entwicklung nutzte er die kleine Schuhmanufaktur, die seine Familie nebenher betrieb. Bald schon engagierte er Ingenieure, die ihm bei der Lösung des Problems helfen sollten, und nach einigen Jahren war die atmungsaktive Sohle geboren. „Atmungsaktiv“ bedeutet, dass der Schuh wasserdampfdurchlässig ist. Der Mensch produziert bis zu 2 Liter Schweiß pro Stunde – entsprechend gut ist es, wenn dieser direkt über den Schuh verdampfen kann.

Polegato versuchte zunächst, seine Idee an große Hersteller wie Nike oder Adidas zu verkaufen. Traditionelle Hersteller taten sich jedoch schwer mit der Idee, eine eigentlich feste und schützende Sohle mit einer löchernen Membran zu versehen und so erfuhr der enthusiastische Erfinder viel Ablehnung. Er ließ sich davon jedoch nicht beirren und gründete 1995 schlichtweg seine eigene Schuhfirma mit Namen Geox.

Was mit 5 Mitarbeitern begann, ist heute ein börsennotiertes Unternehmen mit weltweit rund 5.000 Angestellten und einem Jahresumsatz von mehr als 800.000 Euro. Heuer verkauft Geox um die 22 Millionen Schuhe pro Jahr und ist der zweitgrößte Schuhhersteller Europas – und Polegato einer der reichsten Italiener. Das Forbes-Magazin schätzte sein Vermögen auf 1,8 Milliarden Euro. Die atmungsaktive Sohle ist mittlerweile in jedem guten Schuh zu finden – auch bei traditionellen Herstellern.

Bildrechte: Flickr Blue Shoes David Goehring CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Nov 212017
 

Das Gewinnerprojekt „sKan“, ein kostengünstiges, leicht anzuwendendes Diagnosesystem, kann durch die Früherkennung von Hautkrebs Leben retten und im Gesundheitswesen Geld sparen.

Die Häufigkeit von Hautkrebs nimmt weltweit weiter zu. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland/Österreich jährlich auf 100.000 Frauen und Männer 28 Neuerkrankungen eines malignen Melanoms, auch schwarzer Hautkrebs genannt und die bösartigste Form von Hautkrebs, hinzukommen. Das Risiko, im Laufe des Lebens ein Melanom zu entwickeln, beträgt in Deutschland etwa 1:500, in Australien bereits 1:50. Melanome können trotz fehlender Beschwerden und einer relativ geringen Größe bereits frühzeitig Metastasen in Lymphknoten sowie anderen Organen bilden.

Schwarzer Hautkrebs ist deswegen sehr gefährlich, weil er von Betroffenen häufig lange Zeit unbemerkt bleibt. Viele Menschen achten nicht auf kleinere Veränderungen ihrer Haut und bemerken die Tumore erst sehr spät. Zudem kann passieren, dass der Hautkrebs bei Personen, bei denen keine Biopsie durchgeführt wird, gar nicht erst erkannt wird.

Vier Ingenieure mit Bachelor-Abschluss der Universität McMaster in Kanada haben sich des Problems der Melanomdiagnose angenommen. Ihre Lösung, „sKan“, ist ein kostengünstiges, leicht anzuwendendes Diagnosesystem, das durch die Früherkennung von Hautkrebs Leben retten und den Gesundheitsdienstleistern Zeit und Geld sparen kann.

Wie „sKan“ funktioniert

Krebszellen haben einen schnelleren Stoffwechsel als normale Zellen. Dadurch setzen sie mehr Wärme frei. Wenn Gewebe einem thermischen Schock (beispielsweise über einen Eisbeutel) ausgesetzt wird, erreicht das Krebsgewebe schneller wieder seine Ausgangstemperatur als gesundes Gewebe, sodass an dieser Stelle ein Melanom vermutet werden kann.

