Nov 162017
 

Reklame begegnet uns heuer überall – ob im Fernsehen, auf der Straße oder auf Alltagsgegenständen wie Lebensmittelverpackungen oder Pflegeprodukten. Ohne sie kommt kaum ein Unternehmen aus. Einen einzelnen Erfinder dieses so mächtigen Marketing- und Erfolgsinstrumentes gibt es nicht. Die Entstehungsgeschichte der einzelnen Formen ist jedoch höchst interessant.

Ausrufer waren die ersten

Bereits 4000 Jahre vor Christus gab es sogenannte Ausrufer, die in der Öffentlichkeit – meist auf dafür vorgesehenen Plätzen – staatliche oder private Angelegenheiten ankündigten. Auch die Ankunft von Händlern wurde über solche Ausrufer bekannt gegeben. Im alten Rom, circa 2000 vor Christus, nutzte man weiße Holztafeln für Bekanntmachungen. Sie werden von vielen Experten als erste Vorläufer des Plakates angesehen. Semitische Händler schrieben sogar ihre Produktangebote auf alte Steintafeln und verfolgten damit eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme zur Absatzförderung.

Mit dem Untergang des Römischen Reiches ging die Nutzung von Tafeln als Reklame jedoch für lange Zeit verloren. Mit der Erfindung des Papiers im Jahr 105 nach Christus, als dessen Erfinder der Chinese Ts’ai Lun gilt, änderte sich das allmählich. Es dauerte jedoch bis ins 14. Jahrhundert hinein, bis sich die Textwerbung wieder etabliert hatte. Von nun an war es recht gewöhnlich, dass Händler, Wirte oder Handwerker ihre Dienstleistungen und Waren auf Schildern anpriesen. Als um 1450 der Deutsche Johannes Gutenberg den Buchdruck erfand, wurde ein vollkommen neuer Weg für Werbung eröffnet.

Im 17. Jahrhundert machten sich Neudenker daran, den Buchdruck für eine Tageszeitung zu nutzen. Die erste Tageszeitung der Welt erschien 1650 in Leipzig. Nach und nach wurden hierin auch Werbeanzeigen veröffentlicht. Schnell etablierten sich spezielle Werbezeitungen, sogenannte Intelligenzkomptoirs, in die Händler gegen eine Bezahlung ihre Produkte und Dienstleistungen eintragen lassen konnten. Die Werbezeitungen wurden vom Staat kontrolliert und bescherten diesem gute Einnahmen. Mit der Erfindung der Lithografie Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Plakattechnik revolutioniert und das Drucken vieler Plakate war fortan möglich. Nachdem 1846 Siebdrucke auf den Markt gekommen waren, gab es bald auch die ersten farbigen Werbedrucke.

Professionelle Werbung und Massenkultur

Durch die industrielle Revolution Anfang des 19. Jahrhunderts veränderte sich die Gesellschaft zunehmend – die Massenkultur war geboren. Auch die Art der Werbung änderte sich. Ab den 1870er-Jahren erlebte die werbende Branche einen großen Boom, denn man begann, nicht mehr reine Produkthinweise zu veröffentlichen, sondern nutzte einen marktschreierischen Ton. Zudem begann man, bestimmte Gesellschaftsschichten gezielt anzusprechen – die Basis des heutigen Prinzips der Zielgruppenwerbung – und gelangte damit zu großem Erfolg.

Im 20. Jahrhundert begann die Werbebranche, Berufsausbildungen anzubieten. Leute vom Fach wurden immer professioneller und kreativer. Schon bald mischte man wissenschaftliche Erkenntnisse und künstlerische Aspekte zu einem professionellen Reklamekonstrukt. Man lernte, nicht nur die Bedürfnisse der Menschen anzusprechen, sondern auch, mittels Reklame neue Wünsche zu schüren. 1915 erforschte die erste Universität in Köln den Nutzen von Werbung und kam zu der Erkenntnis, dass schon kleine Maßnahmen erfolgversprechend sein können. In den kommenden Jahrzehnten wurden Werbeplakate in vielen Formen und an den unterschiedlichsten Orten platziert. Von der Litfaßsäule bis hin zu flexiblen Roll-Ups, besonders effektiven Hinguckern, die heuer in verschiedenen Designs zu haben sind, gab es kaum mehr Grenzen für Reklame.

Mit der Erfindung des Fernsehers änderte sich die Werbung noch einmal drastisch, denn TV war fortan das wichtigste Werbemedium der Zeit. Heuer ist es das Internet, das diese Position für sich beansprucht. Reklame auf Webseiten oder in den Ergebnissen der Suchmaschinen ist eine vollkommen neue Form, die mit den ursprünglichen Plakaten oder Roll-Up-Bannern kaum mehr etwas zu tun hat.