„sKan“ enthält eine Reihe von hochgenauen und dennoch kostengünstigen Temperatursensoren. Diese werden auf dem zu untersuchenden Gewebe platziert und messen, wie schnell dieses nach dem Abkühlen wieder die Umgebungstemperatur annimmt. Die Messwerte werden digitalisiert, wobei das Signal eine zeitsynchrone Mittelwertbildung, eine Temperaturschwankungserkennung und eine räumliche Validierung durchläuft. Die Ergebnisse werden zusammen mit einer Erklärung als Heatmap und Temperaturdifferenzdiagramm dargestellt. Anhand dieser Darstellungen kann eine mögliche Diagnose eines Melanoms abgelesen werden.

Nicht-invasive Wärmebildmethoden zur Melanomdiagnose existieren zwar bereits, sind aber sehr teuer, da sie eine hochauflösende Wärmebildkamera verwenden, deren Preis bei ca. 23.000 Euro beginnt. Die voraussichtlichen Kosten von „sKan“ betragen weniger als 1.000 USD (ca. 850 Euro).

James Dyson erklärt: „Durch den Einsatz von weitverbreiteten und kostengünstigen Komponenten ermöglicht „sKan“ die Erkennung von Melanomen bei Menschen auf der ganzen Welt und ermöglicht, Leben zu retten. Deshalb habe ich es als diesjährigen internationalen Gewinner ausgewählt.“

Als internationaler Gewinner des James Dyson Awards erhält das Team 30.000 Pfund (knapp 42.000 Euro), um weiter an der Idee arbeiten zu können.

Christina Wolf gewinnt mit dem VIA Heimmonitoringsystem zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Risikoneugeborenen James Dyson Award Österreich

Christina Wolf, Absolventin des Masterstudiengangs Industrial Design an der FH Joanneum, University of Applied Sciences, in Graz, gewinnt mit einem Heimmonitoringsystem zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Risikoneugeborenen den James Dyson Award in Österreich. Das medizinische Messgerät VIA hilft Eltern ein lebensbedrohliches Ereignis frühzeitig zu erkennen um im Notfall unter der Anleitung von VIA mit Reanimationsmaßnahmen zu beginnen.

Während bisherige Monitoring-Systeme klobig, sperrig und mit einer Vielzahl von Kabeln ausgestattet waren und somit recht unkomfortabel und schwierig zu bedienen waren, besteht VIA nur aus einer Sensoreinheit, einem Gurtband aus 100% Baumwolle, einem Monitor und einer Induktions-Ladestation. Mit den zwei Edelstahl-Elektroden sowie dem AMS-Biosensor können Atmung, Herzrate und Sauerstoffsättigung gemessen werden. Ein Vibrationsmodul und ein 3-achsiger Beschleunigungssenor im Sensor-Inneren erkennen die Lage des Kindes und warnen, sobald es sich in Bauchlage dreht. Der Monitor empfängt die aufgezeichneten Daten des Sensors via Bluetooth und schlägt Alarm, wenn die Werte einen kritischen Bereich erreichen. Geringfügige Über- oder Unterschreitungen lösen jedoch noch keinen Alarm aus, sondern initiieren lediglich einen kurzen Vibrationsimpuls, um die Atmung des Kindes anzuregen. Bei starken oder anhaltenden Anomalien schlägt das Gerät Alarm und führt die Eltern durch die nötigen Reanimationsmaßnahmen.

Links:
Weitere Informationen zu „sKan“ hier.
Weitere Informationen zu „VIA“ hier.
James Dyson Award 2017 in Österreich – Land der Erfinder Artikel hier

Der James Dyson Award
Der James Dyson Award richtet sich an Studierende und junge Absolventen im Bereich Produkt- und Industriedesign und in den Ingenieurwissenschaften. 2017 wird der Wettbewerb in 23 Ländern durchgeführt, darunter Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Irland, Italien und Japan. Neben der Chance für alle Teilnehmer, ihre Ideen namhaften Experten aus der ganzen Welt vorzustellen, winken den Gewinnern des JDA attraktive Geldpreise. So erhält der internationale Gewinner £30,000, um seine Erfindung weiter zu entwickeln. Weitere £5,000 gehen an den Fachbereich des Preisträgers. Die nationalen Gewinner erhalten ein Preisgeld von jeweils £2,000. Alle eingereichten Projekte werden von Jurys auf nationaler Ebene und Dyson Ingenieuren eingehend geprüft. Die nationalen Gewinner des James Dyson Award nehmen am internationalen Ausscheidungswettbewerb teil. Am 26. Oktober 2017 folgt die Prämierung des internationalen Preisträgers.

Nov 202017
 

Das Investorennetzwerk European Super Angels Club (ESAC), gegründet von KPMG und Venionaire Capital Partnern, startete dieses Quartal eine neue Roadshow mit ausgewählten europäischen Startups. Auch dieses Mal macht der Club nach Zürich und Amsterdam halt in Wien. Rund 90 Gäste, Investoren, Unternehmer, Business Angels sowie Innovation Manager trafen sich vergangenen Dienstag in den Räumlichkeiten der Semper Constantia Privatbank in Wien. Der Club versteht sich als eine pan-europäische Initiative, deren Ziel es ist, Expertise, Erfahrungsaustauch und die dringend notwendige Bereitstellung von Finanzierungen für europäische Talente zu fördern. Bereits in der ersten Roadshow im ersten Halbjahr 2017 konnte das Netzwerk für die damals teilnehmenden Startups 3,5 Millionen Euro einwerben.

Für die aktuellen Teilnehmer ist das Ziel nochmal deutlich erhöht worden: „In dieser Runde sind Firmen aus Deutschland, Österreich, Ungarn und der Schweiz mit einem gesamten Kapitalbedarf von rund 7 Millionen Euro dabei. Berücksichtigt man alle Firmen, die wir aktuell im Club gelistet haben, sprechen wir sogar von einer Summe von 18 Millionen Euro. Unsere Mitglieder stemmen gemeinsam sogenannte Super Angels Runden von einer bis zehn Millionen Euro und bringen sich darüber hinaus persönlich sehr stark ein. Super Angels sind in Europa ein wichtiger Co-Investor für Venture Capital Fonds geworden“, erklärt Berthold Baurek-Karlic, Vorstandsmitglied des European Super Angels Clubs und CEO von Venionaire Capital.

Startup-Bewerbungen für 2018 bereits möglich
Weitere geplante Stationen sind London, München und schließlich Hongkong als Side-Event. „Der European Super Angels Club wurde erst Anfang dieses Jahres aus der Taufe gehoben und hat sich bereits bewährt. Wir sehen von Investoren als auch von unseren KPMG Partnern in Europa viel Zuspruch. Für 2018 nehmen wir bereits neue Bewerbungen insbesondere im Bereich Cybersecurity von interessierten Startups auf der Webseite des Super Angels Clubs entgegen. Wir analysieren laufend und versuchen Startups sehr schnelles Feedback zu geben – rund fünf Prozent der Bewerber erhalten die Chance bei uns gelistet zu werden. Das klingt im ersten Moment hart, aber wir haben uns dazu verpflichtet, die besten Investments Europas für unsere Mitglieder hervorzuheben“, erklärt Michael Petritz, Partner bei KPMG und ebenfalls Vorstandsmitglied des European Super Angels Clubs.

Lokale Partner in Niederlande und Ungarn
Timan Rebel, Co-Founder von NEXT Amsterdam und lokaler Partner des European Super Angels Clubs: „Die Idee, die europäische Startup-Welt enger zusammenzubringen, treibt uns schon seit Jahren an. Der European Super Angels Club ist ein innovatives Projekt, um grenzübergreifende Investments zu unterstützen und das internationale Netzwerk zu stärken. Es hat uns sehr gefreut im November erstmals den European Super Angels Club in unserem Accelerator begrüßt haben zu dürfen und wir freuen uns schon auf die nächste Roadshow.“

„Bereits im August besuchte uns der European Super Angels Club für einen eigenen Pre-Roadshow-Event in Budapest und hat dabei eines unserer Portfolio-Unternehmen für eine Wildcard der aktuellen Roadshow nominiert. Dank der Untersützung und Expertise des Clubs hat dieses Startup einen sichtbaren Sprung vorwärts gemacht und wir sehen dem baldigen Abschluss der angepeilten Finanzierungsrunde sehr positiv entgegen“, sagt Bence Makai, Investment Director des ungarischen Accelerators Oxo Labs, der ebenfalls in Wien zu Besuch war.