Bildrechte: Flickr Werbetafel Thomas Kohler CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Nov 142017
 

„Unternehmerinnen der Zukunft“ gesucht!

Ob als Händlerin, Produzentin oder Inhaberin einer Eigenmarke: Ein Online-Geschäft aufzubauen, ist der Traum vieler Unternehmerinnen. Gleichzeitig warten auf dem Weg viele Herausforderungen: von der Produktentwicklung über das Marketing bis zum Vertrieb. „Unternehmerinnen der Zukunft – lokal und um die Welt“ ist eine Initiative vom Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU), Women in Digital e.V. und Amazon, die Frauen bei der Verwirklichung ihrer digitalen Geschäftsideen unterstützt.
Gesucht werden Inhaberinnen und Geschäftsführerinnen von Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern, die ihr stationäres Geschäft mit dem Start in den Online-Handel erweitern oder ihre bestehende Online-Präsenz ausbauen wollen.

Das Herzstück des Programms: die individuelle Begleitung aller Teilnehmerinnen durch Experten-Coaches – allesamt erfahrene Startup-Gründerinnen, Amazon Händlerinnen bzw. Händler oder Blogger.
Neben der Entwicklung und Umsetzung eines Maßnahmenplans für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts erhalten Teilnehmerinnen Trainings zu Themen des digitalen Handels, unter anderem:

• Grundlagen des E-Commerce: Kundenfokus im Internet
• Digitaler Handel: Wie finden Kunden Angebote?
• Welche Produkte können wie und wo im Internet verkauft werden?
• Markenaufbau: Wie stärke ich eine Marke in der digitalen Welt?
• Export: Wie baue ich eine internationale Logistik auf?
• Social Media und Kundenkommunikation im digitalen Zeitalter

Interessentinnen können sich ab sofort und bis zum 31. Dezember 2017 unter unternehmerinnenderzukunft@amazon.de bewerben. Angesprochen sind sowohl Händlerinnen als auch Produzentinnen von Eigenmarkenwaren aus allen Branchen – sowohl Unternehmen mit stationärem Geschäft, die noch nicht im Internet gestartet sind, als auch Unternehmen, die online verkaufen, ihr Potential aber noch nicht voll ausschöpfen.

Ausführliche Informationen auch unter: https://www.amazon.de/unternehmerinnenderzukunft

Nov 032017
 

Mit der Erfindung des Internets ist ein erstaunlicher Fortschritt in der Entwicklung der Menschheit einhergegangen. Wer mag sich heutzutage noch vorstellen, ohne das Internet und seine grenzenlosen Vielfalt leben zu können? Die Online-Welt hat unglaublich viele Wege eröffnet, das Leben eines jeden Einzelnen einfacher zu gestalten: angefangen bei dem Austausch von Nachrichten per E-Mail, über die sofortige Verbreitung von politischen News, bis hin zum Online Shopping.

Die Entwicklung des Online-Shoppings
Die Anfänge des Einkaufens per Mausklick im Internet sind in den frühen 90er Jahren zu finden, wobei nicht genau zurückverfolgt werden kann, wer tatsächlich zuerst einen funktionieren Web-Shop ins Netz gestellt hat. Klar ist, dass mit der Auktions-Plattform ebay und dem Online-Versandhandel Amazon, die beide 1995 online gingen, der Boom im Online-Shopping so richtig eingesetzt hat. Auch in Deutschland haben im Laufe der vergangenen Jahre zahlreiche bereits aktive und auch neue Warenhändler einen eigenen Online-Shop ins Netz gestellt. Die Österreicher lieben es, online einkaufen zu gehen und auch mehr als die Hälfte der Deutschen nutzt die Option, im Internet zu shoppen. Gekauft wird nahezu alles, was den internetsurfenden Kunden angeboten wird: besonders beliebt sind Bücher, Elektrotechnik und Kleidung. Aber auch in anderen, teils ungewöhnlichen, Bereichen konnte sich der Online-Handel durchsetzen.