Weitere Marktbeschleunigung
„Als eine von Unternehmern geführte Privatbank freuen wir uns ganz besonders gemeinsam mit KPMG Österreich und Venionaire Capital in Österreich als Partner dieser gelungenen Initiative auftreten zu können. Wir sind davon überzeugt, dass diese Veranstaltungsreihe auch einen positiven Mehrwert für unsere Kunden liefert und unser Dienstleistungsspektrum optimal ergänzt. Das große Interesse bestätigt uns zudem in unserer Entscheidung“, so Bernhard Ramsauer, Mitinhaber & Vorsitzender des Vorstandes der Semper Constantia Privatbank.

Die auf Wirtschafts- und Wirtschaftsstrafrecht spezialisierte Anwaltskanzlei PHH Rechtsanwälte zählt zu den Partnern der ersten Stunde des Investorenclubs. Für Rainer Kaspar, Partner bei PHH Rechtsanwälte, ist das internationale Matching von Startups und Investoren entscheidend: „Die Schaffung einer solchen institutionalisierten Kapitalbeschaffung für Startups ist wichtig für die weitere Marktbeschleunigung und hilft Investoren als auch Startups. Wir freuen uns deshalb sehr, dass der Super Angels Club sich für uns als rechtlichen Partner entschieden hat.“

Nov 162017
 

Reklame begegnet uns heuer überall – ob im Fernsehen, auf der Straße oder auf Alltagsgegenständen wie Lebensmittelverpackungen oder Pflegeprodukten. Ohne sie kommt kaum ein Unternehmen aus. Einen einzelnen Erfinder dieses so mächtigen Marketing- und Erfolgsinstrumentes gibt es nicht. Die Entstehungsgeschichte der einzelnen Formen ist jedoch höchst interessant.

Ausrufer waren die ersten

Bereits 4000 Jahre vor Christus gab es sogenannte Ausrufer, die in der Öffentlichkeit – meist auf dafür vorgesehenen Plätzen – staatliche oder private Angelegenheiten ankündigten. Auch die Ankunft von Händlern wurde über solche Ausrufer bekannt gegeben. Im alten Rom, circa 2000 vor Christus, nutzte man weiße Holztafeln für Bekanntmachungen. Sie werden von vielen Experten als erste Vorläufer des Plakates angesehen. Semitische Händler schrieben sogar ihre Produktangebote auf alte Steintafeln und verfolgten damit eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme zur Absatzförderung.

Mit dem Untergang des Römischen Reiches ging die Nutzung von Tafeln als Reklame jedoch für lange Zeit verloren. Mit der Erfindung des Papiers im Jahr 105 nach Christus, als dessen Erfinder der Chinese Ts’ai Lun gilt, änderte sich das allmählich. Es dauerte jedoch bis ins 14. Jahrhundert hinein, bis sich die Textwerbung wieder etabliert hatte. Von nun an war es recht gewöhnlich, dass Händler, Wirte oder Handwerker ihre Dienstleistungen und Waren auf Schildern anpriesen. Als um 1450 der Deutsche Johannes Gutenberg den Buchdruck erfand, wurde ein vollkommen neuer Weg für Werbung eröffnet.

Im 17. Jahrhundert machten sich Neudenker daran, den Buchdruck für eine Tageszeitung zu nutzen. Die erste Tageszeitung der Welt erschien 1650 in Leipzig. Nach und nach wurden hierin auch Werbeanzeigen veröffentlicht. Schnell etablierten sich spezielle Werbezeitungen, sogenannte Intelligenzkomptoirs, in die Händler gegen eine Bezahlung ihre Produkte und Dienstleistungen eintragen lassen konnten. Die Werbezeitungen wurden vom Staat kontrolliert und bescherten diesem gute Einnahmen. Mit der Erfindung der Lithografie Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Plakattechnik revolutioniert und das Drucken vieler Plakate war fortan möglich. Nachdem 1846 Siebdrucke auf den Markt gekommen waren, gab es bald auch die ersten farbigen Werbedrucke.

Professionelle Werbung und Massenkultur

Durch die industrielle Revolution Anfang des 19. Jahrhunderts veränderte sich die Gesellschaft zunehmend – die Massenkultur war geboren. Auch die Art der Werbung änderte sich. Ab den 1870er-Jahren erlebte die werbende Branche einen großen Boom, denn man begann, nicht mehr reine Produkthinweise zu veröffentlichen, sondern nutzte einen marktschreierischen Ton. Zudem begann man, bestimmte Gesellschaftsschichten gezielt anzusprechen – die Basis des heutigen Prinzips der Zielgruppenwerbung – und gelangte damit zu großem Erfolg.

Im 20. Jahrhundert begann die Werbebranche, Berufsausbildungen anzubieten. Leute vom Fach wurden immer professioneller und kreativer. Schon bald mischte man wissenschaftliche Erkenntnisse und künstlerische Aspekte zu einem professionellen Reklamekonstrukt. Man lernte, nicht nur die Bedürfnisse der Menschen anzusprechen, sondern auch, mittels Reklame neue Wünsche zu schüren. 1915 erforschte die erste Universität in Köln den Nutzen von Werbung und kam zu der Erkenntnis, dass schon kleine Maßnahmen erfolgversprechend sein können. In den kommenden Jahrzehnten wurden Werbeplakate in vielen Formen und an den unterschiedlichsten Orten platziert. Von der Litfaßsäule bis hin zu flexiblen Roll-Ups, besonders effektiven Hinguckern, die heuer in verschiedenen Designs zu haben sind, gab es kaum mehr Grenzen für Reklame.

Mit der Erfindung des Fernsehers änderte sich die Werbung noch einmal drastisch, denn TV war fortan das wichtigste Werbemedium der Zeit. Heuer ist es das Internet, das diese Position für sich beansprucht. Reklame auf Webseiten oder in den Ergebnissen der Suchmaschinen ist eine vollkommen neue Form, die mit den ursprünglichen Plakaten oder Roll-Up-Bannern kaum mehr etwas zu tun hat.

Bildrechte: Flickr Werbetafel Thomas Kohler CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Nov 142017
 

„Unternehmerinnen der Zukunft“ gesucht!

Ob als Händlerin, Produzentin oder Inhaberin einer Eigenmarke: Ein Online-Geschäft aufzubauen, ist der Traum vieler Unternehmerinnen. Gleichzeitig warten auf dem Weg viele Herausforderungen: von der Produktentwicklung über das Marketing bis zum Vertrieb. „Unternehmerinnen der Zukunft – lokal und um die Welt“ ist eine Initiative vom Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU), Women in Digital e.V. und Amazon, die Frauen bei der Verwirklichung ihrer digitalen Geschäftsideen unterstützt.
Gesucht werden Inhaberinnen und Geschäftsführerinnen von Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern, die ihr stationäres Geschäft mit dem Start in den Online-Handel erweitern oder ihre bestehende Online-Präsenz ausbauen wollen.