Eine Erfolgsstory − made in Germany
Einen interessanten Werdegang innerhalb der Welt des Online-Shoppings zeigt beispielsweise das Unternehmen „Mr. Spex“. Die Berliner Firma vertreibt seit 2007 Brillen im Online-Handel, was zum damaligen Zeitpunkt eine Idee war, von der man sich nicht vorstellen konnte, das sie aufgehen würde. Brillen sind kein Kleidungsstück, welches anprobiert und im Bedarfsfall einfach gegen eine andere Größe ausgetauscht werden kann. Doch Skeptiker können sich anhand eines Erfahrungsberichts zum Bestellprozess bei Mr. Spex über die Vorteile eines Brillenkaufs im Internetkauf informieren. Denn Mr. Spex hat ein Konzept entworfen, das seinen Online-Kunden nicht nur eine schier unendlich große Auswahl an Brillenmodellen zur Verfügung stellt, sondern auch einen Vor-Ort-Service bei ortsansässigen Optikern anbietet. Dafür hat sich der Internet-Brillenausstatter sogar den Titel „Online-Shop des Jahres“ in 2012 verdient.

Vorteile des Online-Shoppings
Warum ist der Internet-Einkauf so beliebt und was macht ihn attraktiver gegenüber dem Bummel im Shopping-Center? Beim direkten Einkauf kann man sich immerhin beraten lassen und ausprobieren, was einem gefällt. Jedoch bietet das Online-Shopping einfach mehr Vorzüge, allein dadurch, dass man rund um die Uhr im Internet surfen kann. Der Kunde kann problemlos außerhalb von Öffnungszeiten ganz in Ruhe online auf die Suche gehen, Preise vergleichen und sich dann für den besten Online-Shop entscheiden. Die Bearbeitungszeit von Bestellungen in den Online-Shops ist in der Regel so zügig, dass man oft innerhalb weniger Tage seine bestellte Ware erhält. Die Produkte werden bequem nach Hause geliefert und bei Nichtgefallen kann alles aufgrund des Widerruf-Rechts einfach wieder zurückgeschickt werden.

Online Shopping (Public Domain) by Elaine_Smith

Erfindungsreiche Online-Welt
Ein weiterer Vorteil des Online-Shoppings ist ohne Frage auch der, dass nützliche Neu-Erfindungen viel schneller ihren Weg an den Mann finden. Nicht jeder Erfindung steht das entsprechende Kapital zur Verfügung, mit dem sich kostenintensive Marketing-Strategien realisieren lassen. So profitieren Erfinder und Kunden vom Online-Shopping in gleichem Maße und wir sind dankbar für die Erfindung des Internets und seinen unendlichen Möglichkeiten!

Okt 252017
 

Die Welt ist um eine Erfindung reicher. Die Kickstarter Kampagne für den milKit booster, die Erfindung für die Tubeless-Reifen ist Online.

Bei manchen Reifen und Felgenkombinationen kommt es gerne mal vor, dass die Tubeless Montage selbst mit Kompressor zur reinen Qual wird. Mit der Innovation von milKit Booster soll das nun der Geschichte angehören.

Mindestens 30’000 USD müssen erreicht werden, damit die Erfindung zustande kommt. Wenn ihr das Projekt unterstützen wollt und das Produkt in den Händen halten möchtet, könnt ihr die Kickstarter Kampagne bis zum 2. November unterstützen. Das Produkt wird natürlich dann auch im erfinderladen zum Verkauf angeboten.

Viele Biker zögern wegen der erschwerten Montage beim Umstieg auf Tubeless-Reifen: Je nach Reifen und Felgen Kombination ist das Aufpumpen mit einer normalen Standpumpe nicht möglich. Die Luft entweicht ständig zwischen dem Reifen und der Felge. Der Profi hat einen Kompressor zur Hand, welcher den benötigten initialen Luftstoss liefern kann, mit dem der Reifen innerhalb kurzer Zeit an die Felgenflanke gepresst wird. Diese sind aber teuer und schwer.

Vor zwei Jahren brachten die Schweizer Erfinder ein Ventilsystem auf den Markt, das die Tubeless-Wartung vereinfachen sollte. Jetzt soll mit dem Booster das passende Montage Vorrichtung entwickelt, die den Kompressor beim Aufpumpen eines Tubelss-Reifens ersetzt.

Der kopf des milKit Booster besteht aus einem Ventil zum befüllen der Flasche und einem Druckknopf, der die Luft über den Ausgang in den Reifen entweichen lässt

Die Anwendung ist denkbar einfach: Druckflasche aufpumpen, milKit booster auf das Ventil drücken und fertig. Der Schlauch und ein Zusatzventil entfallen hier. Der direkte Luftfluss ohne Schlauch soll den Druck nicht unnötig reduzieren. Der milKit booster soll mit allen Tubeless-Ventilen funktionieren.

Entscheidend bei der Erfindung ist nicht wie lange die Luft fliesst, sondern wie viel Luft in der ersten Sekunde fliesst. Hier liegt die Stärke des milKit Boosters: ohne Schlauch und zusätzliche Ventile ist der volle Druck direkt am Ventil.