Das Herzstück des Programms: die individuelle Begleitung aller Teilnehmerinnen durch Experten-Coaches – allesamt erfahrene Startup-Gründerinnen, Amazon Händlerinnen bzw. Händler oder Blogger.
Neben der Entwicklung und Umsetzung eines Maßnahmenplans für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts erhalten Teilnehmerinnen Trainings zu Themen des digitalen Handels, unter anderem:

• Grundlagen des E-Commerce: Kundenfokus im Internet
• Digitaler Handel: Wie finden Kunden Angebote?
• Welche Produkte können wie und wo im Internet verkauft werden?
• Markenaufbau: Wie stärke ich eine Marke in der digitalen Welt?
• Export: Wie baue ich eine internationale Logistik auf?
• Social Media und Kundenkommunikation im digitalen Zeitalter

Interessentinnen können sich ab sofort und bis zum 31. Dezember 2017 unter unternehmerinnenderzukunft@amazon.de bewerben. Angesprochen sind sowohl Händlerinnen als auch Produzentinnen von Eigenmarkenwaren aus allen Branchen – sowohl Unternehmen mit stationärem Geschäft, die noch nicht im Internet gestartet sind, als auch Unternehmen, die online verkaufen, ihr Potential aber noch nicht voll ausschöpfen.

Ausführliche Informationen auch unter: https://www.amazon.de/unternehmerinnenderzukunft

Nov 032017
 

Mit der Erfindung des Internets ist ein erstaunlicher Fortschritt in der Entwicklung der Menschheit einhergegangen. Wer mag sich heutzutage noch vorstellen, ohne das Internet und seine grenzenlosen Vielfalt leben zu können? Die Online-Welt hat unglaublich viele Wege eröffnet, das Leben eines jeden Einzelnen einfacher zu gestalten: angefangen bei dem Austausch von Nachrichten per E-Mail, über die sofortige Verbreitung von politischen News, bis hin zum Online Shopping.

Die Entwicklung des Online-Shoppings
Die Anfänge des Einkaufens per Mausklick im Internet sind in den frühen 90er Jahren zu finden, wobei nicht genau zurückverfolgt werden kann, wer tatsächlich zuerst einen funktionieren Web-Shop ins Netz gestellt hat. Klar ist, dass mit der Auktions-Plattform ebay und dem Online-Versandhandel Amazon, die beide 1995 online gingen, der Boom im Online-Shopping so richtig eingesetzt hat. Auch in Deutschland haben im Laufe der vergangenen Jahre zahlreiche bereits aktive und auch neue Warenhändler einen eigenen Online-Shop ins Netz gestellt. Die Österreicher lieben es, online einkaufen zu gehen und auch mehr als die Hälfte der Deutschen nutzt die Option, im Internet zu shoppen. Gekauft wird nahezu alles, was den internetsurfenden Kunden angeboten wird: besonders beliebt sind Bücher, Elektrotechnik und Kleidung. Aber auch in anderen, teils ungewöhnlichen, Bereichen konnte sich der Online-Handel durchsetzen.

Eine Erfolgsstory − made in Germany
Einen interessanten Werdegang innerhalb der Welt des Online-Shoppings zeigt beispielsweise das Unternehmen „Mr. Spex“. Die Berliner Firma vertreibt seit 2007 Brillen im Online-Handel, was zum damaligen Zeitpunkt eine Idee war, von der man sich nicht vorstellen konnte, das sie aufgehen würde. Brillen sind kein Kleidungsstück, welches anprobiert und im Bedarfsfall einfach gegen eine andere Größe ausgetauscht werden kann. Doch Skeptiker können sich anhand eines Erfahrungsberichts zum Bestellprozess bei Mr. Spex über die Vorteile eines Brillenkaufs im Internetkauf informieren. Denn Mr. Spex hat ein Konzept entworfen, das seinen Online-Kunden nicht nur eine schier unendlich große Auswahl an Brillenmodellen zur Verfügung stellt, sondern auch einen Vor-Ort-Service bei ortsansässigen Optikern anbietet. Dafür hat sich der Internet-Brillenausstatter sogar den Titel „Online-Shop des Jahres“ in 2012 verdient.