Den milKit Booster soll es in zwei verschiedenen Größen geben.

Die Alu-Trinkflasche kann unterwegs mit dem mitgelieferten Schlauch und Beissventil als Trinksystem verwendet werden. Das Gewicht soll bei 150 Gramm inklusive Flasche liegen, der Preis bei 37,50 Euro.

Wir brauchen für die Startphase jeden Unterstützer!

Link Tipps:
Kickstarter Kampagne
milKit auf Facebook
erfinderladen auf Facebook

Okt 122017
 

Der Hubwagen ist aus der Lagerlogistik nicht mehr wegzudenken. Das handbetriebene Gerät trägt Lasten von mehreren Tonnen und ist in fast jedem produzierenden Unternehmen zu finden. Woher diese clevere Erfindung kommt, ist allerdings nicht ganz einfach festzustellen. Eigentlich gilt Ivan Lundquist als Erfinder des Hubwagens. Jedoch ist nicht mehr eindeutig nachweisbar, ob er die Technik erfunden oder einfach eine bereits bestehende Idee weiterentwickelt hat.

Ivan Lundquist

Das erste Patent für den noch heute bekannten BT-Hubwagen reichte der Schwede Ivan Lundquist im Jahr 1948 ein. Zwei Jahre zuvor gründete er die schwedische Firma BT, die heute zur Toyota-Gruppe gehört und weltweit Hubwagen und Gabelstapler vertreibt. Lundquists Erfindung hat die moderne Lagerlogistik revolutioniert und war der Grundstein für das heute gängige System aus Gabelstapler und Euro-Paletten. Dass die für die Produktion von Transportmitteln und Hubwagen bekannte Firma noch vor der Patentierung des ersten modernen Hubwagens gegründet wurde, ist ein klarer Hinweis darauf, dass das mechanische Prinzip des Hubwagens längst bekannt gewesen sein muss. Die Spur erster vergleichbarer Entwürfe führt in die Vereinigten Staaten.

Vorläufer der Hubwagen-Technik

Auf Rädern laufende Hebekarren wurden bereits in den 1920er-Jahren in den Vereinigten Staaten eingesetzt. Das erste Patent für ein vergleichbares Hebelsystem wurde 1923 von der damals in Massachusetts ansässigen Firma Lewis-Shepard Co. eingereicht – wenn auch ohne Hydraulik-Technik, die heute essenziell für jedes Flurfördergerät ist. 1928 folgte ein Patent der von Dresden in die USA immigrierten Oskar Krieger GmbH, die sich auf die Produktion von Transportmitteln spezialisierte. In ihren Aufzeichnungen lässt sich eine ähnliche Technik wie die von Lundquist patentierte Lösung finden.

Eines führt zum anderen

Die Erfindung des Hubwagens ist – so wie viele technische Errungenschaften – nicht ausschließlich der Hingabe eines einzelnen Genies zu verdanken. Die bestehende Technik wurde seit den 1920ern flächendeckend genutzt und an verschiedenen Stellen weiterentwickelt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Technik auch in Europa bekannter und Lundquist patentierte schließlich die moderne Variante der praktischen Hebekarren. Warum gerade Lundquists Version und nicht die Konzepte der früheren Erfinder zum historischen Erfolg wurde, ist unbekannt. Fest steht jedoch, dass die Erfindung auch heute noch einen entscheidenden Beitrag in der Intralogistik vieler Unternehmen leistet. Mittlerweile gelten die Varianten des deutschen Unternehmens Jungheinrich als die bekanntesten der Welt. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sie oft nur mit dem Markennamen „Ameise“ bezeichnet.

Die Weiterentwicklung

Zwar bestehen die Hubwagen bis heute auch in ihrer klassischen Form, dennoch gab es im Verlauf der Jahre einige Weiterentwicklungen. So wurden schon kurz nach Verbreitung die ersten Hubwagen motorisiert. Man könnte meinen, dass der heute so bekannte Gabelstapler eine technische Erweiterung des Hubwagens ist. Tatsächlich gab es erste Geräte mit Verbrennungsmotor, die den heutigen Staplern ähneln, jedoch schon viel früher. Der US-Amerikaner Eugene Clark erfand bereits 1917 den sogenannten Tructractor. Sehr wahrscheinlich wurde also der motorisierte Gabelstapler noch vor dem manuell betriebenem Hubwagen erfunden – eine verblüffende Tatsache.

Bildrechte: Flickr Forklift KarmaCat_SF CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Sep 072017
 

Christina Wolf, Absolventin des Masterstudiengangs Industrial Design an der FH Joanneum, University of Applied Sciences, in Graz, gewinnt mit einem Heimmonitoringsystem zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Risikoneugeborenen den James Dyson Award in Österreich. Das medizinische Messgerät VIA hilft Eltern ein lebensbedrohliches Ereignis frühzeitig zu erkennen um im Notfall unter der Anleitung von VIA mit Reanimationsmaßnahmen zu beginnen.

Heute verwendete Heimmonitoring Systeme für Babys wirken nicht wie ein Produkt aus unserer modernen und technologiegetriebenen Zeit – sie sind klobig, sperrig und mit einer Vielzahl von Kabeln ausgestattet. Die komplexe Anwendung verunsichert und überfordert oftmals die frischgebackenen Eltern. Unzureichende Einschulung und häufige Fehlalarme können daher dramatische Folgen für das Baby haben. Dennoch gibt es für Eltern bis dato keine Alternativen. Die diesjährige Gewinnerin des James Dyson Award in Österreich, Christina Wolf, Absolventin des Studiengangs Industriedesign der FH Joanneum Graz, hat mit ihrem Projekt VIA das Heimmonitoring für Risikoneugeborene auf ein neues Level gehoben.

VIA: Messgerät zur Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen bei Neugeborenen
VIA besteht aus einer Sensoreinheit, einem Gurtband aus 100% Baumwolle, einem Monitor und einer Induktions-Ladestation. Der Sensor besteht aus TPU, einem elastischen und leicht zu reinigenden Material, welches sich an die Körperform des Kindes anschmiegt. Mit den zwei Edelstahl-Elektroden sowie dem AMS-Biosensor können Atmung, Herzrate und Sauerstoffsättigung gemessen werden. Ein Vibrationsmodul und ein 3-achsiger Beschleunigungssenor im Sensor-Inneren erkennen die Lage des Kindes und warnen, sobald es sich in Bauchlage dreht. Der Monitor empfängt die aufgezeichneten Daten des Sensors via Bluetooth und schlägt Alarm, wenn die Werte einen kritischen Bereich erreichen. Geringfügige Über- oder Unterschreitungen lösen jedoch noch keinen Alarm aus, sondern initiieren lediglich einen kurzen Vibrationsimpuls, um die Atmung des Kindes anzuregen. Bei starken oder anhaltenden Anomalien schlägt das Gerät Alarm und führt die Eltern durch die nötigen Reanimationsmaßnahmen.

„Bei der Entwicklung unterschiedlicher Sensoreinheiten legte ich das Hauptaugenmerk auf eine zuverlässige Technologie, höchstem Tragekomfort für das Kind, Langlebigkeit sowie einer einfachen Reinigung“, so Christina Wolf. Die angefertigten Modelle wurden an einer Hebammenpuppe getestet und bewertet. Hinsichtlich des Monitors fiel die Entscheidung auf eine runde Form – mit dem kantenlosen, weichen Erscheinungsbild fügt sich VIA dezent in die Umgebung des Neugeborenen ein. Der Monitor dominiert nicht in der Wahrnehmung und wird nicht sofort als medizinisches Produkt erkannt – Eltern sind so nicht ständig der unliebsamen Aufmerksamkeit oder gar dem Mitleid fremder Personen ausgesetzt.

Echte Probleme und ausgezeichnete Lösungen
Jurymitglied Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria, meint zum Siegerprojekt: „VIA hat uns durch die problemlösende Idee der intuitiven Handhabung für die Eltern und des hohen Tragekomforts für die Neugeborenen überzeugt. Das Produkt geht technisch und gestalterisch neue Wege und bietet einen echten Mehrwert für die medizinische Versorgung von Neugeborenen. Wir sind überzeugt, mit „VIA“ einen großartigen Gewinner des James Dyson Awards 2017 gefunden zu haben und wünschen Christina Wolf weiterhin viel Erfolg mit ihrem Projekt.“

Der James Dyson Award
Der James Dyson Award richtet sich an Studierende und junge Absolventen im Bereich Produkt- und Industriedesign und in den Ingenieurwissenschaften. 2017 wird der Wettbewerb in 23 Ländern durchgeführt, darunter Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Irland, Italien und Japan. Neben der Chance für alle Teilnehmer, ihre Ideen namhaften Experten aus der ganzen Welt vorzustellen, winken den Gewinnern des JDA attraktive Geldpreise. So erhält der internationale Gewinner £30,000, um seine Erfindung weiter zu entwickeln. Weitere £5,000 gehen an den Fachbereich des Preisträgers. Die nationalen Gewinner erhalten ein Preisgeld von jeweils £2,000. Alle eingereichten Projekte werden von Jurys auf nationaler Ebene und Dyson Ingenieuren eingehend geprüft. Die nationalen Gewinner des James Dyson Award nehmen am internationalen Ausscheidungswettbewerb teil. Am 26. Oktober 2017 folgt die Prämierung des internationalen Preisträgers.
Mehr Informationen unter www.jamesdysonaward.org.