Vorteile des Online-Shoppings
Warum ist der Internet-Einkauf so beliebt und was macht ihn attraktiver gegenüber dem Bummel im Shopping-Center? Beim direkten Einkauf kann man sich immerhin beraten lassen und ausprobieren, was einem gefällt. Jedoch bietet das Online-Shopping einfach mehr Vorzüge, allein dadurch, dass man rund um die Uhr im Internet surfen kann. Der Kunde kann problemlos außerhalb von Öffnungszeiten ganz in Ruhe online auf die Suche gehen, Preise vergleichen und sich dann für den besten Online-Shop entscheiden. Die Bearbeitungszeit von Bestellungen in den Online-Shops ist in der Regel so zügig, dass man oft innerhalb weniger Tage seine bestellte Ware erhält. Die Produkte werden bequem nach Hause geliefert und bei Nichtgefallen kann alles aufgrund des Widerruf-Rechts einfach wieder zurückgeschickt werden.

Online Shopping (Public Domain) by Elaine_Smith

Erfindungsreiche Online-Welt
Ein weiterer Vorteil des Online-Shoppings ist ohne Frage auch der, dass nützliche Neu-Erfindungen viel schneller ihren Weg an den Mann finden. Nicht jeder Erfindung steht das entsprechende Kapital zur Verfügung, mit dem sich kostenintensive Marketing-Strategien realisieren lassen. So profitieren Erfinder und Kunden vom Online-Shopping in gleichem Maße und wir sind dankbar für die Erfindung des Internets und seinen unendlichen Möglichkeiten!

Okt 252017
 

Die Welt ist um eine Erfindung reicher. Die Kickstarter Kampagne für den milKit booster, die Erfindung für die Tubeless-Reifen ist Online.

Bei manchen Reifen und Felgenkombinationen kommt es gerne mal vor, dass die Tubeless Montage selbst mit Kompressor zur reinen Qual wird. Mit der Innovation von milKit Booster soll das nun der Geschichte angehören.

Mindestens 30’000 USD müssen erreicht werden, damit die Erfindung zustande kommt. Wenn ihr das Projekt unterstützen wollt und das Produkt in den Händen halten möchtet, könnt ihr die Kickstarter Kampagne bis zum 2. November unterstützen. Das Produkt wird natürlich dann auch im erfinderladen zum Verkauf angeboten.

Viele Biker zögern wegen der erschwerten Montage beim Umstieg auf Tubeless-Reifen: Je nach Reifen und Felgen Kombination ist das Aufpumpen mit einer normalen Standpumpe nicht möglich. Die Luft entweicht ständig zwischen dem Reifen und der Felge. Der Profi hat einen Kompressor zur Hand, welcher den benötigten initialen Luftstoss liefern kann, mit dem der Reifen innerhalb kurzer Zeit an die Felgenflanke gepresst wird. Diese sind aber teuer und schwer.

Vor zwei Jahren brachten die Schweizer Erfinder ein Ventilsystem auf den Markt, das die Tubeless-Wartung vereinfachen sollte. Jetzt soll mit dem Booster das passende Montage Vorrichtung entwickelt, die den Kompressor beim Aufpumpen eines Tubelss-Reifens ersetzt.

Der kopf des milKit Booster besteht aus einem Ventil zum befüllen der Flasche und einem Druckknopf, der die Luft über den Ausgang in den Reifen entweichen lässt

Die Anwendung ist denkbar einfach: Druckflasche aufpumpen, milKit booster auf das Ventil drücken und fertig. Der Schlauch und ein Zusatzventil entfallen hier. Der direkte Luftfluss ohne Schlauch soll den Druck nicht unnötig reduzieren. Der milKit booster soll mit allen Tubeless-Ventilen funktionieren.

Entscheidend bei der Erfindung ist nicht wie lange die Luft fliesst, sondern wie viel Luft in der ersten Sekunde fliesst. Hier liegt die Stärke des milKit Boosters: ohne Schlauch und zusätzliche Ventile ist der volle Druck direkt am Ventil.


Den milKit Booster soll es in zwei verschiedenen Größen geben.

Die Alu-Trinkflasche kann unterwegs mit dem mitgelieferten Schlauch und Beissventil als Trinksystem verwendet werden. Das Gewicht soll bei 150 Gramm inklusive Flasche liegen, der Preis bei 37,50 Euro.

Wir brauchen für die Startphase jeden Unterstützer!

Link Tipps:
Kickstarter Kampagne
milKit auf Facebook
erfinderladen auf Facebook

Okt 122017
 

Der Hubwagen ist aus der Lagerlogistik nicht mehr wegzudenken. Das handbetriebene Gerät trägt Lasten von mehreren Tonnen und ist in fast jedem produzierenden Unternehmen zu finden. Woher diese clevere Erfindung kommt, ist allerdings nicht ganz einfach festzustellen. Eigentlich gilt Ivan Lundquist als Erfinder des Hubwagens. Jedoch ist nicht mehr eindeutig nachweisbar, ob er die Technik erfunden oder einfach eine bereits bestehende Idee weiterentwickelt hat.

Ivan Lundquist

Das erste Patent für den noch heute bekannten BT-Hubwagen reichte der Schwede Ivan Lundquist im Jahr 1948 ein. Zwei Jahre zuvor gründete er die schwedische Firma BT, die heute zur Toyota-Gruppe gehört und weltweit Hubwagen und Gabelstapler vertreibt. Lundquists Erfindung hat die moderne Lagerlogistik revolutioniert und war der Grundstein für das heute gängige System aus Gabelstapler und Euro-Paletten. Dass die für die Produktion von Transportmitteln und Hubwagen bekannte Firma noch vor der Patentierung des ersten modernen Hubwagens gegründet wurde, ist ein klarer Hinweis darauf, dass das mechanische Prinzip des Hubwagens längst bekannt gewesen sein muss. Die Spur erster vergleichbarer Entwürfe führt in die Vereinigten Staaten.

Vorläufer der Hubwagen-Technik

Auf Rädern laufende Hebekarren wurden bereits in den 1920er-Jahren in den Vereinigten Staaten eingesetzt. Das erste Patent für ein vergleichbares Hebelsystem wurde 1923 von der damals in Massachusetts ansässigen Firma Lewis-Shepard Co. eingereicht – wenn auch ohne Hydraulik-Technik, die heute essenziell für jedes Flurfördergerät ist. 1928 folgte ein Patent der von Dresden in die USA immigrierten Oskar Krieger GmbH, die sich auf die Produktion von Transportmitteln spezialisierte. In ihren Aufzeichnungen lässt sich eine ähnliche Technik wie die von Lundquist patentierte Lösung finden.

Eines führt zum anderen

Die Erfindung des Hubwagens ist – so wie viele technische Errungenschaften – nicht ausschließlich der Hingabe eines einzelnen Genies zu verdanken. Die bestehende Technik wurde seit den 1920ern flächendeckend genutzt und an verschiedenen Stellen weiterentwickelt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Technik auch in Europa bekannter und Lundquist patentierte schließlich die moderne Variante der praktischen Hebekarren. Warum gerade Lundquists Version und nicht die Konzepte der früheren Erfinder zum historischen Erfolg wurde, ist unbekannt. Fest steht jedoch, dass die Erfindung auch heute noch einen entscheidenden Beitrag in der Intralogistik vieler Unternehmen leistet. Mittlerweile gelten die Varianten des deutschen Unternehmens Jungheinrich als die bekanntesten der Welt. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sie oft nur mit dem Markennamen „Ameise“ bezeichnet.

Die Weiterentwicklung

Zwar bestehen die Hubwagen bis heute auch in ihrer klassischen Form, dennoch gab es im Verlauf der Jahre einige Weiterentwicklungen. So wurden schon kurz nach Verbreitung die ersten Hubwagen motorisiert. Man könnte meinen, dass der heute so bekannte Gabelstapler eine technische Erweiterung des Hubwagens ist. Tatsächlich gab es erste Geräte mit Verbrennungsmotor, die den heutigen Staplern ähneln, jedoch schon viel früher. Der US-Amerikaner Eugene Clark erfand bereits 1917 den sogenannten Tructractor. Sehr wahrscheinlich wurde also der motorisierte Gabelstapler noch vor dem manuell betriebenem Hubwagen erfunden – eine verblüffende Tatsache.

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