Sep 062017
 

Gadgets sind aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Sie sind nicht nur abwechslungsreich und unterhaltsam, sondern oft auch nützlich in so manchen Lebenssituationen. Bei der Umsetzung neuer Ideen ist der Erfinderseele selten eine Grenze gesetzt. Doch was genau macht ein Gadget aus?

Design und außergewöhnliche Funktionalität

Der Begriff Gadget kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Schnickschnack oder technische Spielerei. Grundsätzlich handelt es sich dabei also um technische Werkzeuge, die sowohl handlich als auch praktisch sind. Durch ihre neuartige Funktionalität in Verbindung mit einem außergewöhnlichen Design erleichtern sie nicht nur den Alltag, sondern bieten häufig (aber nicht immer) auch einen hohen Spaßfaktor. In diesem Sinne sind sowohl Smartphones als auch andere technische Spielereien wie USB-Sticks Gadgets, denn sie erfüllen eine technische Funktion und begeistern dabei.

Gadgets als Geschenk

Aufgrund ihrer Ausgefallenheit eignen sich viele Gadgets auch gut als Geschenk. Sie sind witzig und lassen sich aufgrund ihrer Handlichkeit überallhin mitnehmen. In Zeiten, in denen die meisten Menschen kaum noch ohne Smartphone aus dem Haus gehen, macht man mit Gadgets für das Smartphone wenig verkehrt. Ob Mini-Lautsprecher für unterwegs oder bunte Kopfhörer – im Gadget- und Technik-Sortiment bei geschenkidee.at gibt es für jeden Smartphone-Besitzer das passende Geschenk.

Gadgets und Gesundheit

Doch während manche Gadgets eher spielerisch das Leben bereichern, gibt es auch solche, die tatsächlich die Lebensqualität verbessern können. Schnarchen wird beispielsweise in vielen Partnerschaften zu einem Problem, weil nur ein Partner schnarcht und der andere durch die Geräuschkulisse nicht schlafen kann. Und oft haben auch die Schnarcher selbst mit Konzentrationsstörungen und Tagesmüdigkeit zu kämpfen, weil ihr Schlaf nicht wirklich erholsam ist. Das Gagdet Smart Nora besteht aus einem Mikrofon und einer Einlage, die man in das Kissen legen muss. Registriert das Mikrofon Schnarchen, pumpt sich die Einlage im Kissen mit Luft auf und ändert so die Position des Kopfes. Dadurch wird die Rachenmuskulatur stimuliert und man hört auf zu schnarchen.

Gadgets für Haushalt und Heimwerken

Auch im Haushalt können Gadgets durchaus nützlich sein, wie dieser Abstandhalter für Wäscheleinen zeigt. Und beim Walabot DIY handelt es sich weniger um eine Spielerei, als um eine tatsächliche Arbeitserleichterung beim Heimwerken. Das Gadget zeigt einem an, ob sich hinter Putz und Tapete Stromkabel, Rohre oder ähnliches verbergen. Walabot ist ein schwarzer, flacher Kasten, den man mit dem eigenen Smartphone verbindet. Dieses muss deshalb USB-OTG-fähig sein, um mit Peripheriegeräten kommunizieren zu können.

Die Anwendung des Gadgets beim Heimwerken ist denkbar einfach. Man verbindet den Walabot mit dem Smartphone und startet die dazugehörige App. Der Walabot wird dabei durch einen Magneten am Handy gehalten, sodass man das Gadget einhändig verwenden kann. Die App führt einen gut verständlich durch die Einstellungen, denn der Walabot muss für jede Wand neu kalibriert werden. Sind die Einstellungen abgeschlossen, hält man den Walabot an die Wand und lässt sich auf dem Handy Unregelmäßigkeiten in der Wandstruktur anzeigen. So vermeidet man, beim Bohren etwa Kabel zu treffen.

Bildrechte: Flickr smartphone Hamza Butt CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Aug 312017
 

Mobiltelefone und Tablets können durch sogenanntes Audiotracking mittels Ultraschall unbemerkt das Verhalten ihrer BenutzerInnen verfolgen – etwa das Betrachten bestimmter Fernsehwerbungen oder den Aufenthalt in bestimmten Räumen. Im Projekt SoniControl entwickelt die Fachhochschule St. Pölten eine Methode, wie dieses unbemerkte (und meist ungewollte) Ausspionieren enttarnt und blockiert werden kann. Von 7. bis 11. September wurde das Projekt auf dem diesjährigen Ars-Electronica-Festival ausgestellt.

Die permanente Vernetzung mobiler Endgeräte kann die Privatsphäre der BenutzerInnen gefährden und zu neuen Formen der Überwachung führen. Zum Beispiel kann ein Fernseher während eines Werbespots unhörbare akustische Signale („akustische Cookies“) aussenden. Mobile Endgeräte in der Umgebung nehmen diese Signale auf, dekodieren sie und senden über das Internet Informationen an die SenderInnen des Signals zurück. So lässt sich feststellen, dass der Fernseher und das Mobilgerät derselben Person gehören und welche Werbung gerade gesehen wird. Dies ermöglicht das Erfassen von UserInnen-Verhalten, ähnlich wie es mit Cookies im Webbereich seit Langem betrieben wird, jedoch über mehrere Geräte hinweg und ohne das Wissen der NutzerInnen.

„Akustisches Tracking ist besonders attraktiv für Content Provider, weil Userinnen und User davon nichts mitbekommen und über mehrere Geräte hinweg verfolgt werden können. Mit dem Projekt SoniControl wollen wir Bewusstsein für akustisches Tracking schaffen und die Privatsphäre durch Erkennen und Filtern von akustischen Cookies gezielt schützen“, sagt Matthias Zeppelzauer, Senior Researcher der Forschungsgruppe Media Computing am Institut für Creative\Media/Technologies der FH St. Pölten.

Maskieren mit Störgeräuschen
Im Projekt SoniControl entwickelt Zeppelzauer mit den Kollegen Peter Kopciak, Kevin Pirner Florian Taurer und Alexis Ringot eine mobile Anwendung, die akustische Cookies aufspürt, NutzerInnen darauf aufmerksam macht und auf Wunsch das Tracking blockiert.

„Wir nutzen Signalverarbeitungsmethoden zum Erkennen akustischer Cookies. Zur Maskierung werden Störsignale über den Lautsprecher des Mobilgeräts gesendet. So könnten akustische Cookies effektiv und mit hoher Verlässlichkeit neutralisiert werden, bevor das Betriebssystem oder mobile Applikationen darauf zugreifen können“, erklärt Zeppelzauer. Das ermöglicht BenutzerInnen, Cookies selektiv zu blockieren ohne die Funktionsweise des Smartphones zu beeinträchtigen.


Die für Menschen unhörbare Maskierung der Cookies erfolgt mittels Ultraschall. „Es gibt derzeit keine Technologie am Markt, die akustische Cookies erkennen und blockieren kann. Die in diesem Projekt entwickelte Applikation repräsentiert den ersten Ansatz, Menschen die Kontrolle über diese Art des Trackings und über die Nutzung dieses neuen Informationskanals zu geben. Wir möchten ein stärkeres Bewusstsein für diese Technologie bei den Nutzerinnen und Nutzern schaffen und damit den Grundstein für einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser neuen Technologie legen“, sagt Zeppelzauer.

Forschung Open Source
Sämtliche Projektergebnisse und die Applikation werden nach Abschluss des geförderten Projekts öffentlich zur Verfügung gestellt. Das System ist somit für jede und jeden direkt nutzbar und erweiterbar. Die Applikation soll auch im Google Play Store zur Verfügung gestellt werden. Sämtliche Projektergebnisse werden unter Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht.

Ausgestellt wurde das Projekt SoniControl beim Ars-Electronica-Festival in der Postcity, 1. Stock, Raum Nr. 11.

Projekt SoniControl – Tipp Links
Das Projekt wird gefördert von der Initiative netidee (www.netidee.at). Organisiert und finanziert wird die Förderaktion von der gemeinnützigen Internet Foundation Austria (IPA).
News zum Projekt: https://www.fhstp.ac.at/de/newsroom/news/wenn-das-handy-heimlich-zuhoert
Projektwebseite: http://sonicontrol.fhstp.ac.at
Video zum Projekt: https://www.youtube.com/watch?v=mJ26qdbn-I8
Radiointerview mit Matthias Zeppelzauer: https://www.fhstp.ac.at/de/newsroom/news/das-handy-am-heimlichen-lauschen-hindern

Aug 312017
 

Online Casinos wachsen seit Jahren. Sowohl was ihre virtuellen Gäste, als auch ihren Umsatz betrifft. Österreich hat eine lange Glücksspieltradition und verfügt über viele Casinos und Spielbanken. Der Ausbau der Kabelverbindungen, macht den Zugang zu Online Casinos leichter.

Immer mehr Betreiber von Online Casinos zieht es an die Börse. Kein Wunder, denn inzwischen macht diese Branche einen globalen Gewinn von mehreren Hundert Milliarden Euro. Die Tendenz ist weiter steigend.

Bekannte und seriöse Online Casinos, die den Sprung in das Aktiengeschäft bereits gewagt haben, sind zum Beispiel, die 888 Holdings mit ihrem 888 Casino, die GVC Holding mit dem Casino Club und William Hill.

Aktien von Online Casinos bieten Vorteile für private Anleger

Private Anleger profitieren natürlich von dem Aufwind der Branche. Die Aktien der Online Casinos werden an der Frankfurter Börse gehandelt. Durch ihre steigende Popularität und die steigenden Umsätze, steigt auch deren Wert.

Der steigende Wert der Online Casino Aktien, soll sich, laut einiger Börsenexperten, nicht nur halten. Der Aufwärtstrend ist noch nicht vorbei. Professionelle Anleger haben diesen Trend bereits für sich entdeckt. Aber auch für Einsteiger lohnt es sich jetzt noch.

Denn noch sind die Aktien preisgünstig zu erwerben. So kostet die 888 Casino Aktie beispielsweise nur rund zwei Euro und die Aktie von die William Hill liegt nur knapp drüber bei rund drei Euro.

Was haben aber die Nutzer von dieser Entwicklung?

Nicht nur Anleger profitieren vom Börsengang der Casinos. Auch für Nutzer der Online Casinos liegen Vorteile darin. Denn selbstverständlich ist es auch den Glücksspielern möglich, in den Wertpapierhandel mit einzusteigen, um damit Geld zu verdienen.

Der noch sehr junge Markt des Online Gambling eignet sich im Prinzip perfekt für Einsteiger in das Aktiengeschäft. Eine ausführliche Beratung durch einen Börsenmakler oder Bankberater sollte aber auf jeden Fall im Vorfeld in Anspruch genommen werden.

Natürlich erhält man unterschiedliche Voraussagen über die Entwicklung dieser Wertpapiere. Doch das Wachstum und der Schwung der Online Casinos wird laut Wirtschaftsexperten höchstwahrscheinlich weiter ansteigen. Für weitere Infos Klick hier.

Der Handel mit Wertpapieren von Online Casinos wird also immer beliebter. Was denkst Du darüber? Hast Du vielleicht sogar selber schon Erfahrungen damit gemacht? Lass uns gerne einen Kommentar da.

Aug 292017
 

Im Herzen von Berlin entstand 2008 die Idee, innovative Projekte für Umwelt- und Ressourcenschutz mehr in die Öffentlichkeit zu rücken. Innerhalb von 10 Jahren haben sich die GreenTec Awards zu einem der wichtigsten Umweltpreise weltweit entwickelt. Sie richten sich an alle Initiativen, Privatpersonen, Start-ups, mittelständische oder große Unternehmen, die sich für einen Green Lifestyle engagieren. Gemeinsam mit 120 Partnern prämieren und vernetzt der Award Menschen mit Visionen, um künftig Nachhaltigkeit in unseren Alltag zu integrieren.

Die Bewerbungsphase für 2018 läuft seit 7. August bis 10. Oktober. Die Bewerbung nimmt etwa 45 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch. Es wird eine Bearbeitungsgebühr von 200 Euro berechnet. Bewerben Sie sich bis 29. August und nutzen Sie die Early Bird-Konditionen. In dieser Zeit halbiert sich zum einen die Bearbeitungsgebühr, zum anderen publizieren die Macher Ihren eigens verfassten Artikel auf dem Nachrichtenportal Newsgreen. Darüberhinaus erhalten Sie – sollten Sie unter die TOP 10 gelangen – 2 Galatickets für die Preisverleihung in München am 13. Mai. Direkt zur Bewerbung.

Für die GreenTec Awards 2018 kann man sich ab sofort bis zum 10. Oktober 2017 in den Kategorien Bauen & Wohnen, Energie, Mobilität, Ressourcen & Recycling, Sport by Jack Wolfskin, Sustainable Development und Wasser & Abwasser bewerben. Unternehmen, die jünger als drei Jahre sind, nehmen automatisch und zusätzlich in der Kategorie Start-up teil. Darüber hinaus verleihen die Macher von Award den Sonderpreis Music für herausragend engagierte Künstler in der Musikindustrie.

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